Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Casino Hille hat geschrieben: 13. Dezember 2020 14:33
Invincible1958 hat geschrieben: 13. Dezember 2020 14:30 Tenet hat außerhalb von Nordamerika über $300 Mio an der Kinokasse eingespielt.
Der finanzielle Totalreinfall fand nur auf dem US-Markt statt.
Ein Reinfall in den USA langt ja um ehrlich zu sein auch vollkommen. Tenet hat der Situation definitiv nicht geholfen, auch wenn er einigen Kinos kurzzeitig als Finanzspritze taugte.
Die Absicht war ja aber nicht, dass TENET die einzige Großproduktion bleibt, die eine reinen Kinokarten bekommt. Ziel war ja, dass andere dem Beispiel folgen.
Dass ein Film alleine die Kinos rettet hat niemand geplant. Es war immer als Anstoß gedacht, nicht als Endlösung.

Du sagst der HBOMax Deal sei wirtschaftlich eine gute Entscheidung.
Wie begründest du es?

Ich sehe bei einer zeitgleichen Veröffentlichung keine Chance, dass die Produktions- und Marketingkosten wieder reinkommen.

Die Filme werden in der HBOMax-Flat laufen.
Die einzigen Einnahmen sind also die, die durch neue Abonnenten reinkommen.
Dazu die Kinoeinnahmen.
Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Aber in den USA sehe ich weder hohe Kinozahlen noch soviel Neuabonnenten, dass sich das rechnet.

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Casino Hille hat geschrieben: 13. Dezember 2020 15:07 Dazu ist die Realität: Viele US-Amerikaner werden es auch im gesamten Jahr 2021 nicht als allzu sicher empfinden, Blockbuster im gut besuchten Kinosaal zu sehen. Was sind die Alternativen? Alle Filme auf 2022 / 2023 / 2024 verschieben? Oder wäre es besser, sie kämen NUR exklusiv als Stream. Mit dem jetzigen Deal findet immerhin noch parallel ein Kino-Release statt.
Absolut. Das "Problem" ist eher dass man aus dem Deal halt nicht so schnell rauskommt, d.h. die parallelen Stream-Releases werden auch bleiben wenn die Kinos wieder komplett offen und zugänglich bleiben. Natürlich könnte man sagen dass Leute auch früher schon Mittel und Wege fanden um Filme schnell ausserhalb des Kinos zu sehen (illegale Torrent-Seiten u.Ä.) aber durch den HBO Max Release werden Sichtungen auch attraktiver, z.B. haben sich viele Leute aus meinem Umfeld in den letzten Jahren zum Glück mehr und mehr von diesen Seiten abgewandt und sind auf den "richtigen" Stream-Services wie Netflix, Amazon usw. unterwegs (und daneben auch noch Kinogänger). Also einerseits ist das Modell immer noch besser als die illegalen Streamseiten, andererseits nimmt es den Kinos halt ebenfalls gewissermassen Status weg.
We'll always have Marburg

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Invincible1958 hat geschrieben: 13. Dezember 2020 15:31 Die Absicht war ja aber nicht, dass TENET die einzige Großproduktion bleibt, die eine reinen Kinokarten bekommt. Ziel war ja, dass andere dem Beispiel folgen. Dass ein Film alleine die Kinos rettet hat niemand geplant.
Dafür hätte Tenet signalisieren müssen, dass sich ein solcher Kino-Release auch für andere Großproduktionen rechnet. Hat er aber schlicht und ergreifend nicht – genau das habe ich ja gesagt. Tenet hat untermauert, warum in den USA eine Veröffentlichung im Kino noch auf unbestimmte Zeit nicht in Frage kommt und wird bei der Entscheidungshilfe für den jetzigen Deal mit HBO Max eine entscheidende Rolle gespielt haben. Ob Nolan das gefällt oder nicht. Vielleicht lag es ausschließlich an der Pandemie, vielleicht lag es teilweise auch daran, dass Tenet der falsche Film für so einen Testballon war. Wir wissen es nicht, aber Fakt ist dennoch, dass Tenet diesen Deal mit begünstigt hat (was nicht heißt, dass es nicht auch ohne Tenet so gekommen wäre).
Invincible1958 hat geschrieben: 13. Dezember 2020 15:31 Du sagst der HBOMax Deal sei wirtschaftlich eine gute Entscheidung. Wie begründest du es?
Wie genau hält sich Netflix denn seit Jahren am Leben, und das sehr erfolgreich, wenn man nur durch Abonnenten nicht so viel Geld macht wie mit Kino. :wink: Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach: Filme ins Kino zu bringen generiert aktuell in den USA schlicht nicht genug Geld. Man verdammt seine Blockbuster-Produktionen damit zu Flops. Und sie gar nicht zu veröffentlichen, bringt einem sogar noch weniger Geld. Die Alternativen sind da recht gering…
GoldenProjectile hat geschrieben: 13. Dezember 2020 15:35 Das "Problem" ist eher dass man aus dem Deal halt nicht so schnell rauskommt, d.h. die parallelen Stream-Releases werden auch bleiben wenn die Kinos wieder komplett offen und zugänglich bleiben. Natürlich könnte man sagen dass Leute auch früher schon Mittel und Wege fanden um Filme schnell ausserhalb des Kinos zu sehen (illegale Torrent-Seiten u.Ä.) aber durch den HBO Max Release werden Sichtungen auch attraktiver
Alles richtig. Ich gehe gern ins Kino und ich freue mich auch nicht, wenn Entscheidungen vonstatten gehen, die dem gesamten Geschäftsmodell Lichtspielhaus gefährlich werden. Aber die Realität ist nun mal die, dass Streaming ein Zukunftsmodell ist und es in der Filmwelt (gerade bei den irren Summen, die Blockbuster heute verschlingen) um Profit geht. Und wenn der derzeit mit Kino nicht zu machen ist, dann muss das Geld eben anders reinkommen. So funktioniert ein Geschäft. Nolan kann da meckern und motzen wie er will, und ich verstehe seinen Punkt emotional total, aber die Aussage seinerseits, diese Entscheidung sei wirtschaftlich totaler Mumpitz, ist einfach Blödsinn. Hätte er es lieber, nächstes Jahr folgen 17 Warner Blockbuster seinem Tenet und legen im US-Markt eine Bruchlandung hin? Das kann es halt nicht sein.

Tl;dr: Ich bin kein Fan dieses Deals, aber ich sehe nicht, welche Alternativen Warner Media ernsthaft gehabt hätte. Und (so war die Ausgangsaussage meinerseits) Tenet veranschaulicht sehr gut, warum ich das so sehe.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Ich denke auch, dass Streaming und parallel Kino der richtige Weg ist in Zeiten der Pandemie. Aber auch zukünftig, so leid es mir für die Kinobetreiber tut, aber man sollte es dem Zuschauer nicht vorschreiben, wo er einen Film zu sehen hat. Die Medienwelt ist durch die Digitalisierung nun mal im Wandel (ob einem das gefällt oder nicht). Man muss sich nur anschauen, wie die Musikindustrie oder die Printverlage sich gewandelt haben oder noch wandeln.

Ein sogenannter Blockbuster muss nicht 250 Mio kosten und ein Schauspieler muss auch nicht 20 Mio pro Film verdienen.
#Marburg2021

Though this be madness, yet there is method in’t
William Shakespeare, Hamlet

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Casino Hille hat geschrieben: 13. Dezember 2020 15:41 Tenet hat untermauert, warum in den USA eine Veröffentlichung im Kino noch auf unbestimmte Zeit nicht in Frage kommt und wird bei der Entscheidungshilfe für den jetzigen Deal mit HBO Max eine entscheidende Rolle gespielt haben.
Wenn es für Warner so offensichtlich wäre, dass eine Veröffentlichung im Kino für ihre Filme auf unbestimmte Zeit nicht in Frage kommt, dann hätten sie die Filme entweder weiter verschoben oder exklusiv im Stream angeboten.

Angekündigt wurde stattdessen eine zeitgleiche Veröffentlichung auf HBO Max und im Kino.
Böser schwarzer Mann

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"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Man muss sagen, Warner ist ja noch nur ein Player von vielen auf dem Filmmarkt und so gibt es noch genug andere Player/Studios, die noch nicht den parallelen Weg Streaming/Kino gehen.

Im Grunde gibt es für den Zuschauer eine Vielfalt an Entscheidungsmöglichkeiten, wie er den jeweiligen Film sehen möchte.

Wenn Warner mit dem Streaming über HBO Max eine kostendeckende, wenn nicht sogar gewinnbringende Situation schafft, könnte Warner ja seine Filme in den Kinos laufen lassen und sich vielleicht denken: "Wenn wir jetzt bereits gewinnbringend arbeiten, dann könnten die Kinos ohne entsprechende Abschläge die kompletten Einnahmen aus Ticketverkäufen behalten" So etwas könnte den Kinos sehr zu gute kommen, wenn sie nicht horrende Abschläge aus den Ticketverkaufseinnahmen an die Studios abdrücken müssen. Dann wäre es für Kinos durchaus auch lukrativ, Filme von Warner im Programm laufen zu lassen.

