Wie findet ihr Moonraker?

1/10 - Grottenschlecht
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (1%)
2/10 - Sehr schlecht
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (1%)
3/10 - Schwach
Insgesamt abgegebene Stimmen: 6 (4%)
4/10 - Mässig
Insgesamt abgegebene Stimmen: 10 (7%)
5/10 - Durchschnittlich
Insgesamt abgegebene Stimmen: 15 (10%)
6/10 - Nicht übel
Insgesamt abgegebene Stimmen: 17 (12%)
7/10 - Recht Gut!
Insgesamt abgegebene Stimmen: 19 (13%)
8/10 - Gut!
Insgesamt abgegebene Stimmen: 25 (17%)
9/10 - Sehr gut!
Insgesamt abgegebene Stimmen: 29 (20%)
10/10 - Überragend!
Insgesamt abgegebene Stimmen: 20 (14%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 145

Re: Filmbesprechung: Moonraker

376
Casino Hille hat geschrieben:...

PS: Du hättest mich im Kino bei MR erleben sollen. Dann würdest du die großen Augen und den offenen Mund sofort glauben!
P.S.: Übrigens hast du bei der Weltmeisterschaft noch nicht für MR gestimmt. :D ;)
Bond-Weltmeister 2015: Casino Royale
Bondesliga-Meister 2015: Casino Royale
Bondgirl-Weltmeisterin 2016: Anya Amasova
PTS-Weltmeister 2025: Octopussy
Henchman Weltmeister 2026: Jaws

Re: Filmbesprechung: Moonraker

377
Große Neuigkeiten!

Man hat jetzt auch präzise Notizen von Regisseur Gilbert gefunden mit denen es möglich sein wird den DC von MR zu rekonstruieren. Er musste ja viele Szenen drehen mit denen er nicht einverstanden war, aber der kommerzielle Druck aufgrund des überbordenden Budgets war zu groß. Der DC wird 26 min laufen, das ist immerhin fast so lang wie der 30minütige DC von Ben Hur.
Die PTS wird, neben der Credit Sequenz, als einzige Szene unverändert bleiben.

Re: Filmbesprechung: Moonraker

378
Maibaum hat geschrieben:Große Neuigkeiten!

Man hat jetzt auch präzise Notizen von Regisseur Gilbert gefunden mit denen es möglich sein wird den DC von MR zu rekonstruieren. Er musste ja viele Szenen drehen mit denen er nicht einverstanden war, aber der kommerzielle Druck aufgrund des überbordenden Budgets war zu groß. Der DC wird 26 min laufen, das ist immerhin fast so lang wie der 30minütige DC von Ben Hur.
Die PTS wird, neben der Credit Sequenz, als einzige Szene unverändert bleiben.
Erde an Maibaum, Erde an Maibaum: Du bist nicht der Regisseur von MR! :wink: :lol:

Casino Hille hat geschrieben:Genau das ist doch die Untertreibung. Eine echte Konsequenz wäre: Raus aus allen Foren! :lol: Aber man muss ja andere Meinungen gelten lassen... :roll: Diese Spießergesellschaft!
Das wär doch jetzt endlich mal der richtige Anlass, deine gottgegebenen Rechte als Mod hier einzusetzen! Ein Forum ist doch KEINE Demokratie! :lol:
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Filmbesprechung: Moonraker

379
AnatolGogol hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:Große Neuigkeiten!

Man hat jetzt auch präzise Notizen von Regisseur Gilbert gefunden mit denen es möglich sein wird den DC von MR zu rekonstruieren. Er musste ja viele Szenen drehen mit denen er nicht einverstanden war, aber der kommerzielle Druck aufgrund des überbordenden Budgets war zu groß. Der DC wird 26 min laufen, das ist immerhin fast so lang wie der 30minütige DC von Ben Hur.
Die PTS wird, neben der Credit Sequenz, als einzige Szene unverändert bleiben.
Erde an Maibaum, Erde an Maibaum: Du bist nicht der Regisseur von MR! :wink: :lol:
Ach, ich wollte nur mal sehen ob ich dich zu den Bond Filmen wieder aus der Reserve locken kann ...

