Die Filme des Quentin Tarantino

Für die Filmkenner: In unserem Cinema könnt ihr über den neuesten Blockbuster im Kino, alten Klassikern, neuen Kultfilmen bis hin zu euren Lieblingsserien uvm. diskutieren! Alles aus der TV/Kinowelt, das nicht ins Bondforum passt, bitte hier herein!

Welcher ist der beste Film von Tarantino?

Reservoir Dogs
2
7%
Pulp Fiction
8
28%
Jackie Brown
2
7%
Kill Bill: Volume 1
2
7%
Kill Bill: Volume 2
0
Keine Stimmen
Death Proof: Todsicher
0
Keine Stimmen
Inglourious Basterds
6
21%
Django Unchained
6
21%
The Hateful Eight
3
10%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 29
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Revoked
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22. Mai 2019 19:03

Als ich den ersten Trailer gesehen hab, habe ich gedacht das sei der falsche Film - nix zu Manson, Tate, Polanski. Der 2te hat dann ja einige Andeutungen drin.

Ich bin auch positiv optimistisch nachdem ich H8 ein bisschen als RD Remake goes WW empfunden habe.
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GoldenProjectile
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22. Mai 2019 20:03

Wie man QT so kennt wird das auch nur sehr indirekt ein Film über den Manson-Kult werden. Manson, Tate, Polanski, Spahn, McQueen etc. werden vermutlich mehr den Kontext vorgeben und Tarantino die wahre Geschichte als eine Art Rahmen für seine Geschichte benutzen, ähnlich dem zweiten Weltkrieg in Inglourious Basterds.

Aber die Art und Weise wie das Thema verarbeitet wird weckt schon im Trailer grosses Interesse bei mir, das hat einfach was gruslig-vertrautes wenn dieser Trailer über abgehalfterte Westernstars plötzlich mit der Kamerafahrt über das Dach in die "andere Welt" umschwenkt und Charles Manson auftaucht.

Wehe Helter Skelter ist nicht im Film.
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Casino Hille
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Charles Manson wird doch sicherlich von DiCaprio oder Brad Pitt ermordet, bevor er Sharon Tate was tun kann. Wie gesagt: Der Film riecht nach alternativer Geschichtsschreibung, wie der olle Quentin sie ja schon zweimal großgeschrieben hat. Vielleicht darf Sharon Tate den Manson und seine Bande auch selber abmurksen im Zuge der aktuellen Female Empowerment Schiene.
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HCN007
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Ich habe richtig Bock auf OUATIH ! Man glaubt es kaum, aber der Film wird mein Tarantino - im - Kino - Debüt !
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vodkamartini
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22. Mai 2019 22:33

Ich nicht so sehr. Irgendwie wirkt das so, als habe der Meister im eigenen Baukasten gekramt und aus bekanntem Krimskrams etwas zusammen gebastelt.Alles sieht in jeder Einstellung sehr typisch nach Tarantino aus. Im Prinzip hat er es ja auch schon selbst eingestanden indem er sagte, dass der Film bisher Pulp Fiction am nächsten käme.
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Casino Hille
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Da Tarantino einen sehr eigenen Stil hat, müsste man sich eher Sorgen machen, sähe der Trailer nicht nach QT aus.
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vodkamartini
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23. Mai 2019 00:06

Das Problem ist, dass es zu sehr nach ihm bzw. einem best of seiner Filme aussieht. Bisher hatte er es fast immer geschafft seinem Stil treu zu bleiben und dennoch etwas Neues, Frisches zu schaffen. Hier hab ich erstmals den starken Eindruck der Redundanz. Aber ich bilde mir erst nach dem Film ein Urteil. Es reicht dennoch für den nötigen Funken Neugier.
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Samedi
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8. August 2019 12:28

Sehr schönes Video über Tarantino und seine Filme:

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HCN007
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8. August 2019 22:28

Ich schaue mir dann nächste Woche Mittwoch bereits den neuen Tarantino an.

