Euer Favorit unter seinen Filmen?

Amores Perros (Keine Stimmen)
Powder Keg von The Hire (Keine Stimmen)
21 Gramm (21 Grams) (Keine Stimmen)
Babel (Keine Stimmen)
Biutiful (Keine Stimmen)
Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 6 (67%)
The Revenant
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (33%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 9

Re: Alejandro González Iñárritu

199
Invincible1958 hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:Informiere dich mal einfach wie das Wort allgemein verstanden wird. Das ist doch nicht so schwer.
Ich weiß doch ganz genau wie das Wort "allgemein verstanden" wird.

Ich sage doch nur, dass es "allgemein missverstanden" wird und von Millionen Menschen falsch benutzt wird.


Eine Definition sagt:

"Der Mainstream (englisch für Hauptstrom) spiegelt den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider."
Woher weißt du denn daß das allgemein mißverstanden wird? Ich sehe da nichts was darauf hindeutet. Auch nicht wenn ich Wiki oder den Duden bemühe. Ihc habe nicht die geringast Ahnung wie du auf so etwas kommst. Ich habe noch nie, absolut noch nie, vorher etwas gelesen was deine merkwürdige Definition unterstützt.

Die Tatsache daß es allgemein so verstanden wird deutet bei so einem populären Wort schon mal stark darauf hin, daß es tatsächlich ganz richtig verstanden wird. Das hier ist genau so absurd wie Daniels einsame Definition von Qualität. In beiden Fällen sollte einem schon der gesunde Menschenverstand raten die eigene Meinung mal gründlich zu überprüfen.

Mit dem Wort Mainstream bezeichnet man eine Geisteshaltung die dem vermeintlichen oder tatsächlichen Massengeschmack entspricht. Natürlich hat das eine ganze Menge mit Erfolg oder Popularität zu tun, aber den Mainstream ausschließlich darauf zu reduzieren was Erfolg hat, ergibt sich daraus noch lange nicht.

Nochmal konkret: Wäre Transformers kein Mainstream wenn er zwar gedreht, aber dann nicht veröffentlicht worden wäre (meinetwegen wegen rechtlicher Streitigkeiten). Denn dann hätte er ja auch keinen Erfolg gehabt, aber es wäre exakt der gleiche Film. Ja oder Nein?

Re: Alejandro González Iñárritu

200
Invincible1958 hat geschrieben:ch weiß doch ganz genau wie das Wort "allgemein verstanden" wird.

Ich sage doch nur, dass es "allgemein missverstanden" wird und von Millionen Menschen falsch benutzt wird.
Was die Frage aufwirft, ob es dann noch falsch ist. Schließlich verändert sich die Sprache im Laufe der Zeit. Und wenn der Begriff Mainstream derzeit so verwendet wird, dann ist es zumindest diskussionswürdig so etwas schlichtweg als falsch zu bezeichnen. Worte haben ihre Bedeutung im Laufe der Jahre immer wieder geändert.
Invincible1958 hat geschrieben:"Der Mainstream (englisch für Hauptstrom) spiegelt den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider."

Wenn ein Film, den du als Mainstream bezeichnen würdest, aber nicht den Geschmack einer großen Mehrheit widerspiegelt - und das ist z.B. bei "John Carter - Zwischen zwei Welten" passiert - DANN ist es auch kein Mainstream.
Da wiederspreche ich. Wer sagt denn, dass John Carter nicht dem Massengeschmack entspricht? Woher nimmst du die Gewissheit? Nur weil er gefloppt ist? Vielleicht konnte der Film einfach nicht genug auf sich aufmerksam machen. Ein Titel wie "John Carter" hat ja naturgemäß Nachteile zu Filmen mit bekannten Franchisenamen, etc.
John Carter ist absoluter Mainstream. Absolut unabhängig vom Erfolg.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Alejandro González Iñárritu

201
dernamenlose hat geschrieben:er Begriff Mainstream derzeit so verwendet wird, dann ist es zumindest diskussionswürdig so etwas schlichtweg als falsch zu bezeichnen. Worte haben ihre Bedeutung im Laufe der Jahre immer wieder geändert.
Aber ich glaube nicht daß Mainstream auch jemals die Bedeutung hatte die Invincible da reinlegt.

Mein Freund, der Baum, ist tot!