Endlich macht der Hille auch mal weiter...

380
James Bond 007 - Moonraker

"The Sky is not the limit." - Nach dem "Der Spion, der mich liebte" bewiesen hatte, dass die Lust auf neue Abenteuer von Geheimagent 007 größer war als jemals zuvor, war es Produzent Albert R. Broccoli und Regisseur Lewis Gilberts größtes Bestreben geworden, den größten James-Bond-Film von allen ins Kino zu bringen. Auf dem Ende der 70er aufkommenden Sci-Fi-Boom mitreiten wollend, machte man sich an eine Verfilmung von Ian Flemings Moonraker, auch wenn am Ende wie so oft nicht mehr als ein paar Namen aus der Vorlage übrig blieben und das Drehbuch selbst größenteils die Handlung des Vorgängers kopierte und an andere Orte verlagerte. Den Wunsch, alles noch eine Nummer größer anlegen zu wollen, sieht man dem fertigen Resultat nicht nur an, es ist auch das Ergebnis eines 11-Filme-lang andauernden Entwicklungsprozesses von Bond-Filmen, der in "Moonraker" auf lange Sicht seinen spektakulären Höhepunkt finden sollte.

Gilberts "Der Spion, der mich liebte" war in jeder Hinsicht der vollkommene Bond-Film und eindeutig das beste, was man aus der etablierten Bond-Formel machen konnte. An diesem heiligen Gral herumzupfuschen, hatte daher keiner so recht vor und es verwundert wenig, dass die Handlung um einen am Gott-Komplex erkrankten größenwahnsinnigen Weltverbesserer, der hier von Michael Lonsdale ähnlich ruhig und majestätisch wie von Curd Jürgerns zuvor verkörpert wird, nicht groß verändert wurde. Doch wie gehabt gelingt es Gilbert erneut, Action, Humor und Exotik (die drei wichtigsten Zutaten eines Bonds) so gekonnt und einfallsreich zu vermischen, dass die zwei Stunden Laufzeit in Windeseile vergehen und man vom hohen Tempo wieder einmal mitgerissen wird. Dass Roger Moore als James Bond ein absolut würdiger Connery-Nachfolger ist, will hier niemand mehr bezweifeln, seine Selbstsicherheit in der Rolle lässt ihn ungemein überlegen vorkommen und sein Auftreten gestanden wirken und seine ironischen Kommentare sind eh längst zum Markenzeichen seiner Ära geworden. Auch so muss man aber einfach anerkennen, dass es einfach nur ein wunderbar spaßiges Vergnügen ist, den tollen Verfolgungsjagden (besonderes Highlight: eine modifizierte Gondel) und Kampfszenen zuzuschauen, die wie immer den benötigten selbstironischen Touch haben.

Ansonsten ist "Moonraker" zweifelsohne wahrlich der optisch beeindruckendste Bond von allen geworden. Mit den atemberaubend hübschen Frauen bis in kleinste Nebenrollen (Lois Chiles, Corinne Cléry, Emily Bolton, Leila Shenna etc.) besetzt und einigen der beeindruckendsten Locations der Welt, wie Venedig, Rio de Janeiro oder dem Schloss Vaux-le-Vicomte, wird dem Auge ein Fest nach dem anderen präsentiert und die Ausstattung ist wahrlich gigantisch. Dazu kommen die wie immer einfallsreichen Gadgets von Desmond Llewelyns Q, aber noch wichtiger die gigantischen Sets von Ken Adam, der sich in seinem letzten Auftrag für 007 selbst übertraf und seine ganze Kunst noch einmal zur Schau stellte. Man muss zugeben, dass Gilbert, dessen erster 007-Film "Man lebt nur zweimal" noch einige Kinderkrankheiten hatte, das Konzept Bond nun perfekt verstanden hat: Ohne dramaturgische Probleme hetzt er seinen Protagonisten von einer Gefahrensituation in die nächste und einmal um die Welt, bis er ihn im letzten Drittel darüber hinaus sogar in die Weiten des Universums entlässt und "Moonraker" mit den gelungensten Special Effects der 70er ein Finale bietet, dass einen inszenatorisch nur noch ungläubig staunen lässt. Wenn sich das Schicksal der Menschheit plötzlich in ungewohnten Territorien entscheidet und die letzten 20 Minuten dann noch gleich mehrere Wendungen und ein riesiges Gefecht entfesseln, dann ist das Bond im allerbesten Sinne und bildlich festgehaltene Freude. Überhaupt zeigt Gilbert ein Talent dafür, den Zuschauern im Rahmen des Vorhersehbaren zu überraschen, besonders als er eine ungewöhnlich brutale Tötungssequenz einbaut, die ob ihrer Grausamkeit den bekannten Kloß im Hals erzeugt.