Ich werde für mich immer noch das Kino als Hauptlokation für die Erstauswertung von Filmen nutzen und nur bei mangelnder Alternative zum Streaming greifen.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Casino Hille hat geschrieben: 13. Dezember 2020 15:41
Invincible1958 hat geschrieben: 13. Dezember 2020 15:31 Du sagst der HBOMax Deal sei wirtschaftlich eine gute Entscheidung. Wie begründest du es?
Wie genau hält sich Netflix denn seit Jahren am Leben, und das sehr erfolgreich, wenn man nur durch Abonnenten nicht so viel Geld macht wie mit Kino.
Netflix hat 172 Mio Abonnenten,
HBOMax hat 9 Mio.

Natürlich hat der aktuelle Move das Ziel, dass die HBOMax Zahlen auch in diese Richtung gehen. Aber ob das zeitnah erreicht wird?

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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HCN007 hat geschrieben: 13. Dezember 2020 17:35 Man muss sagen, Warner ist ja noch nur ein Player von vielen auf dem Filmmarkt und so gibt es noch genug andere Player/Studios, die noch nicht den parallelen Weg Streaming/Kino gehen.

Im Grunde gibt es für den Zuschauer eine Vielfalt an Entscheidungsmöglichkeiten, wie er den jeweiligen Film sehen möchte.
Mir ging es hier gar nicht so sehr um die Zuschauer, sondern vor allem darum, welches Studio sich Nolan dann für seine künftigen Filme suchen wird, wenn Warner am neu eingeschlagenen Kurs festhält.
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Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Samedi hat geschrieben: 13. Dezember 2020 17:46
HCN007 hat geschrieben: 13. Dezember 2020 17:35 Man muss sagen, Warner ist ja noch nur ein Player von vielen auf dem Filmmarkt und so gibt es noch genug andere Player/Studios, die noch nicht den parallelen Weg Streaming/Kino gehen.

Im Grunde gibt es für den Zuschauer eine Vielfalt an Entscheidungsmöglichkeiten, wie er den jeweiligen Film sehen möchte.
Mir ging es hier gar nicht so sehr um die Zuschauer, sondern vor allem darum, welches Studio sich Nolan dann für seine künftigen Filme suchen wird, wenn Warner am neu eingeschlagenen Kurs festhält.
Er wird dorthin gehen, wo man ihm verspricht, dass sein Film vor Stream/Blu-Ray und Co. ein exklusives Kinofenster als Erstauswertung bekommt.

Aber da Warner sagt, dass sie sich vorstellen können 2022 wieder zum "alten" Format der gestaffelten Veröffentlichung zurückzukehren, kann ich mir auch vorstellen, dass Nolan weiter für Warner arbeiten wird. Denn mit dem üblichen 3-Jahres-Abstand zwischen zwei Nolan-Filmen wird sein nächster Film ja nicht vor 2023 rauskommen.

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Samedi hat geschrieben: 13. Dezember 2020 19:28 Entscheidend ist hier aber nicht das Release-Jahr, sondern der (Pre-)Produktionsstart.
Wieso? Wenn Warner zum Produktionsstart bereits eine entsprechende Rückkehr zum "alten" Format - wie es Invincible1958 sagt, danke für die Info, dann liege ich mit meiner Behauptung dass man aus dem Parallelmodel nicht mehr rauskommt womöglich doch falsch - beschlossen hat kann Nolan auch beruhigt bei Warner bleiben.
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Re: Die Filme des Christopher Nolan

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GoldenProjectile hat geschrieben: 13. Dezember 2020 19:43
Samedi hat geschrieben: 13. Dezember 2020 19:28 Entscheidend ist hier aber nicht das Release-Jahr, sondern der (Pre-)Produktionsstart.
Wieso? Wenn Warner zum Produktionsstart bereits eine entsprechende Rückkehr zum "alten" Format - wie es Invincible1958 sagt, danke für die Info, dann liege ich mit meiner Behauptung dass man aus dem Parallelmodel nicht mehr rauskommt womöglich doch falsch - beschlossen hat kann Nolan auch beruhigt bei Warner bleiben.
Deshalb sage ich ja, dass das dann auch bei Produktionsstart klar sein muss. Und Nolan muss Warner hier auch vertrauen können.

Ob er das kann, ist dann eben die große Frage.
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Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Samedi hat geschrieben: 13. Dezember 2020 19:48
GoldenProjectile hat geschrieben: 13. Dezember 2020 19:43
Samedi hat geschrieben: 13. Dezember 2020 19:28 Entscheidend ist hier aber nicht das Release-Jahr, sondern der (Pre-)Produktionsstart.
Wieso? Wenn Warner zum Produktionsstart bereits eine entsprechende Rückkehr zum "alten" Format - wie es Invincible1958 sagt, danke für die Info, dann liege ich mit meiner Behauptung dass man aus dem Parallelmodel nicht mehr rauskommt womöglich doch falsch - beschlossen hat kann Nolan auch beruhigt bei Warner bleiben.
Deshalb sage ich ja, dass das dann auch bei Produktionsstart klar sein muss. Und Nolan muss Warner hier auch vertrauen können.

