[MAJOR SPOILER!!] Intime Storydetails, Leakinfos, Charaktere

Hier kamen alle Neuigkeiten, Gerüchte und Spekulationen zum 24. Bondfilm SPECTRE (Kinostart Oktober 2015) mit Daniel Craig als 007 herein! [LESEFORUM]
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Victor 'Renard' Zokas
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2. Januar 2015 15:26

Ich gehe davon aus dass Oberhauser gar nicht weiß, dass er auch ein "cuckoo" ist und es erst durch Bond erfährt.

By the way, der Name Blofeld fällt doch an keiner Stelle, oder? Lediglich Ernest Stavran oder so ähnlich. Vlt wird Blofeld erst durch die Geschehnisse in Spectre zu dem Blofeld, den wir aus der Connery-Ära kennen. Das könnte auch zu dem Gedankengang passen, dass Waltz zu Beginn abgelehnt hatte (ich meine er sollte zunächst ja sterben, oder?). Vlt. haben ihm die Prodduzenten aufgezeigt, was man mit dem Charakter für Bond 25 vorhat (Fleming-Elemente aus YOLT), dass Blofeld völlig durchdreht und diesmal sogar die Welt zerstören will.

Anders kann ich mir das Mitwirken von Waltz eigentlich nicht erklären, da dieser Charakter in keinster Weise an seine komplexen Darstellungen aus den Tarantino-Filmen rankommt und er laut eigener Aussage ja auch kein großer Fan des Franchise ist. Edit: Ja, ich weiß: Waltz hat auch nicht so anspruchsvolle Rollen gespielt (z.B. Green Hornet) aber Bond ist da schon ne andere Hausnumemr
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danielcc
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2. Januar 2015 15:50

also so komplex finde ich seine Darstellung bei Tarantino auch nicht. Sie ist nur kautzig mit witzigen Dialogen...

Aber um das klar zu machen:
1. Oberhauser weiss NICHT, dass er auch adoptiert wurde.
2. Den Namen hat er also durch die Adoption bekommen
3. Richtig, der Name ESB fällt nirgends, aber ich denke dass Bonds Kommentar "sein wahrer Name ist Ernest Stavran" eine Art Platzhalter im Drehbuch ist für ESB.
(oder sind Ernest Stavran zwei Vornamen und als solche nur eine andere Form von Ernst Stavro?)

Auf jeden Fall wäre es eine SCHANDE, wenn man mit Bond25 nicht genau da weiter macht. Dann wäre die Craig Ära eine voller offener Enden. Man kann ja nicht Blofeld einführen, Spectre einführen und den Film danach benennen, dann noch im Film andeuten, dass Oberhauser überall auf der Welt diese Überwachungsstationen hat, und dann das Ganze wieder halbgar abschließen
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GoldenProjectile
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2. Januar 2015 15:51

Sein Charakter in Django war aber nicht sonderlich komplex, oder? Landa schon, aber der Zahnarzt?
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Victor 'Renard' Zokas
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2. Januar 2015 15:54

Komplex ist vielleicht nicht das passendste Wort, aber Landa und Schulz sind doch interessante Personen, die in Erinnerung bleiben. Das ist Oberhauser innerhalb der Bond-Reihe (noch) nicht, und auf dem Papier hebt er sich auch nicht sonderlich von anderen Schurken vorhergehender Filme ab. Das könnte sich ja aber in Bond25 ändern ;)
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danielcc
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2. Januar 2015 16:04

Im Grunde tut er in im SP Script nix anderes als das was er in IB oder auch Django tut: Er redet viel und lang und alles etwas abgehoben skuril. Das ist für mich schon eine maßgeschneiderte Waltz Rolle.
Er redet ja sogar in verschiedenen Sprachen wie in IB.

Hab ich es eigentlich richtig gelesen, dass das Spectre Treffen in Rom nicht maskiert stattfindet? Irgendwo hatte ich diesen Vergleich zu Eyes Wide Shut gelesen und bin daher davon ausgegangen, dass alle Spectre Mitglieder auch maskiert sind. Schade dass das nicht so ist.
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Invincible1958
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2. Januar 2015 16:42

danielcc hat geschrieben:Er redet ja sogar in verschiedenen Sprachen wie in IB.
Finde es auch super, dass er im Original deutsch reden darf.

Da stellt sich mir jetzt die Frage (bei IB war es ja auch schon ein Problem) wie sie das synchronisieren wollen?
Erst spricht er auf deutsch, und dann wechselt er aus einem bestimmten Grund ins englische. Nämlich, damit Bond ihn genau versteht.
Wenn er in der deutschen Fassung die ganze Zeit deutsch spricht, macht das alles keinen Sinn mehr.

