Welcher ist der beste Film von Quentin Tarantino?

Reservoir Dogs
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (5%)
Pulp Fiction
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (20%)
Jackie Brown
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (5%)
Kill Bill: Volume 1
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (10%)
Kill Bill: Volume 2
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (5%)
Death Proof: Todsicher
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (10%)
Inglourious Basterds
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (20%)
Django Unchained
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (10%)
The Hateful Eight
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (10%)
Once Upon a Time... in Hollywood
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (5%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 20

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#841
vodkamartini hat geschrieben:
10. September 2019 19:29
Natürlich haben die drei letzten Fime alle eine andere Aussage und die Gewaltdarstellungen stehen jeweils in deren Diensten. Dazu braucht man nun sicher keine überragende Beobachtungsgabe.
Tja, trotzdem macht der Eine sich die Mühe, es umständlich auszudrücken, und der Andere bezeichnet es hinterher bequem als trivial.

Und zu noname: Ich sehe beide Filme im Kern dann doch sehr anders und halte die zwei auch zusammen mit IB für Tarantinos beste Filme. Pulp Fiction hat selbstredend einen roten Faden, den schon der erste Shot, also noch der, bevor der Film los geht, wunderbar einführt und der sich bis in die letzte Szene durchschlängelt (deshalb ist die chronologische Neuarrangierung des Inhalts in drei zeitverschobene Episoden auch nicht - wie oft behauptet - Willkür, sondern essentiell und unterstützt den erzählerischen Kern des Films) und Death Proof hat famose Dialoge, bei denen ich keinen Satz entfernen wollen würde, weil jeder von ihnen eine Funktion hat und ohne die der Film nicht funktionieren würde. In Death Proof ist es mindestens so spannend, den Frauen beim Reden über alltägliche Banalitäten zu lauschen wie sie in Gefahr zu wissen - sowas kriegt nur einer hin, der Anspruch, Dramaturgie, Humor und Storytelling perfekt unter einen Hut kriegt. So einer wie QT eben.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#842
@Samedi: Ja ich sehe da auf alle Fälle einen roten Faden, die Charakterentwicklung von Rick Dalton nämlich. Sie hält das ganze zusammen, sie gibt dem Film den Startpunkt, sie wird durchgehend beleuchtet. Hin und wieder macht der Film einen Schlenker, wie beispielsweise wenn Cliff die Farm besucht und die etwas fehlende Geradliniegkeit ist es auch, die ihn für mich noch weit hinter "The Hateful Eight" zurückbleiben lässt aber dennoch bleibt es immer die Geschichte einer Männerfreundschaft mit Fokus auf Rick Dalton, die Mason/Tate Geschichet wird lediglich geschickt eingebaut. Tarantino macht hier ja keine simple "Inglorious Basterds" Kopie, wo der Film auf Handlungsebene durchgehend auf die Vergeltung im Finale zusteuert, sondern erzählt eine völlig andere Geschichte, die zwar auf der Metaebene dieses Finale ansteuert und braucht,auf Handlungsebene bis auf die allerletzte Szene (die aber natürlich erst durch die vorangegangenen ermöglicht wird) aber nicht.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#843
Ja, der rote Faden in OUATIH ist offensichtlich, und die Schlussszene ist (obwohl ich das letzte Drittel ansonsten arg misslungen finde) sogar ein selbst für QT erstaunlich sensibler, sentimentaler Moment, tonal auf jeden Fall das erste Mal, dass er in einem Film zu Jackie Brown zurückkehrt. Das doofe Gekaspere im Abspann ist dann wieder genau das: doof. Und passt damit sehr gut zu dem QT Film, der sich für mich bislang am unentschlossensten anfühlt und auch als der Erste, den ich als deutlich Enttäuschung in seiner Filmografie verbuchen würde. Trotz einiger brillanter Szenen.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#844
Casino Hille hat geschrieben:
29. November 2019 13:53
Und zu noname: Ich sehe beide Filme im Kern dann doch sehr anders und halte die zwei auch zusammen mit IB für Tarantinos beste Filme. Pulp Fiction hat selbstredend einen roten Faden, den schon der erste Shot, also noch der, bevor der Film los geht, wunderbar einführt und der sich bis in die letzte Szene durchschlängelt (deshalb ist die chronologische Neuarrangierung des Inhalts in drei zeitverschobene Episoden auch nicht - wie oft behauptet - Willkür, sondern essentiell und unterstützt den erzählerischen Kern des Films)
Selbstverständlich ist die chronologische Anordnung der drei Hauptepisoden keine Willkür, lediglich der Beginn ist es für mich. Ich sehe keinen Anfang der Geschichte, die Film hätte in meinen Augen auch einen Tag früher anfangen können, es fehlt für mich das Element, das für mich klar zeigt, warum die Geschichte genau zu diesem Zeitpunkt starten musste. Die Anordnung der Episoden als soclhe ist natürlich vollkommen stimmig.
Casino Hille hat geschrieben:
29. November 2019 13:53
Death Proof hat famose Dialoge, bei denen ich keinen Satz entfernen wollen würde, weil jeder von ihnen eine Funktion hat und ohne die der Film nicht funktionieren würde.
Ich sage ja auch nicht, dass ich gerne etwas entfernen würde, die Dialoge sind schließlich toll geschrieben, eine Funktion sehe ich in 75% von ihnen aber nicht.
Casino Hille hat geschrieben:
29. November 2019 13:53
In Death Proof ist es mindestens so spannend, den Frauen beim Reden über alltägliche Banalitäten zu lauschen wie sie in Gefahr zu wissen - sowas kriegt nur einer hin, der Anspruch, Dramaturgie, Humor und Storytelling perfekt unter einen Hut kriegt. So einer wie QT eben.
Auch da will ich dir nicht widersprechen, im Gegenteil, in anderen Worten habe ich das ja auch geschrieben. Ich höre den Frauen gerne beim Reden über Banalitäten zu aber es bleiben eben Banalitäten um im Gegensatz zu anderen Filmen Tarantinos führt auch die damit verbundene Charakterisierung der Figuren (die dennoch vergleichsweise blass bleibt) zu nichts, weil die Charaktere der Frauen für den Plott ziemlich wumpe sind. Sie werden zwar als Hauptdarsteller behandelt, sind es aber überhaupt nicht (zumindest im ersten Teil des Films).
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#845
dernamenlose hat geschrieben:
29. November 2019 14:05
Casino Hille hat geschrieben:
29. November 2019 13:53
Und zu noname: Ich sehe beide Filme im Kern dann doch sehr anders und halte die zwei auch zusammen mit IB für Tarantinos beste Filme. Pulp Fiction hat selbstredend einen roten Faden, den schon der erste Shot, also noch der, bevor der Film los geht, wunderbar einführt und der sich bis in die letzte Szene durchschlängelt (deshalb ist die chronologische Neuarrangierung des Inhalts in drei zeitverschobene Episoden auch nicht - wie oft behauptet - Willkür, sondern essentiell und unterstützt den erzählerischen Kern des Films)
Selbstverständlich ist die chronologische Anordnung der drei Hauptepisoden keine Willkür, lediglich der Beginn ist es für mich. Ich sehe keinen Anfang der Geschichte, die Film hätte in meinen Augen auch einen Tag früher anfangen können
Wie kannst du denn in Pulp Fiction ein klares Ende sehen, wenn du keinen Anfang siehst? Vom Ende her betrachtet kann der Film doch nur mit dem Pärchen im Restaurant anfangen, vor allem im direkten Kontrast zur zweiten Szene, die ihre späteren "Kontrahenten", nämlich Samuel L. Jackson und John Travolta einführt. Pulp Fiction steuert auf eine wichtige Begegnung zu und führt zu Beginn beide Seiten dieser Begegnung ein - und zwar beide Seiten ab dem Moment, an dem für sie die Geschichte beginnt. So macht das eigentlich fast jeder Film, nur das PF diese Begegnung ganz an das Ende setzt. Der Anfang selbst ist sogar noch recht gewöhnlich. Erst werden die Widersacher eingeführt, und dann die Helden. Das ist sowas wie das kleine Einmaleins des Storytellings. Danach erst entwickelt sich PF unkonventionell weiter, weil er die Erzählchronologie so anordnet, dass die Schlüsselszene nicht in der Mitte kommt (wie im klassischen Drama), sondern ganz am Ende.
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Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#847
GoldenProjectile hat geschrieben:
29. November 2019 14:16
weil die Schlüsselszene - oder zumindest die beste und intensivste Szene
Das ist eben der Unterschied zwischen "Subjektiver Wahrnehmung" und "erzählerischem Kernmoment". Wenn für dich das Ende des Films nicht funktioniert, heißt das übersetzt nicht, dass es nicht dennoch die Schlüsselszene des Films ist. Denn das ist sie fraglos. Pulp Fiction ist gewissermaßen vom Ende her gedacht, und deshalb ist der Aufbau so unkonventionell und dann doch wieder gar nicht so sehr. QT erfindet nämlich gar nicht wirklich das Rad neu, sondern er strukturiert seine Geschichte nur vom Schlüsselmoment her und betrachtet das Vor- und Hinterher zuerst, und erst dann den Kern. Und diese eigene Struktur erlauben ihm dann auch einige Ausschweifungen, die er so gar nicht hätte machen können bei einem kontinuierlich chronologischen Aufbau.
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Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#848
Das ist nicht verkehrt, und ich kann auch durchaus akzeptieren dass das Ende der Schlüsselmoment ist bzw. als solcher gedacht ist. Aber ich glaube du hast das schon mal hier irgendwo im Forum geschrieben und bis dahin hatte ich nie auch nur daran gedacht, dass Pulp Fiction in irgendeiner Form die Geschichte über Jacksons Ausstieg aus einem kriminellen Milieu sein könnte. Und so ist es zumindest für mich keine Schlüsselszene, weil sie mich nicht wirklich interessiert, weil sie verpufft, weil sie für mich nicht den Film repräsentiert.
We'll always have Marburg

