Welchen sind eure zwei Favoriten aus dem X-Men-Universum?

X-Men (Keine Stimmen)
X-Men 2
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (8%)
X-Men - The Last Stand (Keine Stimmen)
X-Men Origins: Wolverine (Keine Stimmen)
X-Men: First Class
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (42%)
The Wolverine (Keine Stimmen)
X-Men: Days of Future Past (Keine Stimmen)
Deadpool
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (17%)
X-Men: Apocalypse (Keine Stimmen)
Logan
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (33%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 12

Der X-Men Thread (20th Century Fox)

#1
Bisher gibt es 5 filme und zu zweien davon sind Sequels in Planung. The Wolverine wird kommenden Sommer erscheinen und das Sequel zu First Class soll spätestens 2014 die Kinos stürmen. Wie findet ihr die Filme ? :) Ich poste später zu jedem Film meine Meinung, will sie mir vielleicht auch erst nochmal anschauen. :)

Hier mal 2 News zu kommenden Projekten:

The First Class Sequel is Officially X-Men: Days of Future Past

+

Hugh Jackman Shows New Look For THE WOLVERINE; Comments On Filming In Kurnell

Jackman's Look ist cool. Und die Story von Days of Future Past klingt auch nicht übel.
Zuletzt geändert von Agent 009 am 18. Februar 2016 13:33, insgesamt 7-mal geändert.

Re: Der X-Men Thread

#2
Das Prequel zu Wolverine war eine Katastrophe. Schrecklich langweilig und am Ende dann in den Actionszenen zu verspielt. Erste Entscheidung war überraschend kurzweilig und recht spannend, würde ihn daher als besten Teil der Reihe bezeichnen.
Zuletzt geändert von Casino Hille am 2. Juni 2014 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Der X-Men Thread

#4
Tolle Nachricht. Neben Michael Fassbender, Hugh Jackman, Jennifer Lawrence, Ian Mckellen, Patrick Stewart, James McAvoy, Ellen Page, Anna Paquin, Nicholas Houlton und Shawn Ashmore ist nun auch Halle Berry offiziell bestätigt.

Der Comic gilt ja als einer der besten des ganzen X-Men Franchise. Bryan Singer hat mit X1 und X2 2 großartige Filme gemacht und nun diesen. Da bin ich extrem optimistisch :)

Re: Der X-Men Thread

#5
X-Men & X-Men 2 BD 9-10/10

Für mich absolute Highlights im Comic-genre. Nicht nur mit großartigen Schauspielern ausgestattet, (Sir Patrick Stewart, Sir Ian McKellen, Hugh Jackman, Halle Berry, Famke Janssen, Anna Paquin, Brian Cox uvm) sondern hatte bis dahin auch großartige Action zu bieten die nicht so CGI Lastig ist wie die von den Avengers Filmen als Bsp. Ich persönliche mag die Filme auch, nur ist es hier halt ne feine Sache da vieles nicht nur am PC gemacht wurde.

Die Geschichte über die Mutationen in Genen ist auch sehr interessant umgesetzt. Der Regisseur Bryan Singer versteht was er tut. Auch weil er sich natürlich an den Comics orientiert und Fan der Reihe ist. So weiß er, was die Filme brauchen um Fans zufrieden zu stellen. Die Charaktere sind alle sehr wunderbar und können kaum unterschiedlicher sein. Klar, es sind Mutanten, aber das ist meistens die einzige Gemeinsamkeit. ;)

Puh, was soll ich schreiben ohne wirklich was zu verraten ?. (darin bin ich nie gut)
Es geht halt darum, das Jean Grey (Janssen) & Charles X. Xavier (Stewart) versuchen die Mutanten zu verteidigen und vor der Öffentlichkeit zu schützen während Senator Kelly (gespielt von Bruce Davison) versucht eine Meldepflicht für alle Mutanten durchzusetzen. Dies wird zu einer Probe für Xavier und seine X-Men. Aber auch der finstere Magneto (McKellen) hat seine Pläne. Er will sich an der Menschheit rächen und die Mutanten als die dominierende Spezies sehen. ;) Die Umsetzung und das alles ist 1a. Und auch die Motive aller Mutanten und ihrer Handlungen sind hier und da nachvollziehbar. Es gibt bei den "Hauptfiguren" kein einfaches Schwarz und Weiß. ;)

Ich weiß noch, damals war ich im Kino beim ersten Teil und wusste garnicht was auf mich zukam. Direkt nach dem Film wollte ich Wolverine sein und direkt nochmal in den Film. :D Man hatte mich das gepackt. Ich hoffe ich bin mit meiner Meinung nicht alleine.

