Die Romane Ian Flemings

Mit den Romanen von Ian Fleming hat alles angefangen. Nach Ian Fleming haben viele weitere Autoren wie Pearson, Gardner, Benson & Co. die Romanfigur James Bond in zahlreichen Abenteuern weiterleben lassen. Diskutiert hier über die einzelnen James-Bond-Romane und -Kurzgeschichten von Ian Fleming und den weiteren Bond-Autoren.

Der beste Roman Ian Flemings

Casino Royale
3
25%
Leben und sterben lassen
1
8%
Moonraker
4
33%
Diamantenfieber
0
Keine Stimmen
Liebesgrüße aus Moskau
1
8%
Dr. No
0
Keine Stimmen
Goldfinger
1
8%
Im Angesicht des Todes (Kurzgeschichte)
0
Keine Stimmen
In tödlicher Mission (Kurzgeschichte)
0
Keine Stimmen
Ein Quantum Trost (Kurzgesichte)
0
Keine Stimmen
Risiko (Kurzgeschichte)
0
Keine Stimmen
Die Hildebrand-Rarität (Kurzgeschichte)
0
Keine Stimmen
Feuerball
1
8%
Der Spion, der mich liebte
0
Keine Stimmen
Im Geheimdienst ihrer Majestät
1
8%
Man lebt nur zweimal
0
Keine Stimmen
Der Mann mit dem goldenen Colt
0
Keine Stimmen
Octopussy (Kurzgeschichte)
0
Keine Stimmen
Die Vorzüge einer Frau (Kurzgeschichte)
0
Keine Stimmen
Der Hauch des Todes (Kurzgeschichte)
0
Keine Stimmen
007 in New York (Kurzgeschichte)
0
Keine Stimmen
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 12
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Revoked
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25. Juli 2018 13:38

Ja er hat extrem geschwankt. Auch die Stories an sich. TMWTGG und DAF sind echt pures Schlafmittel.
If you don't have humor you might as well nail down the coffin lid now.
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Samedi
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25. Juli 2018 13:59

Casino Hille hat geschrieben:
25. Juli 2018 12:59
Fleming war kein guter Autor, auch wenn er im späteren Verlauf der Romane etwas besser geworden ist.
Ist mir eigentlich ziemlich egal, ob Fleming ein guter Autor war. Wichtig ist, dass er den Grundstein für die von uns allen (oder zumindest von den meisten) geliebte Filmreihe gelegt hat. Ähnlilches gilt auch für Edgar Wallace und Karl May.
"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."
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GoldenProjectile
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30. August 2018 18:09

Ich habe in den letzten Wochen nach sehr langer Zeit wieder MR und DAF gelesen.

MR hat mir viel besser gefallen, als ich das Buch in Erinnerung hatte. Es ist schön kompakt und simpel (ich glaube, es ist der einzige Fleming-Roman der ausschliesslich in England spielt) und trotzdem wirkt die Idee fantastisch und die richtige Portion Larger-than-Life, inklusive drohender Atomrakete und grössenwahnsinnigem Nazi-Bösewicht. Der sehr ausführliche Bridge-Teil dauert mir zwar immer noch ein bisschen zu lang, aber die zweite Hälfte, die ich als langweiligen Krimi auf einem Raketentestgelände in schwammiger Erinnerung hatte, war durchgehend spannend und für die Verhältnisse der Fleming-Romane (die im Vergleich zu den Filmen, sogar den frühen, oft deutlich kleiner in "Scope und Scale" waren) auffallend stark das, was man als Bondtypisch bezeichnen würde. Hugo Drax, der mit seinem filmischen Pendant gar nichts gemein hat, dürfte eine von Flemings stärksten Schöpfungen sein und ein richtig interessant gestalteter Schurke. Hier hat sich jemand um eine passende Illustration bemüht.

