Re: Verstorbene Persönlichkeiten der Film- und Musikwelt

#392
Gestern ist Max von Sydow im Alter von 90 Jahren gestorben.

In der Bondwelt ist er vor allem durch seinen Auftritt als Blofeld in NSNA bekannt.

Weitere Filme mit ihm sind u. a. "Das siebente Siegel", "Der Exorzist", "Die drei Tage des Condor", "Flash Gordon", "Dune - Der Wüstenplanet", "Ghostbusters II", "Judge Dredd", "Minority Report", "Shutter Island" und "Star Wars - Episode VII: Das Erwachen der Macht".
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Verstorbene Persönlichkeiten der Film- und Musikwelt

#396
Maibaum hat geschrieben:
10. März 2020 00:35
Rein schauspielerisch betrachtet ist das nicht schwierig, aber in Wahrheit wird Tom da kaum an die Wand gespielt, dafür ist von Sydows Rolle auch gar nicht groß genug.
Eine Rolle muss nicht groß sein, damit sich ein guter Schauspieler entfalten kann. Dr. No hat ja auch kaum Screentime, erzielt aber eine große Wirkung.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Verstorbene Persönlichkeiten der Film- und Musikwelt

#397
Maibaum hat geschrieben:
9. März 2020 21:09
Seine wichtigsten und auch besten filme hat er mit Ingmar Bergman gedreht, darunter auch mit Die Stunde des Wolfs einen meiner absoluten Liebingsfilme. Nur wenige seiner späteren Filme reichen an dieses Frühwerk (aus heutiger Sicht) heran.
Tatsächlich dürfte auch für mich der beste Maxl-Film ein Bergman sein: Det Sjunde Inseglet. Wobei ich Idiot Conan und Hannah immer noch nicht gesehen habe. Und ich will seinen Argento-Auftritt Sleepless noch mal sehen, ich habe immer noch das Gefühl, der könnte noch wachsen. Hmm...

RIP Maxl.
We'll always have Marburg

Re: Verstorbene Persönlichkeiten der Film- und Musikwelt

#398
In der Tagesschau haben sie gestern drei Filme erwähnt: Das siebente Siegel, Der Exorzist und ***Trommelwirbel*** Conan, der Barbar. Endlich mal ein öffentlich-rechtlicher Redakteur, der ein Gespür fürs Wesentliche hat. :)


GoldenProjectile hat geschrieben:
10. März 2020 01:30
Wobei ich Idiot Conan und Hannah immer noch nicht gesehen habe.
Von Sydow liefert in Hannah wirklich eine Gala sondergleichen ab. Wie ich seine Figur gehasst habe bei Erstsichtung, er spielt das so spröde, unnahbar und von oben herab - gerade im Kontrast bzw. in den Szenen mit Michael Caine, der sowas wie die Identifikationsfigur des Films ist. Zum einen zeigt das, wie intensiv Von Sydows Spiel ist, zum anderen gibt es aber auch jede Menge Nuancen in seinem Spiel wie auch subtile Brüche in der Figur, die eben am Ende dann doch einfach nur ein verletzter Mensch ist - wenn gleich auch mit turmhohen Macken (wie aber eigentlich jeder in Hannah - ist halt ein typischer Allen-Film). Du merkst schon: unbedingt anschauen. :)
GoldenProjectile hat geschrieben:
10. März 2020 01:30
Und ich will seinen Argento-Auftritt Sleepless noch mal sehen, ich habe immer noch das Gefühl, der könnte noch wachsen. Hmm...
Setz da mal lieber nicht allzu große Hoffnungen rein... oh wenn doch der ganze Film so wäre wie die unfassbar genialen ersten 20 Minuten...
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Verstorbene Persönlichkeiten der Film- und Musikwelt

#399
Samedi hat geschrieben:
10. März 2020 01:19
Maibaum hat geschrieben:
10. März 2020 00:35
Rein schauspielerisch betrachtet ist das nicht schwierig, aber in Wahrheit wird Tom da kaum an die Wand gespielt, dafür ist von Sydows Rolle auch gar nicht groß genug.
Eine Rolle muss nicht groß sein, damit sich ein guter Schauspieler entfalten kann.
Ja, sicher, aber das ist eine allgemeine Aussage, hat aber mal wieder nicht wirklich etwas mit meiner Antwort zu tun.

Für DN sehe ich das anders, seine Rolle ist tatsächlich zu klein um sich richtig entfalten zu können, und Wiseman auch als Schauspieler nicht stark genug um das auszugleichen. Und hat nicht die geringst Chance Connery die Show zu stehlen, während Fröbe in GF das schafft. Aber ohne daß das Connery oder dem Film selber schadet, geschweige denn daß Connery an der Wand landen würde.
Es ist, nebenbei gesagt, gerade das zu hastige Ende, mit dem DN für mich auf der Schlußgeraden noch viel Potential liegen lässt.

Re: Verstorbene Persönlichkeiten der Film- und Musikwelt

#400
Maibaum hat geschrieben:
10. März 2020 10:22
Samedi hat geschrieben:
10. März 2020 01:19
Maibaum hat geschrieben:
10. März 2020 00:35
Rein schauspielerisch betrachtet ist das nicht schwierig, aber in Wahrheit wird Tom da kaum an die Wand gespielt, dafür ist von Sydows Rolle auch gar nicht groß genug.
Eine Rolle muss nicht groß sein, damit sich ein guter Schauspieler entfalten kann.
Ja, sicher, aber das ist eine allgemeine Aussage, hat aber mal wieder nicht wirklich etwas mit meiner Antwort zu tun.
Naja, doch. Sydow spielt die Rolle des Lamar Burgess so gut, dass sie den Film eindeutig aufwertet und so gut wie alles andere (inkl. Tom Cruise) zumindest für mich in den Schatten stellt. Wenn ich an Minority Report denke, dann denke ich vor allem an Lamar Burgess.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."