X-Men und X2 von Bryan Singer sind 2 der besten Comicverfilmungen aller Zeiten. Teil Zwei steiger sich sogar nochmal zum Erstling. Der 3. X-Men von Ratner erreicht das Niveau der ersten 2 Filme genauso wenig wie der Wolverine:Origins Film. (Was sie für mich aber noch nicht zu schlechten Filmen macht. Sie sind halt nur nicht so genial wie die ersten 2 Filme ;) )
First Class hingegen ist wieder richtig großartig und kommt an die ersten 2 Filme ran. Zumal er auch viele Bond Elemente enthält. Sehr cool. Man darf zudem gespannt sein was Bryan Singer aus Days of Future Past macht. Seine Rückkehr zum Franchise das er gegründet hat, soll die Logikfehler und einige Storyfails der Filme korrigieren und die Prequels mit der Originaltrilogie verbinden. Man darf sehr, sehr gespannt sein. 90% der wichtigen Darsteller aller X-Men Filme sind wieder dabei. Das ist schonmal sehr, sehr gut. Zudem kommt im Sommer auch Wolverine: Weg des Krieger von James Mangold. Und dem Trailer nach erwartet uns da ein sehr Actionreiches Japanspektakel. ;)

Der Vollständigkeit halber.

Re: Der X-Men Thread

#6
X-Men: Der letzte Widerstand BD

Und der 3. Film dieses bis dahin so starken Franchise. Diesmal übernimmt aber nicht Bryan Singer sondern Rush Hour Veteran Brett Ratner die Regie. Eigentlich ist dieser Film gut und er hat auch definitiv seine Stärken. Nur leider gehört das einführen neuer Comiclieblinge nicht dazu. Auch das Mutanten jetzt nach "Stufen" zu sortieren sind, ist mehr als doof. Je höher die Stufe, desto stärker der Mutant. Gehört einfach nicht rein. Dafür wird der Cast super ergänzt. Die Story mit dem Gegenmittel und Pheonix ist ebenfalls nicht schlecht umgesetzt nur ist es eine Schande, wie hier mit gestandenen X-Men Charakteren umgegangen wird. Aber dies wird Singer wohl mit seiner Rückkehr zum Franchise wieder richten. ;) Man sollte auch gucken, das man nach dem Abspann sitzen bleibt.

Die Action ist wiedermal einwandfrei und die Mutanten und ihre Fähigkeiten großartig. Erstmals auch dabei Ellen Page & Vinnie Jones. Sehr, sehr cool. Halle Berry hat als Storm hier mal eine größere Rolle da dies die Bedinung für eine weitere Verpflichtung war. (Vorher gabs ja Ärger mit Singer, weswegen sie nicht mehr mitmachen wollte. Jetzt ist Ratner dran und sie ist zurück inkl. größerer Rolle) Ihre Sache macht sie auch spitze, zumal sie super aussieht. Aber Man kann sagen was man will, die coolste Sau im X-Men Film Universum ist Logan aka Wolverine. Da geht nichts dran vorbei. ;)

Wem die ersten 2 Filme gefallen haben, sollte der 3. bis auf ein paar Ausnahmen auch gefallen. Er ist aber definitiv schwächer als die ersten 2 Filme. :)

7,5/10

-

X-Men Origins: Wolverine BD

Die Erwartungen an den ersten von mehreren geplanten SpinOff Filmen waren enorm hoch. (U.A auch Magneto geplant) Wolverine ist einer der coolsten und wichtigsten Figuren des X-Men Comic & Filmfranchise.