203
The Revenant - Der Rückkehrer

Mit "Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)", der 2014 Kritiker und Publikum gleichermaßen zu Jubelchören werden ließ, begeisterten Regisseur Alejandro G. Iñárritu und Kameramann Emmanuel Lubezki mit der wohl experimentellsten und gleichermaßen bissigsten Mediensatire überhaupt. Ihr gemeinsames Nachfolgewerk "The Revenant" hätte derweil kaum unterschiedlicher ausfallen können: Den engen hypnotischen Gängen hinter der Bühne eines New Yorker Theaterhauses steht nun die Schönheit einer gewaltigen Winterlandschaft gegenüber. Und direkt hier offenbart sich die allergrößte Stärke des Revenanten. Erneut ist die Kameraführung Lubezkis ein absoluter Traum und die Panorama-Aufnahmen zeigen die Authenzität und vor allem die Dimensionen der Natur so ausführlich, ehrfurchtsvoll und wirksam, dass man sich im Saal direkt zurücklehnen und immerhin stolze 151 Minuten lang einfach nur die Schönheit der Locations genießen könnte... wäre da nicht das Grauen, dass sich in jener malerischen Kulisse für den Protagonisten abspielt.

Doch die Geschichte des Hugh Glass, die in Teilen auf wahren Begebenheiten beruht, dient Iñárritu nur als Aufhänger für eine Geschichte, die besonders durch die meisterhaften Aufnahmen Lubezkis profitiert. Selten war ein Film so voller Postermotive, selten drückte ein Film durch seine Bilder selbst so viel Handlung und Substanz aus. Die Besiedelung Amerikas scheint fortwährend als thematischer Rahmen über dem Geschehen zu liegen, doch darüber hinaus beeindruckt der geballte Pessimismus, den "The Revenant" ausstrahlt. Kaum eine Szene vergeht, in der kein Tier oder Mensch das Zeitliche segnen würde, die Grausam- und Endgültigkeit des Todes steht fast immer im direkten Kontrast zur Unvergänglich- und Anmutigkeit der Natur. So verwundert es kaum, dass "The Revenant" sich immer wieder Zeit nimmt, die äußeren Einflüsse, die Glass auf seinem Survival-Trip hemmen und behindern, mit aller Ruhe und Sicherheit einzufangen. Selbst, wenn es schneller gehen muss, wenn beispielsweise ein Indianerangriff das Geschehen beschleunigt, behält Lubezkis Kamera die volle Kontrolle. Wie bei "Birdman" arbeitet die Regie mit vielen Weitwinkeleinstellungen und langen Kamerafahrten und inszeniert selbst die großen Gefechte mit einer kühlen Distanz, die jede Emotionalität im Keim erstickt und das grausame Sterben von Siedlern und Ureinwohnern zum nüchternen Wirken von Mutter Natur werden lässt.

Dabei konzentriert der Film sich vollends auf Leonardo DiCaprio als Glass, der Ästhetik und Schrecken von Natur und Mensch in ihrer reinsten Form direkt erlebt und so schnauft, spuckt, blutet, schreit, robbt und ächzt sich DiCaprio durch eine Hölle von Landschaft, und gibt eine hervorragende Darstellung ab, die trotz mangelnder Dialogmöglichkeiten seinerseits aus handwerklicher Sicht absolut beeindruckend ist. Ebenfalls überzeugt Tom Hardy als antagonistische rassistische Partei mit einer tiefschwarzen Zurschaustellung allen menschlichen Übels. Doch auch diese beiden Figuren bleiben einem fremd, und wahre Sympathie oder Antipathie kommen selten auf, die nur relative persönliche Involvierung, die Iñárritu seinem Publikum gestattet, lässt die beiden zentralen Hauptpersonen zu Spielbällen, bloßen Akteuren, in einem überspannend uneindeutigem Spiel werden, aus dem nur DiCaprios Glass in wenigen Momenten ausbricht. Das erste Mal gelingt ihm dies im inszenatorischem und erzählerischem Höhepunkt der Erzählung, dem jetzt schon legendärem Angriff eines Bären. Hier siegt das Verlangen nach Rache und Vergeltung sowie der Wunsch zu Überleben über die Macht der Natur und das Drama von "The Revenant" entwickelt über die Personen hinaus eine Stellungnahme zum Wirken des Menschen als Naturwesen. Leider überspannt Iñárritu den Bogen später aber zu sehr, lässt Glass immer absurdere Gefahrensituationen beinahe ohne große physiologische Verletzungen überstehen, was Aussage und Authenzität des Geschehens negativ beeinträchtigen.

Überhaupt will Iñárritu hier leider desöfteren zu viel, dehnt den doch sehr dünnen und abwechslungsarmen Rachethriller-Plot teilweise endlos aus und findet erst in den letzten 15 Minuten wieder die nötige Stringenz, um eine Art Höhepunkt zu zelebrieren. Dabei scheinen gerade jene Szenen überflüssig, die das emotionale Treiben des Protagonisten in surrealistischen Traumsequenzen verdeutlichen wollen, damit am Ende aber nur an einer sehr dünnen Oberfläche kratzen. Die oft gewählte Metaphorik des unter stürmischen Einflüssen wankenden Baumes gerät dabei zu arg penetrant und wenn in einer Sequenz DiCaprio unter pathetischer Musikuntermalung einen Baum umarmt, können die dramatischen Bilder die unfreiwillige Komik nur bedingt verschleieren. So muss man allgemein festhalten, dass "The Revenant" insgesamt eine halbe Stunde zu lange, zu ausführlich, zu wiederholend aufgezogen wurde und das die ganz großen Ambitionen, die Iñárritu und Lubezki an ihre eigene Western-Odyssee hatten, am Ende mehr versprechen, als sie eigentlich einhalten können und das die beabsichtigten Längen im Mittelteil, die den Zuschauer näher an den Glass-Charakter heranführen sollen, ihn in Wahrheit ein gutes Stück zu weit von der Grundatmosphäre und Tiefenspannung des Abenteuers entfernen.

