Die Terminator-Reihe

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Welcher ist euer Lieblingsfilm der "Terminator"-Reihe?

Terminator (James Cameron, 1984)
6
55%
Terminator: Tag der Abrechnung (James Cameron, 1991)
3
27%
Terminator: Rebellion der Maschinen (Jonathan Mostow, 2003)
0
Keine Stimmen
Terminator: Die Erlösung (Joseph McGinty Nichol, 2009)
2
18%
Terminator: Genisys (Alan Taylor, 2015)
0
Keine Stimmen
Terminator: Dark Fate (Tim Miller, 2019)
0
Keine Stimmen
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 11
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20. August 2010 15:37

Was haltet ihr von der Terminator-Reihe?

Findet ihr, dass Terminator nur mit Schwarzenegger auch Terminator ist?

Oder hat auch "The Sarah Connor Chronicles" seine Daseinsberechtigung?
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young
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20. August 2010 17:40

ooooh, schöner thread. da werde ich mich bei zeiten zu auslassen. Terminator ist das perfekte Beispiel für das "spätes-sequel" Phänomen. Also das (scheinbare) Scheitern einer späten Fortsetzung aufgrund der ins Unendliche gesteigerten Erwartungshaltung der Fans. Das gleiche Schicksal durften ja dann Indiana Jones und Die Hard erleben.

Terminator 2 ist für mich noch heute der perfekte Actionfilm. Besser geht es nicht. Teil 1 besticht durch eine düstere Atmosphäre und die faszinierende Grundidee um das Zeitreisen. Teil 3 wäre als Teil zwischen Teil 1 und 2 sehr passend gewesen und der neue Terminator Salvation hat mich mit seiner mutigen Eigenwilligkeit sehr positiv überrascht.

Mehr dazu später
Zuletzt geändert von danielcc am 20. August 2010 20:09, insgesamt 1-mal geändert.
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20. August 2010 18:53

Ich sehe wir haben ähnliche Meinungen :wink:

Ich werde mal kleinere Kritiken für die einzelnen Filme schreiben. Die Filme in sich sind alle miteinander nicht schlecht, letzterer sogar massiv unterschätzt.

Terminator
Seien wir ehrlich. Eigentlich ist der erste Film der Reihe ein B-Movie-Actionfilm, wie es ihn so oft in den 80ern gab. Der große Unterschied zu den anderen B-Movies ist allerdings, dass hier die üblichen Schwächen vermieden werden und die Story durch den Science-Ficton-Background und ein paar Twists um einiges interessanter daherkommt. James Cameron beweist hier, dass er auch mit einem begrenzten Budget tolle Unterhaltung bieten kann. Wie bei kaum einen anderen Werk seines späteren Schaffens ist hier sein Inszenierungstalent ersichtlich. Vor allem der finale Kampf zwischen Sarah Connor und dem Temrinator in der Fabrik lässt in Inszenierung, Schnitt und Musik in keinster Weise zu wünschen übrig. Dass die vorangegangenen Stop-Motion- und Puppen-Aufnahmen des T-800 dagegen unter dem Budget zu leiden hatten sieht man noch heute :wink:
Die Darsteller sind alle miteinander gut mit von der Partie. Schwarzenegger spielt seinem damaligen Schauspielfähigkeiten entsprechend (schauspielerisch wurde er in späteren Jahren um einiges besser). Die Rolle des Kampfroboters aus der Zukunft wurde erst im zweiten Teil zur Rolle seines Lebens. Die Ikonenhaftigkeit von "I'll be back." muss eher dem Regisseur bzw. dem Drehbuch-Co-Autor James Cameron zu geschrieben werden.
Die Inszenierung des Films ist im Vergleich zu den beiden folgenden Filmen überaus düster und dreckig. Eines der typischen 80ies Elemente :wink:
In letzter Konsequenz ist Terminator (oder T1 wie ih die Fans nennen) ein überaus starker Actionfilm, der die Schwächen von 90% des Genres dank seiner Story und Inszenierung elegant umschifft und daher zum Klassiker wurde.