Geprägt durch Hugh Jackman, kann im Prequel auch nur Hugh Jackman diese Rolle spielen. Und das macht er sicherlich gut. Aber mindestens genauso gut, spielt Liev Schreiber die Rolle des Victor bzw. Sabretooth. Die Origin Geschichte ist eigentlich gut erzählt nur hat sie einige zu lose Übergänge und ist auch nicht sooo kompatibel mit der Trilogie. Warum man nicht geguckt hat das alles zusammenpast und so, ist mir ein Rätsel. Was Marvel Jahre später mit Iron Man, Thor und Co. mehr als großartig gemacht hat, funktioniert hier kaum da es halt zu viele Wiedersprüche gibt. Sehr schade drum. Potenzial verschenkt. Die Action ist aber gut inszeniert, auch wenn Logans Krallen manchmal etwas seltsam animiert wirken. Dennoch ist Wolverine Action immer sehr, sehr cool. Man kann dem Charakter die meiste Zeit nachempfinden, was er durchmacht. Umso schlimmer ist der Verlauf des Filmes eigentlich. Dennoch fällt der fehlende Übergang und die etwas löchrige Story auf. Was sehr schade ist und dem Film nicht gut tut.

Die Schauplätze sind teilweise wunderschön. Pluspunkt für den Film. Auch der restliche Cast ist beachtlich. Man hat Ryan Reynolds, Danny Huston, Kevin Durand, Taylor Kitsch, Dominic Monoghan uvm. :) Die Figur von Deadpool ist in diesem Film aber mehr als nur ein Fail. Sehr schade drum.

7/10

Zu First Class kommt später was ;)

Re: Der X-Men Thread

#7
X-Men: First Class

Ich war damals echt gespann wie man die Origin Geschichte der X-Men drehen wollte. Eine Geschichte die hoffentlich nicht die Timeline der Filme 1-3 + Wolverine noch mehr durcheinander bringt. Ein Film der zeigt wie Erik & Charles sich kennenlernten und die ersten X-Men rekrutierten. Habe ich bekommen, was ich mir erhofft habe ? Ja und Nein ;)

Erstmal das negative. Der Film hat keine Unternehmungen gemacht um die Timeline irgendwie zu retten. Aber er hat sie auch nicht großartig zerstört oder verschlimmert. Klar, es gibt hier und da Kleinigkeiten die nicht passen aber man kann sich das schon irgendwie zurecht biegen. Und wenns nicht geht, macht das hoffentlich Bryan Singer mit seiner Fortsetzung Days of Future Past. (der ja irgendwie eine Brücke zu den Originalen X-Men der ersten4 (4?) Filme schlagen wird und beide Generationen erstmals vereint)

Das wars mit den Schwächen für mich. Der Film bietet , und das ist das wichtigste, einwandfreie Unterhaltung. Die Geschichte über die Gründung der X-Men, der ersten großen Offenbarung von Mutanten Richtung Öffentlichkeit und das zusammen kommen von Charles X. Xavier und Erik Lensheer ist mehr als geglückt. Die Actionszenen sind tadellos inszeniert und auch sonst brauch sich Matthew Vaughn nichts zu schulden kommen lassen. Er musste den Film ja leider unter Zeitdruck fertigstellen. Wer weiß wieviel genialer er mit noch mehr Zeit geworden wäre ?! :)

Der Cast ist von vorne bis hinten super besetzt. Man hat Kevin Bacon, Jennifer Lawrence, Nicholas Hoult, Rose Byrne, Jason Flemyng, January Jones und einige mehr. Aber das Herzstück des Filmes, die Zwei Darsteller die das ganze förmlich tragen und alles andere mehr oder minder in den Schatten spielen sind Michael Fassbender und James McAvoy. Beide brillieren hier so richtig und profitieren nur von der Leistung des anderen. Die Chemie zwischen den beiden ist beinahe Perfektion. Die tragische, ergreifende Geschichte von Charles & Eriks Freundschaft ist super inszeniert und die Rollen von beiden Darstellern absolut großartig umgesetzt. Das ist auch das mindeste, was sie ihren älteren "Versionen" schuldig sind. (In X1-3 werden Erik & Charles von Ian McKellen & Patrick Stewart gespielt)

Aber auch den jungen Darstellern, der ersten Garde ist nichts vorzuwerfen. Alle machen ihre Sache super aber der Hauptfokus liegt doch auf der Beziehung und Freundschaft von Erik & Charles. Trotzdem kriegt jeder die Chance sich zu zeigen und man darf gespannt sein wie es mit den meisten in der Fortsetzung weitergeht. ;)

