Die Filme des Christopher Nolan

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Welcher Film von Christopher Nolan ist der Beste?

- Following (1998)
0
Keine Stimmen
- Memento (2000)
3
10%
- Insomnia (2002)
1
3%
- Batman Begins (2005)
2
7%
- Prestige (2006)
3
10%
- The Dark Knight (2008)
10
33%
- Inception (2010)
6
20%
- The Dark Knight Rises (2012)
3
10%
- Interstellar (2014)
2
7%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 30
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danielcc
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3. Januar 2018 18:08

Interessant, wie unterschiedlich die Wirkungen von Filmen sein können.
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HCN007
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3. Januar 2018 20:03

Mit Hacksaw Ridge hat man eben genau die Lagerfeuerromantik, die in Dunkirk komplett fehlt. Und auch die grafische Gewaltdarstellung wird einem um die Ohren geschleudert.
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Spoiler
Show
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vodkamartini
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3. Januar 2018 20:12

Ich sehe da rein gar nichts von Lagerfeuerromantik, sondern packendes, intensives Überwältigungskino, also das Gegenteil von Dunkirk.
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Maibaum
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3. Januar 2018 21:31

Aber Dunkirk ist sehr intensives Überwältigungskino, nur nicht mit dem Holzhammer. Und noch dazu mit originellen Ideen versehen, und ganz sicher ein Film an dem es noch so einiges zu entdecken gibt.

Ich sehe so ziemlich alles anders, was hier negativ gesehen wurde, teils sind das im Gegenteil genau die Stärken des Films.

Nolans bester Film seit Memento.
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GoldenProjectile
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3. Januar 2018 21:49

Maibaum hat geschrieben:Aber Dunkirk ist sehr intensives Überwältigungskino, nur nicht mit dem Holzhammer. Und noch dazu mit originellen Ideen versehen, und ganz sicher ein Film an dem es noch so einiges zu entdecken gibt.

Ich sehe so ziemlich alles anders, was hier negativ gesehen wurde, teils sind das im Gegenteil genau die Stärken des Films.

Nolans bester Film seit Memento.
Hast du dasselbe nicht schon bei Interstellar gesagt?

Ich fand ihn ja nicht grottig, wurde ganz gut unterhalten wenn man bedenkt was ich damals für einen Scheisstag hatte, aber er ist weit weg von meiner Top 10 des Jahres 2017.
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danielcc
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3. Januar 2018 22:05

Jetzt mache ich mir etwas Sorge weil ich mit Maibaum übereinstimmen
Auch und vor allem weil ich den Film jetzt zu Ende gesehen habe.

Eine Sache ist bei Nolan wirklich ganz grossartig und das ist wie er zusammen mit Hans Zimmer über ganz neuartige Klangteppiche ein einmaliges Erlebnis schafft. Das war schon bei Inception so.

Was ich bei Dunkirk wirklich gar nicht sehen ist Kunst um der Kunst willen
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Casino Hille
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3. Januar 2018 22:35

Also wenn das nicht Kunst um der Kunst Willen ist und das auch noch in angestrengter Form, dann weiß ich auch nicht.

Aber ich sehe das komplett konträr zu Maibaum. Ich sehe da sehr viel Holzhammer, Pathos und eigentlich nichts, was daran irgendwie überwältigend oder gar intensiv sein soll.
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danielcc
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3. Januar 2018 22:39

Krass. Vollkommen anderer Meinung. Will da nicht wieder mit Vergleichen kommen da es sonst wieder ausartet aber im Gegensatz zu manch anderen verehrten Regisseuren sehe ich hier wirklich kaum Kunst der Kunst willen. Alles dient der Story bzw dem Eindruck den Nolan vermitteln will. Auch toll mit wie wenig Worten der Film auskommt. Sehr reines Kino.

Aber im Grunde gibt es da nichts zu diskutieren wenn du oder ihr das genau anders empfindet
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Maibaum
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3. Januar 2018 22:49

danielcc hat geschrieben:Jetzt mache ich mir etwas Sorge weil ich mit Maibaum übereinstimme
Keine Sorge, die Flugszenen in QoS sind noch virtuoser.