Ob er das kann, ist dann eben die große Frage.
Ja, ob das Vetrauen da ist, kann man schwer sagen.

Warner hat ja nicht gesagt, dass sie 2022 zu 100% zum alten Modell zurückkehren werden, sondern dass das neue Modell erstmal nur für 2021 geplant sei. Die Hintertür, dass man das endlos weiterführt, FALLS es Summen in die Kasse spült, die ein herkömmliches Release nicht schafft, dann werden sie natürlich einen Teufel tun und wieder zum alten Status Quo der Veröffentlichung zurückkehren.

Aber Nolan ist schlau genug. Der wird ein Drehbuch schreiben, und dann wird er es Warner anbieten, und zwar unter der Bedingung, dass der fertige Film weltweit exklusiv im Kino laufen wird. Das wird er sich in den Vertrag schreiben lassen.
Und wenn sie nicht darauf eingehen, wird er sich ein anderes Studio suchen.

Re: Die Filme des Christopher Nolan

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Invincible1958 hat geschrieben: 13. Dezember 2020 20:13 Aber Nolan ist schlau genug. Der wird ein Drehbuch schreiben, und dann wird er es Warner anbieten, und zwar unter der Bedingung, dass der fertige Film weltweit exklusiv im Kino laufen wird. Das wird er sich in den Vertrag schreiben lassen.
Und wenn sie nicht darauf eingehen, wird er sich ein anderes Studio suchen.
Halte ich auch für ein sehr realistisches Szenario.
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Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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Casino Hille hat geschrieben: 25. September 2020 10:27 Leider haben sich meine Befürchtungen nach den krampfhaft unwitzigen ersten Minuten aus "Bill & Ted 3" bestätigt. Der prinzipiell überflüssige Nachklapp zu den zwei schrägen Kultfilmen mit Keanu Reeves ist nicht nur ein laues Aufwärmen der alten Gags, sondern wirkt beinahe, als habe man die alten zwei FIlme einfach punktgenau abpausen wollen. Jede zweite Szene schreit laut: "Witz, komm raus, du bist umzingelt." Trotzdem ist das ein erstaunlich leichter Film, der die Hoschis auch ohne viel Getöse zurückholt und kein großes Bohei um ihre lange Kino-Abwesenheit macht – bis der dritte Akt dann erstaunlicherweise Richtung Pathos abdriftet (ich habe mir sehnlichst gewünscht, es würde wieder ein Kracher wie "Play with Me" gespielt, aber die Zeiten von Extreme sind leider vorbei – genau wie die von Billy und Teddy).

Bill & Ted gehören jetzt zum älteren Kaliber, so wie ihr damals jugendliches Publikum. Und sicherlich gibt es da draußen eine Zielgruppe, die sich einfach 100 Minuten lang daran erinnern will, wie das noch war, als sie damals in den 80ern ins Kino gegangen ist. Einen ganzen Film, der dann auch noch so erschreckend rein gar nichts eigenständiges auffahren kann/will, rechtfertigt das wohl kaum, aber die Frage wird sich beim Dreh (berechtigt?) niemand gestellt haben. Genauso wie es wohl nur Stinkstiefel interessiert, ob zwei leicht ergraute Männer wie Keanu Reeves und Alex Winter als infantile Doofköpfe noch so lustig sind wie zu ihren Jugendzeiten. Man kann wohl geteilter Meinung darüber sein. Eines ist aber sicher: In die Popkultur eingehen (so wie es im nischigen Maße die beiden ersten Filme geschafft haben) kann man mit einer Kopie des Originals nicht. Passender Vergleich: Disney's Live-Action-Remakes.

Als Nächstes bitte Spät-Fortsetzungen von "Wayne's World" und "Beverly Hills Cop". Nieder mit dem Fortschritt, lang lebe die filmische Endlosschleife.
Hille, ich muss dir leider absolut recht geben. Ich hatte ja als glühender Fan der ersten beiden Teile große Hoffnungen in den späten Nachklapp gesetzt, auch weil der Trailer sehr vielversprechend aussah. Aber wie du schon schriebst, der Film hat wirklich keine einzige eigene Idee und stützt sich allein auf das inhaltliche Destillat der ersten beiden Teile. Je länger der Film läuft, desto deutlicher und schmerzlicher wird das dann auch und es ist allein der nach wie vor überzeugenden Performance der beiden Hauptdarsteller zu verdanken, dass B&T3 dann noch so irgendwie knapp unterdurchschnittlich ins Ziel taumelt. Gut ist das fraglos nicht und der Film verkörpert für mich genau das, was momentan im Mainstreamkino falsch läuft: ideenloses, oberflächliches Wiederkäuen von füheren Grosstaten.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"