Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#61
GoldenProjectile hat geschrieben:Da ich diesen Thread bisher nur überflogen habe: sind nicht einige der Leute, die hier immer wieder erklären dass die Bondreihe keine Chronologie hat (was eine Tatsache ist) dieselben wie die, die unbedingt eine inhaltliche Fortführung der vorherigen Craig-Filme sehen wollen?
Wie ich schon des öfteren geschildert habe, muss man zwischen einer Gesamt-Chronologie und einer Chronologie innerhalb eines Bond-Darstellers bzw. (im Fall Connery/Lazenby) Bond-Charakters unterscheiden.

Auch wenn Darstellerwechsel (Blofeld, Leiter) diese Kontinuität beeinträchtigt haben, so ist sie doch innerhalb der Bond-Darsteller vorhanden.

Und so wie DN, FRWL, TB, YOLT, DAF und OHMSS (Beim Lazenby-Bond darf mann wegen expliziter Szenen davon ausgehen, dass er mit dem Connery-Bond identisch ist), sowie bei Moore vor allem TSWLM und MR aufeinander Bezug nehmen, so gibt es auch Bezüge zwischen CR, QOS und SPECTRE.

Und was diese ewige Sorge um den armen unwissenden Zuschauer angeht:
Der kann die Action genauso genießen, wenn sie gut gemacht ist, auch wenn er sich in der Quantum-Organisation nicht auskennt. TB z. B. ist auch bei Unkenntnis von DN und FRWL ein Top-Film. ;-)

Aber die Bondfilme sollten vor allem für die Fans gemacht werden und im Moment werden sie das dank Daniel Craig, Sam Mendes und Broccoli/Wilson auch!
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#62
@danielcc: ich sehe es ja auch so, dass Bond immer im hier und jetzt spielt. Und wenn ich sage, dass CR vor Dr.No spielt meine ich damit nicht, dass CR im Jahre 1960 oder so spielt. Mir geht es da um eine Bondinterene Chronologie, die ich auch gerne vermeiden will, weswegen ich froh bin, wenn es keine Bezüge zu anderen Bondfilmen gibt. Ich mache mir den Chronologiegedanken nur da, wo er sich aufdrängt, weil Bezug zu einem anderen Film genommen wird, oder Dinge aus anderen Dingen eindeutig noch nicht vorhanden sind. Aber es ist mir völlig egal, ob Goldeneye vor oder nach TND spielt, nur um ein Beispiel zu nennen. Ich kann mich mit dem krassen Reboot-Gedanken nur niht anfreunden, weil es für mich schlicht nur einen Bond gibt und nicht 3, wie nach Casino Hills Reboot-Theorie. Wie schon gesagt wurde: Wenn Bond in Casino Royal von Anfang an den Doppelnullstatus besessen hätte, hätte sich diese Frage nie gestellt. Erst in Skyfall wieder, als Q und Monneypenny eingeführt wurden. Und da es für mich nur einen Bond gibt, und CR und QoS seine Entwicklung zeigen sollen, spielt er für mich vor den anderen, aber nicht in den 60ties. Auch wenn das natürlich nicht komplett logisch ist.

Zitat: Ein ganz simples Beispiel:
Bond gewinnt in CR einen Aston Martin DB5. Das bedeutet aber NICHT, dass dies der DB5 ist, mit dem er in GF durch die Schweiz gefahren ist und der dort zerstört wird! Oder noch schlimmer, dass Craig irgendwann in die Schweiz fährt um dort Goldfinger zu verfolgen. Aber für uns als Publikum ist es schön, dass Bond wieder mal Aston martin DB5 fährt. Thats it.

Doch eigentlich bedeutet es schon, dass es der gleiche ist, weil die Produzenten zeigen wollten, wie er zu seinem DB5 gekommen ist. Zu dem DB5, den wir kennen. Also ist es der gleiche.

Aber ich denke es ist egal, was wer hier genau glaubt, da die Verantwortlichen sicher nichts machen werden, was noch mehr Verwirrung stiften würde.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#65
Samedi hat geschrieben:Und was diese ewige Sorge um den armen unwissenden Zuschauer angeht:
Der kann die Action genauso genießen, wenn sie gut gemacht ist, auch wenn er sich in der Quantum-Organisation nicht auskennt. TB z. B. ist auch bei Unkenntnis von DN und FRWL ein Top-Film.
TB nimmt aber auch keinen Bezug auf DN oder FRWL. SPECTRE würde aber nach einigen Theorien hier explizite Handlungselemente aus QOS fortführen.
Prejudice always obscures the truth.

Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#67
Nein, eigentlich nicht. FYEO nimmt ja auch keinen Bezug auf LALD, weil in beiden Moneypenny vorkommt. :wink:

SPECTRE kommt zwar in DN und FRWL vor, aber in TB selbst wird mit keinem Wort irgendetwas aus den Vorgängern erwähnt, sodass man auch völlig ohne Vorwissen den Film schauen kann. Bei SP wäre das anders, wenn wirklich die Quantum-Storyline mit Anspielungen auf inhaltliche Details aus QOS fortgesetzt werden würde. Ist imo schon ein Unterschied. Wenn auch kein bedeutender. Zumal letztes ja eh nie eintreffen wird.
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Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#68
Casino Hille hat geschrieben:Nein, eigentlich nicht. FYEO nimmt ja auch keinen Bezug auf LALD, weil in beiden Moneypenny vorkommt. :wink:

SPECTRE kommt zwar in DN und FRWL vor, aber in TB selbst wird mit keinem Wort irgendetwas aus den Vorgängern erwähnt, sodass man auch völlig ohne Vorwissen den Film schauen kann. Bei SP wäre das anders, wenn wirklich die Quantum-Storyline mit Anspielungen auf inhaltliche Details aus QOS fortgesetzt werden würde. Ist imo schon ein Unterschied. Wenn auch kein bedeutender. Zumal letztes ja eh nie eintreffen wird.
Es macht aber auch einen Unterschied, ob das MI6-Stammpersonal in mehreren Filmen identisch ist oder der Bösewicht. ;-)

Und dass man TB ohne Vorwissen schauen kann, hab ich ja auch geschrieben. Mit der Sichtung von DN und FRWL ist man aber etwas klüger. ;-)
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Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#69
Samedi hat geschrieben:Aber die Bondfilme sollten vor allem für die Fans gemacht werden.
In erster Linie werden die Filme fürs Mainstream-Publikum gemacht.
Denn wenn die große Meute nicht ins Kino rennt, dann wars das mit Bond.

Daher wird auch jeder wichtige Bezug, der nicht nur ein Insider-Gag ist, im Film erklärt werden - für diejenigen, die eben nicht CR und QOS auswendig können.
Es kann also sehr wohl die Geschichte von QUANTUM aus CR und QOS thematisiert werden. Dazu reicht ein einfacher Dialog zu Beginn des Filmes, und alle Gelegenheits-Bond-Zuschauer sind informiert.

Für einige Leute ist das bei QOS vielleicht das Problem. Da gibt es Leute, die nach der Pre-Title-Sequenz fragen, wer denn das in Bonds Kofferraum gewesen sei. In QOS wird vom Zuschauer verlangt, dass er die Ereignisse aus CR präsent im Kopf hat. Da wird nichts nochmal neu erklärt.
Aber ich denke, Mendes wird SPECTRE auf das Mainstreampublikum zuschneiden. Da wird niemand mit einem Fragezeichen das Kino verlassen.

Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#71
Invincible1958 hat geschrieben: In erster Linie werden die Filme fürs Mainstream-Publikum gemacht.
Da bin ich gar nicht deiner Meinung. Wenn es nur ums Mainstream-Kino ginge, hätte man Daniel Craig nie besetzt.

Im Übrigen macht es auch keinen Sinn, einen Bondfilm für das Mainstream-Publikum zu drehen. Die wissen vorher sowieso nicht um was es geht, sondern gehen einfach rein, weil "wieder mal ein Bond läuft". ;-)

Und wenn Skyfall kein Film für die Fans ist, dann weiss ich auch nicht mehr. Die ganzen Anspielungen (Bemerkungen von Q, Schleudersitz im Auto, Altes Büro von M, etc.) sprechen da eine ganz klare Sprache.

Es gibt natürlich auch andere Beispiele aus früheren Tagen: Viele der Moore-Filme (vor allem MR) wurden für den Mainstream gemacht. Und eben sowas brauch ich heute nicht mehr.

Außerdem ist es doch so: Wenn ein Film für die Fans gemacht ist und diese ihn gut finden, dann sind sie auch Multiplikatoren, die dafür sorgen, dass die Leute ins Kino gehen. Bestes Beispiel dafür ist eben Skyfall. ;-)
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Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#72
Bondfilme werden ganz deutlich fürs Mainstream Kino gemacht - zumindest für den Teil des Mainstream Kinos der sich prinzipiell vorstellen kann in einen Action-lastigen Film zu gehen.

