Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

#95
Man sollte die extreme Darstellung von extremen Rollen nicht verwechseln mit schauspielerischem Können.
Damit will ich nicht sagen, dass Bardem nich Spielen kann, aber es ist leichter sowas extremes zu spielen als eine ausgeglichenere Rolle mit Nuancen zu gestalten.
Deswegen bin ich auch nicht so überzeugt von DiCaprios Darstellungen - weil das für mich immer DiCaprio in einer beliebig extremen Ausprägung ist.

Richtig gute Darsteller sind für mich Anthony Hopkins, Ian McKellen, Patrick Stewart, Armin Müller Stahl,.. alles Leute die keine Grimassen, kein Schreien etc. nötig haben, sondern durch feine Mimik und Satzmelodie einen Unterschied machen.

Waltz kann das sicherlich auch. und wenn in SP ein gutes Drehbuch und ein fähiger Regisseur auf einen Darsteller wie Waltz treffen, kann das schon toll werden
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

#96
Bist du aber echt der Erste, von dem ich höre, dass er so über Leo denkt. Von jedem den ich kenne, sagen alle über Leo, dass Leo mit der Rolle eins wird, ihm man jeden Moment seine Figur abnimmt und er auch sehr wandelbar ist und auch wirklich eine andere Figuren spielt. Bei Waltz sehe ich immer nur, er spielt Christoph Waltz.
"Verstehen Sie mich nicht falsch es ist nichts persönliches, es ist was rein geschäftliches."

Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

#97
Samedi hat geschrieben:
Spectre23 hat geschrieben:Mikkelsen, Almaric und Bardem spielten ja auch die Bösewichter, aber sie waren mir trotzdem jetzt vom Typus her nicht unsympathisch.
Also gerade Dominic Greene war doch eine Figur, die eigentlich fast nicht mehr unsympatischer geht.
Und da haben wir es wieder: Meinungen und ihre Unterschiedlichkeit. Empfinde Greene bzw. natürlich Almaric auch vom Grundsatz her als Sympath.
danielcc hat geschrieben:Waltz ist mir auch nicht immer besonders sympathisch in Interviews, aber dieser Hass auf ihn den es hier zum Teil gibt, finde ich doch extrem merkwürdig.
Unterschieden zwischen "Hass" und einfach einer Bemerkung, wie eben die meine, dass ich ihn oft im selben Rollentypus vorfinde und er für mich noch bewiesen hat, dass er noch was ganz anderes spielen kann. In seiner Rollenausprägung finde ich ihn ja schließlich großartig. Und wenn er so den Bond-Gegner spielt, wird das zwar ungewohnt, aber sicher auch sehr gut sein.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

#98
Mr.Chrismas Jones hat geschrieben:Bist du aber echt der Erste, von dem ich höre, dass er so über Leo denkt. Von jedem den ich kenne, sagen alle über Leo, dass Leo mit der Rolle eins wird, ihm man jeden Moment seine Figur abnimmt und er auch sehr wandelbar ist und auch wirklich eine andere Figuren spielt. Bei Waltz sehe ich immer nur, er spielt Christoph Waltz.
mag sein. ich bin aber keiner derjenigen, die Titanic schon ablehnen weil er da mitspielt. Überhaupt nicht. ich habe ihn in mehr Rollen gesehen als jeden anderen Darsteller und er macht das auch immer sehr gut. Er ist ein guter Filmstar.
Aber ich mag die nuancierten Darsteller, die nicht eine Edel-Rolle serviert bekommen wo sie wild agieren müssen und können, aber trotzdem oder grade deswegen am Ende einen bleibenden Eindruck hinterlassen
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Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

#100
Casino Hille hat geschrieben:
Samedi hat geschrieben:Also gerade Dominic Greene war doch eine Figur, die eigentlich fast nicht mehr unsympatischer geht.
Und da haben wir es wieder: Meinungen und ihre Unterschiedlichkeit. Empfinde Greene bzw. natürlich Almaric auch vom Grundsatz her als Sympath.
Nicht falsch verstehen. Ich mag die Rolle und ich mag auch den Schauspieler Amalric.

Der Bösewicht Greene hat aber nicht meine Sympathie. :wink:
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

#101
Casino Hille hat geschrieben:Ich finde aber gerade, dass in einer extremen Rolle auch viele Möglichkeiten liegen, dass ganze nuanciert anzugehen. Siehe (ich weiß, das Beispiel ist ausgelutscht) Heath Ledger in The Dark Knight oder Javier Bardem in NCFOM.
Was genau Bardem in NCFOM macht, habe ich bis heute nicht verstanden. Habe zumindest zwei mal weite Teile des Films gesehen und nichts bemerkt, was sich zB von Schwarzeneggers Darstellung in T1 abheben würde.

Heath Ledger als Joker... hach, ja. Das ist ein typisches Beispiel für eine sensationelle Rolle, in der man kaum was falsch machen kann. Hat er zwar wirklich gut gemacht aber hätte das jemand wie Jim Carey oder sonst wer groß anders gemacht?
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Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

#102
danielcc hat geschrieben: Heath Ledger als Joker... hach, ja. Das ist ein typisches Beispiel für eine sensationelle Rolle, in der man kaum was falsch machen kann. Hat er zwar wirklich gut gemacht aber hätte das jemand wie Jim Carey oder sonst wer groß anders gemacht?
Jim Carrey ist ja bereits der Riddler und somit kann man sich ja ansehen, wie er eine solche Rolle anlegt. ;-)
Böser schwarzer Mann

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Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

#103
Der Riddler ist aber auch Drehbuch-seitig purer Spaß und Albernheit. und dennoch, wenn ich mich recht erinnere war Careys Riddler damals eine ganz große Sache. Ich fand ihn da auch richtig Klasse. Aber die Rolle war halt wenig nuanciert im Vergleich zum Joker.
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Re: Christoph Waltz (Franz Oberhauser)

#104
danielcc hat geschrieben:Der Riddler ist aber auch Drehbuch-seitig purer Spaß und Albernheit. und dennoch, wenn ich mich recht erinnere war Careys Riddler damals eine ganz große Sache. Ich fand ihn da auch richtig Klasse. Aber die Rolle war halt wenig nuanciert im Vergleich zum Joker.
Auf jeden Fall schließen sich diese beiden Rollen aus und wenn Carrey dann auch noch den Joker gespielt hätte, das wäre einfach zu viel des Guten gewesen. :lol:
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