Danjaq hat die McClory-Rechte!! Kehrt BLOFELD zurück?

Hier kamen alle Neuigkeiten, Gerüchte und Spekulationen zum 24. Bondfilm SPECTRE (Kinostart Oktober 2015) mit Daniel Craig als 007 herein! [LESEFORUM]
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sonni73
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18. November 2013 20:55

craigistheman hat geschrieben:Mir persönlich gefallen der Telly Savalas und der Max von Sydow Blofeld am besten.
Die Rolle muss neu ausgelegt werden (ohne die markantesten Eigenschaften der Figur zu ignorieren), denn sonst passt sie nicht in das heutige Zeitalter. Es wäre daher schön einen Plot zu haben der sich nebenbei der Herkunft Blofelds widmet, muss doch Heute fast alles demystifiziert und erklärt werden. Dennoch kann dies sehr spannend werden.
Das sehe ich auch so. Für mich waren Savalas und von Sydow die einzigen Darsteller, die Blofeld bedrohlich verkörpert haben. Meiner Ansicht nach muss Blofeld eine physisch imposante Erscheinung sein. Und so sehr ich Pleasence mag, das war nix. Da half auch die aus reiner Verzweiflung angeklebte Narbe nichts.

Und auch Charles Gray mag ich als Darsteller sehr. Aber Blofeld kam den ganzen Film richtig tuntig rüber (was größtenteils an der Synchro lag). Und als er dann auch noch als Frau verkleidet rumlief, war das für mich einfach zu viel. Das war schon längst eine Parodie, bevor Austin Powers überhaupt erdacht war. Und mir ist aufgefallen, wie wenig sich Blofeld in dem Film (also DAF) überhaupt bewegt. Von einem Kampf zwischen Blofeld und Bond kann eigentlich keine Rede sein. Blofeld steht im Hintergrund und sieht zu, wie seine Jungs von Bond abgefertigt werden. Und wenn er tatsächlich mal ran muss, hat er nicht die leiseste Chance gegen Bond. Selbst, wenn Connery nur im Stand-by-Modus spielt. Von ihm ging absolut keine Bedrohlichkeit aus.

Ich bin ja zuversichtlich, dass die EONs wissen, was sie tun. Sie werden daher schon darauf achten, den Charakter richtig anzulegen, wenn sie den guten alten Blofeld nochmal aus der Kiste holen (wenn überhaupt...).

Armin Müller-Stahl hätte von ein paar Jahren wohl gepasst. Oder Stellan Skargard.
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sonni73
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18. November 2013 21:10

AnatolGogol hat geschrieben:
sonni73 hat geschrieben:Selbst wenn man den Charakter auf die heutige Zeit komplett anpasst, spätestens wenn der Name Blofeld fällt, geht das Lachen im Kino los. Wetten?
Da würde ich in jedem Fall dagegen halten. Ich glaube du überschätzt die Wirkung der Austin Powers Filme da etwas. Nach Bullys getuckertem (T)Raumschiff Surprise müsste man dann ja bei den ganzen alten Klischees die Abrams in seinen Quasi-Star Trek-Remakes benutzt auch aus dem Lachen nicht mehr raus kommen (manches ist eher zum Weinen, aber das ist ein anderes Thema). Wie bei jeder anderen Figur würde es letztlich auch bei Blofeld auf die Art und Weise ankommen wie er in Szene gesetzt wird und wie er in die Story eingebunden ist. Das könnte auch mit weisser Katze und Mao-Anzug funktionieren, man müsste ihn nur als ernsthafte Figur einführen. Ich kann da nur für mich sprechen: Savalas Blofeld oder der von Von Sydow sind für mich sicherlich keine Lachnummern und die graulen ihre Miezen ja schliesslich auch. Selbt Gray ist nicht den ganzen DAF über die Parodie als die er gemeinhin gerne in Erinnerung gerufen wird, in der PTS beispielsweise empfinde ich ihn ziemlich bedrohlich, auch die zynische Überlegenheit die er in der Penthouse-Szene an den Tag legt stehen der Figur wie ich finde sehr gut. Man macht es sich zu einfach wenn man die alten Blofeld-Charakteristiken von vorneherein durch Myers Kalauerparade als verbraten stigmatisiert.
Es geht nicht mal nur um Austin Powers. Die ganzen Bond-Nachmachen aus Italien aus den 60ern bedienen sich reichlich an Blofeld. Bösewichte in comicartigen Actionfilmen wie G.I. Joe langen da richtig zu. Es geht auch gar nicht darum, nicht mehr aus dem Lachen rauszukommen. Es geht darum, dass eine Figur, die bedrohlich wirken muss, um die Storyline glaubhaft zu halten. Der beste Film kackt ab (sorry für die Formulierung), wenn der Bösewicht nichts taugt.