Man mag "Moonraker" dank der im Finale völlig ignorierten Logik (die bei 007 allerdings selten relevant war) für überzogen halten, doch wenn es wirklich etwas auszusetzen gäbe, dann eher, dass die spektakulärste Szene (die man für sich als Stärke verbuchen sollte) gleich zu Beginn verpulvert wird: Direkt in den ersten fünf Minuten wartet Gilbert mit der - ohne Übertreibung - besten Stuntarbeit der Filmgeschichte auf. Klar, dass er dies später nicht mehr toppen kann. Auch die musikalische Rückkehr von John Barry verlässt sich dieses Mal etwas zu sehr auf ein großes (tolles) Thema, während die vielen unauffälligeren Melodien immerhin besonders zum Schluss hin zur Atmosphäre und Spannung beitragen. Als größter Störfaktor erweist sich allerdings die wichtigste Kopie aus "Der Spion, der mich liebte": Richard Kiels zweiter Auftritt als Gegenspieler Jaws. Während dieser aus Gilberts vorheriger Arbeit als erschreckend unüberwindbare Hürde in Erinnerung blieb, wird er hier leider zum Pausenclown degradiert und reichlich erzwungen in die Handlung reingequetscht (so kommt es mit ihm zur überflüssigsten Actionszene der gesamten Reihe: einer zweiten (!!) Bootsverfolgungsjagd), zumal der Slapstick-Humor um ihn herum immer eine Spur zu viel des guten ist. Am Ende macht das alles nicht so viel, da "Moonraker" immer noch ein mitreißendes Stück Film ist, doch unterscheiden diese kleineren Probleme "Moonraker" dann eben vom meisterhaften Vorläufer.

Fazit: Das deftige Budget von etwa 30 Millionen Dollar sieht man zu jeder Sekunde auf der Leinwand. Doch der wahre Verdienst von "Moonraker" liegt besonders in den Personen Roger Moore, Lewis Gilbert und Ken Adam begründet, die auf dem Höhepunkt ihres Könnens vielleicht durch die etwas zu großen Ähnlichkeiten zu "Der Spion, der mich liebte" nicht das zweite ganz große Meisterwerk zu Stande brachten, dank eines optisch überragenden und temporeichen Abenteuers auf mehreren Kontinenten allerdings dafür ein kleines Meisterwerk schufen, dass ohne Frage zu den besten Bond-Filmen gezählt werden kann und neben dem Protagonisten selbst auch die Reihe finanziell in ganz neue Sphären vordringen ließ. Da kann man sich nur eines wünschen: Take us around the world one more time, James.

9/10
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Filmbesprechung: Moonraker

384
Maibaum hat geschrieben:Kannst du mir den kopieren?
Wenn wir es beide zum Forentreffen schaffen, dann werde ich dir den gerne mitbringen. Deal?
Niklas hat geschrieben:Wie lange hat es gedauert die zu schreiben
Nicht sonderlich lange. Die Texte zu LALD, TMWTGG und TSWLM haben witzigerweise deutlich länger gedauert. MR ging schnell und ohne Probleme. :)
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Filmbesprechung: Moonraker

385
Niklas hat geschrieben:Wirklich eine tolle Bewertung. War garantiert viel Arbeit. Wie lange hat es gedauert die zu schreiben :?:
:007:
Ich bin zwar nicht Hille, aber wenn ich Reviews in etwa diesem Umfang schreibe (zuletzt beim PotC Marathon, wobei es damals gerne auch etwas länger wurde) dann dauert das mindestens eine bis zwei Stunden.
We'll always have Marburg

Let the sheep out, kid.

