Zuletzt gesehener Film

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HCN007
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iHaveCNit: (on Netflix): Message from the King (2016 / First Look: 2018)

Gestern ganz zufällig auf Netflix auf den Rachethriller „Message from the King“ aufmerksam geworden, der mir richtig gut gefallen hat. Der Film liefert eine klassische Vigilanten-Rache-Story, hier mit einem neuen aufstrebenden afroamerikanischen Superstar, der in diesem Jahr in den zwei erfolgreichsten Filmen des Jahres mitgespielt hat: Chadewick Boseman, bekannt als „Black Panther“ und auch Teil des großen Ensembles aus „Infinity War“.

Ein Mann namens King taucht eines Tages in L.A. auf. Er ist auf der Suche nach seiner Schwester und findet heraus, in welch sinistren Kreisen sie sich bewegt hat. Sinistre Kreise, die auch für ihren Tod verantwortlich sind. Doch das reicht King nicht und er befindet sich auf einem harten Rachefeldzug.

Chadewick Boseman liefert hier eine beeindruckende Performance ab. Sowohl von der Physis als auch das notwendige Drama seines Charakters King ist das Kernstück des Films und hat mich vom Start weg in den Sog gezogen. Der Look des Films und die Musik unterstützen das. In den Nebenrollen sehen wir auch unter anderem Teresa Palmer, Luke Evans, Alfred Molina und Tom Felton. Der Film orientiert sich zwar an der klassischen Vigilanten-Rache-Story und hat seine ruhigen Momente, aber ich habe nichts anderes gebraucht. Und die teilweise sehr perfiden Abgründe, die sich hier auftun geben dem ganzen Film die Kraft und Emotionen. Die Botschaft des Königs hat mich erreicht und positiv überrascht.

„Message from the King“ - My First Look – 8/10 Punkte.
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NickRivers
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The Warriors von 1979 von Walter Hill (!!)

Typischer Gang Movie aus den 1970igern so wie ich es mag!
Straighte Handlung, die durchaus plausibel ist und die das typische Gng-Feeling ohne sozialromantischen Kitsch einfängt.
Jeder der Gang Members hat eine Identität, und zumindest die Opinion Leaders der konkurrierenden Gangs ebenfalls. Es ist nicht so, dass nur einer hervorsticht nund die anderen erfüllen nur das Klischee (an welches Franchise erinnert mich das bloss nur? Hm? Wenn ich doch die Antwort wüßte?)
Doch am allertollsten sticht die hervorragende Kameraarbeit von Andrew Laszlo hervor. Wie er die Beleuchtung gut anlegt, die Figuren - viele in derren Bizarrheit- fast schon ikonografisch hervorhebt und dem nicht genug, auch banale Gegenstände wie die Seebrücke im Finale fast schon zu Kunstgegenstände erhebt: einfach perfekt!
Apropos bizarre Figuren. Diese Dresscodes der Gangs lassen verdammt an "Clockwork Orange" erinnern, ohne dass man da etwas von einem Abklatsch bemerkt. Diese Clowns in Baseballanzügen oder der Rollerskater im Overall haben das Zeug zu Ikonen!
Für manche Kniffe, wie die Warriors sich immer wieder aus hoffnungslosen Situationen retten, wäre es für EON keine Sünde, die für Bond schamlos zu klauen (wie z.B. der Messerwurf von Swan im Finale). Wäre mal dieser ewigen "The right gadget for the right gag" Idiotie , von der sich Bond nicht und nicht verabschieden kann an, IQ turmhoch überlegen
Lange Rede kurzer Sinn: Gang Movie Meisterwerk!
11/10 Punkte
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HCN007
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iHaveCNit: (on Netflix): The Babysitter (2017 / First Look: 2018)

Mein Streifzug durch das exklusive Filmangebot auf Netflix geht weiter. Die nächste Station ist der von McG inszenierte Film „The Babysitter“, der wohl bei mir ein Film der Kategorie „Fastfood“ bleibt. Mit seiner Lauflänge von knapp 85 Minuten liefert der Film schnelle und leicht verdauliche Unterhaltung ohne jeglichen Mehrwert.

Der junge Cole ist ein Außenseiter und Nerd der ängstlichen Sorte – und seine Eltern haben sogar eine Babysitterin engagiert. Die unglaublich attraktive und blonde Bee, zu der sich Cole sehr hingezogen fühlt. Als Coles Eltern in den Urlaub fahren und ihn zurücklassen, spioniert er an einem Abend Bee aus und muss feststellen, dass Bee und ein Haufen weiterer Typen ein satanisches Ritual abhalten, von dem der junge Cole auch Teil ist. Das einzige Ziel für Cole an diesem Abend ist: Überleben !