Und Star Trek ist ein denkbar schlechtes Beispiel, weil die Selbstparodie da schon selber in den Filmen (spätestens ab Teil 4) angefangen hat und die Neuauflage auch nicht gerade ernst angelegt ist. Da wurde nur weitergeführt, was schon längst praktiziert wurde. Nur waren Charaktere wie Kirk, Spock, Pille oder Scotty auch nie darauf angewiesen, besonders bedrohlich zu wirken. Blofeld jedoch schon.

Blofeld ist der Inbegriff des klassischen Bond-Bösewichtes. Jeder weiß, wer Blofeld ist. Jeder weiß, dass er eine Katze hat und die Welt beherrschen will. Und das könnte, wenn es nicht gut gemacht wird, ein Problem für einen Film werden.

Aber die EONs haben ja Bond auch schon von einer Comic-Figur zurück ins Leben geholt. Warum sollte es mit Blofeld nicht auch klappen.
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AnatolGogol
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18. November 2013 21:26

sonni73 hat geschrieben: Es geht auch gar nicht darum, nicht mehr aus dem Lachen rauszukommen. Es geht darum, dass eine Figur, die bedrohlich wirken muss, um die Storyline glaubhaft zu halten. Der beste Film kackt ab (sorry für die Formulierung), wenn der Bösewicht nichts taugt.
Das Problem hat aber nix mit Blofeld zu tun sondern ist ein Problem, dass sich bei jedem Antagonisten stellt. :wink:
sonni73 hat geschrieben: Und Star Trek ist ein denkbar schlechtes Beispiel, weil die Selbstparodie da schon selber in den Filmen (spätestens ab Teil 4) angefangen hat und die Neuauflage auch nicht gerade ernst angelegt ist. Da wurde nur weitergeführt, was schon längst praktiziert wurde. Nur waren Charaktere wie Kirk, Spock, Pille oder Scotty auch nie darauf angewiesen, besonders bedrohlich zu wirken. Blofeld jedoch schon.
Dann nimm halt die Batman-Filme, vergleich zB mal Jones chargierter Two-Face mit dem von Eckhart oder den bewusst völlig überzeichneten Joker Nicholsonscher Prägung mit dem zwar in gewisser Weise ebenfalls überzeichneten, aber eben auf ganz andere Art und Weise Joker von Ledger. Und Ledger hat trotzdem genau so ein groteskes, typisches Joker-Makeup. Warum soll das also nicht auch mit den typischen Blofeld-Merkmalen funktionieren? Wie gesagt: die Inszenierung machts.
sonni73 hat geschrieben: Blofeld ist der Inbegriff des klassischen Bond-Bösewichtes. Jeder weiß, wer Blofeld ist. Jeder weiß, dass er eine Katze hat und die Welt beherrschen will. Und das könnte, wenn es nicht gut gemacht wird, ein Problem für einen Film werden.
Jedes Szenario kann wenn nicht gut gemacht ein Problem für einen Film werden. Der Punkt ist doch: wenn es gut gemacht ist, dann stellt es auch kein Problem dar.

sonni73 hat geschrieben:Aber Blofeld kam den ganzen Film richtig tuntig rüber (was größtenteils an der Synchro lag).
Du findest Hirthe tuntig? Hast du das Problem bei Largo und Savalas Blofeld auch? Ich könnte nicht sagen, dass er Gray anders angelegt hätte.
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Dario
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18. November 2013 21:53

Es lag nicht an Martin Hirthe würde ich sagen, aber der Charles Gray Blofeld ist wohl echt mit Abstand der lächerlichste Bondgegner aller Zeiten.Nun ja, da 1971 sogar die Henchmen ins lächerliche gezogen wurden (Wint und Kidd) und in der Synchro auch Dr.Metz sächselt war es sicher Absicht, aber kein Maßstab für die heutige Zeit.
Zuletzt geändert von Dario am 19. November 2013 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
Darf ich ihnen meine Freundin hierher setzen?
Sie belästigt sie nicht,sie ist nämlich tot...
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sonni73
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18. November 2013 22:09

AnatolGogol hat geschrieben:Das Problem hat aber nix mit Blofeld zu tun sondern ist ein Problem, dass sich bei jedem Antagonisten stellt. :wink:
Nur das nicht jeder schon den Namen kennt und damit bestimme Eigenschaften verbindet.
AnatolGogol hat geschrieben:Dann nimm halt die Batman-Filme, vergleich zB mal Jones chargierter Two-Face mit dem von Eckhart oder den bewusst völlig überzeichneten Joker Nicholsonscher Prägung mit dem zwar in gewisser Weise ebenfalls überzeichneten, aber eben auf ganz andere Art und Weise Joker von Ledger. Und Ledger hat trotzdem genau so ein groteskes, typisches Joker-Makeup. Warum soll das also nicht auch mit den typischen Blofeld-Merkmalen funktionieren? Wie gesagt: die Inszenierung machts.
Die neuen Batmans (also die von Nolan) sind visuell ansprechend, spannend, interessant besetzt aber ganz bestimmt fern davon, ernsthaft oder bedrohlich zu sein. Die sind genau so überzeichnet wie die Serie aus den 60ern, Burtons oder Schumachers Filme. Nur halt anders. Aber alles Comic (im positivsten Sinn) vom allerfeinsten.
AnatolGogol hat geschrieben:Jedes Szenario kann wenn nicht gut gemacht ein Problem für einen Film werden. Der Punkt ist doch: wenn es gut gemacht ist, dann stellt es auch kein Problem dar.
Das gilt so ziemlich für alles in jedem Film. Ist es gut, ist es nicht schlecht...
AnatolGogol hat geschrieben: Du findest Hirthe tuntig? Hast du das Problem bei Largo und Savalas Blofeld auch? Ich könnte nicht sagen, dass er Gray anders angelegt hätte.
Ja, ich finde, dass er ihn hier tuntig anlegt in gewissen Szenen.
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AnatolGogol
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18. November 2013 22:22

sonni73 hat geschrieben:Ja, ich finde, dass er ihn hier tuntig anlegt in gewissen Szenen.
Kann es sein, dass Blofelds Reimereien diese Szenen sind? Das klingt in der Synchro recht albern, aber tuntig finde ich es nicht. Ich kann mich gerade bei Hirthe eigentlich auch an gar keine Rolle erinnern, in welcher er bewusst tuntig chargiert hätte - im Gegensatz zu vielen anderen namhaften Synchronsprechern. Hirthes kerinig-rustikale Stimme bot sich da auch nicht gerade an - oder wäre dann aufgrund ihrer Charakteristik die totale Karikatur geworden. Und genau das finde ich ist bei seiner Interpretation von DAF überhaupt nicht der Fall.
sonni73 hat geschrieben:Die neuen Batmans (also die von Nolan) sind visuell ansprechend, spannend, interessant besetzt aber ganz bestimmt fern davon, ernsthaft oder bedrohlich zu sein. Die sind genau so überzeichnet wie die Serie aus den 60ern, Burtons oder Schumachers Filme. Nur halt anders. Aber alles Comic (im positivsten Sinn) vom allerfeinsten.
Da widerspreche ich dir in jedem Punkt. :lol:
(wobei visuell ansprechend sind sie in der Tat)
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Casino Hille
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sonni73 hat geschrieben:
AnatolGogol hat geschrieben:Das Problem hat aber nix mit Blofeld zu tun sondern ist ein Problem, dass sich bei jedem Antagonisten stellt. :wink:
Nur das nicht jeder schon den Namen kennt und damit bestimme Eigenschaften verbindet.
Dass ist doch gerade der Punkt, weil das bei Blofeld ja eben keiner tut! Die meisten Leute können doch bei den 007-Gegnern eh nur Dr. No und Goldfinger namentlich aufzählen, Blofeld wäre dann "der Glatzkopf mit der weißen Muschi". Aber das einem Nicht-Fan der Name ein Begriff ist, wage ich ganz stark zu bezweifeln.
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18. November 2013 22:45