8,5 von 10 Punkten
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20. August 2010 20:10

Terminator 2 - Judgement Day
Wie so viele Fans, so denke auch ich, dass T2 der beste Film der Reihe ist. Das liegt vor allem an der Story und der selbst nach 20 Jahren noch perfekten Inszenierung. Selten gab es im Kino Action und eine überraus gute Story in einem Film, allenfalls seit Christopher Nolan auf der Bildfläche erschien.
Die Geschichte begnügt sich nicht mit der reinen Zerstörung von Skynet, sondern handelt von viel mehr: Persönliches Schicksalbewusstsein, Schuld (selbst für etwas das noch nicht passiert ist) und um Verantwortung. Schon allein die Dimensionen des Charakters Miles Dyson erinnern schon fast an eine griechische Tragödie: Möchte er doch nur dem technischen Fortschritt und damit (vermeintlich) dem Wohl der Menschheit dienen, so es ist er vermeintlich mit Sicherheit derjenige der die Büchse der Pandora öffnet. Dahingehend sind die Szenen die im Haus der Dysons mit den Connors und dem Terminator wirklich toll und gehören zu den besten des Films. Über die weiteren Themen die ich erwähnte werde ich nicht weiter schreiben, es würde wohl zu lang werden. Daher sei an dieser Stelle vom Rest des Films gesprochen. James Cameron machte mit T2 einen der damals teuersten Filme aller Zeiten und betrat auch seitens der Effekte teilweise Neuland. Während in "Abyss" Computereffekte nur ein einigen Szenen eine unterstützende Funktion hatten, so ist hier der ganze "Charakter" des T-1000 computeranimiert. Bestechend ist dabei, dass diese Effekte selbst dem heutigen Auge standhalten. Auch der Rest der Action ist ebenso lupenrein und spektakulär inszeniert. Arnold Schwarzenegger kann dabei sogar als "freundlicher" T-800 sogar zeigen, dass er Schauspieltalent besitzt: Eine Kampfmaschine zu spielen die menschlicher wird ist durchaus anspruchsvoll. Arnie schafft dies ohne Beanstandungen. Der Terminator aus T2 ist die Rolle seines Lebens. Auch Robert Patrick als T-1000 macht seinen Job überaus gut und kann den Atagonisten sehr gut verkörpern.
Der Rest der Besetzung ist ebenso superb. Linda Hamilton als Kampfamazone am Rande des Wahnsinns schafft es den Charakter glaubwürdig und ohne Overacting zu spielen. Edward Furlong zeigt, dass er auch eine ordentliche Portion an Schauspieltalent hatte. Schade, dass seine Karriere nach T2 so den Bach runterging.
Bestechend ist auch der immer wieder durchkommende Humor des Films. Dabei ist das Grundszenario eigentlich sehr düster, was dank der heute noch eindrucksvollen Zukunftskrieg-Sequenz und Sarah Connors Albträume dem Film einen bedrückenden Unterton geben. Die (zukünftige) Bedrohung ist ständig präsent. In diese Grundstimmung immer wieder Ironie und Humor einzustreuen ist eine Gratwanderung, welche Cameron grandios meistert. Nie wirkt etwas albern oder aufgesetzt, alles wirkt sehr natürlich und passend.
Insgesamt ist T2 einer der besten Actionfilme die je gedreht wurden. Ein Film für das Auge und den Kopf gleichermaßen. Ein waschechter Klassiker und womöglich der beste Film von James Cameron.

10 von 10 Punkten
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20. August 2010 20:42

bzgl. der Humors in T2:

Ein großartiger Regisseur wie Cameron weiß genau wo er die Grenze ziehen muss. So erkennt man auf der extended Edition sehr genau, dass er es geschafft hat, alle (dennoch guten) Szenen, die zu albern oder übertrieben komisch gewesen wären, rauszuschneiden. Dies ist wohl der wesentliche Unterschied zu Teil 3, in dem "Kult" teilweise zu Slapstick geworden ist.
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20. August 2010 21:28

