Re: Kinostart auf November 2020 verschoben

#137
Invincible1958 hat geschrieben:
9. März 2020 10:31
Richtige Testvorführungen gab es bei Bond doch nie, weil es nie die Zeit dazu gab.
Und sowas macht man auch nicht kurz vorm Kinostart, sondern Monate vorher.

Glaube ich zu 0% dran.
ich weiß nicht, was jetzt eine "richtige Testvorführung" ist, aber wenn ich mich jetzt nicht irre, dann soll es damals bei CASINO ROYALE ein test screening gegeben haben, wo ausgewählten Leuten, 30 oder 40, der Film gezeigt worden ist (der noch nicht ganz fertig war). ich glaube damals kam der Film sehr gut an.

edit: ah, meine Erinnerung trügt nicht ;) war im September 2006: https://www.jamesbond.de/2006/09/12/ver ... anstaltet/ bzw. http://legacy.aintitcool.com/node/24436
Bond... JamesBond.de

Re: Kinostart auf November 2020 verschoben

#138
Auch Mendes hat davon geredet in allen Details. Weiß nicht ob bei SF oder SP aber er hat gesagt:
- Bei Bond gibt es keine SYSTEMATISCHEN Testvorführungen wie es wohl in den USA Gang und Gebe ist. Das heißt man unterhält sich locker mit den Zuschauern, aber man verteilt keine Fragebogen auf denen alles bewertet wird
- Er erwähnte, dass damals herauskam, dass die Leute einen Zusammenhang der Story nicht verstanden hätten worauf er Kleinigkeiten geändert habe

Testvorführungen die dann zu großen Nachdrehs führen würden wird und kann es bei Bond nicht geben. Dafür ist die Crew viel zu groß, das Budget viel zu knapp, und die Marke viel zu etabliert als das man sowas brauche
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Kinostart auf November 2020 verschoben

#139
danielcc hat geschrieben:
9. März 2020 15:53
Testvorführungen die dann zu großen Nachdrehs führen würden wird und kann es bei Bond nicht geben. Dafür ist die Crew viel zu groß, das Budget viel zu knapp, und die Marke viel zu etabliert als das man sowas brauche
Vor allem gibt es die Zeit nicht (wenn nicht kurz vor Kinostart um ein halbes Jahr verschoben wird).

In Deutschland gibt es ja ständig Testvorführungen von diversen Filmen.
Ich habe z.B. "Der Junge muss an die frische Luft" und viele andere Warner-Produktionen teils über ein Jahr vor Kinostart im Rohschnitt gesehen.
Man unterschreibt Verschwiegenheitserklärungen, und füllt nach dem Film entweder einen Fragebogen aus oder unterhält sich mit den Warner-Leuten (oder beides).
Meist befinden sich die Filme bei solchen Testvorführungen in einer ersten Schnittfassung, Color-Grading und Filmmusik gibt es häufig noch nicht. Stattdessen wird häufig Musik aus der Konserve rübergelegt.

Aber wie gesagt: sowas findet mehrere Monate bis zu einem Jahr vor dem geplanten Start (also meist kurz nach den Dreharbeiten) statt.
Dann bleibt noch Zeit den Film umzuschneiden oder Szenen nachzudrehen.
Wenn man im Februar (während die Werbemaschinerie schon auf Hochtouren läuft) einen Bondfilm testet, dann kann nicht der Plan sein, dass man bei miserablen Rückmeldungen den Film verschiebt, um ihn teils nochmal neu zu drehen.

Deshalb halte ich von diesen Nachdreh-Gerüchten nichts.