Casino Hille hat geschrieben:Dass ist doch gerade der Punkt, weil das bei Blofeld ja eben keiner tut! Die meisten Leute können doch bei den 007-Gegnern eh nur Dr. No und Goldfinger namentlich aufzählen, Blofeld wäre dann "der Glatzkopf mit der weißen Muschi". Aber das einem Nicht-Fan der Name ein Begriff ist, wage ich ganz stark zu bezweifeln.
Dann bezweifel mal und definier mal "keiner". Darf ich fragen, wie alt Du bist? Wer mit Brosnan aufgewachsen ist, kennt Blofeld wahrscheinlich eher nicht. Aber in der Altersklasse ab 35 (und Bond ist das Franchise, das auch Leute über 20 ins Kino lockt) dürfte das ganz anders aussehen.
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Casino Hille
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sonni73 hat geschrieben:
Casino Hille hat geschrieben:Dass ist doch gerade der Punkt, weil das bei Blofeld ja eben keiner tut! Die meisten Leute können doch bei den 007-Gegnern eh nur Dr. No und Goldfinger namentlich aufzählen, Blofeld wäre dann "der Glatzkopf mit der weißen Muschi". Aber das einem Nicht-Fan der Name ein Begriff ist, wage ich ganz stark zu bezweifeln.
Dann bezweifel mal und definier mal "keiner". Darf ich fragen, wie alt Du bist? Wer mit Brosnan aufgewachsen ist, kennt Blofeld wahrscheinlich eher nicht. Aber in der Altersklasse ab 35 (und Bond ist das Franchise, das auch Leute über 20 ins Kino lockt) dürfte das ganz anders aussehen.
Alt genug um zu wissen, dass Blofeld bei Weitem keine solche Ikone in der Popkultur gewesen ist wie Goldfinger und Dr. No. :)
Das man als Fan weiß, wer Blofeld ist, bestreitet keiner, aber ich glaube, du überschätzt da den Charakter.
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19. November 2013 00:41

sonni73 hat geschrieben:Für mich waren Savalas und von Sydow die einzigen Darsteller, die Blofeld bedrohlich verkörpert haben... Und auch Charles Gray mag ich als Darsteller sehr. Aber Blofeld kam den ganzen Film richtig tuntig rüber (was größtenteils an der Synchro lag).
Da muss ich als alter Synchron-Fan doch mal erwähnen, dass Savalas und Gray als Blofeld die gleiche deutsche Synchronstimme hatten. An dem guten Martin Hirthe kann es also nicht gelegen haben. ;-)
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sonni73
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19. November 2013 01:00

Casino Hille hat geschrieben:Alt genug um zu wissen, dass Blofeld bei Weitem keine solche Ikone in der Popkultur gewesen ist wie Goldfinger und Dr. No. :)
Das man als Fan weiß, wer Blofeld ist, bestreitet keiner, aber ich glaube, du überschätzt da den Charakter.
Aber wohl leider nicht weise genug, um zu wissen, dass der persönliche Eindruck nur bedingt was mit "wissen" zu tun hat... :) (Der Konter auf "weise" geht auf mich. Prost!) :)

Deshalb wurden ja auch Dr. No und Goldfinger massenhaft in Filmen zitiert, während Blofeld immer mehr in Vergessenheit geriet. Zeige mir ein Beispiel, wo Dr. No zitiert wird und ich zeige Dir im Gegenzug 10, wo Blofeld zitiert wird.

Was war noch gleich an Goldfinger so charakteristisch und unverkennbar?

Und das man als Fan weiß, wer Blofeld ist, dürfte wohl klar sein. Ebenso wie es für einen Fan klar ist, dass John Lennon bei den Beatles gelegentlich mal mitspielen durfte...

Sorry, wenn Du Dich auf den Schlips getreten fühlst, wenn ich nach Deinem Alter frage aber das interessiert mich wirklich, weil es relevant ist, wann man Bond kennengelernt hat.

Ich kenne Bond aus den frühen 80ern, als die Connery-Filme erstmals im TV liefen. Als Lazenby zum ersten Mal im TV kam (1986?), war ich bereits mit dem Bond-Virus infiziert. Daher ist für mich und viele meines Alters auch Blofeld DER Bond-Bösewicht. Zu der Zeit waren auch noch nicht alle Filme jederzeit für jedermann verfügbar, wie es heute ist. Alle Bonds sehen zu können, wie einem gerade der Sinn steht, war ein Traum damals.