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#849
dernamenlose hat geschrieben:
29. November 2019 13:55
@Samedi: Ja ich sehe da auf alle Fälle einen roten Faden, die Charakterentwicklung von Rick Dalton nämlich.
Naja, aber eine "Charakterentwicklung" an sich ist ja kein "roter Faden". Zumindest nicht hier. Für "Der blaue Engel" und "Breaking Bad" mag das zutreffen. Dort steht die Charakterentwicklung tatsächlich im Vordergrund, aber im Gegensatz dazu bleibt es in OUATIH meist bei der erzählten Charakterentwicklung. Die eigentliche Entwicklung von Rick Dalton fand ja bereits vor der im Film gezeigten Handlung statt, während im Film hauptsächlich nur noch darüber philosophiert wird. Und wie unser guter Hille immer sagt: "Show, don´t tell!"
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#850
Casino Hille hat geschrieben:
29. November 2019 13:53
und Death Proof hat famose Dialoge, bei denen ich keinen Satz entfernen wollen würde, weil jeder von ihnen eine Funktion hat und ohne die der Film nicht funktionieren würde. In Death Proof ist es mindestens so spannend, den Frauen beim Reden über alltägliche Banalitäten zu lauschen wie sie in Gefahr zu wissen - sowas kriegt nur einer hin, der Anspruch, Dramaturgie, Humor und Storytelling perfekt unter einen Hut kriegt. So einer wie QT eben.
Das sehe ich genau so, Leerlauf habe ich da bislang noch nie entdeckt, deswegen ist DP auch ein durchgehend hochspannender Film. Stilistisch ist es ausgerechnet die Autoverfolgung am Schluß die mich nicht so überzeugt. Die ist gut, aber eben nicht überragend, wie alles andere in DP.

Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#851
Samedi hat geschrieben:
29. November 2019 14:35
Naja, aber eine "Charakterentwicklung" an sich ist ja kein "roter Faden". Zumindest nicht hier. Für "Der blaue Engel" und "Breaking Bad" mag das zutreffen. Dort steht die Charakterentwicklung tatsächlich im Vordergrund, aber im Gegensatz dazu bleibt es in OUATIH meist bei der erzählten Charakterentwicklung. Die eigentliche Entwicklung von Rick Dalton fand ja bereits vor der im Film gezeigten Handlung statt, während im Film hauptsächlich nur noch darüber philosophiert wird. Und wie unser guter Hille immer sagt: "Show, don´t tell!"
Das sagt Hille ja auch ganz richtig und das wird in "Once upon a time in Hollywood" ja auch gemacht. Vor dem Film findet zwar Daltons schauspielerischer Abstieg statt, seine charakterliche Entwicklung beginnt aber in genau dem Moment, als der Film einsetzt. Als der Agent ihn mit den Mechanismen Hollywoods auseinandersetzt beginnt sich auch Rick Dalton damit auseinander zu setzen. Das spiegelt sich in den Szenen mit Cliff, beim Dreh (Gespräch mit dem Mädchen, Austraster im Wohnwagen, etc.) und in Italien wieder. Die Charakterentwicklung wird durchgehend gezeigt, nur die berufliche Entwicklung, die ja lediglich die Rahmenbedingungen für die Charakterentwicklung darstellt, wird erzählt.
Casino Hille hat geschrieben:
29. November 2019 14:14
Wie kannst du denn in Pulp Fiction ein klares Ende sehen, wenn du keinen Anfang siehst? Vom Ende her betrachtet kann der Film doch nur mit dem Pärchen im Restaurant anfangen, vor allem im direkten Kontrast zur zweiten Szene, die ihre späteren "Kontrahenten", nämlich Samuel L. Jackson und John Travolta einführt. Pulp Fiction steuert auf eine wichtige Begegnung zu und führt zu Beginn beide Seiten dieser Begegnung ein - und zwar beide Seiten ab dem Moment, an dem für sie die Geschichte beginnt
Die erste Szene ist für mich völlig ok, als Rahmen für die ganze Story (Wobei es sehr ungewöhnlich für Tarantino ist, normalerweise startet er mit der chronologisch ersten Szene, auch wenn er danach nicht mehr chronologisch erzählt). Ich finde eher den Beginn für Jules und Vincent etwas beliebig. Man hätte auch die gemeinsame Autofahrt streichen können. Oder das Einsteigen ins Auto hinzufügen. Oder das morgens aufstehen. Man könnte viele Punkte finden, an denen man behaupten könnte, dass sie den Beginn der Geschichte für die beiden Figuren darstellen. Das fühlt sich für mich etwas willkürlich an. Der erste wichtige Moment, der zwingend im Film enthalten sein muss ist der Moment, als Jules und Vincent das Zimmer mit den Jungs betreten, davor haben einzelne Teiel der Dialoge zwar durchaus wichtige Bedeutung, doch die Szenen als ganzes nicht, sodass es für mich eben etwas willkürlich wirkt.
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Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#852
Natürlich muss man nicht im Auto anfangen, aber man muss vor der Szene im Zimmer anfangen. Und dann ist Pulp Fiction ja auch ein Film über Schundliteratur, Pulp Fiction eben, und dementsprechend sind Szenen wie Rad erste Gespräch der Teil der Essenz des Films. Und dann hat es auch noch einen inhaltlichen Kontext, dass wir sie beim gemeinsamen Gespräch als Menschen kennen lernen, bevor wir ihnen als Killer/Gangster begegnen. Und dann hat der Inhalt ihres Gesprächs auch noch mit ihrer Entwicklung oder Nicht-Entwicklung im Film zu tun. Da frage ich: Geht es noch besser?