Aber wir werden sehen: wenn Craig und Co im Sommer auf einmal Pinewood wieder unsicher machen, nehme ich alles zurück.
Zuletzt geändert von Invincible1958 am 9. März 2020 20:15, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Kinostart auf November 2020 verschoben

#140
Sowas wäre ja völlig irrsinnig.
Bond verkauft seine Tickets zu 80% über Stammpublikum. Die kommen egal wie der Film ist.
Ob der Film dann am Ende 850 Mio oder 1.1 Mrd macht, hängt von Dingen ab, die sich vielleicht gar nicht voraussehen lassen - mit Sicherheit aber nicht anhand der winzigen Stichprobe eines Testpublikums.
Darauf basierend noch mal mindestens 20 Mio in die Hand zu nehmen für Nachdrehs, die eh den Film nicht verändern, wäre völlig abwegig. Und wer weiß, ob das neue Endprodukt dem Testpublikum (oder gar dem echten Publikum) besser gefallen würde.
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Re: Kinostart auf November 2020 verschoben

#143
Das ist falsch. Es gibt eine sehr große echte Bedrohung
Bekannter hat mir vorhin gesagt dass die Automobilhersteller kurz vor lieferstopps stehen da sie keine teile mehr bekommen zumindest aus China. Wenn das passiert ist Deutschland praktisch klinisch tot wirtschaftlich gesehen. So ist das heute in der globalen welt.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Kinostart auf November 2020 verschoben

#144
Die Bedrohung ist nicht die Krankheit, sondern die Reaktion darauf.

Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft werden geopfert um den Virus einzudämmen. Viel Glück, sind bestimmt grosse Erfolgsaussichten. Ich kann mir gut vorstellen dass der Schaden kleiner wäre, wenn man den Bierkeim "durchlassen" würde, statt ihn zu solch hohem Preis (Sperren, Verbote, Verschiebungen, wirtschaftliche Schäden, halbe Massenpanik...) künstlich zu bekämpfen versuchen.
We'll always have Marburg

Re: Kinostart auf November 2020 verschoben

#146
GoldenProjectile hat geschrieben:
9. März 2020 21:23
Die Bedrohung ist nicht die Krankheit, sondern die Reaktion darauf.

Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft werden geopfert um den Virus einzudämmen. Viel Glück, sind bestimmt grosse Erfolgsaussichten. Ich kann mir gut vorstellen dass der Schaden kleiner wäre, wenn man den Bierkeim "durchlassen" würde, statt ihn zu solch hohem Preis (Sperren, Verbote, Verschiebungen, wirtschaftliche Schäden, halbe Massenpanik...) künstlich zu bekämpfen versuchen.
So sehe ich das auch.
Wie der Virologe der Charité sagt: "Fast alle stecken sich mal an, und dann ist gut."

So wie mit anderen Keimen, Viren etc. auch.

Ich kann mich nicht erinnern, dass bei der sogenannten "Schweinegrippe" (2009/10) auch so ein Aufwand betrieben wurde, sie zu verhindern?
Offiziell sind laut WHO 18.500 an dem Virus gestorben (alleine in Deutschland 350). Wissenschaftler gehen von Zahlen von über 100.000 aus - denn bei den meisten Menschen wird ja keine Obduktion gemacht. Ich gehe rückblickend sogar davon aus, dass ich das auch hatte (lag im Januar 2010 ne halbe Woche mit Schüttelfrost etc. im Bett - hab damals aber nicht dran gedacht, dass es "DIE Schweinegrippe" sein könnte, weil über die Medien nicht so eine Panik verbreitet wurde wie jetzt).

Das wirkt auf mich rückblickend schlimmer als das, was jetzt grad mit dem Corona-Virus passiert - wo der Ausbruch des Virus bei den meisten Leuten auch noch sanfter verläuft als z.B. bei der Schweinegrippe oder anderen Krankheiten.

Natürlich sind bestimmte Gruppen (mit schwachem Imunsystem, Vorerkrankungen etc.) besondern betroffen und müssen sich schützen.
Aber das war und ist bei allen anderen Krankheiten auch so.

