Welcher ist der beste Film von Quentin Tarantino?

Reservoir Dogs
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (5%)
Pulp Fiction
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (20%)
Jackie Brown
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (5%)
Kill Bill: Volume 1
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (10%)
Kill Bill: Volume 2
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (5%)
Death Proof: Todsicher
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (10%)
Inglourious Basterds
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (20%)
Django Unchained
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (10%)
The Hateful Eight
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (10%)
Once Upon a Time... in Hollywood
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (5%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 20

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#811
Ach ne, das war alles sehr starkes Material, wenn ich dem Film einen Vorwurf machen wollte dann dass er sein fast ausschliesslich gelungenes Material dramaturgisch nicht unter einen Hut bekommt, aber auch da bin ich mir noch gar nicht so sicher, wie ich das sehe, im Nachhinein hat der Film zumindest einen sehr stabilen Eindruck hinterlassen.

Und man kann durchaus sagen dass das Ende der Manson-Geschichte ein primitiver Spass ist der auf die niederen Triebe abzielt und weniger elegant funktioniert als zum Beispiel in IB, wo die Nazi-Metzelei für mich immer eher nebensächlich oder zumindest sehr organisch integriert war. Aber gleichzeitig würde ich lügen wenn ich sagen würde dass ich beim Ende nicht eine Mordsgaudi hatte.
We'll always have Marburg

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#812
Ne, das ganze Manson Kapitel (Farm, 8. August) war mir viel zu flach geschrieben und vor allem inszeniert und gerade die sonst virtuose Verknüpfung von Musik und Bild bei QT war hier nahezu nonexistent. Der Film fühlt sich besonders in diesen Passagen wie von einem Tarantino Wannabe inszeniert und nicht vom selben Genie, dass Pulp Fiction und Inglourious Basterds zu verantworten hat. In den vielen Fake Szenen aus Film und Serie funktioniert der Film als Metaspiel mit 69er Popkultur wunderbar, aber auch hier ist nur die halbe Stunde beim Westerndreh für mich auf gewohntem Tarantino-Niveau (dafür dann aber auch echt Spitzenklasse), der Rest gut, aber nichts außergewöhnliches. Und die Lee Szene ist wirklich doof, und ich verstehe auch die Kontroverse drum herum.

Daher:

Reservoir Dogs - 10
Pulp Fiction - 12
Jackie Brown - 8,5
Kill Bill 1 - 9
Kill Bill 2 - 10
Death Proof - 10
Inglourious Basterds - 11
Django Unchained - 8,5
Hateful Eight - 9,5
Once Upon a Time in Hollywood - 6

Letzterer könnten aber auch nur 5 sein.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#814
Casino Hille hat geschrieben:
17. August 2019 15:44
Die sau blöde Bruce Lee Szene hätte genau wie das ewig lange Farmkapitel ersatzlos gestrichen werden können, in dieser Zeit ist der Film stilistisch zwar schick anzusehen, aber auch viel zu lang und teilweise sogar (als erster QT Film für mich) auch langweilig.
Ach, die Szene fand ich ganz in Ordnung. Da hätte ich eher die Szene mit dem Autoreifen gestrichen.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#815
In meinen Augen ist diese Bruce-Lee-Szene sehr, sehr zwiespältig, weil sie so gar nicht ins Bild einer Liebeserklärung an die damalige Zeit Hollywoods passen will und sehr stark auch den Charakter des Bruce Lee sehr unpassend der Lächerlichkeit preisgibt. Die Farmsequenz hätte man auch ein wenig kürzen können, weil sie schon sehr langgezogen wirkt und sich auch so etwas wie Spannung nicht wirklich entfaltet. Das hätte Tarantino auch knackiger inszenieren können.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "
Spoiler
Show
Filmzähler Sammlung iHaveCNit/HCN007:
Stand: 22.12.2018

Spezielle Interessen: 42 DVDS (Musik, Wrestling, sonstiges)
Serienboxen (8 BD / 69 DVD)
DVD: 782 Filme
BD: 498 Filme
Gesamt-Filme: 1280 Filme

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#816
HCN007 hat geschrieben:
18. August 2019 00:37
Die Farmsequenz hätte man auch ein wenig kürzen können, weil sie schon sehr langgezogen wirkt und sich auch so etwas wie Spannung nicht wirklich entfaltet. Das hätte Tarantino auch knackiger inszenieren können.
Das einzige interessante an der Farmsequenz ist eigentlich Bruce Dern. Den Rest hätte man deutlich zügiger abhandeln können.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#817
Neulich hat jemand auf einem Tarantino-Film-Set ein Quarantäne-Zelt aufgestellt und es "Tentin Quarantino" genannt !
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "
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Gesamt-Filme: 1280 Filme