Der Film ist purer infantiler Trash. Und er verfehlt auf diversen Ebenen sowohl als Horrorfilm als auch Komödie zu funktionieren. Die Witze sind peinlich, klischeehaft und zum Fremdschämen, die Schock- und Bluteffekte sind sehr billig umgesetzt. Jegliche interessante Charakterentwicklung und das interessante Set-Up zu Beginn wird zum Ende hin sehr platt aufgelöst und im Keim erstickt. Aber der Film ist zumindest aus trashiger Sicht sehr unterhaltsam und wird notwendigerweise sehr unausgewogen darin, wenn man den Film zumindest als sehr oberflächlich funktionierende Coming-Of-Age-Story ernst nehmen kann. Aber wenn man genau auf diesen Mix und die übliche Werbestiloptik eines McGs steht und keinen großen Anspruch an Horrorkomödien stellt, funktioniert der Film auf jeden Fall und hinterlässt einen unterhaltsamen Eindruck.

„The Babysitter“ - My First Look – 5/10 Punkte.
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iHaveCNit: Am Strand (2018)

So ganz im Fahrwasser des Erfolges um „Lady Bird“ kam der nächste Film mit der dreifach oscarnominierten Saoirse Ronan aktuell in die Kinos. „A Chesil Beach“ bzw, „Am Strand“ ist ein Romanverfilmung des gleichnamigen Romans von Ian McEwan, der bereits unter anderem die Vorlage zu „Abbitte“ geliefert hat. Ian McEwan ist hier für das Drehbuch zuständig und Dominic Cooke für die Regie. Den Roman habe ich nicht gelesen, daher kann ich zur Vorlage nicht wirklich etwas sagen, aber für mich hat der Film vermutlich das Problem, dass er sich sklavisch an seine Vorlage halten muss, was ihm einiges an Wirkung nimmt, würde der Film nicht auf einem Roman basieren.

Florence Pointing und Edward Mayhew lernen sich in den 60ern auf einer politischen Veranstaltung kennen. Er stammt aus eher bürgerlichen Verhältnissen während sie aus einer elitären Familie kommt. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick und trotz gesellschaftlicher Unterschiede schließen sie den Bund der Ehe. Die Flitterwochen sollen in einem Hotel am Chesil Beach nahe Dorset erfolgen und auch hier soll die letzte Konsequenz einer Ehe folgen. Da beide unterschiedliche Vorstellungen an die Hochzeitsnacht knüpfen steht eine konlifkt- und folgenreiche Nacht bevor.

Wie ich bereits geschrieben habe, ist mir der Roman selbst noch nicht untergekommen so dass ich keine Aussage zur Vorlage und Umsetzung treffen kann. Aber ich denke mal, dass man sich etwas sklavischer an dem Buch orientierte – vor allem, wenn der Autor auch am Drehbuch mitgeschrieben hat. Und da liegt vermutlich eines der großen Probleme des Films, auch wenn das Konzept des Films sehr interessant ist. Die Haupthandlung findet im Hotelzimmer statt, während im Laufe des Films die Hintergründe per Flashbacks eingestreut werden, die auch interessante Übergänge bieten und ein paar starke Momente liefern. Jedoch sorgen die ganzen Flashbacks dafür, dass die Handlung im Hotelzimmer etwas aus dem Fokus gerät und seine kammerspielartige Atmosphäre nicht ganz ausspielen kann. Aber der Film liefert eine tolle Atmosphäre der 60er in England und zeigt auch die gesellschaftlichen Unterschiede der damaligen Zeit auf und wie die Gesellschaft damals mit Liebe und auch sexueller Aufklärung und freier Selbstbestimmung umgegangen ist. Für mich ist der Kern dieses Films auch die Chemie zwischen Saoirse Ronan und Billy Howle die wunderbar funktioniert auch weil sich das Schauspiel beider perfekt auf ihre Rollen anpasst. Während Saoirse Ronan ihre Figur mit elitärer Perfektion und Intelligenz sowie einer gewissen Portion von Unschuld und Furcht ausfüllt wirkt Billy Howle wie ein etwas unkontrollierter unangepasster und unbeholfener Typ, der ein wenig rebellischer rüberkommt. Das macht die Beziehung der Beiden auch sehr glaubhaft. Die Konklussion auf die der Film rausläuft ist konsequent und bricht etwas mit der üblichen Erwartung, bietet aber zusätzlich noch manche Entwicklungen, die dem Film zu einem runden Ende helfen sollen, aber irgendwie für mich deplatziert gewirkt haben.