Wie gesagt, die Darsteller sind großartig und die Geschichte ist toll inszeniert. Die Entwicklung der Hauptfiguren ist richtig klasse und auch zu gucken gibt es was. January Jones & Rose Byrne zeigen wie attraktiv sie sind. :D Also auch ein wenig Haut ist dabei. Ich könnte noch ewig schwärmen und zig feine Sachen schreiben da es einfach mein 2. liebster X-Men Film ist. Die Drehplätze sind alle richtig gut gewählt und vorallem der Soundtrack gefällt mir richtig gut. (mal anwerf)

Ich denke jeder X-Men Fan wird hier zufrieden sein und man darf ganz gespannt sein was Singer mit der Rückkehr zu X-Men anstellt. Matthew Vaughn hat den würdigsten Nachfolger bzw. den würdigsten Beitrag zum Franchise gebracht, seit Teil 2. Abwarten was die Zukunft mit DofP und The Wolverine bringt.

9,5/10

ps. nen ultra cooles Cameo gibts auch 8) + etliche Bond Anspielungen :D
Zuletzt geändert von Agent 009 am 2. April 2013 19:35, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Der X-Men Thread

#10
Auf besonderen Wunsch, hier meine damaligen Gedanken zu den X-Men Filmen. Leider habe ich wohl First Class nicht im Kino gesehen und daher keine Kritik in meinem Filmbuch...

VORSICHT SPOILER


X-Men, Bryan Singer, 2000

Fast unmöglich erschien das Vorhaben von Regisseur Singer, die in den USA unglaublich populären Abenteuer der X-Men als Live-Action-Movie ins Kino zu bringen. Doch dank eines hervorragenden Castings und einem tollen Stil hat er es geschafft; mehr noch:
Leute, die nie einen Blick in die gezeichneten Vorlagen geworfen haben, waren von dem Film begeistert. Und zu Recht, denn der Film ist die vielleicht erste gelungenen Comic Adaption seit Batman.

Dafür sorgen in erster Linie die vielen guten Darsteller, Patrick Stewart als Idealbesetzung des Prof. X., ebenso Famke Jansen, Halle Berry ... Ein besonderer Lob gilt aber auch den Drehbuchautoren sowie dem Regisseur, die es verstehen, die Mutanten in erster Linie als Menschen zu zeigen, die ihre ganz speziellen Probleme haben.

Auch der Stil des Films ist toll. Was irgendwo im ländlichen Amerika beginnt, steigert sich immer mehr zu einer durchgestylten, mit prächtigen Effekten aufgepeppten Zukunftsvision, welche zwar nicht spannend, aber auch in keiner Szene langweilig ist. O.K., der Showdown ist etwas zu durchgeknallt.

X-Men 2, Bryan Singer, 2002

Die Fortsetzung der erfolgreichen und gelungenen Comicadaption aus dem Jahre 2000.
Dieses mal durfte Regisseur Singer aus den Vollen schöpfen und so verwundert es nicht, dass X2 den Vorgänger in jeder Hinsicht übertrifft: Mehr Action, mehr Mutanten, mehr Effekte und eine ausgefeiltere Handlung.
Mit gut zwei Stunden Länge bietet der Streifen für all dies auch genügend Zeit. So etwas wie Langeweile will indes niemals aufkommen. Brillant ist gleich die Einführung, die uns den interessantesten Neu-Mutanten "Nightcrawler" in einer atemberaubenden Actionsequenz präsentiert.
Danach drosselt Singer zwar das Tempo etwas doch dafür taucht er ein in die spannende Story, die zunächst durchaus etwas verwirrend daher kommt. So werden parallel mehrere Handlungsstränge erzählt, was viele Filme zum Scheitern verurteilt. Hier ist es praktisch nötig, da jeder der Charaktere entsprechend seiner Fähigkeiten in Szene gesetzt werden möchte. Trotz aller "Gleichberechtigung" wird einigen Heroen eine stärkere Charakterentwicklung gewährt. Wolverine erfährt, was er schon am Ende des ersten Teils zu erfahren suchte, Jean Grey gesteht ihre Liebe zu Cyclops und opfert sich am Ende und einige der jungen Mutanten sind auf der Suche nach ihrem Weg.
Dass aber scheinbar jedem zweiten X-Men eine Liebesbeziehung angehängt wird, ist im Mittelteil unnötig und ärgerlich.
Weiterhin enttäuscht der Auftritt der so lang angekündigten Lady Deathstrike. Zwar sieht Kelly Hu fantastisch in ihrem Kostüm aus, doch ihr Kampf gegen Wolverine ist zu schnell geschnitten und vorüber.
Überhaupt fällt auf, dass gegen Ende der Spannungsbogen nachlässt und deutlich wird, dass der fiese General Striker keine wirkliche Bedrohung darstellt. Dies ist wohl auch den Schreibern aufgefallen, so dass sich am Ende Mystique und Magneto doch wieder gegen die X-Men stellen müssen.

