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Re: DC Extended Universe Thread (Warner)

Verfasst: 14. September 2020 12:31
von dernamenlose
Invincible1958 hat geschrieben: 13. September 2020 12:17
dernamenlose hat geschrieben: 13. September 2020 11:45 Grundsätzlich bin ich da ja bei dir, nur frage ich mich halt was es dann sollte jetzt den Dune Trailer zu veröffentlichen. Denn wie gesagt: Die Entscheidung Wonder Woman zu verlegen wird ja nicht spontan gefallen sein.
Laut dem Branchenblatt Deadline soll die Entscheidung tatsächlich spontan gefallen sein, weil man die Kinos länger mit "Tenet" bespielen will.
Der Grund ist, dass demnächst die Kinos in New York und Los Angeles öffnen. Und wenn das z.B. Ende September passiert, dann wäre es blöd, wenn Warner Tenet und Wonder Woman gleichzeitig zeigt. Für New York und L.A. ist "Tenet" ja Anfang Oktober dann ein Neustart - die Leute in den beiden Städten kennen den Film ja noch nicht.
Deshalb will man FÜR den Tenet-Erfolg die Kinos freihalten, und verschiebt WW84 deshalb.
Die Begründung ist mir bekannt, nur sehe ich nach wie vor nicht, wieso man diese Entscheidung dann spontan getroffen haben soll. Dass die Kinos in New York und LA anfang Oktober potentiell wieder öffnen war schon vorher bekannt (Ich bin mir nicht zu 100% sicher, glaube aber, dass es schon vor Veröffentlichung des Dune-Trailers war). Ich sehe einfach nicht, dass es hier eine plötzliche, unvorhersehbare Entwicklung gab, die eine spontane Entscheidung nötig gemacht, gleichzeitig aber ein Warten mit dem Dune Trailer unmöglich gemacht hätte. Warum eine Werbekampagne starten, wenn man es für möglich hält wenige Tage später einen anderen Film auf nahezu das gleiche Startdatum zu legen.

Entweder Warner denkt wirklich, sie könnten mit zwei großen Filmen um Weihnachten Erfolg haben (was angesichts der Tenet-Ergebnisse ziemlich aus der Luft gegriffen wäre), oder irgendjemand im Marketing/Management hat da einen gewaltigen Fehler gemacht und geschlafen.

Re: DC Extended Universe Thread (Warner)

Verfasst: 27. September 2020 17:48
von AnatolGogol
Casino Hille hat geschrieben: 23. September 2020 11:13 Ich würde behaupten, dass insbesondere die genannten "Batman v Superman: Dawn of Justice" und "Königreich der Himmel" von ihren Langfassungen profitieren, weil in beiden Fällen kommerzielle Entscheidungen durch Studioeingriffe wieder rückgängig gemacht wurden und sich nun das Gesamtbild der Filme viel besser entfalten kann. In beiden Fällen würde ich aber nicht von völlig anderen Filmen sprechen, denn beide Beispiele haben letztlich nur mehr Zeit bekommen, ihren Plot vernünftig zu erzählen und beide profitieren davon, ihre jeweils sprunghafte Dramaturgie der Kinofassung so überwunden zu haben. Ihre Kern-Stärken und Kern-Schwächen bleiben aber auch je in beiden Fassungen erhalten.
Ich habe heute Dawn Of Justice erstmals in der Extended gesehen und habe gemischte Gefühle bezüglich der Verlängerungen. Ist die Dramaturgie dadurch runder? Mmmmh, ja, irgendwie schon. Die zusätzlichen Szenen betreffen ja hauptsächlich Supermans Sichtweise der Dinge und die wird dadurch tatsächlich besser ausgeführt. Dadurch gibt es jetzt ein Gleichgewicht zwischen Batman und Superman bzw. ihrer gegenseitiger sich aufbauenden Animositäten. Ich muss aber ehrlich sagen, dass mir dadurch auch etwas verloren geht. Der Kinocut ist deutlich einseitiger, indem er den Zorn Batmans viel mehr ins Zentrum stellt und Superman tatsächlich etwas wie der Buhmann dasteht. Das ist jetzt nicht mehr der Fall und dadurch verliert der Film dann auch diese bösartige Gerechtigkeit, wenn Batman seinem kryptonischen Kollegen den Allerwertesten versohlt. Dieses unverhohlene Sympathisieren mit Batmans Zorn aus den eigentlich falschen Gründen fand ich im Kinocut interessant und spannend und das geht dem Extended nun weitgehend ab. Hinzukommt, dass ausgerechnet beim eindeutig schwächsten Teil des Films, dem grossangelegten Finale gegen Doomsday, die Extended sich kaum vom Kinocut unterscheidet. Hier hätte ich mir drastische Eingriffe gewünscht, selbst Kürzungen hätte ich willkommen geheissen. So ist die Extended zwar ein interessanter Vergleich, letztlich für mich aber vermutlich dann sogar die unterlegene Fassung aus den genannten Gründen.

Re: DC Extended Universe Thread (Warner)

Verfasst: 28. September 2020 02:13
von Casino Hille
AnatolGogol hat geschrieben: 27. September 2020 17:48 Dieses unverhohlene Sympathisieren mit Batmans Zorn aus den eigentlich falschen Gründen fand ich im Kinocut interessant und spannend und das geht dem Extended nun weitgehend ab.
Kann ich verstehen, ich hatte allerdings kaum Sympathie für die tumbe Batman-Version, daher fehlt mir diese Wahrnehmung. Für mich profitiert BvS im Ultimate Cut enorm davon, dass das Drehbuch nun zumindest halbwegs Sinn ergibt, während Luthors gesamter böser Plan im Original schlicht hanebüchen ist. Es ist auch in der Langfassung kein Film, der mich restlos glücklich macht, aber ich kann besser mit ihm leben und würde ihn auch deutlich besser benoten. Bei der letzten Sichtung hatte ich größtenteils sogar Spaß, insgesamt bleiben aber immer noch deutliche Makel: Die schwache Gal Gadot und ihre Amazon-Rolle sind bloßer Filler, der finale Akt ist chaotisch geschrieben (Statt Batman und Superman wirklich aus nachvollziehbaren Motiven gegeneinander kämpfen zu lassen, wird Clark dazu erpresst), und einige Figuren sind dümmer als die schlimmsten "Transformers" - Kasperle (Highlight: "Mr. Wayne, Aliens vernichten Metropolis. Dürfen wir das Gebäude verlassen?).

Re: DC Extended Universe Thread (Warner)

Verfasst: 28. September 2020 07:39
von AnatolGogol
Casino Hille hat geschrieben: 28. September 2020 02:13 Für mich profitiert BvS im Ultimate Cut enorm davon, dass das Drehbuch nun zumindest halbwegs Sinn ergibt, während Luthors gesamter böser Plan im Original schlicht hanebüchen ist.
Macht das denn wirklich einen spürbaren Unterschied? Dass er Batman das Kryptonit zuschanzt und die öffentliche Wahrnehmung von Superman verschlechtert ist doch im Kinocut auch nicht anders. Was sowohl im Kino- als auch im Extended Cut untergeht ist für mich das ganze „ich klone Doomsday aus den Zod-Überresten“ und das Glockengeleute für den nächsten großen Gegner. Warum macht er das? Klar, Doomsday soll den Überiggebliebenen aus dem titelgebenden Duell erledigen, aber wie will er Doomsday im Anschluß kontrollieren? Ich kenn mich mit dem Comic-Hintergrund net aus und kann daher nur das einschätzen, was ich im Film geboten bekomme und da kann ich keinerlei Informationen erkennen, was eigentlich der Hintergrund von Lexs großem Plan sein soll. Außer man nimmt es für bare Münze, dass der Kerl absolut irre ist und entsprechend sein Plan auch keiner erkennbaren Logik folgt. Dafür ist mir der Film aber viel zu konventionell, gerade dramaturgisch.