DAF dagegen ist ein bisschen... Naja. Irgendwie geht es im ganzen Buch nicht um wirklich viel. Fleming will Bond und dem Leser eindrucksvoll weismachen, dass es da um mehr geht als um, wie von Bond anfangs angenommen, "Spielzeug- und Spaghetti-Gangster" und trotzdem ist dies genau das, was am Ende hängenbleibt. Auffällig ist, dass fast die Hälfte der doch recht langen Seitenzahl mit der Beschaffung der Bezahlung in Form der Saratoga-Pferderennen und Schlammbad-Szenen beschäftigt sind, andauernd eiert Bond als Schmuggler getarnt irgendwo umher ohne wirklich weiterzukommen. Tiffany Case ist zumindest viel besser als ihr Filmpendant und durch ihre Vergangenheit inklusive Traumatisierung durch Vergewaltigung stark charakterisiert, was Fleming vor allem in ihrem teils widersprüchlichen Verhalten zur Geltung kommen lässt. Des Weiteren hat DAF mit die besten Leiterszenen an Bord, mir macht ein gut gemachter Felix halt immer Spass und in DAF kommt sein Witz besonders gut zum Spiel ("Ich dachte mir dass Mr. Spang einen Ochsen brät und wollte fragen, ob ich dabei sein darf"). Die übrigen Charaktere sind alle ziemlich blass, der Oberbösewicht ist ein Witz, dünn wie Pappe und taucht nur drei Mal ganz kurz auf, einmal ohne auf Bond zu treffen, einmal am Telefon unter Tarnung ohne auf Bond zu treffen und einmal unter Tarnung gegenüber Bond, aber ohne mit diesem zu reden. Gelungen sind noch die Klammerszenen mit dem Zahnarzt und dem Skorpion, die im Film eine gewisse Würdigung erfahren, auch der ganze Teil in der Wüstenstadt mit dem Saloon, dem "Cowboy" und dem Dampfzug ist eine nette und ziemlich schräge Idee, ansonsten aber gibt es wenig am Buch, was begeistert.
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SMERSH
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12. Mai 2019 20:35

Ich finde die Bücher nehmen Qualitativ schon beinahe in ihrer Entstehungsfolge ab.
Ab YOLT habe ich den Eindruck, der Autor schreibt meist volltrunken ohne seine Werke selber noch ernst zu nehmen und alles was durchdacht und originell wirkt, ist nur noch ein Ergebnis aus vermutlich alter Ideen, Zufall und der fehlenden Möglichkeit, gerade das ganze Geld durch den Verfilmungserfolg in Casinos, Bordellen oder Restaurants zu verprassen. Pardon my french.
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Maibaum
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13. Mai 2019 10:03

SMERSH hat geschrieben:
12. Mai 2019 20:35
Ich finde die Bücher nehmen Qualitativ schon beinahe in ihrer Entstehungsfolge ab.
Ab YOLT habe ich den Eindruck, der Autor schreibt meist volltrunken ohne seine Werke selber noch ernst zu nehmen
Na ja, YOLT war aber der vorletzte Roman, alos bleibt nur noch TMWTGG übrig für den großen "volltrunkenen" Abstieg. Einem Roman bei dem auch das Gerücht geht, daß ein anderer ihn nach Flemings Tod zu Ende geschrieben hat.

Im Übrigen gelten für viele, und auch für mich, die YOLT Vorgänger TB und OHMSS als seine besten Bücher.
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SMERSH
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Lieblings-Bondfilm?: Der in dem Bond sterben wird.
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13. Mai 2019 10:57

War jetzt auch nicht als gradueller Abstieg gemeint. Dann er Absturz.
Ab TB sind die Szenarien sehr filmisch gehalten, also übersichtlich, wenig oder gar nicht komplex.
Davor waren es noch Agentenkrimis mit teilweise komischen ausreissern = DAF
TSWLM ist da ein Ausreisser. Kann mir vorstellen die Idee dazu lag schon länger vor.
Interessant ist, daß Fleming sich für TMWTGG etwas aus dem GF Drehbuch wohl stibitzt hat: Das Mafiosi Treffen.
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