Und als Höhepunkt eines Actionspektakels eine Gehirnmanipulation funktioniert eigentlich nie - mit Patrick Stewart ist die Sache hier zumindest von Newton Thomas Siegel brillant in Szene gesetzt.

X-Men 3: The Last Stand, Brett Ratner, 2006

Die Punktzahl der Bewertung mag die gleiche sein wie bei den beiden Vorgängern. Dennoch kann Teil 3 nicht uneingeschränkt überzeugen. Oder liegts an den zu hohen Erwartungen?

Beeindruckend ist der tricktechnische Aufwand des Films, der folgerichtig auch einer der bis dato teuersten ist. Die einzelnen Actionszenen sind einmal mehr grandios und kreativ. Der totale Overkill an Superheldenfähigkeiten, die der neue Regisseur Ratner hemmungsloser denn je zeigt, verzaubert das Publikum immer wieder. Langweilig wird es nicht.

Was fehlt also? Die Story! Auch die ersten beiden Teile glänzten nicht gerade mit intellektuellen High-End Geschichten. Doch dieses Mal kommt erschwerend hinzu, dass man als Zuschauer nicht so recht weiß, wer was möchte, wer böse ist, warum eigentlich und überhaupt. Schon immer war das Problem, dass eigentlich jeder der Mutanten es mit jedem aufnehmen kann. Mit Jean Greys Rückkehr als Phoenix, weiß man nun überhaupt nicht mehr wie die Hierarchie der Kräfte ist.
Der frühe Tod von Prof. X hinterlässt nicht nur bei seinen X-Men sondern auch beim Zuschauer eine nicht zu kompensierende Lücke.
Von da an trudelt der Film etwas vor sich hin. Zudem sind die aufwendigsten Szenen - die Verschiebung der Golden Gate Bridge - ein Dorn im Auge, weil dramaturgisch nicht gerechtfertigt.

Das finale ultimative Mutanten-Aufeinandertreffen ist furios und macht Spaß. Doch warum wird der starke Charakter Phoenix so verschenkt? Schlimmer ist jedoch, dass all das was Sie anrichtet, am Ende wieder nichtig gemacht wird, durch die Andeutungen vor und nach de Abspann. Viel Lärm um nichts also und 2 Stunden guter Unterhaltung, die am Ende jedoch das X-Men Universum keinen Schritt verändert haben.

(stelle grade fest, dass ich micht an NICHTS aus Teil 3 erinnern kann...erschreckend)

X-Men Origins: Wolverine, Gavin Hood, 2009

Die Lust der Amerikaner nach Comicverfilmungen scheint nicht gestillt zu sein, anders ist es wohl kaum zu erklären, wenn nun auch noch einzelne Charaktere der eigentlich schon ausgelutschten X-Men Serie ausgekoppelt werden und - das ist ja modern - deren Anfänge gezeigt werden, sprich ein Prequel.
Schlauerweise haben sich weder Bryan Singer noch Brett Ratner für dieses Projekt begeistern lassen. Ob sie das Drehbuch schon kannten ist unbekannt.

Doch zunächst mal kann man festhalten, dass der Charakter Wolverine nicht nur populär ist sondern auch einen interessanten background bietet, der durchaus für einen spannenden Film hätte herhalten können.
Woran ist Gavin Hood also bei seinem ersten Blockbuster gescheitert? Der mit einem Budget von über 200 Mio $ ausgestattete Film schafft es nicht eine klare Story zu erzählen. Das Ganze wirkt unausgegoren, es wird zu viel angedeutet, zu viele Episoden gezeigt, die Story erstreckt sich über Jahrhunderte ohne dass das wirklich nötig wäre. Im Gegenteil, die Erzählung wirkt nicht homogen.

Zusammengehalten wird das Ganze durch die guten Leistungen von Hugh Jackman vor allem aber von Liev Schreiber, der hier wirklich eine herausragende Rolle spielt, die man ihm so nicht zugetraut hätte. Er ist ein würdiger Gegner, ein echter Bösewicht der Angst verbreitet. Dies ist besonders für eine Comicverfilming eher ungewöhnlich.

Darüber hinaus fällt positiv die Atmosphäre im Mittelteil des Films auf. Wolverines trautes Eheleben in den Wäldern Kanadas zeigt beispielhaft, dass man versucht hat, die Comiccharaktere in der realen Welt zu "erden".
Dieses Bemühen ist jedoch dahin, sobald es immer mehr Superhelden auftauchen und die Action Überhand gewinnt. Überhaupt leidet der Film eher unter seinem Riesen-Budget. Gegen Ende wäre weniger mehr gewesen. Hier zeigt sich wieder das Problem vieler Comicfilme: Jeder Charakter hat so spezielle Fähigkeiten, dass eigentlich jeder jeden oder keiner keinen besiegen kann, so dass die Kämpfe scheinbar endlos und letztlich beliebig werden.

Wolverine bleibt also hinter den Erwartungen zurück und erreicht nicht die Qualität der X-Men Filme auch wenn gute Ansätze zu erkennen sind.
Zuletzt geändert von danielcc am 3. April 2013 07:25, insgesamt 1-mal geändert.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Der X-Men Thread

#11
Ui, du haust da aber richtige Spoiler raus. Wäre cool gewesen, wenn du die markiert hättest. Nicht das GoldenProjectile die noch liest. :O

Aber interessant. Ich finde den 3. schon ne Ecke schwächer als 1 und 2 auch wenn es ein guter Film ist. Wolverine schwächelt hingegen noch mehr. Wird Zeit für dich die Filme nochmal zu gucken bzw. First Class zu sehen und deine Meinung zu posten :D

Re: Der X-Men Thread

#12
So, hatte heute die ersten beiden Stationen meines X-Men-Marathons.

Auf DVD - X-Men (2000)
Drehbuch: David Hayter
Regie: Bryan Singer
Darsteller: Patrick Stewart, Ian McKellen, Anna Paquin, Hugh Jackman, James Marsden, Famke Janssen, Halle Berry, Rebecca Romijn, Tyler Mane, Bruce Davison


Ich mag realitätsbezogene Fantasy. Für mich ist dieses Sub-Genre eine gelungene Gratwanderung zwischen einer starken Identifizierung mit den Figuren, da sie in unserer Welt leben, und der Faszination durch ihre übernatürlichen Fähigkeiten und andere eingebaute Fantasy-Elemente. Zum Film muss ich sagen, dass ich mit hohen Erwartungen herangegangen bin, aber praktisch keine Ahnung hatte was auf mich zukam. Tatsächlich wusste ich Vorfeld fast nichts über die Figuren und die Geschichte und war mir nur über die grobe Thematik im Klaren.

Das war vermutlich auch gut so, denn X-Men war eine tolle Überraschung. Der ganze Film ist einfach nur angenehm erfrischend und kurzweilig und in sich überaus stimmig. Dabei lebt er unter anderem stark von seinen Charakteren, die von der schillernden Besetzung mit viel Herz gespielt sind: Jackman ist die coole Sau mit den trockenen Sprüchen, Marsden der kühle und leicht ignorante Profi, Stewart der väterliche Mentor, Paquin das hübsche Girl auf der Suche nach ihrer Bestimmung und McKellen der ungemein charismatische Gegenspieler. Hayters und Singers Geschichte ist zwar eher simpel, profitiert aber von einem ebenso einfachen wie effektiven Mittel für gute Dramaturgie: Konflikte. Es gibt Konflikte zwischen dem Professor und Magneto, zwischen Cyclops und Wolverine, zwischen Menschen und Mutanten, zwischen den Mutanten untereinander... Für einen Hobbyautor, der als Fachlektüre am liebsten James N. Frey liest ist das eine wahre Freude.

Auch in der Inszenierung kommt der erste Teil sehr nobel daher: edle und durchgestylte Bilder die absolut modern und ansprechend aussehen, tolle Spezialeffekte, opulentes Szenenbild und souveräne, spritzige Actionszenen. Immer wieder werden die verschiedenen Kräfte der Mutanten einfallsreich eingesetzt. Kamens Soundtrack ist dezenter als gewohnt, bleibt mit aber auch in guter Erinnerung.

