354
von HCN007
Agent
Mir gefällt Prometheus (Mein Kollege und Filmkumpel schmunzelt immer über meine Aussprache "Promifius") auch außerordentlich gut. Alleine die Optik, der Soundtrack, die Darsteller und die Prequelstory zu Alien - nahezu perfekt.
Ich habe mir auch vor Ewigkeiten bei einer 4 DVDs zu 20Euro-Aktion vom Saturn alle 4 Alien-Filme mit Kinofassung und den Special Editions geholt.
Meine Reviews dazu wie folgt:
Alien 1: (10/10 Punkte)
Es gibt viele Sci-Fi-Filme, doch dieser hier gehört zu dem Besten, was das gesamte Sci-Fi-Genre zu bieten hat. Ein ähnlicher Wegbereiter wie "2001- Odysee im Weltraum" ; "Planet der Affen" und diverse Sci-Fi-Filme aus der jetzigen Zeit (Avatar, Gravity, Interstellar) sowie Sci-Fi-Klassikern aus den 80er bzw. 90ern (Escape from New York, Terminator, Blade Runner). Hier schafft Ridley Scott noch vor seiner düsteren Dystopie "Blade Runner" den ersten Klassiker und ein Meisterwerk des Genres.
Der Film mag heutzutage schon etwas angestaubt wirken, doch das behutsame Storytelling, der Aufbau dieser trostlosen, hoffnungslosen, klaustrophobischen Atmosphäre und der Spannungsbogen inklusive diverser passender Überraschungsmomente sowie die Optik machen den Film bis heute zur maßgeblichen Referenz im Bereich Sci-Fi-Horror. Als Erstling und aufgrund der suspenseartigen Spannung was mir leicht besser gefällt als klassische Massenfights, wie im 2. Teil, geht meine Meinung nach dem besten Film der "Alien-Reihe" zugunsten von "Alien"
Aliens: (9/10)
James Cameron revolutioniert das Kino mit fast jedem Film, sagte ich "fast". Naja, mit Terminator und Terminator 2 hat er eine düstere Zukunftsvision mit übermächtigen Maschinen gegen die Menschen und einem Zeitreiseplot verbunden und mit der damit verbundenen Technik der damaligen Zeit etwas für seine Zeit einzigartiges kreirt. Mit Titanic hat er einen Film derart dramatisch und stilistisch über seine 3 Stunden geschaffen, bei dem jeder schon vorher weiß, wie es ausgeht und damit 11 Oscars abgegraben und mit Avatar hat er trotz durchschnittlicher Pocahontas-Story einen der visuell großartigsten und besten 3D-Film geschaffen.
Bei Aliens - Die Rückkehr ist das Problem, dass es nicht der Erstling ist - Klar haben wir den typischen Cameron-Stil und einen extrem guten Sci-Fi-Horror mit dem stereotypischen Ablauf der Story und klischeehaften Charakteren.
Aber trotz allem immer noch klar ein Film, der den Blockbustern heutzutage noch zeigen kann, wo der Hammer hängt.
Alien 3: (7,5/10 Punkte)
Bezieht sich auf die Special Edition von 2003 !
Ich fand den Film sehr gut - für das "Erstlingswerk" von Fincher - hier hat er doch schon ein paar seiner typischen Stilmittel gefunden - stylische jedoch trostlose Bilder und in der Grundstimmung enorme Hoffnungslosigkeit.
Alien³ ist eine tolle Fortsetzung, jedoch nicht so gut wie der Vorgänger von James Cameron. Die Ausgangslage ist sehr gut gewählt - gestrandet auf einem Planeten in der Nähe eines Straflagers - Die einzigen Überlebenden - Ripley und der Xenomorph - Im Straflager nur Männer und "keine ordentliche" Verteidigung und Waffen. Das bildet schon mal eine gute Vorraussetzung für ordentlichen Sci-Fi-Horror - Neben Weaver hat mir in dem Film der wunderbare Charles Dance sehr gut gefallen.
Die Ploteinfälle sind durch die Ausgangslage sehr erfrischend und die visuellen Einfälle (z.B. Ego-Perspektive eines Xenomorphs) haben mir auch gefallen.
7,5/10 Punkte - ergo stark überdurchschnittlich !!!
Alien 4: (7,5/10 Punkte)
Bezieht sich auf die Special Edition von 2003
Etwas was mir an der Alien-Filmreihe gefällt, ist, dass jeder Film von einem anderen Regisseur und auch zu verschiedenen Kinoepochen gefilmt wurde - das verleiht jedem Film eine gewisse Einzigartigkeit und Eigenständigkeit. Ich sehe diesen Teil von der Wertung klar auf einer Linie mit Alien³ - Hier in diesem Film haben wir eine leicht abgedrehte, verstörende und drastische Story, deren Optik sehr klaustrophobisch rüberkommt. Dazu teilweise auch komische (wie z.B. die Flirtversuche von Perlmans Charakter bei Ripley) und absolute Crazy-Momente.
Mich hat er sehr gut unterhalten, von daher 7,5/10 Punkte.
Prometheus: (9/10 Punkte)
Zur Erstsichtung von Prometheus vor einiger Zeit hatte ich zwar von der Alienreihe gehört, jedoch noch keinen Film davon gesehen. Dementsprechend konnte ich damals unvoreingenommen den Film genießen - Selbst jetzt, zu meiner Zweitsichtung von Prometheus, nachdem ich Teil 1 bis 4 gesehen habe - verliert der Film seinen Genußfaktor nicht - selbst wenn der Film sehr viele Versatzstücke aus der Alienreihe integriegt und durchaus auch ein gewisser Teil der Storyline fast 1:1 dem Erstling gleicht sehe ich den Film als eigenes Werk von Ridley Scott, der zu meinen Lieblingsregisseuren zählt.
Der Film ist optisch ein absoluter Leckerbissen. Darstellerisch kann man ganz klar Fassbender, Elba und auch "Wiederholungstäterin" Noomi Rapace zählen, die hier wieder in ihrem Rollentyp "Intelligente, verletzliche Frau" glänzen kann. Das einzige, was bei mir den Eindruck des Films etwas schmälert ist das ewige Klischee der "dummen neugierigen Wissenschaftler" - die trotz ihres hohen IQs aufgrund ihrem Hohen Egos auf diverse Warnungen nicht reagieren und absolut dumme Aktionen durchziehen.
Die 5 Reviews sind etwas älter - müsste ich demnach mal überarbeiten und meiner neuen Sicht auf Filme bewerten !
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "