Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

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Wie findet ihr SPECTRE?

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danielcc
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Es ist der Koffer in dem Sciarra den Sprengsatz hat mit dem er ein Stadion in die Luft jagen will
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Blofeld71
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S.P.E.C.T.R.E. hat geschrieben:Wer sind eigentlich die beiden Spassvögel, die lediglich 2 von 10 Punkten vergeben haben?
ich tippe mal auf die beiden offensichtlichen spamer nick rivers und bleeker
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Casino Hille
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stupid hat geschrieben:Weiss nicht ob es hier schon kam, aber ist Mickey Mouse nicht eine Hommage an AVTAK?
Uff, jetzt musste ich aber ganz hart überlegen, welche Szene du meinst.
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danielcc
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Blofeld71 hat geschrieben:
S.P.E.C.T.R.E. hat geschrieben:Wer sind eigentlich die beiden Spassvögel, die lediglich 2 von 10 Punkten vergeben haben?
ich tippe mal auf die beiden offensichtlichen spamer nick rivers und bleeker
na na na!
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HCN007
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Dann bin ich mit meiner Meinung über dem Schnitt - ich gebe SPECTRE 9,5/10 - habe in der Umfrage abgerundet und auf 9/10 gevotet.

Nachdem ich nun 3mal den Film gesehen habe (und wahrscheinlich mit 5 Sichtungen im Kino abschließen werde) - und er sich so langsam gesetzt hat - kann ich einfach nur bei meiner Wertung bleiben. In meiner Meinung nach kommt SPECTRE nicht wirklich an meinen absoluten Lieblingsfilm Casino Royale ran, aber er lässt für mich jeden anderen Bondfilm hinter sich !

Hat der Film Schwächen, Längen und Logiklöcher ? Ja - aber wer einen Film immer nur danach beurteilt und nur nach Plotholes Ausschau hält, sollte sich nur noch "Realverfilmungen über Supermärkte" anschauen !

War QOS ein zerschnittener Ansatz, ein klassisches Bondabenteuer innerhalb der Craig-Ära zu etablieren und SF ein mit Hommagen und Zitaten vollgepackter Jubiläumsbond mit Personalrotation finde ich, dass es SPECTRE endlich geschafft hat, das klassische Bondabenteuer in der Craig-Ära zu etablieren.

Was haben wir hier ? - Die GB zum Start, eine große und genial gefilmte PTS mit absolut geilem Setting, einen etwas subtileren und politischeren Plot, in dem es um die Neuorganisation der weltweiten Geheimdienste geht, Tolle Locations mit Mexico City, Rom, Österreich, Tanger, das Hideout und London, zwei Bondgirls, die weniger Eyecandy und Tool sind, sondern eigenständige, komplexe Charaktere, mit denen man, je mehr man nachdenkt, richtig warm wird,
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Show
den für mich besten Blofeld noch vor Savalas, Pleasance, Gray und von Sydow,
den für mich besten Henchmen der gesamten Reihe.

So langsam mausern sich auch Ben Wishaw als Q, Naomie Harris als Moneypenny, Rory Kinnear als Tanner und Ralph Fiennes als M zu meinen Favoriten in deren Rolle !

Ebenfalls tolle Gags - Sei es die Couch in der PTS, das mit dem Aston Martin in Qs Labor, das Winken und Mickey Mouse sowie das Telefonat mit Moneypenny und das mit dem Fallschirm in Rom, der Drink an der Bar der Hoffler-Klinik, die Maus im Hotel und der Satz von Oberhauser beim Kattenhäuser-Meteorit "Kommt ruhig näher, ihr dürft ihn auch gerne anfassen, wenn ihr wollt" (richtig zweideutig).

Und dazu noch spannende und dramatische Schlüsselszenen
Spoiler
Show
das Meeting, das Treffen mit Mr. White, das Observatorium, die Lobotomisierung, das Gespräch zwischen Bond und Blofeld in den Ruinen des alten MI6-HQ, das Finale zwischen M und C, das Finale auf der Westminster Bridge
und coole Action (PTS, Rom, Österreich, der Zugkampf, die kurze Flucht aus dem Hideout und das Finale in London)

Jeder, der den Film als zu lang und zu langatmig einstuft, ist wohl von den Explosionsorgien diverser Michael Bay- und Marvelfilmen wie auch den manipulativ geschnittenen Actionfilmen mit Liam Neeson geblendet.

Auch wenn einige Backstorys, Charakterentwicklungen und Motivationen von z.B. Madeleine Swann und Franz Oberhauser nicht wirklich plausibel sind, darf man nicht vergessen, dass das Drehbuch diverse Änderungen erfahren hat und der Drehbeginn relativ kurz nach dem Leak startete und man hier nicht mehr großartig Zeit haben konnte, daran rumzuschrauben.

Dennoch, die Craig-Bonds liefern ECHTE Pionierarbeit im Bondfranchise !!! In Zeiten von manch intelligentem Actionfilm mit komplexer Hintergrundgeschichte (siehe Nolans Filmographie) geht es im Craig-Reboot in meinen Augen darum, den Charakter nicht zu entmystifizieren, sondern aus Bond und diversen anderen Rollen der Filme endlich keine schablonenhaften Charaktere mehr zu verwenden. Dass sich hier Ungereimtheiten wie bei Madeleine Swann und Franz Oberhauser einschleichen, ist doch normal und für mich Kritik auf sehr, sehr hohem Niveau. (10 Meter) Früher war das mit dem Gegner noch einfach, hast du einfach z.B. einen goldsüchtigen Kerl gehabt, der das Verlieren im Spiel hasst, gerne mal betrügt und das größte Verbrechen aller Zeiten plant. Seid mal ehrlich, mit sowas lockt man doch heutzutage keinen mehr hinterm Ofen hervor.

Und jeder der nach Logikfehlern sucht, sollte sich keinen Bondfilm mehr anschauen !
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "
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danielcc
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Ich lese so euphorische Kritiken immer sehr gerne.

Schaue grade parallel SF und glaube, SP wird auf Sicht diesen in meinem persönlichen Ranking hinter sich lassen
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GoldenProjectile
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Casino Hille hat geschrieben:Finde es übrigens schockierend, wie viele das letzte Drittel dafür kritisieren, dass zu wenig passiert oder die Action nicht doll genug wäre. Besonders wenn es von Leuten kommt, die DN für einen der besten Bondfilme halten. Gerade dem ähnelt SP in den Krater-Szenen fundamental. Und der London Nachklapp ist inszenatorisch dann auch noch wunderbar atmosphärisch dran gehängt... hach, zum heulen wie man einen lupenreinen modernen Bond-Klassiker so verkennen kann.
Ich fühle mich angesprochen. :) Und möchte auch noch gleich auf deine Frage bei Facebook Bezug nehmen, warum ich die vergleichbare dramaturgische Entwicklung beim diesjährigen Mission: Impossible so gelobt habe.

Ein weiser Mann, der seinen Namen mit einem Drehbuchautoren der 1960er-, 1970er- und 1980er-Bonds teilt pflegte einst in etwa zu sagen: "Was in einem Film grossartig ist, kann in einem anderen Film komplett falsch sein". Dass Blofelds spätes Auftauchen in Verbindung mit einer Gefangennahme Bonds an DN erinnert habe ich ja bereits in meinem Versuch eines Reviews erklärt und dass der sehr reduzierte Showdown in den nächtlichen Strassen einer Stadt und im Untergrund ähnlich ablaufen wie in Rogue Nation ist mir auch schon im Kino aufgefallen. Was in der Tom-Cruise-Variante eine überraschend andersartige aber stimmige und spannende Entwicklung der Handlung darstellt empfinde ich in Spectre als merkwürdig uninspirierten Nachklatsch der die Geschichte alibimässig, oberflächlich und abrupt zu Ende bringt. Das liegt weniger an der Konzipierung die zugegebenermassen sehr ähnlich ist, sondern vielmehr an der Inszenierung, dem Kontext des gesamten Films und ist auch weitgehend eine Gefühlssache, die sich schwer in Worte fassen lässt. Und DN erfüllt in meinen Augen die dramaturgischen Versprechungen seines Films allesamt. Eine spannende Figur, intensiv und beängstigend verkörpert und inszeniert, einer der besten Villains in der Bondgeschichte. Der Blofeld hingegen der als Bonds neiderfüllter Stiefbruder eingeführt wird, als Mann der eine mächtige Organisation im Untergrund kontrolliert und für Bombenanschläge, Börsenmanipulation, Ressourcenmissbrauch und Cyberterrorismus verantwortlich war, der Bond vier Filme lang das Leben schwer gemacht haben soll und alles Drum und Dran, erweist sich als XXL-Cameo eines hochdekorierten Schauspielers der weit unter seinem Können agiert und kaum eine der ausführlich versprochenen und angedeuteten Vertiefungen zugestanden bekommt, wenn er denn mal aus dem Dunkeln hervortritt.

Spectre bewegt sich für mich eine lange Zeit zwischen 8 und 9 Punkten, alles was nach der Zugszene in Marokko kommt leider stark darunter. Mag sein, dass ich das bei einem zweiten Kinobesuch anders sehen werde, aber ehrlich gesagt weiss ich zum Zeitpunkt nicht, weshalb.
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GoldenProjectile
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danielcc hat geschrieben:Schaue grade parallel SF und glaube, SP wird auf Sicht diesen in meinem persönlichen Ranking hinter sich lassen
Witzig, jetzt wo ich Spectre gesehen habe, der trotz seines sehr ruhigen ("behäbig" wäre treffend, ist aber zu negativ behaftet und so meine ich es nicht) Erzählflusses so viele Schauplätze, Szenen, Figuren und Entwicklungen unter einen Hut bekommt erinnere ich mich kaum mehr daran, wie SF seine zweieinhalb Stunden Laufzeit überhaupt gefüllt hat. Worum ging's da nochmal? :)
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Casino Hille
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Blondie will Mama töten, wird aber von Blondie 2 daran (fast) gehindert.
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GoldenProjectile
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Hehe, tolle Antwort.

Nein, ich weiss natürlich noch das Meiste aber so direkt nach Spectre fühlt sich SF in der Erinnerung schon irgendwie merkwürdig "leer" an, falls man versteht was ich meine.
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JayB
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GoldenProjectile hat geschrieben:Hehe, tolle Antwort.

Nein, ich weiss natürlich noch das Meiste aber so direkt nach Spectre fühlt sich SF in der Erinnerung schon irgendwie merkwürdig "leer" an, falls man versteht was ich meine.
Ich kann es nachvollziehen.
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Casino Hille
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Oh ja. Verstehe ich. Nur das ich ihn vorher schon etwas komisch leer fand. Liegt bei SF aber auch daran, dass er eigentlich nach 60 Minuten schon einmal gefühlt "zu Ende ist" (wenn Bond Silva festnimmt), dann wieder Fahrt aufnimmt, einen Höhepunkt erreicht (Szene bei der anhörung) und dann noch mal weiterläuft.
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FLO07
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SO Hab ihn gestern nochmal angeschaut und ich muss sagen: auch beim zweiten mal ist er den Eintritt wert ;) Man entdeckt immer wieder neues und er ist so kurzweilig... Bei der Marokko Szene is mir erst bewusst geworden dass die Hälfte schon wieder um ist... unfasslich, das ist Gaaaaanz Großes Kino! Der nächste Besuch wird im IMAX sein!
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Maibaum
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Das Ende ist enttäuschend konventionell, das sehe ich aber auch so. Die Blofeld Bond Beziehung trägt nicht, wie überhaupt Blofeld nach so viel geheimnisvollem Aufbau zu geheimnislos bleibt. Das trifft leider auf eine andere Art auch auf Denbigh zu, der mich nur wenig interessiert hat. Das trifft auch auf Madeleine zu.
Da sehe ich viele Parallele zu SF, indem auch viel aufgebaut wird, aber dann nur wenig geliefert wird. Mendes arbeitetet da viel mit großen Geheimnissen, da muß dann aber auch großes bei der Auflösung kommen, und das kommt hier nicht. Das Schlußdrittel lässt dann doch vieles unproportioniert erscheinen. Mendes gelingt es nicht die vielen großartigen Einzelteile zusammenfließen zu lassen, der Film wirkt unrund.
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003
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Maibaum hat geschrieben:Das Ende ist enttäuschend konventionell, das sehe ich aber auch so. Die Blofeld Bond Beziehung trägt nicht, wie überhaupt Blofeld nach so viel geheimnisvollem Aufbau zu geheimnislos bleibt. Das trifft leider auf eine andere Art auch auf Denbigh zu, der mich nur wenig interessiert hat. Das trifft auch auf Madeleine zu.
Da sehe ich viele Parallele zu SF, indem auch viel aufgebaut wird, aber dann nur wenig geliefert wird. Mendes arbeitetet da viel mit großen Geheimnissen, da muß dann aber auch großes bei der Auflösung kommen, und das kommt hier nicht. Das Schlußdrittel lässt dann doch vieles unproportioniert erscheinen. Mendes gelingt es nicht die vielen großartigen Einzelteile zusammenfließen zu lassen, der Film wirkt unrund.
So seh ich das auch!!
"Morgen zum Tee, kleine Klingelfee."
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