Andererseits bedeutet das im Script jetzt auch, dass Bond kein deutsch versteht.
Laut Fleming kann er aber sehrwohl deutsch sprechen. Und da er ja zeitweise bei Oberhauser in Österreich gelebt hat, wird er in der Jugend auch deutsch gesprochen haben.
Das ist ein kleines Logikloch im Drehbuch, finde ich.
danielcc hat geschrieben:Hab ich es eigentlich richtig gelesen, dass das Spectre Treffen in Rom nicht maskiert stattfindet? Irgendwo hatte ich diesen Vergleich zu Eyes Wide Shut gelesen und bin daher davon ausgegangen, dass alle Spectre Mitglieder auch maskiert sind. Schade dass das nicht so ist.
Ja, das wurde fürs neueste Script geändert.
Angeblich war es so, dass Bond durch eine List entkommt, indem er es so dreht, dass alle denken, ein anderer maskierter Mann wäre Bond.
Jetzt entkommt er einfach durch Gewalt und schnelles Laufen.

Dieser Eyes-Wide-Shut-Moment wäre sicherlich interessant gewesen.
Aber dafür haben wir ja in der Pre-Title-Sequenz noch einen maskierten Bond. :-)
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Tanaka
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2. Januar 2015 17:20

Invincible1958 hat geschrieben:
danielcc hat geschrieben:Er redet ja sogar in verschiedenen Sprachen wie in IB.
Finde es auch super, dass er im Original deutsch reden darf.

Da stellt sich mir jetzt die Frage (bei IB war es ja auch schon ein Problem) wie sie das synchronisieren wollen?
Erst spricht er auf deutsch, und dann wechselt er aus einem bestimmten Grund ins englische. Nämlich, damit Bond ihn genau versteht.
Wenn er in der deutschen Fassung die ganze Zeit deutsch spricht, macht das alles keinen Sinn mehr.

Andererseits bedeutet das im Script jetzt auch, dass Bond kein deutsch versteht.
Laut Fleming kann er aber sehrwohl deutsch sprechen. Und da er ja zeitweise bei Oberhauser in Österreich gelebt hat, wird er in der Jugend auch deutsch gesprochen haben.
Das ist ein kleines Logikloch im Drehbuch, finde ich.
Ja, das ist seltsam. Nicht nur nach Flemming spricht 007 deutsch, sondern auch in "Octopussy" wird das ersichtlich.

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Invincible1958
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2. Januar 2015 17:33

Tanaka hat geschrieben:Ja, das ist seltsam. Nicht nur nach Flemming spricht 007 deutsch, sondern auch in "Octopussy" wird das ersichtlich.
Auch in anderen Filmen wie TND spricht er deutsch, wenn auch mehr schlecht als recht. ;-)

http://youtu.be/CEIohNK3sUg
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danielcc
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2. Januar 2015 19:09

Das habe ich etwas anders verstanden. Im Drehbuch würde das ja so bedeuten dass auch die anderen kein englisch dprechen was absurd wäre... zumal die Orga einen englischen Namen trägt :-)


Ich denke eher dass Oberhauser meint dass nur einer wisse worüber er redet.
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MX87
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3. Januar 2015 01:19

Auch in CR spricht Bond kurz deutsch: Er grüßt in der OT jemanden mit "Guten Abend" :wink:

Nach der Fleming-Vita spricht Bond fließend deutsch, immerhin ist ja auch seine Mutter Schweizerin. Meine sogar, dass Bond Französisch beherrscht.

In dr Craig-Ära ist für mich CR das Meisterwerk, QOS der unterschätze sehr starke Film und SF der ebenfalls sehr star,ke Film, der trotz einiger Macken eine Freude ist. Wie schon von jemanden erwähnt ist SF speziell weil weniger die Handlung an sich begeistert, sondern eher durch die ausgeprägte Metaebene mit ihren verschiedenen Themen.

Habe nun auch das Drehbuch gelesen. Wo fange ich nur an...