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#818
Für den Anfang war OuTiH erst einmal ein sehr unterhaltsamer Film, mit ein paar starken Szenen und einem eigenwilligen Aufbau (nicht handelsüblich wie hier irgendwer meinte). Das sehr komische Ende, daß dramaturgisch einfach macht was es will (und wohl deshalb statt schockierend oder abstoßend zu sein mich zum Lachen brachte), hat dann irgendwie dazu geführt, daß ich den ganzen Film plötzlich viel besser fand als ich zunächst dachte. Und ihn nun für sehr vernünftig konstruiert ansehe. Ich hätte Lust ihn mir gleich nochmal anzusehen ...

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#819
Das Ende ist doch nicht komisch und macht auch nicht was es will. Natürlich grätschen Pitt und DiCaprio dazwischen und es gibt die übliche QT-Schlachtplatte. Das fand ich alles unglaublich banal ausgeführt, aber das eigentliche Ende nach der unmotivierten Gewalteinlage finde ich dann wieder sehr schön.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#820
An sich ist es natürlich nicht komisch, aber es hat sich dann für mich in etwas komisches verwandelt, und normalerweise gehöre ich nicht zu denen die über Kinogewalt lachen (außer es soll komisch sein).

Nee, die groteske Gewalt am Ende war großartig, und hat den ganzen Film für mich verwandelt. Banal? Keinesfalls, eher mal wieder das Gegenteil, denn es hat funktioniert gerade weil es so derbe übertrieben war, und scheinbar aus dem Nichts kam.

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#823
Wir (ich und circa acht Freunde) fanden das Ende, also das Gemetzel saukomisch durch die übertriebene, völlig groteske Gewaltdarstellung, die Art wie man die beiden Hauptcharaktere in den zwei Stunden zuvor kennengelernt hat und dadurch, dass es der Manson-Familie ans Leder geht, man also durchaus auch lachen darf. In dieser Hinsicht habe ich ihn auch als geglückter in Erinnerung als die beiden Südwestern.
We'll always have Marburg

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#824
Ich fand das "Gemetzel" am Ende auch richtig komisch und im reichlich gefüllten Kinosaal ging da auch ordentlich die Post ab, genauso wie bei nahezu allen Szenen, in denen sowohl Brad Pitt als auch Leonardo DiCaprio total freigedreht haben. Dass man hier auch noch einen Bogen zu einer Filmproduktion von Rick Dalton geschlagen hat, hat diese komische Situation beim "Gemetzel" auf die Spitze getrieben.
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Serienboxen (8 BD / 69 DVD)
DVD: 782 Filme
BD: 498 Filme
Gesamt-Filme: 1280 Filme

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#825
also ich war eher enttäuscht.
OUATIH größter Mangel ist, er besteht eigentlich aus zwei Filmen, die (fast) nichts miteinander zu tun haben.
Im ersten und das ist der größte Teil, Rick Dalton, ein C-Star Hollywoods Ende der 1960iger Jahre kämpft gegen seinen Abstieg und sein Stunt Double Cliff hängt halt mit ihm so ab und hat so seine eigene Probleme. Aber nach einer halben Stunde weiss man, was einem die nächsten 1 1/2 Stunden erwartet. Man hätte diese Colage des B-Movie Hollywoods anno 1969 bei einer halben Stunde belassen können. Stattdessen wurde gedehnt, wo es nur ging, was aber dann mit dem weitern Verlauf der Handlung null Effekt hat (z.B. Ricks Dialog mit dem Teenie Star , Sharon Tates Kinobesuch, Cliffs Philosophiererei mit Bruce Lee etc.).
Zum zweiten: man kann es Quentin zugestehen, den Lauf der Geschichte im Finale umgeschrieben zu haben. Das fällt unter künstlerische Freiheit; dennoch, er mußte halt noch was finden, wo er seine Gore and Splatter Sequenzen einbauen hat können, ansonsten wäre es kein QT! Das Finale war derartig vorherzusehen und man merkt es ihm an, dass er sich hier von alten Romero Horror-Filmen inspirieren hat lassen. Sich von Billigfilmen inspirieren zu lassen, dazu bekennt er sich offen.
Positiv zu vermerken ist, dass Di Caprio sich endgültig von seinem Milchbubi Image befreien konnte.
Auch Mike Moh, der Bruce Lee spielte, war exzellent!
6/10 LSD-Tabletten
Code Name: Anti Spy Agent 666-OH!
Real Name: Louis Duke "The Destroyer" Duck
Parents: illegitimate son of Scrooge McDuck and Magica de Spell