Jemand, der alle Bonds bis einschließlich Brosnan auf einmal und jederzeit verfügbar hat, wird Blofeld höchstwahrscheinlich ganz anders sehen.
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sonni73
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19. November 2013 01:06

Samedi hat geschrieben:
sonni73 hat geschrieben:Für mich waren Savalas und von Sydow die einzigen Darsteller, die Blofeld bedrohlich verkörpert haben... Und auch Charles Gray mag ich als Darsteller sehr. Aber Blofeld kam den ganzen Film richtig tuntig rüber (was größtenteils an der Synchro lag).
Da muss ich als alter Synchron-Fan doch mal erwähnen, dass Savalas und Gray als Blofeld die gleiche deutsche Synchronstimme hatten. An dem guten Martin Hirthe kann es also nicht gelegen haben. ;-)
Sagt auch keiner. Den Celi hat er auch gut hinbekommen und ich bin davon überzeugt, dass er auch den Gray so gemacht hat, wie es der Regisseur von ihm wollte. Einwandfreie Arbeit. Die Vorlage hat es wohl eher erfordert. In der PTS an der Stelle, wo Connery/Bond die Hände hochnehmen soll und Connery so dasteht mit den Handflächen nach oben...da merkt man schon, wohin die Reise geht.
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Casino Hille
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19. November 2013 01:18

Ich fühle mich keineswegs auf den Schlips getreten, aber möchte mein genaues Alter hier nicht nennen. Meine ersten Berührungen mit Bond habe ich eher unbewusst Ende der 70er Jahre mit TSWLM und MR gemacht, kurz darauf wurden dann alle Bonds nach und nach wieder im Kino vorgeführt. Habe Blofeld also ähnlich wie du damals schon als festen Teil und immer wiederkehrenden Part des Bond-Franchises kennengelernt. Mir geht es aber um die heutige Zeit und die heutige Lage der Reihe. Blofeld hat seit 30 Jahren keine Rolle mehr gespielt und schon damals in den Connery-Bonds war er relativ ambivalent gezeichnet und ohne eine nennenswerte konstante Charaktereigenschaft gezeichnet, die Erkennungsmerkmale waren eher die Glatze und das Kätzchen, ansonsten hätten die auch stets andere Namen tragen können. Anders verhält es sich bei Goldfinger, der (vor allem durch den Sonderstatus des Filmes) wohl bis heute einer der bekanntesten Filmschurken aller Zeiten sein dürfte. Nur das Blofeld oft parodiert wurde heißt nicht, dass viele Leute auch wissen, woher es kommt. Würde in der heutigen Zeit jemand in einem Bondfilm mit Muschi rumlaufen, dann denkt sich der normale Kinozuschauer eventuell gar, dass dies eine Parodie auf den alten Katzenstreichler sein soll... ach, wie hieß der bloß noch mal? :wink:
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Martin007
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19. November 2013 21:06

danielcc hat geschrieben:Prinzipiell halte ich jetzt auch nicht übertrieben viel von der Blofeld Figur. Aber da die Craig Zeit nicht grade mit großartigen Bösewichten gesegnet ist, und man ja von CR bis Sf nun eine tolle Bondentwicklung gezeigt hat, ist es jetzt nur logisch, dass der Craig Bond auf sein Nemesis trifft - Blofeld. Dann aber bitte richtig mit einem zwei Film-Plot der auch wieder etwas größenwahnsinniger sein darf.
Wenn ich Babsi und M.G. wäre, ich würde sofort die Autoren der britischen Sherlock Serie engagieren, die etwas ähnliches schon auf brillante Art und Weise mit Moriarty geschaft haben.
Absolute Zustimmung! :) Steven Moffat hatte ich hier auch schon früher als Autor vorgeschlagen. Ich finde auch, dass es dann gerne auch wieder etwas grössenwahnsinniger sein darf. Ein Versteck im Vulkan muss natürlich nicht mehr unbedingt sein und man sollte es generell nicht übertreiben, aber ein etwas grösserer Plan des Schurken wäre sicher passend. Und wenn Bond dann noch ein paar schöne Gadgets bekommt (ich meine damit natürlich nicht unsichtbare Autos oder ähnliches), dann wäre meine Vorfreude sehr gross.
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MrWhiTe
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20. November 2013 00:15

Samedi hat geschrieben:Wenn man in Quantum genau hinhört, dann kann man es auch so deuten, dass Quantum nur ein Projekt wie z. B. die Operation "Grand Slam" ist. Somit könnt die Organisation eben tatsächlich SPECTRE bzw. PHANTOM sein. ;-)
Nein. Das stimmt nicht.
Der Name der Organisation ist Quantum, wird auch von D. Greene erwähnt.
Das Projekt in Bolivien hieß Terra Projekt.
Zuletzt geändert von MrWhiTe am 22. November 2013 03:12, insgesamt 1-mal geändert.
"Erschießen Sie mich, da wohn ich lieber im Leichenschauhaus"
- Quantum of Solace (2008)
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