Kunst ist doch eigentlich immer auch Kunst um der Kunst willen, oder? Jedenfalls ließe sich das über sehr viele Filme sagen die ich großartig finde. Und prätentiös wird das ja immer nur dann empfunden wenn es einem nicht so zusagt.
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danielcc
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3. Januar 2018 22:54

Ich finde wenn sich etwas zu sehr in den Vordergrund spielt und die Inszenierung das Erzählte eher überspielt anstatt unterstützt, dann gefällt mir das meist nicht. Bei dunkirk hatte ich aber zu keinem Zeitpunkt auch nur das Gefühl dass Nolan mit etwas angeben oder sich beweisen will. Das ist pure Filmkunst die aber total zweckdienlich ist (schlimmes wort)

Und was ich viel mehr mochte als bei Interstellar ist natürlich dass der Film mal ganz und gar nicht geschwätzig ist oder Dinge zu erklären versucht
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Maibaum
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3. Januar 2018 23:08

GoldenProjectile hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:Aber Dunkirk ist sehr intensives Überwältigungskino, nur nicht mit dem Holzhammer. Und noch dazu mit originellen Ideen versehen, und ganz sicher ein Film an dem es noch so einiges zu entdecken gibt.

Ich sehe so ziemlich alles anders, was hier negativ gesehen wurde, teils sind das im Gegenteil genau die Stärken des Films.

Nolans bester Film seit Memento.
Hast du dasselbe nicht schon bei Interstellar gesagt?
Genau, von Interstellar war ich positiv überrascht, und Dunkirk ist noch besser. Eigentlich hatte ich Nolan zuvor halbwegs aufgegeben, zumindest in Bezug auf etwas wirklich großes. Die Batman Filme sind zu gewöhnlich, und Inception bleibt zu weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Was auch für Prestige und Insomnia gilt.

Der leicht atonale und eher minimalistische Score ist hier übrigens sehr gelungen, trägt sehr schön zu dem unaufgeregt gleichmäßigen Stil bei. Allenfalls etwas zu oft eingesetzt, aber weit von den Schlagallestot-Scores entfernt die Zimmer sonst zu häufig abliefert bzw abliefern muß. Pathetisch ist eigentlich nur die Szene als die vielen Boote eintreffen, da verlässt Nolan schon seinen etwas distanzierenden Stil, aber da setzt dann der Score noch übel einen drauf, so daß zumindest diese Szene dann negativ raussticht. Außerdem behält Nolan nicht konsequent genug seine 3 Erzählperspektiven bei, da opfert er auch die Reinheit des Stils dem konventionellen Effekt.

Das Ende sehe ich dagegen als sehr interessant an, da dort ja die eigentliche Niederlage propagandistisch in einen Sieg verwandelt wird, aber das ist (denke ich bislang) ein cleverer Schlußpunkt, in der Art in der Nolan das inszeniert. Jedoch müsste ich mir das erst noch mal ansehen, ob das nicht doch etwas pathetisch ist, aber ich glaube das ist komplexer als viele hier denken.
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Maibaum
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3. Januar 2018 23:14

danielcc hat geschrieben:Ich finde wenn sich etwas zu sehr in den Vordergrund spielt und die Inszenierung das Erzählte eher überspielt anstatt unterstützt, dann gefällt mir das meist nicht.
Nur sehe ich das bei vielen Filmen nicht so, bei denen du das so siehst. Da sehe ich meist die ganzheitliche Konstruktion, die ohne diese Inszenierung zusammenbrechen würde.

Bei Dunkirk ist das ähnlich. Eigentlich ist das genau die Sorte Film mit der du sonst nicht klar kommst, und die du jetzt hier für mich sehr überraschend plötzlich lobst.

Ach ja, das Nolan hier mal auf ausufernde Erklärungen verzichtet ist tatsächlich eine Überraschung. Allerdings, so wenig Dialoge sind da jetzt auch wieder nicht, wie manche hier behaupten.
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danielcc
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3. Januar 2018 23:58

Für mich ist das was ganz anderes. Immer dann wenn mir ein Stil oder eine bestimmte Inszenierung zu sehr ins Auge springt, mag ich es nicht.
Aber hier wirkt alles total natürlich, es drängt sich nichts auf. Man muss schob bewusst darauf achten wie schön das inszeniert ist.
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Maibaum
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4. Januar 2018 10:59

Also mir springt das von der ersten Einstellung an ins Auge. Der Film ist stark stilisiert in einem positiven Sinn.
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danielcc
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4. Januar 2018 11:55

Ja ist er. Dann sagen wir einfach: Diese Art von stilisiert mag ich. Andere Arten empfinde ich als aufdringlicher und daher mag ich sie nicht
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