Casino Hille hat geschrieben: 28. September 2020 02:13 insgesamt bleiben aber immer noch deutliche Makel: Die schwache Gal Gadot und ihre Amazon-Rolle sind bloßer Filler,
Jein, ich finde Gadot solange hinreissend, bis sie sich als Wanderwumme entpuppt. Ihre Auftritte in Abendgarderobe möchte ich nicht missen, gerade ihr Dialog mit Affleck beim zweiten Aufeinandertreffen finde ich toll, auch wie sie beim ersten Aufeinandertreffen geheimnisvoll eingeführt wird. Bis dahin finde ich ihre Figur viel besser und interssanter eingeführt als die ähnlich gelagerte Catwoman in Nolans 3. Batman. Das ganze Wanderwumms Zeug incl. dem Metamenschen-Kram das hätte man dann sich wirklich besser gespart, da es den Film a) keinen Deut besser macht, im Gegenteil und b) lediglich dazu dient das DC Universe auf den Weg zu bringen und Sequels vorzubereiten. Und letzteres hasse ich eh wie die Pest, da ein Film für mich hier und jetzt liefern muss und nicht in übertriebenem Maße zukünftige Filme vorbereiten soll mit Plot und Laufzeit, die sich im laufenden Film nicht amortisieren.
Casino Hille hat geschrieben: 28. September 2020 02:13 der finale Akt ist chaotisch geschrieben (Statt Batman und Superman wirklich aus nachvollziehbaren Motiven gegeneinander kämpfen zu lassen, wird Clark dazu erpresst),
Das ist in der Tat ein konzeptionelles Problem des Films und deswegen würde ich deiner anfänglichen Argumentation, dass das Drehbuch in der Extended zumindest halbwegs Sinn ergebit, auch ein klein wenig widersprechen wollen. Im Grunde hast du recht damit, da der grobe Aufbau „Luthor spielt die beiden Superhelden gegeneinander aus, indem er gleichermaßen Zweifel aneinander streut und sie so aufeinanderhetzt. In letzter Sekunde erkennen die beiden dies und stellen sich einer noch größeren Gefahr“ durch die stärkere Involvierung von Superman runder läuft. Aber dadurch wird der Film noch konventioneller und durchschaubarer und verliert viel von den paar Ecken und Kanten, die er vorher hatte (aufgrund des bereits angeführten fehlende Gleichgewichts der beiden Protagonisten im Kinocut). Der Kinocut mag ein bisschen holpriger sein, aber durch die starke Fokusierung auf Batman wird dessen Motivation gegen Superman anzutreten viel greifbarer und glaubwürdiger. In der Extenden gibt man Superman ebenfalls mehr Hintergrund für seinen Groll am schwarzen Rächer – nur um ihn wie du richtig schriebst im großen Clash dann doch wieder nur unter Zwang handeln zu lassen.

Und da wären wir dann auch beim Kardinalproblem der Extended: die zusätzlich Superman zugestandene Zeit verbessert den Film letztlich auch deshalb nicht, weil Superman/Clark Kent (die in der Synder- wie zuvor auch schon in der Singer-Variante praktisch eh die gleiche Figur sind, da man Kent keinerlei Eigenständigkeit zugesteht) auch mit ein bisschen Zweifel doch immer der ewig gute Pfadfinder und somit charakterlich einfach langweilig bleibt. Der Kinocut hat ihn durch seine charakerliche Unterrepräsentierung wie bereits geschrieben durchaus ein wenig wie der eigentliche Buhmann dastehen lassen – auch wenn das ganze Finale das natürlich konterkariert hat und ich mir durchaus im Klaren darüber bin, dass diese „Buhmann-Komponente“ nur ein ungewolltes Beiprodukt der Kürzungen ist. Dennoch ist genau das die Richtung, in die der Film meiner Meinung nach hätte gehen sollen: Superman will gutes tun, richtet dabei aber allerdings schlechtes an und tötet durch Kollateralschäden tausende von Menschen. Das thematisiert der Film zwar, aber er lässt jederzeit (vor allem in der Extended) durchblicken, dass das was man Supes vorwirft eigentlich nur ein Missverständnis ist.
Casino Hille hat geschrieben: 28. September 2020 02:13 und einige Figuren sind dümmer als die schlimmsten "Transformers" - Kasperle (Highlight: "Mr. Wayne, Aliens vernichten Metropolis. Dürfen wir das Gebäude verlassen?).
Das sagt er doch aber so nicht, oder? Ich finde gerade die anfängliche 9/11-geschwängerte Rekapitulierung der Schlacht um Metropolis aus Sicht von Bruce Wayne sehr gelungen und eine sinnvolle Einführung von Batmans Zweifeln an seinem fliegenden Kollegen. Auch die Beziehung zwischen Wayne und seinem Angestellten (also dem Typ am Telefon, nicht dem späteren ungewollten Attentäter, wobei die eigentlich auch) sehr glaubhaft dargestellt, ich kann noch nicht einmal sagen warum. Aber die Szene macht mich sehr betroffen und ähnlich effektiv inszeniert wie Oliver Stone erste halbe Stunde in World Trade Center.