Terminator 3 - Rise of the Machines
Der Film wirkt in vieler Hinsicht wie ein (schlechteres) Remake von T2. Die Grundkonstellation und die Handlung ist praktisch die gleiche. Dadurch wirkt vieles wie eine Wiederholung. So ist der Film ohne Zweifel unterhaltend, aber bei weitem nicht beeindruckend. Trotz der imensen Fußstapfen die T2 hinterließ ist T3 der wohl schlechteste Film der Reihe, auch wenn nicht alles schlecht ist und der Film als ganzes schon halbwegs okay.
Wie danielcc meinte ist der Humor in T3 zu überzeichnet. Oneliner seitens Schwarzenegger "Ich bin ein veraltetes Modell" sind da noch ganz nett gelungen und ironisch aber bei vielem anderen schiesst man über das Ziel hinaus. Darunter leidet die Ernsthaftigkeit des Films.
Ein großes Rätsel ist die Charakterisierung von John Connor. In T2 noch Badass-Kind und in T4 auch wieder, so ist die Ausgestaltung der Rolle in T3 sehr fragwürdig geraten. Zu weichlich, zu zögernd ist Connor hier geraten. Von Initiative von einer Person der die Menschheit zum Sieg über die Maschine führen soll ist hier kaum etwas zu sehen.
Der größte Pluspunkt des Films ist allerdings das Ende. Einen solchen Downer hat man in einem Big-Budget-Movie selten gesehen. Leider ist auch das Ende der Welt nicht so packend inszeniert wie man es erwarten dürfte. Die Albtraumszene in T2 stellte den Judgement Day besser dar. Atomexplosionen nur aus dem Weltraum zu sehen wirkt nicht...
Am Ende ist T3 als normaler Film in Ordnung, als Film in der Terminator-Reihe ein Tiefpunkt. Es fehlt die Balance und die Integrität von Action und Handlung. Am Ende bleiben nette Schauwerte, ein interessantes Ende, aber leider nicht mehr.

6 von 10 Punkten
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20. August 2010 21:39

Kann deine Kritik zu T3 teilen. Der Humor ist zwar nett aber dann doch einfach zu viel für ein an sich ernstes Thema. Er ist aber praktisch logische Konsequenz aus dem Kult-Faktor den Teil 2 inzwischen innehatte (ich nenne das "das veralberte Sequel-Phänomen" ähnlich wie bei der Hannibal Lector Reihe, wo der zum Kult gewordene Protagonist fast schon zur Witzfigut stilisiert wurde). Jeder Satz von Arnie ist praktisch eine Inszenierung. In vielerlei Hinsicht passt T3 auch viel besser zwischen Teil 1 und 2. Die Termiantrix ist nicht so weit entwickelt wie der T1000 (so wirkt sie zumindest), die Effekte wirken nicht so perfekt wie in T2 und John Connor ist wie du gesagt hast, in T2 irgendwie cooler.

Dennoch finde ich ist T3 ein ordentlicher Film. Sensationell - weil handgemacht - sind die großen Actionszenen des Films, allen voran die lange Verfolgung mit den LKW, in gewisser Hinsicht Vorbild für die Flughafenszene in Casino Royale. Der Kampf zwischen Arnie und Loken ist genial und in Summe wirkt der Terminator hier noch "physischer" als in den Vorgängern, viele Szenen zeigen das pure Gewicht der Kampf-Roboter. Nur storymäßig ist den Machern nicht viel eingefallen, bis auf das Ende.
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20. August 2010 21:57

Das stimmt die Action in T3 ist gut gelungen, nur leider reicht das angesichts des nahezu perfekten Vorgängers nicht :?

Aprospos Albern, MAD TV hatte sich auch mal mit dem Thema "mögliche Terminator"-Sequel beschäftigt:

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20. August 2010 22:22

Terminator - Salvation
Der vierte Teil der Reihe dürfte wohl derjenige sein der bei weitem am meisten unterschätzt wird. Der Film ist der erste der Reihe der Komplett auf eigenen Beinen stehen muss d.h. ohne Arnie als Zugpferd (30 Sec. gelten hier nicht).
Der Film hat wirklich viele Stärken und bietet auch viele Hommagen an die Vorgänger (vor allem an den ersten Teil) und diese wirken einfach gut und passend, nicht unfreiwillig komisch. Die Liebe zum Detail gibt dem Film wirklich seine ganz eigene Aura.
Bemerkenswert ist vor allem dass Regisseur McG (die Charlies Angels-Riehe) das schafft, was kein T-Fanboy ihm je zugetraut hätte: Er schafft es die Zukunft wirklich düster und bedrückend zu gestalten. Vor allem ist hinsichtlich einiger Dinge wirkliche Kreativität zu entdecken.
Meine Kritik Hinsichtlich des Films betrifft auch am ehesten die Kompromisse die der Film (wohl wegen des Studios) machen musste.