Alles andere wäre fatal. Es gibt wohl keine Serie die so sehr aufs breite Mainstream Publikum abzielt wie Bond.

Meine Einschätzung:
- SF haben ca. 100 Mio Menschen auf der Welt gesehen
- Hardcore Bond Fans weltweit: 1 Mio
--> Anteil Harcore Fans am Gesamt-Publikum: 1% (und das ist noch hoch!)

Außerdem: Das Mainstream Publikum ist viel zuverlässiger als die Fan-Gruppe. Man schaue nur mal LTK (Dalton) oder OHMSS (Lazenby). Damals haben sicher wenige Fans aufgeschrieen und sich jubelnd zu den Filmen geäußert. Aber heute zählen die Filme unter Fans als Leckerbissen. Nur was hilft es, wenn sie beider Masse nicht ankommen?

Man sollte nicht vergessen: Mainstream heute mag anders sein als Mainstream in den 70er. Aber SF zielt genauso auf den aktuellen Massen-Geschmack wie es MR damals getan hat. Es geht gar nicht anders, denn sonst wären beide Filme nicht so immens erfolgreich gewesen. und SF ist ja wie oft gesagt wird, schon beeinflusst von den ebenfalls aktuell beim Massenpublikum erfolgreichen Nolan Batman Filmen...

Das hat aber nichts damit zu tun, dass es in den Filmen wie SF auch Szenen gibt, die für Liebhaber der Serie sind. Dazu würde ich aber nich mal sowas zählen wie den DB5 mit der Schleudersitz-Andeutung. Das ist eigentlich schon wieder eher "pseudo-insider gags für pseudo-insider" sprich: Das ist so platt, damit kann selbst das Massenbublikum was anfangen. Aber wie sehe nun eine Szene oder ein Film aus, der wirklich für die Fans ist? Ich würde mich hüten davor, so etwas zu versuchen, da dieses Forum ja das beste Beispiel dafür ist, dass die Fans total heterogene Ansichten haben
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#73
danielcc hat geschrieben:
Meine Einschätzung:
- SF haben ca. 100 Mio Menschen auf der Welt gesehen
- Hardcore Bond Fans weltweit: 1 Mio
--> Anteil Harcore Fans am Gesamt-Publikum: 1% (und das ist noch hoch!)
Ich sage ja auch nicht, dass der Anteil der Fans höher ist, als der Mainstream. Mainstream an sich bedeutet ja schon eine Mehrheit. ^^

Mein Argument war aber, dass die breite Masse in den Film rennt, weil wieder ein Bondfilm läuft.

Und wenn die Bondfans den Film gut finden, dann überzeugen diese natürlich auch andere davon, sich den Film anzusehen.

Dass ein für Bondfans gemachter Bondfilm auch dem Mainstream gefallen kann, sieht man ja bei Skyfall.

Aber sich wie bei MR völlig auf den Mainstream zu verlassen, halte ich für den falschen Weg.
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Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#74
Samedi hat geschrieben:Und wenn Skyfall kein Film für die Fans ist, dann weiss ich auch nicht mehr. Die ganzen Anspielungen (Bemerkungen von Q, Schleudersitz im Auto, Altes Büro von M, etc.) sprechen da eine ganz klare Sprache.
Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Ein Film fürs Mainstreampublikum kann ja trotzdem Insider-Gags für die Fans haben.

Natürlich steckt EON da ganz viel Herzblut rein, auf der anderen Seite ist es aber auch großer Kommerz.

Re: SPECTRE: Der Bezug zu vorherigen Filmen der Serie & Roma

#75
Invincible1958 hat geschrieben:
Samedi hat geschrieben:Und wenn Skyfall kein Film für die Fans ist, dann weiss ich auch nicht mehr. Die ganzen Anspielungen (Bemerkungen von Q, Schleudersitz im Auto, Altes Büro von M, etc.) sprechen da eine ganz klare Sprache.
Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Ein Film fürs Mainstreampublikum kann ja trotzdem Insider-Gags für die Fans haben.

Natürlich steckt EON da ganz viel Herzblut rein, auf der anderen Seite ist es aber auch großer Kommerz.
Man kann natürlich auf zwei Arten versuchen, zum Massenpublikum zu kommen. Die eine Art ist, wie in MR einem Hype nachzujagen oder aber wie in der Craig-Ära "back to the roots" zu gehen.

Es ist mir natürlich bewusst, dass man irgendwie die Kohle reinspielen muss, die Frage ist nur wie. Und da sind Daniel Craig und Sam Mendes auf dem richtigen Weg! ;-)
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