Re: Filmbesprechung: Moonraker

386
Glaube ich. Ich werde bald auch mal so eine Bewertung versuchen zu schreiben. Ich schaue mir mal Goldfinger an und recherchiere zu dem Film. Dann schreibe ich in dem passendem Tread eine Bewertung (hoffentlich auch so schön und in dem Umfang :D ). Ihr könnt sie dann bald mal lesen :D !!!
:007:

Re: Filmbesprechung: Moonraker

387
Casino Hille hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:Kannst du mir den kopieren?
Wenn wir es beide zum Forentreffen schaffen, dann werde ich dir den gerne mitbringen. Deal?
Klingt vernünftig. Wehe du hast ihn dann "vergessen" einzupacken ...
Nicht sonderlich lange. Die Texte zu LALD, TMWTGG und TSWLM haben witzigerweise deutlich länger gedauert. MR ging schnell und ohne Probleme. :)
Der DC spart ja auch viel Zeit ...

An einer Zeitangabe wäre ich trotzdem interessiert. Also was dauert so was bei dir mindestens, und was maximal.

Bei mir würde so etwas wahrscheinlich sehr lange dauern. Schon weil ich beim Schreiben zu langsam bin.

Re: Filmbesprechung: Moonraker

389
Vielen Dank Hille, für diese grandiose Rezension! Da schreibt mir ein Bruder im Geiste aus dem Herzen. Beinahe jedem einzelnen Wort deiner Arbeit müsste eigentlich jeder Bond-Liebhaber uneingeschränkt zustimmen. Beinahe deshalb, da bspw. meine Wenigkeit den "Beißer" auch in MR wunderbar verkörpert sieht. Natürlich fehlt ein wenig das Diabolische in seiner Rolle und selbstverständlich ist es offensichtlich, dass, im Gegenteil zu TSWLM, Jaws wesentlich humoriger rüberkommen soll. Allerdings passt das mMn sehr gut zum Kontext des Filmes, da MR noch einmal deutlich ironischer angelegt ist, als sein Vorgänger.

Anhand dieser Filmbesprechung wird die Freude und die Lust am Filmerlebnis Bond sogar für den unbedarften Neueinsteiger in das Bond-Universum spürbar, und genau dieses Gefühl sollte eine Rezension hinterlassen. Vor allem aber ist das ehrlicher und deutlich nachvollziehbarer als so manche "professionelle" Kritik, die schon aus Prinzip krampfhaft versucht Negatives zu finden, wo's aber nix Derartiges gibt.

Nachfolgend noch eine Szene aus dem Film, die aber deutlich macht, wie unnachahmlich dieser Streifen auch in kleinen Sequenzen unterhält:



Und auch was Roger Moore betrifft, deckt sich unsere Meinung 1:1, Hille. Selbst sein Kokettieren mit dem Ende seiner Laufbahn als Bond hatte mehr Charme als so manch anderer Schauspieler in seiner gesamtem Laufbahn aufzuweisen vermochte.



Werden zwar die allermeisten hier kennen, kann man aber eh nicht oft genug sehen und somit rechtfertigt allein schon diese Tatsache das Posten dieses Videos.
Lieber in der Kaiserin als Imperator.

Re: Filmbesprechung: Moonraker

390
Ich halte mich lieber mal zurück und lasse dir deine sehr positive Meinung. Immerhin sind deine Kritiken weniger wirr als meine :)
DoppelNull hat geschrieben:Beinahe jedem einzelnen Wort deiner Arbeit müsste eigentlich jeder Bond-Liebhaber uneingeschränkt zustimmen.
Das klingt ziemlich nach Poster-Arroganz.
It's the BIGGEST... It's the BEST
It's BOND

AND BEYOND