Diese Kritik trifft meine Meinung nahezu komplett und listet die verschiedene Kompromisse auf:
http://www.videoraiders.net/default.php ... php&id=745

Die erste Drehbuchfassung (für Beschriebung siehe Link) wäre wirklich starker Tobak gewesen, hätte aber auch gleichzeitig grandios werden können.
Interessanterweise gibt Christian Bale seinen John Connor hier schon nahezu verkrampft Badass-Mäßig. Mr Bale hätte in einigen Momenten vlt. etwas subtiler sein können, aber dennoch ist seine Performance toll.
Ansonsten gibt's nicht viel Auszusetzen, vlt. allenfalls dass die Art wie Conner zum U-Boot kommt Over-The-Top ist, aber das ist nur eine Lapalie.
Besonders hervorzuheben ist auch der Soundtrack, der schon fast an die Qualität von T2 heranreicht. Den Fakt dass man die typische Erkennungsmelodie (wohl aus Copyright-Gründen) nicht verwendete machte sich Komponist Danny Elfman zur Tugend. Ein grandioser düsterer Score, der gleichzeitig vertraut (anklänge an originale Melodie) wirkt und dennoch frisch.

Insgesamt ist T4 wirklich ein außerordentlich guter und unterschätzter Film. Er macht sehr viel mehr richtig als T3 und schafft es auf eigenen Beinen zu stehen.Es ist wirklich schade, dass ein Sequel derzeit leider nicht in Sicht ist.

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21. August 2010 12:35

Ja T4 ist eine echte Perle. Weiß gar nicht wo ich da anfangen soll:
- sicherlich der Terminator Film mit dem raffiniertesten Plot. Hier geht es mal nicht nur um das Übliche "wir jagen John Connor" sondern die ganze Sache ist deutlich raffinierter.
- erstmals bekommt Skynet wirklich "ein Gesicht". Das mag mancher lächerlich finden aber ich denken, besser hätte man es nicht machen können
- der Film hat wie ich finde die spannendste CHarakterkonstellation. Nicht nur die Schauspieler sind Spitze sondern ihre Rollen auch toll. John Connor ist eigentlich nur eine Randfigur, hier geht es um Marcus und seine ganz spezielle Story. Dabei ist mir schon früh im Film aufgefallen, wie sehr Marcus Verhalten dem von Arnie oder Kyle Reese gleicht.
- McG hatte als erster die große Herausforderung zu meistern, wirklich einen Endzeit Terminator Film zu inszenieren und das ist sensationell gelungen. Einige Szenen wirken so trostlos wie man es sich in T1 vorgestellt hat, alles wirkt real und nicht so stylish geleckt wie in T2. Dabei vermeidet McG auch das Klischee, einfach alles im Dunkeln zu filmen. Im Gegenteil: Grade bei SOnnenschein ist die Wirkung der verlassenen Städte noch stärker
- die Actionszenen sind beeindruckend und keinesfalls nur billige CGI-Spektakel a la Transformers.
- der Soundtrack aber vor allem die TOnefffekte sind für mich das beste was ich im Kino je gehört habe. Insbesondere der Absturz des Helis zu Beginn und später der Angriff des risigen Harvester-Roboters. Wow!
- der finale Showdown weckt wunderbare Erinnerungen an die packenden Showdowns von Teil 1 und Teil 2.

Leider hat Terminator Salvation ein paar kleine Schönheitsmakel:
- die Actionszene mit den Motor-Robots ist mir zu sehr Videospiel-mäßig und die riesen Roboter sind dann doch zu sehr Transformers like
- Christian Bale bleibt etwas blass, bzw. sein John Connor ist nicht grade ein Sympathieträger. Absicht?
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21. August 2010 15:00

Das Design des T-600 ist ebenfalls ein tolles Beispiel für das geniale Produktionsdesign. Als Kyle Reese in T1 sagte, dass die 600er nur eine Gummihaut hatten, konnte man gar nicht ahnen wie furchterregend sie in Wahrheit aussehen. Dagegen sehen die T-800 ja noch richtig nett aus :wink:

Ich finde auch den Schritt richtig die Resistance als militärische Überbleibsel des Militärs zu zeigen. Ein paar Menschen nur mit Gewehren und Jeeps (wie wir sie in den Future War Szenen in T1 und T2 sahen) würden gegen Skynet nicht lange etwas ausrichten können.
DEr Schritt die beiden Seiten auch zu Wasser und in der Luft kämpfen zu lassen war nur logisch und richtig.