8,5 / 10


Auf DVD - X-Men 2 (2003)
Drehbuch: David Hayter
Regie: Bryan Singer
Darsteller: Patrick Stewart, Hugh Jackman, Anna Paquin, Shawn Ashmore, Aaron Stanford, Brian Cox, Alan Cumming, Ian McKellen, Famke Janssen, Rebecca Romijn, Halle Berry, James Marsden


Ich habe das Gefühl, dass die Ankündigung von Sequels immer wieder sehr skeptisch aufgenommen wird, dabei gibt es doch auch tolle Beispiele von Fortsetzungen, die dem Vorgänger in nichts nachstehen oder ihn sogar noch toppen. X-Men 2 ist so ein Fall.

Beim zweiten Teil werden die einzelnen positiven Aspekte noch stärker herausgearbeitet, alles ist ein kleines bisschen üppiger. Mehr Spezialkräfte verschiedener Mutanten, mehr Wendungen und mehr Bedrohung, mehr coole Kämpfe mit Wolverine, mehr Konflikt, mehr Teamgeist, Freund- und Feindschaften, Romanzen und Gefühle. Gerade durch Letzteres enstehen ein paar Sub-Plots, bei denen aber nicht zu dick aufgetragen und der Fokus (Unterhaltung!) trotz ernsterer und tieferer Ansätze nicht aus den Augen verloren wurde. Neuzugänge wie Alan Cummings Figur sind passend integriert, aber genauso sehr profitiert X-Men 2 von der verstärkten Präsenz von „Iceman“ Shawn Ashmore. Und Brian Cox beweist hier nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal, dass er ein grossartiges Arschloch spielen kann.

Visuell gelingt Singer und DP Newton Thomas Sigel der makellose Spagat zwischen kühler, durchgestylter Hochglanzoptik und den sehr filmischen Bildern in der Schneelandschaft. Auch an den Animationen und Actionszenen gibt es kaum etwas auszusetzen. Alles ist faszinierend, wirkt aber nicht gekünstelt, übertrieben oder albern. Gerade das macht meiner Meinung nach den Unterschied zu anderen Marvel-Projekten wie Iron Man aus.

9 / 10
We'll always have Marburg

Re: Der X-Men Thread

#13
Sehr fein. Aber Marvel =/= Marvel ;) X-Men & Fantastic 4 gehören Fox. Da hat Marvel kaum was mitzureden weil die mittlerweile zu Disney gehören und ihr Avengers Franchise mit Iron Man (Trilogie), Thor, Captain America, Hulk usw. aufbauen ;)

Aber schön, das du deinen Spaß am X-Men hast. :)

Re: Der X-Men Thread

#14
Auf DVD - X-Men: Der letzte Widerstand (2006)
Drehbuch: Simon Kinberg & Zak Penn
Regie: Brett Ratner
Darsteller: Patrick Stewart, Ian McKellen, Halle Berry, Hugh Jackman, Famke Janssen, Shawn Ashmore, Kesley Grammer, Ellen Page, Aaron Stanford, Anna Paquin, Ben Foster, Rebecca Romijn, Vinnie Jones, Josef Sommer, James Marsden, Bill Duke, Michael Murphy, Anthony Heald


Ich mag Brett Ratner. Der Mann ist für mich so etwas wie ein künstlerischer Handwerker und hat vor allem durch seine sehr schöne Verfilmung von Roter Drache längst meinen Respekt. Für die X-Men-Reihe ist er eine ebenso interessante wie nachvollziehbare Wahl, und beweist innerhalb der 100 Minuten unzählige Male, dass er ein Gespür für tolle Bildgestaltung hat. Trotzdem ist Der letzte Widerstand in meinen Augen nicht so gut wie die beiden Werke von Bryan Singer, ich weiss aber nicht, ob diese Mängel an Ratner festzumachen sind.