Re: Kinostart auf November 2020 verschoben

#147
Ihr solltet euch mal etwas genauer informieren wo das Problem mit Corona liegt. Diese ganzen Quarantäne Maßnahmen werden nicht zum Spaß gemacht, denn sie schaden der Wirtschaft, und das traut sich die Politik nur wenn der zu erwartende Schaden noch größer ist. Es stimmt daß Corona nach jetzigem Stand an sich gar nicht so wirklich gefährlich ist, und gerade deswegen ist es um so bemerkenswerter, daß Corona trotzdem ein nicht geringes, nicht zu unterschätzendes Problem darstellt.
Die Stichwörter lauten "massiver wirtschaftlicher Schaden" und möglicher "Zusammenbruch des Gesundheitssystems". Und wie gesagt es liegt nicht daran daß Corona so extrem gefährlich sei.

Re: Kinostart auf November 2020 verschoben

#148
Ich bin da absolut bei Maibaum. Wenn das so weiter geht mit den Börsen und dem Arbeitsmarkt (Kurzarbeit, Produktionsausfälle), steuern wir auf das nächste 2008 und somit auf eine satte Weltwirtschaftskrise zu. Die Verschiebung von NTTD wird dann unsere geringste Sorge sein.

Das Virus muss unter allen Umständen eingedämmt werden, denn zum Beschwichtigen ist es längst zu spät. Passiert das nicht und wird nicht schnellstens ein Impfstoff entwickelt, könnte das katastrophale weltweite Folgen haben, und darum muss die Politik handeln.
Lieber in der Kaiserin als Imperator.

Re: Kinostart auf November 2020 verschoben

#149
Ich will hier gar nichts verharmlosen.

Aber eine theoretische Frage darf gestellt werden:
- was wäre passiert, wenn die Medien das Virus genauso behandelt hätten wie sie jährlich über die Grippe berichten (also z.B. in einer Seitenspalte auf Seite 27 in der Zeitung)?

Meine Theorie: keine Panik, das Leben wäre normal weitergegangen. Es hätten sich natürlich viel mehr Leute angesteckt als bisher - aber es hätten auch viel mehr Leute gar nicht mitbekommen, dass sie es haben oder gehabt haben. Die meisten hätten wahrscheinlich gesagt: ich hatte letzte Woche diese blöde Erkältung und gut ist.

Und am Ende hätten es Millionen Menschen gehabt, und einige davon wären wegen extrem starker Symptome ins Krankenhaus gekommen, und ja: es wären genauso Menschen gestorben wie jetzt (und vielleicht auch in kürzerer Zeit mehr) - aber die Sache wäre ohne große Aufregung auch schneller vorbei - als wenn man es alles verlangsamt und länger hinauszögert.
Ich verstehe das Problem mit den Krankenhausbetten etc. - und dass nicht alle Menschen auf einmal stationär behandelt bzw. abgeschottet werden können.

Aber ich glaube nicht an diese halbherzigen Maßnahmen in Europa.
WENN, dann muss man es wie in China machen. Da breitet es sich nach wochenlanger Quarantäne und Stillstand der Wirtschaft kaum noch aus, und es gibt nur noch wenige Infizierte. Die meisten sind geheilt.

Wenn du aber sagst: "In einen Theatersaal mit über 1000 Plätzen darfst du nicht mehr gehen, aber zu einem Rock/Pop-Konzert in einem Club, wo 700 Leute reinpassen und alle eng aneinander stehen und tanzen schon" - dann finde ich diese Zahl extrem willkürlich. Und mit Bus, U-Bahn, S-Bahn etc. dürfen auch alle täglich mehrfach fahren und begegnen dort viel mehr kranken Menschen als in einem Theatersaal.

Also entwerder Wirtschaft/öffentliches Leben lahmlegen - oder alles weiterlaufen lassen wie bisher. Aber ein Mittelding nach dem Motto: mal sehen, worauf man vielleicht verzichten könnte - das hilft nicht.