Bin auch aktuell noch vorher dabei alle seine Filme durchzusichten und bin gerade mit Kill Bill Vol. 1 fertig geworden. Leider habe ich es bisher nicht geschafft, Reviews zu schreiben, da ich einiges neben her vorzubereiten habe. Mir fehlt aktuell die Zeit und die Kraft, so dass ich zumindest die nächsten 3 Wochen endlich mal Urlaub zur Erholung und größerer Privatprojekte habe.
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Samedi
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HCN007 hat geschrieben:
8. August 2019 22:28
Ich schaue mir dann nächste Woche Mittwoch bereits den neuen Tarantino an.
Ich auch. Und beim Outfit orientiere ich mich an Cliff Booth. 8)
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15. August 2019 00:30

So. Komme gerade aus dem Kino.

Der Film hat wirklich gute Szenen und die Schauspieler sind auch alle (oder zumindest die meisten) spitze. Mein Problem an dem Film ist aber, dass es keinen richtigen roten Faden gibt, bzw. keinen, der gut funktioniert. Klar, die Manson-Morde, aber die sind im Film nur ein kleiner Aufhänger. Auch aus dem Ende hätte man mehr machen müssen.
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Wobei die PCS dann wieder ganz lustig ist.
Ich muss aber sagen, dass der Trailer den Film (im guten wie im schlechten) tatsächlich ganz gut abbildet.

In der deutschen Fassung fand ich es etwas merkwürdig, dass fast alles synchronisiert wurde, aber bestimmte Filme und Serien, etc. dann wieder nicht. Da hätte man konsequenter vorgehen können.

Mein Fazit:

Als Hommage auf das "alte Hollywood" durchaus sehenswert, aber im Gesamtwerk von Tarantino wird dieser Film wohl eher auf den hinteren Plätzen oder im Mittelfeld landen.

Immerhin könnte OuatiH dazu beitragen, dass ein paar der erwähnten Filme (und vielleicht auch Serien) wieder etwas besser verkauft oder neu auf den (deutschen) Markt gebracht werden.
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15. August 2019 03:08

Samedi hat geschrieben:
15. August 2019 00:30
Mein Problem an dem Film ist aber, dass es keinen richtigen roten Faden gibt, bzw. keinen, der gut funktioniert.
QT scherrt sich such in Once Upon A Time... wenig um konventionelle Filmdramaturgien und versteht seine Hommage an das vermeintlich glorreiche Hollywood der 1960er als Szenenkonglomerat. Das ist nicht die Geschichte von DiCaprios oder Pitts Figur(en) und Tate und Manson sind nur Teil des Films, aber nicht sein Inhalt, denn der entsteht zwischen statt in den Szenen. Darauf muss man sich natürlich einlassen können und je besser man sich im Kino der Zeit auskennt, umso mehr kann für sich in dem sehr detaillierten Werk entdecken.
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Samedi
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15. August 2019 08:37

Casino Hille hat geschrieben:
15. August 2019 03:08
je besser man sich im Kino der Zeit auskennt, umso mehr kann für sich in dem sehr detaillierten Werk entdecken.
Den Teil (also die ganzen Sachen über reale und fiktive alte Filme) find ich ja auch sehr gelungen. Und auch generell die einzelnen Szenen sind meistens sehr gut. Nur beim Film als ganzes hat Tarantino bisher (egal ob darauf auf Chronologie geachtet wurde oder nicht; siehe PF) besser gearbeitet als jetzt mit OuatiH.
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15. August 2019 13:14

iHaveCNit: Once Upon A Time in … Hollywood (2019)
14.08.2019


Da ist er nun, der 9. Film von Quentin Tarantino, der wenn Tarantino es ernst meint auch sein vorletzter Film gewesen ist. Und dieses Mal verschlägt es ihn in die goldene Ära Hollywoods ins Jahre 1969. Neben Brad Pitt, Leonardo DiCaprio und Margot Robbie hat er sich viele weitere Stars und bekannte Gesichter aus seinen vorigen Filmen dafür ins Boot geholt. Der Film ist nicht ganz frei von Schwächen und auch öffentlicher Kritik an diversen Elementen, aber er ist durchaus auch einer der witzigsten Filme, die Tarantino bis jetzt gemacht hat.

Rick Dalton ist ein Schauspieler und Serienstar, der in der Westernserie „Bounty Law“ seine besten Zeiten erlebt hat. Ihn und sein Stuntman Cliff Booth verbindet eine tiefe Männerfreundschaft, die selbst besteht, wenn es gerade nicht so gut läuft. Während Dalton gerade an seinem letzten Hurra arbeitet, macht Booth mit einer Hippie-Sekte Bekanntschaft und ein berühmter Regisseur mit seiner Frau zieht in die unmittelbare Nachbarschaft von Dalton.