„Am Strand“ - My First Look – 7/10 Punkte.
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NickRivers
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The Hereditary Das Vermächtnis

definitiv der schlechteste Film des Jahres bis dato.
Eine ansonsten komplett unauffällige US amerikan. Mittelstandsfamilie halt mit den üblichen Komplexen - eine Freak als Tochter mit einem haschrauchenden Bruder, bekommt nach dem Tod der Oma Kontakt mit dem übersinnlichen.
Derweil tümpelt die Handlung ohne jemals wirklich Fahrt aufzunehmen so vor sich dahin. Die Ängste vor dem kommenden Unheil wirken eher hysterisch und eigentlich nur so wie ein abgelutschter Kaugummi auf die faktsich nicht vorahndene Handlung raufgepappt.
Auch ist der Film voller unplausibler Abläufe v.a. wie sich Peter mit seiner Schwester nach ihrem allerg. Anfall verhält, ist frei von jeglicher Nachvolllziehbarkeit. Auch von etwaigen Spannungen, Zerwürfnissen ,Depressioen wegen ihres durch sein mehrfaches Fehlverhalten verursachten Todes bemerkt man in weiterer Handlung nichts - was verblüfft. Fast wäre es so. als habe er nur aus Versehen den Hund überfahren.
Eigentlich frage ich mich, welche Funktion Charly, die etwas durchgeknallte Tochter, im Film überhaupt einnimmt? Sie vertschüsst sich gleich durch ihren Tod. Taucht nur ganz kurz gegen Ende als Gespenst wieder auf. Dazwischen bleiben nur verstörende Gedanken über ihre etwas spleenigen Hobbys
Das Ende nimmt man dann einfach in Kauf. Es erinnert entferrnt an "Rosemaries Baby", obgleich das in diesem Film im Gegensatz zu Polanskis Meisterwerk überhaupt nicht emotional berührt.
Warum ausgerechnet Gabriel Byrne als einzige etwas normale Figur als Vater und Toni Colette als wenig überzeugende Mutter sich dafür hergaben, kann man nur hoffen, dass die nicht vom Teufel geritten worden waren.
4/10 Punkte
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NickRivers
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Nach einer wahren Geschichte

Stalker Movie a'la "Misery" oder noch verrückter "Der Fan" halt von Roman Polansky interpretiert.
Ich will jetzt v.a. den Anatol nicht verärgern, er gilt ja als dezidierter Polansky Fan, und vermutlich kann er dahinter mehr als wie ich erkennen.
Eva Green wirkte sehr enttäuschend und matt. Daher wenig überzeugend.

hm? Der "Standard" in Ö ist von ihr hingegen begeistert:
https://derstandard.at/2000082448781/Sc ... Unnahbaren

Weiß nicht?
?/10 Punkte
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iHaveCNit: Die Frau, die vorausgeht (2018)

Den nächsten Film, den ich mir im Kino ansehen wollte, ist der Film „Woman Walks Ahead“ von Susanna White mit Jessica Chastain in der Hauptrolle. Eigentlich sollte er bereits im Januar anlaufen, wurde dann doch auf den heutigen Tag verlegt. Wer mich kennt, weiß dass Jessica Chastain eine meiner Lieblingsdarstellerinnen ist und da war eben auch „Woman Walks Ahead“ bzw. im deutschen „Die Frau die vorausgeht“ ein Pflichttermin. Auch wenn der Film seine Probleme hat, bin ich gerne dafür ins Kino gegangen.

Die New Yorker Malerin Catherine Weldon ist von Indianern fasziniert und entscheidet sich einige Zeit nach dem Tod ihres Mannes dazu, in den Süden zu fahren und den Sioux-Häuptling des Lakotastamms Sitting Bull zu porträtieren. Auf ihrer Zugfahrt befindet sich auch der Regierungsbeamte Silas Groves und in Zeiten des Umbruchs wird die entstehende Freundschaft zwischen Weldon und Sitting Bull auf eine harte Probe gestellt.

Der Film hat in seinen 103 Minuten und der Mischung aus Western, Biopic, Romanze und Zeitgeschichte einfach zu wenig Zeit seine Geschichte auszubauen und diese sowohl ausbalanciert und fokussiert zu erzählen. Auch die Darstellung der Indianer der damaligen Zeit kommt nicht ganz ohne Kitsch und Klischees aus. Und aufgrund der Kürze des Films mussten wohl einige Elemente aus dem Leben von Catherine Weldon komplett fallen gelassen werden. In seiner Kürze wirkt natürlich auch einiges eher behauptet als glaubwürdig erzählt und der Film gibt auf den ersten Blick nicht viel her für seinen Tiefgang, der unter der Oberfläche zu finden ist. Aber die Inszenierung des Films mit seinen Bildern, dem Produktionsdesign, der Musik, seiner Atmosphäre und auch die schauspielerischen Leistungen von Jessica Chastain, Sam Rockwell und Michael Greyeyes machen den Film zu einem großartigen und kompakten Vergnügen.