Casino Hille hat geschrieben: 28. September 2020 02:13
Kann ich verstehen, ich hatte allerdings kaum Sympathie für die tumbe Batman-Version, daher fehlt mir diese Wahrnehmung.
Tumb finde ich Affleck in der Rolle nicht, eher ausgebrannt und desillusioniert. Ich weiß, du magst die fehlende Trennung zwischen Batman/Bruce Wayne hier nicht besonders, ich finde sie aber gerade wegen der sich jahrzehntelan aufgebauten Ermüdung und Desillusionierung sehr stimmig, da nach all den Kämpfen der Afflecksche Wayne einfach müde geworden ist sich noch weiter zu verstellen. Aber klar, das kann man so oder so sehen. Für mich ist Affleck ein Volltreffer in der Rolle und so ziemlich das Beste am ganzen Film (zusammen mit Costner :) ) und alles in allem wohl mein Favorit von allen bisherigen Batmännern.

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

Verfasst: 19. Februar 2021 16:38
von vodkamartini
Wonder Woman 1984 (Streaming)

Gestern gab es den Dauerschleifen-Stream von WW84. Nach den teilweise vernichtenden Kritiken im Netz war ich irgendwie neugierig, zumal ich das hoch gejubelt Original zwar ganz nett, aber nie irgendwie herausragend oder bemerkenswert fand.

"Komm, hol das Lasso raus …, wir spielen bad boy und Diana“

Sich rückwärts in der Zeit bewegen um dort etwas zu reparieren, so wie in Christopher Nolans TENET, davon dürften in den letzten Monaten viele Hollywood-Bosse geträumt haben. Die Pandemie hat die Branche in eine ihrer größten Krisen gestürzt. Massenhaft Blockbusterfilme in der Warteschleife, der Hauptdistributionskanal dicht gemacht und kein Ende der Misere in Sicht. TENET war gleichzeitig der Versuchsballon für eine Kinoauswertung unter verschärften Bedingungen. Man hat sich wacker geschlagen, aber so richtig war am Ende keiner und viele der Meinung, da wäre so viel mehr drin gewesen. Nun also Option Nummer zwei. Ein Mix aus verschiedenen Streaming-Angeboten und reduziertem Lichtspieleinsatz. Auftritt WONDER WOMAN 1984.
Auch das Superheldinnnensequel ging mit enormen Erwartungen und besten Aussichten isn Rennen, der poppige Trailer und das für DC-Verhältnisse traumhafte Einspiel des Erstlings gaben ordentlich gaben ordentlich Rückenwind. Als die ersten Reaktionen enttäuscht bis entsetzt ausfielen, war es um den Ruf des Films schon geschehen. Wenige können hier für eine deutliche Ansage sorgen, die sich im Netz zudem gewohnt rasend verbreitet. Dass mit dem breiteren Kinoeinsatz und mehr Streaming-Zuschauern des Resümee sukzessive freundlicher wird, kommt womöglich zu spät.

Aber ist der Film nun wirklich so schlecht? Kann er dem häufig gefeierten Original wirklich nicht das Wasser reichen?

https://ssl.ofdb.de/review/340282,84420 ... Woman-1984

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

Verfasst: 19. Februar 2021 16:40
von Maibaum
Viel zu feiern gab es bei Teil 1 ohnehin nicht so wirklich ...