Tarantino liebt Filme und das Kino. Das ist nie offensichtlicher dargestellt worden als in „Once Upon A Time in … Hollywood“, in dem er eine regelrechte Liebeserklärung an diese Zeit des goldenen Hollywoods zelebriert und mit Kostümen, Ausstattung und Schauplätzen die größtmögliche Authentizität erzielt. Das Marketing des Films selbst kann ein wenig irreführend gewesen sein, denn die angesprochene Manson-Familie und der Mord an Sharon Tate lässt eigentlich eine ausufernde Gewaltorgie vermuten, die sich ohne Probleme in die Gewaltorgien der vorherigen Tarantino-Filme einreihen könnte, aber weit gefehlt. Auch wenn in seinen 165 Minuten der Film natürlich genug Zeit hat, auch sowohl Tate als auch die Manson-Familie zu präsentieren, so sind das hier natürlich nur Nebenhandlungen. Der Kern des ganzen Films ist eine in Ansätzen und ehrlich erzählte Männerfreundschaft zwischen Leonardo DiCaprios Rick Dalton und Brad Pitts Cliff Booth. Gerade diese Kombination ist mit seinem Herz und seinem Witz für diesen Film Gold wert. Denn wir bekommen immer wieder großartig witzige Szenen geboten, in denen beide auch zeigen können, was sie schauspielerisch drauf haben. Wer „Inglorious Bastards“ kennt weiß, dass Tarantino auch gerne mal historische Ereignisse verzerrt und da macht er auch hier keinen Unterschied. So ist das an Witz und Brutalität gespickte Finale einer der vielen Höhepunkte des Films, genau wie der Einblick in die Dreharbeiten eines Films, den Dalton gerade dreht und die vielen Film im Film-Momente, die uns hier geboten werden. Ich hätte dem Treiben auf der Leinwand ewig zusehen können weil der Film für mich zu keiner Minute langweilig gewesen ist.
Aber, gerade in Bezug auf den Humor des Films muss man sich auch zwangsläufig die Frage stellen, ob man nicht manche Dinge im Film der Lächerlichkeit preisgibt. Gerade dann lässt es sich auch in Frage stellen, wie ernst Tarantino diese Liebeserklärung wirklich meint. „Once Upon A Time In … Hollywood“ hat mich jedoch nicht so in Bann gezogen wie z.B. „The Hateful Eight“; „Jackie Brown“ oder das „Kill-Bill“-Doppelpack, so dass ich leider nicht die Höchstnote ziehen kann.

„Once Upon A Time in … Hollywood“ - My First Look – 9/10 Punkte.
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HCN007 hat geschrieben:
15. August 2019 13:14
er ist durchaus auch einer der witzigsten Filme, die Tarantino bis jetzt gemacht hat.
Also ich fand bisher alle Tarantino-Filme witzig, auch wenn man natürlich seinen Humor mögen muss. Pulp Fiction fand ich übrigens um einiges witziger als OuatiH.
HCN007 hat geschrieben:
15. August 2019 13:14
Ich hätte dem Treiben auf der Leinwand ewig zusehen können weil der Film für mich zu keiner Minute langweilig gewesen ist.
Langweilig ist Tarantino eigentlich nie, wenn man seine Filme mag. In seinen anderen Filmen gibt es aber immer entweder einen klaren roten Faden oder eine Einteilung in Kapitel oder sogar beides. Hier ist es im Prinzip nur eine Aneinanderreihung von Szenen. Die Szenen sind zwar gut und man schaut dem ganzen auch gerne zu, aber aber zwischendurch fragt man sich dann doch, wozu das alles führen soll.

Je länger ich über den Film nachdenke, umso mehr komme ich zum Schluss, dass es wohl besser gewesen wäre, die ganze Sache mit den Manson-Morden wegzulassen. Die Geschichte mit Rick Dalton und seinem Stunt-Double hätte man auch so erzählen können. Evtl. mit mehr Screentime für Lorenza Izzo und Al Pacino.
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