Mit der Besetzung von seinem und Michael Manns Stamm-DoP Dante Spionotti für die Kamera hat Ratner bestimmt schon mal nichts falsch gemacht. Spinotti ist bestimmt dafür mitverantwortlich, dass die Bilder und Einstellungen im Film wieder wunderbar farbig und edel erscheinen, eine Mischung aus malerisch und Hochglanz, ein Genuss für's Auge. Und auch die computergenerierten Effekte sind wieder ein echter Hingucker und passend integriert. Sie erwecken die Kräfte der Mutanten zum Leben, auch wenn hin und wieder für meinen Geschmack fast schon ein bisschen zu dick aufgetragen wurde. Der Soundtrack hingegen ist irgendwie zu schwülstig. Insgesamt gelingt es Ratner, Singers optische Linie fortzusetzen wenn nicht sogar noch zu bereichern.

Die Besetzungsliste ist ein absoluter Kinnladenreisser. Ratner hat wahrscheinlich vorher und nachher nie so viele grosse Namen zugleich eingesetzt, obwohl er auch dafür ein Händchen zu haben scheint. Zu den vielen grossen Darstellern aus den Vorgängern gesellen sich Aufsteiger wie Ellen Page und Ben Foster, gefallen hat mir auch der Auftritt des ungemein lässigen Vinnie Jones (Bube, Dame, König, grAS). Und als ob dies nicht schon genug sei, hat Ratner die Besetzung durch seine Jungs aus dem Roten Drachen wie Bill Duke, Ken Leung und Anthony Heald in Nebenrollen weiter veredelt. Der Cast ist aber auch die Krux, denn am Ende gelingt es im Film praktisch keinem Darsteller und keinem Charakter sich zu entfalten oder auch nur ausreichend zu zeigen. Jeder verschwindet in der Masse.

Der letzte Widerstand krankt aber auch an anderen Stellen. Die Geschichte hat dieses Mal scheinbar kein Konzept, keine klare Struktur. Es ist wohl der unüberschaubaren Menge von Charakteren bzw. deren Motiven und Interessen geschuldet, dass der Film eigentlich nichts tut, ausser sich in Nebenplots und Randereignissen zu verlieren. Zahlreiche Szenen wirken fehl am Platz, mehr als einmal verabschiedet sich die Logik und einige der Dialoge oder Weisheiten lassen Fremdschäm-Alarmlocken schellen. Und die uferlose Endschlacht, die irgendwie uninspiriert zwischen exzessiver CGI und aufgesetzten Gefühlen schwankt und alle liebgewonnenen Charaktere involviert ist leider nicht so episch und pathetisch wie sie gerne wäre. Da sind die folgenden Epilog-Szenen wesentlich besser und zufriedenstellender, wie ich finde.

Bei den Schauspielern muss noch festgehalten werden, dass wohl keiner so cool und markant ist wie Hugh Jackman. Sein Wolverine erinnert mit den trockenen Sprüchen an einen Actionhelden der 1980er/1990er, seine blitzschnellen und agilen Kämpfe an einen Assassinen. Die Spin-Off-Serie, die im Sommer in die zweite Runde geht, hat er sich redlich verdient.

6,5 / 10
We'll always have Marburg

Re: Der X-Men Thread

#15
Ich finde das stellenweise etwas zu hart und bin auch mit der Endwertung nicht ganz einverstanden. Dennoch stimme ich dir größtenteils zu. Der Film hatte viel mehr Potenzial, als er am Ende entfalten konnte. Trotzdem hat der Film extrem viele sehr coole Szenen wie z.B die ganze Sache mit der Golden Gate Bridge oder das Zukunftsszenarie im Trainingsraum (das vielleicht so stellenweise in Days of Future Past zu sehen sein wird) sind echt klasse inszeniert. Auch Halle Berry sieht in X3 so klasse aus, wie noch nie. Zumal der Film mit Ellen Page noch mehr süßes dazu gewinnen konnte. :)

Aber das ist nur meine Meinung. Ein wenig überladen war das ganze leider schon :( Sehr schade drum..

Was sagst du denn zu folgendem:
Spoiler
Show
Wie fandest du den Tod von Scott & Charles ? :( Und den von Jean ?
Spoiler
Show
Wie fandest du das Ende ? War das Serum nur Zeitweise am wirken oder unterdrückt es die Kräfte nur ein "wenig" ? Am Ende kann Erik ja immerhin die Schachfigur bewegen.
Spoiler
Show
Wie fandest du die Szene nach dem Abspann ? Anschauen, falls du es noch nicht getan hast :D