Fazit: "The Revenant" ist eine fast schon lähmende träumerische Reise durch impressionistisch verbildlichte Gefilde, die komatös Zeugnis von den zivilisatorischen Auflehnungen der menschlichen Natur gegen die einstigen Weiten der angedeuteten schöpferischen Errichtungen der weltlichen Ortschaften ablegt und in letzter Konsequenz abschließend genauso wenig eine tatsächliche Aussage oder Positionierung innehat, wie auch der Beginn ohne jede Exposition direkt das Geschehen präsentierte. Mit DiCaprio und Hardy exzellent besetzt, scheitert Iñárritus Film jedoch immer wieder an der eindimensionalen Handlung, die zwar durchaus passend erscheint, um nur vordergründig Oberflächenspannung zu halten, für dieses Vorhaben dann aber zu lange und in weiten Passagen zu zentral die Aufmerksamkeit fordert. So ist die bewusst gewählte Nürchternheit des Filmes gleichzeitig seine größte Stärke wie auch gewaltigste Schwäche, was den letztendlichen Unterhaltungswert des Revenanten zu einem proportional zum Zustand von Natur und Protagonisten mitgleitendem Wert macht. Eine Spiegelung, die für den Zuschauer ihren Tribut fordert, aber aus künstlerischer Sicht sicher nicht uninteressant ist.

7/10
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https://letterboxd.com/casinohille/

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Re: Mein Freund, der Baum, ist tot!

204
Casino Hille hat geschrieben:
Fazit: "The Revenant" ist eine fast schon lähmende träumerische Reise durch impressionistisch verbildlichte Gefilde, die komatös Zeugnis von den zivilisatorischen Auflehnungen der menschlichen Natur gegen die einstigen Weiten der angedeuteten schöpferischen Errichtungen der weltlichen Ortschaften ablegt und in letzter Konsequenz abschließend genauso wenig eine tatsächliche Aussage oder Positionierung innehat, wie auch der Beginn ohne jede Exposition direkt das Geschehen präsentierte. 7/10
Wow! Das ist die malerischste Umschreibung die man sich vorstellen kann für "eigentlich langweiliges Naturkino, mit platter Aussage zu einem hundertfach gesehenen Thema mit unpassend eingebauten übersinnlichen Traumsequenzen" ;-)
Das ist schon mindestens auf dem Niveau von Feuilleton Kritiken :-)
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Alejandro González Iñárritu

205
Jetzt weiß ich nicht, ob ich dich nicht verstanden habe oder bezüglich des Feuilleton Satzes ernsthaft beleidigt sein soll. Aber jede Resonanz ist immerhin... Resonanz. :lol:

Aber eigentlich ist doch gerade der Satz ein totales Lob an den Film. Tut mir leid, ich bin jetzt ernsthaft verwirrt.
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Re: Alejandro González Iñárritu

206
Banause! :)

Die ersten beiden Absätze deines Textes kann ich noch eins zu eins unterschreiben und habe sie mit heftigem zustimmenden Kopfnicken verfolgt. Aber dass du dem Film im Anschluss trotz oder gerade wegen seiner präzisen Fokussierung auf die visuelle Umsetzung und das Spiel der beiden Hauptdarsteller emotionale Distanz attestiert, dem kann ich so gar nicht zustimmen. Dünne Handlung? Nun, auf dem Papier mag das stimmen aber wie du zuvor richtig anmerkst schafft The Revenant seine narrative Substanz überhaupt erst durch die Bilder, und damit ist nicht bloss die zweifelsohne überwältigende Kulisse gemeint sondern auch die Führung der Kamera, der Schnitt, der kontrollierte Aufbau der Szenen. Will heissen es geht weniger um das Was, sondern mehr um das Wie, oder besser gesagt das Wie ist gleichzeitig das Was.