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

Verfasst: 19. Februar 2021 16:43
von vodkamartini
Absolut nicht, mir hat der zweite auf seine Art sogar mehr Spaß gemacht, obwohl man da je nach Laune, Erwartung und Ansatz auch zu anderen Ergebnissen kommen kann. Aber genau darin liegt auch der Reiz der Kunstform, und ich merke immer wieder, wie ich selbst früher verehrte Filme immer weniger beachte und früher Verschmähtes immer mehr abgewinnen kann.

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

Verfasst: 19. Februar 2021 17:37
von danielcc
falscher thread?

Re: Box Office und Zuschauerzahlen (Erwartungen, Fakten)

Verfasst: 19. Februar 2021 17:49
von vodkamartini
Ja, dachte eigentlich ich hätte es in das DC Expanded Universe reingepackt.

Re: DC Extended Universe Thread (Warner)

Verfasst: 19. Februar 2021 17:56
von Casino Hille
Kein Problem, jetzt ist alles wieder an Ort und Stelle.

Re: DC Extended Universe Thread (Warner)

Verfasst: 19. Februar 2021 17:57
von vodkamartini
Danke dir, bin ich irgendwie verrutscht.

Re: DC Extended Universe Thread (Warner)

Verfasst: 21. Februar 2021 13:50
von HCN007
iHaveCNit: Wonder Woman 1984 (2021)
gesehen auf Sky
20.02.2021


In diesen Zeiten sind alternative Veröffentlichungswege für Filmstudios ein interessantes Experiment. So bekommen wir in Deutschland aktuell über Sky die Möglichkeit die DC-Comicverfilmung des Warner-Studios „Wonder Woman 1984“ zu sehen, bevor er vielleicht eine Auswertung in den Kinos bekommt, sollten diese in näherer Zukunft wieder öffnen.
Unabhängig davon, dass das Kino für mich eigentlich Auswertungsort Nummer 1 bleiben wird für neue Filme, habe ich mich auch aus privaten Gründen und einem gemeinsamen Filmnachmittag mit meinem Mitbewohner für die Sichtung per Streaming entschieden. „Wonder Woman“ war 2017 für mich einer der Top-Filme des Jahres, die ganze Geschichte um Diana Prince, die es im Zeitraum des 1. Weltkrieges mit einem alten griechischen Kriegsgott zu tun bekommt und dabei in Steve Trevor ihre große Liebe finden und verlieren wird, habe ich von vorne bis hinten gefühlt. Den Trailer zu „Wonder Woman 1984“ habe ich bedingt durch seine stimmungsvolle Musik und Dynamik ebenso gefühlt. Dementsprechend war ich nun gespannt, was mich hier erwartet. Der 2. Teil bleibt etwas hinter den Erwartungen und auch dem 1. Teil zurück.

Diana Prince arbeitet im Jahre 84 als Kuratorin eines Museums in Washington. Nach einem von ihr vereitelten Diebstahl bei einem Juwelier werden dort aus dem Lager archäologische Artefakte sichergestellt, die nun von ihr untersucht werden. Hilfe bekommt sie von einer neuen Kollegin in ihrem Team, der etwas nerdigen Wissenschaftlerin Barbara Minerva. Unter den Artefakten ist auch ein geheimnisvoller Stein, der offenbar jedem genau einen Wunsch erfüllen kann, aber auch seine Opfer fordert. Der erfolglose und schmierige Geschäftsmann Maxwell Lord scheint ein Auge auf diesen Stein geworfen haben. Während Barbara eine ganz spezielle Entwicklung durchmacht und Diana mit der Rückkehr ihrer großen Liebe Steve überrascht wird, sind es die Absichten von Maxwell, die die Welt ins Chaos stürzen könnten. So haben Diana und Steve keine Wahl sich um dieses Problem zu kümmern ohne zu wissen, welche Opfer dies von ihnen fordert.