Was ich etwas in T4 vermisst habe ist der Umgang der Menschen mit der Radioaktivität die ja nach einem Atomkrieg überall sein müsste. Sollten nicht alle öfters Jod-Tabletten schlucken, oder man sich vor Fall-Out bzw. Radioaktiven Regen schützen?
Oder man hätte zeigen können wie die Strahlung einige der Menschen dahinrafft (durch Erkrankungen).

Ja das Sounddesign ist wirklich genial. Wer die entsprechende Ausrüstung (Soundsystem) daheim hat sollte sich den Film auf BluRay zulegen. Wahnsinn...

Irgendein Fanboy sagte sogar mal, dass in einer Szene der Skynet-Computer Einträge für den T-1000 und den T-X zu sehen wären, da muss wohl nochmal schauen :mrgreen:


Wie findest du eigentlich die Fernsehserie "Terminator - The Sarah Connor Chronicles" ?
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21. August 2010 15:10

Habe mir den ausführlichen Beitrag in deinem Link zu Salvation durchgelesen. VOn dem ursprünglich geplanten Ende wusste ich gar nichts. Wäre in der Tat noch besser gewesen. Auch der eigentliche Twist des Films - das Marcus Wright ein Terminator ist - ist genial, wurde aber leider schon in der VOrschau verraten. Total absurd!
Die Tatsache, dass dumme, nichtsahnende, ewig nörgelnde Fanboys zusammen mit unfähigen Studiobossen den Film letztlich von der ursprünglichen Vision entfernt haben, ist wieder mal ein typisches Beispiel für die heutige Zeit! Da wird ein McG als Regisseur benannt und alle Fanboys schreiben auf und reden den Film zugrunde bevor irgendwas bekannt wird. Dann wird das Drehbuch vorab veröffentlicht, jede innovative Idee wird kritisiert und am Ende lässt sich ein Studio noch davon beeinflussen. Was ist das Resultat? Ein Film voller Kompromisse, der grade wegen dieser Kompromisse nicht so erfolgreich wird wie er hätte sein können, und unzufriedene Fanboys, die über alles Innovative meckern ("das passt aber nicht zu Terminator") und über alles beim Alten gebliebene ebenso meckern ("keine neuen Ideen").

Im Grunde lässt Star Wars, Casino Royale, Die Hard 4, Indiana Jones 4... grüßen
Zuletzt geändert von danielcc am 21. August 2010 15:27, insgesamt 1-mal geändert.
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21. August 2010 15:13

Die TV Serie kenne ich nicht. Mag kaum TV Serien. Ich hab mal kurz reingeschaut aber mir fehlt dann aufgrund der begrenzten Budgets und aufgrund der notwendigen Serientauglichkeit irgendwie das Einzigartige, das Epische, was die Filmreihe ausmacht
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21. August 2010 16:05

Ich hab bisher nur die erste Staffel gesehen, die auf Grund des damaligen Autorenstreiks nur 9 Folgen hat. die zweite (längere und angeblich sogar noch bessere) ist bestellt und wird auch zeitnah geschaut.

Ich schreib für die erste Staffel mal eine Kurzkritik:

Terminator - The Sarah Connor Chronicles - Season 1
Was hat die Serie von den Fans nicht alles an Kloppe kassieren müssen, vor allem zu Beginn. Das Endprodukt ist dabei etwas ganz eigenes, das genauso wie T4 schafft sich von den Vorgängern zu lösen und auf eigenen Beinen zu stehen.
Natürlich, das Budget ist begrenzt und die optische Raffinesse von T2 oder T4 wird natürlich nicht erreicht. Dies ist aber nicht schlimm, die Macher haben dennoch geschafft für eine TV-Serie ansehliche Schauwerte zu produzieren und können öfters sogar die Erwartungen übertreffen. So sehen wir in der ersten Staffel sogar T-800 Endoskelette rumlaufen und auch bekommen selbst den Zukunftskrieg zu sehen.
Kostprobe gefällig? Bitte (besser Ton abstellen, Kommentar ist für die Tonne):
http://www.youtube.com/watch?v=Gw1ZFBqgxDQ