Mal das Fazit oder die übergreifende Meinung zuerst:
Es dürfte mit ziemlicher Sicherheit ein ganz starker Bond werden. Einerseits mit vielen guten Lachern, aber auch genügend Düsternis - die Bond ins sich überhaupt im Wesen erst ausmacht, noch tiefgreifender als die vielen sonst für essentiell üblichen Elemente. SPECTRE dürfte viel Spaß machen, wird aber keine Varieté-Bond wie stellenweise DAF, MR, OP oder die zweite Hälfte von DAD. Mehr aber als in SF fällt auf, dass es im 3. Akt etwas an Chuzpe fehlt. In der Ausführung wird das weniger einfallen, allein schon durch die sicherlich dynamische und gute Inszenierung - geschrieben/gelesen ist im letzten Drittel dennoch etwas die Luft raus aus der Story. Im Vergleich zur Outline scheinen ein paar Dinge nochmal geändert worden zu sein die ich zuvor besser fand. Hier sticht vor allem die Enthüllung von Oberhausers "wahrem Namen" hervor. In der Outline am Ende auf der Brücke als ein "psychologischer Kopfschuss", im späteren Drehbuch enthüllt Bond dies im Hideout in der Wüste... finde ich dramaturgisch unter den Möglichkeiten. Am Ende hätte es sicherlich einen besseren Effekt gehabt.

Auch wenn was ich schreibe überwiegend negativ klingen mag: Ich finde das Skript insgesamt stark, aber halt nicht perfekt. Ich kann mir den fertigen Film gut bildlich vorstellen. Anstatt die alle guten/großartigen Passagen zu huldigen möchte ich mich mal im folgenden vorwiegend mit denen befassen, bei denen ich skeptisch bin oder die bei mir ein Fragezeichen aufwerfen. Mitunter sind es auch nur Anmerkungen wie man es produktionstechnisch lösen möchte.

Dann mal los mit dem Jammern auf hohem Niveau:

- Die PTS in Mexiko dürfte sehr cool werden. Der Hubschrauberkampf dürfte schwer zu inszenieren sein. Wie man das Abfangen kurz vor dem Boden oder die kurze Schwerelosigkeit ohne massive CGI realisieren mag? Hoffentlich wirds überzeugend.
- Die Titelsequenz mit dem Oktopus klingt gut. Was nach dem Oktopus kommt solala. Bin gespannt wie Daniel Kleinman das umsetzt. Vielleicht gibt es Spontan ja noch bessere Einfälle...
- Einige Dialogzeilen passen nicht so recht. Bonds Mickey Mouse-Spruch wirkt wenig Bond-Like und zu pöbelig. In SF hatte man aber auch mitunter im Film in bestimmten Szenen einen ganz anderen Dialog als im Drehbuch. Der U-Bahn Crash in SF wäre ja nach der Explosion so gelaufen: Boom, Bond nicht von Steinen getroffen - "Ich hab schlechte Nachrichten Silva" - "Ich auch..." - Bahn kracht runter. Da fand ich den Dialog im fertigen Film schlechter/unlogischer. Hoffentlich geht es in SPECTRE anders herum.
- Tanners Rolle ist hier auch wieder etwas verschenkt.Die Freundschaft zwischen ihn und 007 wird nicht wirklich weiterentwickelt. In der Q-Szene (Bond möchte 48 Std unsichtbar werden) wird er sogar ausgeschlossen. Stattdessen nutzt man Tanner wieder als Erklärbar, siehe unten dazu.
- Fan-Erbsenzählerei: In SF war der DB5 eindeutig Bonds Privatwagen, hier aber wohl auch rückwirkend MI6-Eigentum??? Zumindest reißt Q den Spruch, dass er die Ausrüstung in einem Stück und nicht "ein Stück" zurückbringen soll.
- Q reißt sarkastische Sprüche (siehe zum DB5) und lacht selbst drüber. Nimmt dem Charakter was von seiner Coolheit.
- Die Idee dass Bond den DB10 haben will, nicht bekommen soll und sich ihn dann "borgt" ist klasse und auch schön geschrieben.
- Moneypenny, Q und M als Ensemble zu nutzen ist toll und die Frotzeleien zwischen den Charakteren sind (fast immer) wunderbar.
- Andrew Scott als C scheint mir fehlbesetzt weil viel zu vorhersehbar als Verräter. Davon abgesehen auch noch zu jung. Bei Sherlock wäre ein ganzer Stapel an passenderen Schauspielern zu verpflichten gewesen. Die Rolle wäre für Mark Gatiss (Sherlocks Bruder Mycroft) perfekt gewesen. Bittere Pille Nr. 1
- Die Szenen mit Lucia versprechen Intensität wie zwischen Bond und Severine in SF. Schön der Wink mit Felix Leiter.
- Das SPECTRE-Treffen in Rom verspricht episch zu werden. TB lässt grüßen.
- Wird spannend Hinx Brutalität mit einer relativ niedrigen Altersfreigabe hinzu bekommen. An sich klingt die Rolle aber toll, sein "Stil" könnte auch aus einem Fleming-Roman stammen.
- Überhaupt: Viel Blut und Entstellte im Script, wie möchte man das mit der Altersfreigabe nur hinbekommen?
- Die Verfolgungsjagd in Rom klingt irre lustig. Hoffentlich schafft es die Inszenierung sie dennoch mehr spannend als albern wirken zu lassen. Eine immense Herausforderung den schmalen Grad zu meistern.
- Der ungewollt spielende Song und die frotzelei mit Moneypenny lesen sich göttlich.
- Die Gadgets des DB10 sind schon fast zu viel, so viel ist man ja nicht mehr gewohnt. :lol:
- Mr White's Auftritt verspricht das heimliche schauspielerische Highlight des Films zu werden.
- Die Szenen in Österreich versprechen ein Action-Highlight zu werden. Wieso aber wieder in der Mitte, statt als Showdown? Das trägt wenig zur erwähnten Dramaturgie bei. So fehlt dem dritten Akt ein Pendant.
- Madeleines Rolle ist sehr gut geschrieben. Im Geiste sicherlich mit Tracy im Hinterkopf.
- Die Szene der betrunkenen Madeleine wird schwer von den Schauspielern und der Inszenierung abhängen.
- Bond lässt seelisch tief blicken, als Madeleine ihm seine Lebensgeschichte aus der Nase zieht. In anderen Filmen hat man es eleganter gelöst, ohne Bond zu viel erklären zu lassen - wenn überhaupt. Bond eigene Erfahrungen oder Erlebnisse erzählen zu lassen (selbst in einer Handvoll Worte) ist ein zweischneidiges Schwert. Der Charakter lebt eigentlich sehr von den Dingen die er fühlt aber nicht ausspricht. Auch wieder Inszenierungs- und Schauspielsache.
- Bonds Spruch zu Hinx' Ende ist schon der Kracher.
- Überhaupt: Bond scheint in SPECTRE vom MI6 nach gerissenen Sprüchen bezahlt zu werden, hat man das Gefühl..
- Dieser Hideout! Ken Adam wäre rein der Schilderung nach Stolz. Kein Wunder dass man 4 Monate in Marrokko vorbereiten muss. Würde aber am Ende des Films spektakulärer sein. Wer kann Mendes mal sagen, dass ein solcher optischer Leckerbissen ans Ende eines Films gehört? :wink:
- Oberhauser doch wirklich ein alter Bekannter Bonds? Hatte ja erwähnt, dass ich gehofft hätte dass es nur eine geklaute Identität Blofelds wäre, statt echter Verbindung zu Bond. Mal sehen wie das von Waltz on Screen verkauft wird. Für mich eine der größeren bitteren Pillen der Handlung.
- Wie klein ist die Bondwelt, dass der beste Agent und der größte Schurke sich als Kinder kannten? Vielleicht setze ich aber auch zu viel Logik an. Bond kommt in TB auch nur aus purem Zufall SPECTRE auf die Schliche...
- Ernest Stavras? Bitte lasst es ein Platzhalter für ESB sein... bitte bitte bitte...
- Ob das Kartenspiel im fertigen Film so spannend wie das in CR wird?
- Enthüllung von Oberhausers wahrer Herkunft am dramaturgisch falschen Platz. Siehe Fazit oben.
- Bonds letzte Konfrontation mit C ist allerdings toll. Die kaltblütigen Tötungen von Dr. Dent in DN und Dryden in CR lassen grüßen.
- Irgendwie haut mich die ganze letzte große Episode in London nicht so vom Hocker. Erinnert gelesen ziemlich an TDK. Überhaupt wirkt es schon ziemlich bekannt. Weder besonders originell, noch klingt es dafür wenigstens besonders spektakulär. Es fühlt sich routiniert an und kommt auch nicht an das epische Gefühl des Showdowns in SF. Vielleicht wird dies hier erst in der Inszenierung geschaffen, in SF erkannte man es jedenfalls schon im Skript.
- London als Location für eine weitere große Actionszene, hier sogar der Showdown. Fällt einfach gegenüber Marokko ab.
- Das Ende auf der Brücke klingt gut und auch Bonds Entscheidung. Leider fehlt hier der "psychologische Kopfschuss" durch die Enthüllung von Oberhausers Identität, wurde schon vorher verbraten. Das hätte das Ende aufgewertet.
- Bond verlässt den Geheimdienst? Hoffentlich nicht allzu lange. :wink:
- Geniale letzte Szene zwischen Bond und Q.
- Bonds Worte sind ein Wink mit dem OHMSS-Zaunpfahl, aber dennoch trotzdem toll geschrieben. Ein Schelm wer denkt es würde ein möglicher Grundstein für einen "persönlichen" Grund zurückzukommen gelegt. :wink:

Insgesamt scheint es als ob man SF im Aufbau und in den Rollen wiederholt:
- Tanner macht wieder den Erklärbar auf dem Weg zum Mi6 / Q für Bond.
- Wieder ein stummer Henchman. Wieder gekillt zur Filmmitte.
- Hideout des Schurkens wieder in der Filmmitte.
- Wieder Action in London.
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Terence Young
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Invincible1958
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3. Januar 2015 01:46

MX87 hat geschrieben:- Wieder ein stummer Henchman. Wieder gekillt zur Filmmitte.
Ob sie es wirklich so inszenieren, dass er tot ist?
Ich denke, sie werden sich das offen halten.
Er überlebt zuvor im Film ja schon so einiges. Und als Hommage an "Beißer" wird Hinx auch SPECTRE überleben und in Bond 25 wiederkommen, falls er beim Publikum gut ankommt.

Ich hoffe auch, dass "Ernest Serban" nur ein Platzhalter ist.
Und ich hoffe auch, dass sie die Szene wieder ans Ende packen und nicht nebenbei beim Kartenspielen raushauen. Wir werden sehen. Heisst ja nicht, dass dies wirklich das endgültige Script ist.

Auf den Showdown in London bin ich echt gespannt - gerade, weil er sich ziemlich 08/15 liest. Da werden sie inszenatorisch aber hoffentlich tolle Ideen haben, damit es stimmungsvoll und dramatisch rüberkommt.
Denn nichts ist blöder als wenn das Publikum 20 Minuten vor Schluss das Interesse verliert.

Man muss aber auch sagen, dass viele Bondfilme am Ende enttäuschen.
Bond gegen Dr. No und die Flucht mit Honey von der Insel sind z.B. nicht grad spannend.
Auch das Gemetzel in Fort Knox mit Goldfinger ist kein Bonbon, was Action und Spannung angeht - obwohl man hier immerhin den Kampf mit Oddjob hat, der ein bisschen Stil ins Finale bringt.
Aber so könnte man jeden zweiten Bondfilm nennen.
Generell hat Bond seine größten Schauwerte meist in der Pre-Title-Sequenz und in der Mitte des Films.
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Vijay
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3. Januar 2015 02:13

Damit hier nicht irgendwelche fragwürdige Links gepostet werden, schreibt doch mal eine PN, wo man das nachlesen kann. Thanks...

Mich ärgert momentan jedenfalls auch extrem die frühzeitige Namensenthüllung. Es wäre ja noch die Spannung da, die Identität Oberhausers zu erfahren, nachdem man vorher verschiedene Hinweise bekommen hat und das könnte die vielleicht nicht so starke Action im 3. Akt doch kompensieren.


---
edit: Und jetzt sehe ich hab schon ne PN bekommen... genaues Hinschauen zahlt sich aus :)
Danke dafür.

Ich werd dann morgen mal das ein oder andere lesen. Ob alles muss ich mir noch stark überlegen.
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Invincible1958
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3. Januar 2015 02:33

Vijay hat geschrieben:Mich ärgert momentan jedenfalls auch extrem die frühzeitige Namensenthüllung. Es wäre ja noch die Spannung da, die Identität Oberhausers zu erfahren, nachdem man vorher verschiedene Hinweise bekommen hat und das könnte die vielleicht nicht so starke Action im 3. Akt doch kompensieren.
Naja, für den Zuschauer wird eigentlich schon in Rom (Ende des ersten Drittels des Films) klar, wer Oberhauser ist.
Nur er selbst weiß es noch nicht. ;-)
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GoldenProjectile
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3. Januar 2015 03:26

Invincible1958 hat geschrieben:Da stellt sich mir jetzt die Frage (bei IB war es ja auch schon ein Problem) wie sie das synchronisieren wollen?
Erst spricht er auf deutsch, und dann wechselt er aus einem bestimmten Grund ins englische. Nämlich, damit Bond ihn genau versteht.
Wenn er in der deutschen Fassung die ganze Zeit deutsch spricht, macht das alles keinen Sinn mehr.
Das ist aber ein generelles Problem bei der Synchronisation von mehrsprachigen Filmen. IB ist hier ein sehr gutes Beispiel, weil die Übersetzung in vielen Szenen die Logik sowie die Essenz kurzerhand pulverisiert. Ein herausragender Film wird dabei verfälscht und verschlimmbessert, und in diesem Fall ist das ausnahmsweise nicht einmal Geschmackssache, sondern es ist einfach so.
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3. Januar 2015 03:48

Für mich der Hammer der Unlogik: der neue junge Q weiss wie die Pflegeeltern Bonds hiessen? WTF...
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