OUATIH macht das mit dem Show don't tell lange richtig, bis nach dem zweiten Drittel ein langer Zeitsprung kommt und uns die Entwicklung von Dalton und Booth in der Zwischenzeit aus dem Off mitgeteilt wird. Übrigens just der Moment, ab dem QT mich verloren hat und nie wieder zurück ins Boot holen konnte.
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Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#853
Casino Hille hat geschrieben:
1. Dezember 2019 19:33
Natürlich muss man nicht im Auto anfangen, aber man muss vor der Szene im Zimmer anfangen. Und dann ist Pulp Fiction ja auch ein Film über Schundliteratur, Pulp Fiction eben, und dementsprechend sind Szenen wie Rad erste Gespräch der Teil der Essenz des Films. Und dann hat es auch noch einen inhaltlichen Kontext, dass wir sie beim gemeinsamen Gespräch als Menschen kennen lernen, bevor wir ihnen als Killer/Gangster begegnen. Und dann hat der Inhalt ihres Gesprächs auch noch mit ihrer Entwicklung oder Nicht-Entwicklung im Film zu tun. Da frage ich: Geht es noch besser?
Ich weiß nicht, ob es noch besser geht. Ich glaube du hast das Problem das ich damit habe schon benannt: Die Essenz des Films. Mich interessiert der Aspekt "Film über Schundliteratur" einfach nicht wirklich, deshalb kann mich der Film da 8und auch bei ein paar späteren Szenen einfach nicht komplett erreichen. Da zieht mich eine auf Tarantinoart erzählte Rachegeschichte doch deutlich mehr in seinen Bann. Oder ein packendes Western-Kammernspiel. Da sind nicht nur die Szenen selbst brilliant, sondern die Essenz des Films packt mich ebenfalls durchgehend.
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Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#854
Wie gesagt, ist die Charakterentwicklung von Rick Dalton in OUATIH doch arg gering im Vergleich zu "Der blaue Engel" oder "Breaking Bad" und trägt deshalb auch den Film nicht.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

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Re: Die Filme des Quentin Tarantino

#855
Mich interessiert Schundliteratur auch nicht wirklich. Allerdings finde ich die gute alte Rachenummer auch nicht unbedingt reizvoll. Für mich kommt es immer darauf an, wie die Umsetzung ist (zumal ich thematisch kaum Interessen habe, zumindest keine, die Filme in der Regel abdecken). Und bei Pulp Fiction, da stimmt einfach alles, da ist jeder Dialog, jede Szene, jede Einstellung, also wirklich alles genau richtig und muss so sein. Warum zum Beispiel diese Szene im Auto essentiell als Einstieg in den Film und für die Charakterentwicklung von Jules und Vincent ist, da könnte ich seitenweise drüber schreiben. Weil das einer dieser filmischen Fälle ist, die für mich formvollendet sind. Eine Punktlandung quasi.
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