Was ich zudem nicht so ganz verstehe ist der Vorwurf, dass Glass die Gefahren zu leichtfertig überlebe. Würde The Revenant tatsächlich vollkommen "realistisch" bleiben, dann wäre Glass nach zwanzig Minuten Filmlaufzeit tot. Aus, The End, Directed by Alejandro Iñárritu, noch bevor die ersten Leo-Jünger im Saal ihre Popcorneimer geleert hätten. Aber Glass leidet, zieht nicht unerhebliche Schäden davon, ist grosse Teile des ersten Filmdrittels nahezu handlungsunfähig, kämpft um sein Überleben und das wird von Iñárritu und DiCaprios Darstellung alles so geschildert, dass es mir im Kontext des Films (!) absolut glaubwürdig erschien. Der einzige Moment, der diese Glaubwürdigkeit etwas zu sehr strapazierte war der "Pferdesprung" über die Klippe.

Ansonsten lässt sich von meiner Seite nicht viel gegenargumentieren, ausser dass ich eben vieles anders gesehen habe. Emotionale Distanz? Unfreiwillige Komik? Unnötige Traumsequenzen? Nicht in meiner Wahrnehmung. So finde ich es einerseits schade, dass du bei den neuen Filmen von Tarantino und Iñárritu offensichtlich die Wertungen verwechselt hast, andererseits bin ich froh, dass du immerhin für dich ein Meisterwerk entdeckt zu haben scheinst. Und unterm Strich gefiel dir The Revenant dann offenbar doch nicht allzu schlecht. :wink:
We'll always have Marburg

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Re: Alejandro González Iñárritu

208
Ich habe ja geschrieben dass ich "realistisch" und glaubwürdig im Kontext des Films (da war sogar ein Ausrufezeichen) separat betrachte. Noch einmal: wäre der Film "glaubwürdig im Sinn von realistisch" wie du sagst, dann hätte Glass spätestens nach der Bärenattacke tot und der Kinobesuch zu Ende sein müssen. Aber Filme sollen nicht realistisch sein und dass Glass zwar gemessen an den Gesetzen unserer Welt der Kälte, den Tierangriffen, und seinen Verwundungen leichtfertig davonkommt, aber trotzdem explizit dargestellt leiden und kämpfen muss ist so glaubwürdig wie es in einem Film sein kann und meiner Meinung nach auch soll. Und im Revenant absolut stimmig.

Andere Filme setzen diesen Glaubwürdigkeits-Massstab ganz anders an, bestes Beispiel wohl wenn Bond in TB, TWINE oder SF verwundet wird dann schränkt ihn dass zwar vorübergehend etwas ein, ist aber ganz sicher nicht "realistisch". Nur will niemand Bond im Krankenhaus liegen und den Fall an 008 abgeben sehen.
We'll always have Marburg

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Re: Alejandro González Iñárritu

209
danielcc hat geschrieben:eigentlich langweiliges Naturkino
Also, wie du das da rauslesen konntest, dass weiß ich nicht. Trotz des Begriffes "komatös" ist der Satz doch eindeutig ein Lob. Ich würde Revenant daher ganz garantiert als langatmig bezeichnen (und das meint der Begriff ja auch deutlich eher), aber niemals als langweilig. Das war er überhaupt nicht, ich habe mich richtig gut unterhalten gefühlt und das über eine beträchtliche Laufzeit.

@Goldi: ich verstehe deine Perspektive, aber meine ist eine ganz andere. Das Glass den Bärenangriff überlebt, das passt zur Aussage und zur eigentlichen Handlung des Films (wie gesagt, die Rachestory ist nur ein Aufhänger, eigentlich geht es um den Kampf des Menschen gegen äußere Umstände und um sein Erheben über die Natur aus niederen Beweggründen heraus und auch noch um ein paar andere Kleinigkeiten, die hier in der Bärenszene verdeutlicht werden. Der Symbolcharakter der Szene ist sehr hoch und deshalb ist es gut und richtig und wichtig, dass Glass sie überlebt. Und das auch im späterem Verlauf ähnliche Szenen folgen, ist in Ordnung, aber wenn Glass ein Baden in eiskaltem Wasser unbeschadet wegsteckt und wenn der Klippensturz kaum spürbare Verletzungen nach sich zieht, dann ist hier zu viel Stil für zu wenig Substanz und dann stört es mich. Warum muss es so eine große Klippe sein, warum muss er sich ewig im kalten Wasser aufhalten etc. Das hätte alles subtiler besser gewirkt, so ist es oft effekthascherisch und einfach zu dick aufgetragen.
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Re: Alejandro González Iñárritu

210
Ich glaube wir haben schon tausend Mal durchgekaut, dass sich die eigentlich tödlichen Situationen, die Glass trotzdem überlebt, zu arg häufen und es irgendwann nur noch langweilt und unglaubwürdig wird.
Meiner Meinung nach hätte Glass nämlich schon verrecken müssen, als er - ich schätze mal - stundenlang in dem eiskalten Fluss herumtreibt.
Für mich war der Film wahnsinnig langatmig und deswegen stellenweiße auch sehr langweilig.
The name's Bond, James Bond.