„Wonder Woman 1984“ hat mir auf jeden Fall gefallen. Darum geht es mir auch grundsätzlich. Es ist natürlich interessant gewesen, in welche Richtung der Film geht und welche Geschichte uns hier erzählt wird. Grundsätzlich ist aktuell Gal Gadot die wohl beste Besetzung für Diana Prince und Wonder Woman. Schauspielerisch und actiontechnisch würde ihr hier niemand etwas vormachen und sie ist eine der ganz großen Stärken des Films – genau wie ihre Verbindung zu dem von Chris Pine gespielten Steve Trevor. Die Liebe der Beiden, die sich für mich bereits im 1. Teil als komplett glaubwürdig entwickelt hat, wird hier auch zu einem wie ich finde herzzerreißenden Moment des Films sorgen, der mich emotional komplett berührt hat. Der Weg, wie er überhaupt hier wieder dabei ist nach den Ereignissen von Teil 1 ist für mich absolut sinnig und in seiner Umsetzung absolut kein Problem. Der Plot selbst mag mit dem Stein und den unterschiedlichsten Absichten ein sich immer wieder wiederholendes Konzept darstellen, das mitunter über sein Ziel herausschießt und letztendlich in einem nicht immer plausiblen und chaotischen Verlauf der Ereignisse endet, aber der letztendlich fehlende Überblick ist denke ich mal genauso beabsichtigt. Auch wenn es für große Filme wie diesen hier unerlässlich ist einen überbordenden Showdown zu haben, sind es vor allem die inneren Konflikte des Trios aus Diana Prince, Maxwell Lord und Barbara Minerva, die sehr interessant herausgearbeitet worden sind und genau die Triebfeder des Films sind, die auch bei mir für Sympathien bei allen 3 gesorgt haben. Ein bisschen mehr Fokus auf genau diesen Konflikten und allgemein eine Kürzung der Laufzeit hätte dem Film in meinen Augen gut getan, denn es gibt schon die ein oder andere Länge und auch ereignislose Sequenz im Film, die letztendlich für den Film keine Konsequenz und Auswirkung hat. Actiontechnisch mochte ich jede der Sequenzen. Ob der Kampf zwischen Diana und Barbara am Ende effektetechnisch wirklich ein ähnlicher Graus ist wie zum Beispiel die Effekte in „Cats“ kann ich nicht beurteilen, da mir der Vergleich mit „Cats“ nicht möglich ist, weil nicht gesehen. Aber da ich bereits mit dem effektreichen Finale im ersten Teil kein Probleme hatte, habe ich auch hier kein Problem damit gehabt. Einer der großen Pluspunkte des ganzen Films ist der bombastische und großartige Soundtrack von Hans Zimmer. Aber sonst wäre ein bisschen weniger etwas mehr gewesen, denn der Plot selbst hat in seinem Kern nicht so viel geboten, als dass es hier so groß ausgewalzt werden musste. So dreht sich der Film oft im Kreis, wiederholt sich und zieht sich etwas unnötig in die Länge – nicht zu vergessen, dass Manipulation zum Zwecke die Welt im Chaos versinken zu lassen auch bereits im ersten Teil ein Thema war. Trotz allem sind natürlich die Schauwerte großartig und auf jeden Fall für mich der Grund, mir den Film dann auch sobald und wenn überhaupt im Kino anzusehen – auf der großen Leinwand, mit dem besten Sounderlebnis – denn so sollte er meiner Meinung nach auch erlebt werden.

„Wonder Woman 1984“ - My First Look – 7/10 Punkte.

Re: DC Extended Universe Thread (Warner)

Verfasst: 22. Februar 2021 20:10
von Samedi
Mein Lieblingszitat aus dem Film:

"Ich bin kein Betrüger, ich bin eine Fernsehpersönlichkeit."

Damit wird schon sehr schnell klar, wer für die von Pedro Pascal verkörperte Figur Maxwell Lord das reale Vorbild war.

Re: DC Extended Universe Thread (Warner)

Verfasst: 22. Februar 2021 20:32
von Casino Hille
Bernie Madoff?

Re: DC Extended Universe Thread (Warner)

Verfasst: 22. Februar 2021 21:10
von Samedi
Casino Hille hat geschrieben: 22. Februar 2021 20:32 Bernie Madoff?
Kenn ich nicht.