Kommen wir nun zu der Story und den Charakteren. Besonders in einer Folge ist es interessant wie TSCC ein Plot-Hole aus T1 nutzt um dies zu füllen bzw. die Story überhaupt ergänzt. Aus T1 kennen wir ja den Flashback von Kyle Reese, in der sein Versteck von einem Terminator infiltriert wird. Genau auf dieses Ereignis wird in einer Folge Bezug genommen. Dies ist ein Beispiel wie geschickt die Serie immer wieder eine Verbindung zur Vorlage sucht und findet. Das ganze wirkt auch nie aufgesetzt, sondern durchaus glaubwürdig und als logische Erweiterung des Universums. Was wir als "Erweitertes Universum" bei "Star Trek" oder "Star Wars" in geschriebener Form als Roman finden, haben wir bei TSCC als Serie. Gleichzeitig dürfte die Komplexität der Serie auch einer der Gründe für die geringen Zuschauerzahlen sein: Ohne die Serie laufend zu verfolgen und/oder die Filme (T1 und T2 relevant, T3 wird ignoriert) zu kennen hat man es schwer etwas zu verstehen. Die Geschichten selbst sind immer mit einem Kommentar aus dem Off von Sarah unterlegt, was an die Filme erinnert und toll wirkt.
Die zwingende Mangel an Budget führt aber auch dazu, dass "Style-oder-Substance" kaum möglich ist. Dies ist gut, denn die Serie konzentriert sich auf ihre Charaktere und jeder hat seine eigenen Probleme. Sarah muss John beschützen und hadert immer wieder mit seinem und ihrem "Schicksal". Gleichzeitig ist sie auch eine Frau, die liebt und sich nach einem Partner und Nähe sehnt. Schwer für eine gesuchte, der kaum jemand glaubt. Lena Headey verkörpert SC ziemlich gut, ihre Rolle als "Ausbilderin" für John und Mutter gleichermaßen kann sie überaus überzeugend spielen. In manchen Momenten möchte man schon fast Beifall klatschen.
John Connor dagegen ist ein Teenager und mitten im Erwachsen werden. Dies in Verbindung mit seinem scheinbar vorherbestimmten Schicksal führt zu einigen interessanten Geschehnissen. Er möchte eigentlich alles tun was die anderen gleichaltrigen auch tun, kann dies aber nicht. Wie seine Mutter scheint er oftmals in einem dunklen und tragischen Licht. Schauspieler Thomas Dekker macht seinen Job überaus gut, sein Connor wirkt auch nicht so verweichlicht wie in T3. Seine Verkörperung wirkt wie eine logische Fortsetzung des Connors in T2.
Als dritte im Bunde haben wir Cameron. Johns Beschützer-Terminator, der um einiges anders ist als die anderen Terminatoren zuvor. Die anderen Charaktere sind ebenso gut gestaltet und die Darsteller machen ihre Jobs mehr als ordentlich. Dies ist auch zwingend nötig, da die Serie sehr charakter- und storygetrieben ist. Mitunter erinnert sie in der Hinsicht auch angenehm an T1.
Sehr schön auch der Soundtrack von Bear McGreary, der zuletzt bei Battlestar Galactica mit einem genialen Soundtrack begeisterte. Für TSCC hat er einen Score geschaffen der zu Beginn überhaupt nicht an die Filme erinnert, aber mit fortlaufender Seriendauer zu begeistern weis. Er hilft der Serie auf eigenen Beinen zu stehen und passt wunderbar zur Handlungslastigkeit der Serie.
TSCC ist eine Serie die es wirklich schwer mit dem Publikum und den Fans hatte. Die Serie braucht die ersten Folgen um etwas warm zu werden und legt dann richtig los um sich dann immer weiter zu steigern. Die Episode "Dungeons & Dragons" gehört dabei zum Besten was man in den letzten 3 Jahren im TV sah. Die Budget-Klemme wird elegant umschifft und wenn die letzten Momente der ersten Staffel zu Johnny Cashs "The Man Comes Around" über den Bildschirm flimmern, so wirkt dies nicht billig, sondern einfach nur f*cking epic :wink:

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Hab noch ein Featurette zur Entstehung der Future War Szenen gefunden:
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