„Die Frau, die vorausgeht“ - My First Look – 7/10 Punkte.
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vodkamartini
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Das klingt etwas ernüchternd, würde ich dieselbe Kritik schreiben, wäre ich so bei 5-6. :wink: Werde ich wohl auf die Blu warten.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/
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iHaveCNit: „A Day“ (2018)

Dieser Film wird im Jahresendranking als Sonderveranstaltung im Kino ohne Wertung gewertet, da er nur limitiert heute den 6.7.18 in wenige Kinos gekommen ist. Der Film wird seinen großen Release direkt im Heimkino am 14.09.2018 haben, so dass ich ihn am Jahresende in der Kategorie der Heimkinoveröffentlichungen werten werde.

Das Asiakino gehört in diesem Jahr für mich auf jeden Fall zu den Gewinnern im Heimkinosektor und da hat es mich gefreut, dass die koreanische Produktion „A Day“ eine Vorstellung in einem Kino meiner Nähe bekommen hat. So habe ich ein Ticket reserviert und einen Blick gewagt, weil mich die Idee des Films sehr interessiert hat. Und wie ich den Blick dann auch genießen konnte.

Kim Joon-Young ist ein erfolgreicher Herzchirurg, doch privat hat er zu seiner jungen Tochter Eun-jung ein nicht so gutes Verhältnis. Selbst zum Geburtstag seiner Tochter schafft er es nicht pünktlich. Als er dann auf der Autofahrt an einer Unfallstelle aussteigt um zu helfen muss er feststellen, dass neben der Leiche einer jungen Frau und dem schwer verletzten Fahrer des Unfallwagens seine Tochter tödlich verletzt worden ist. Prompt erwacht er wieder an einem bestimmten Zeitpunkt des Tages und erlebt den Tag immer und immer wieder – doch er ist nicht allein – der Rettungswagenfahrer Lee Min-Chul erlebt das gleiche weil die Leiche der jungen Frau seine schwangere Frau ist. Gemeinsam versuchen sie, aus dieser Schleife zu entkommen und das Leben ihrer Liebsten zu retten.

Zeitschleifen sind natürlich filmisch sehr cool. Egal ob zum Beispiel „Source Code“ oder auch „Edge of Tomorrow“ - das Prinzip aus „Groundhog Day“ hat schon tolle Filme hervorgebracht und hier ordnet sich „A Day“ super ein. Ein bisschen Mystery und Sci-Fi bedingt durch die Zeitschleifen und eine ordentliche Mischung aus Actionthriller und Drama bietet in seinen 90 Minuten sehr spannende und mitreißende Unterhaltung. Dabei werden auch viele überraschende Haken geschlagen um die Spannung weiter hochzuschrauben. Und der Film schafft es auch seine Hauptcharaktere sehr toll auszubauen und ihnen sowohl Tiefe als auch emotionale Fallhöhen zu geben, die das Drama, das neben familiären Aspekten auch die für solche asiatischen Produktionen übliche gesellschaftskritische Aspekte einfließen zu lassen. Er ist sehr clever konstruiert und bietet auf jeden Fall einen sehr hohen Wiederanschauwert. Wer sich auch nur im Ansatz dafür interessiert, kann gerne am 14.09.2018 einen Blick in die Heimkinoauswertung werfen.

„A Day“ - My First Look – 9/10 Punkte.
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iHaveCNit: (on Netflix): Das Vermächtnis des Weißwedelhirschjägers (2018)

Der mittlerweile etablierte „Summer of Brolin“ im Jahre 2018 macht auch vor Netflix nicht halt. Nachdem Josh Brolin im Kino mit „No Way Out – Gegen die Flammen“ ; „Sicario 2: Day of the Soldado“ ; „Avengers: Infinity War“ und „Deadpool 2“ eine übergroße Präsenz aufweist, muss nun auch Netflix dran glauben. „Das Vermächtnis des Weißwedelhirschjägers“ bzw. „The Legacy of a Whitetail Deer Hunter“ im Original ist ein entspannter und kurzer Film über Freundschaft, Familie und Abenteuer geworden.

Buck Ferguson ist Jäger und er dreht und verkauft unterhaltsame Heimvideos über die Jagd diverser Tiere, wie den titelgebenden Weißwedelhirsch. Privat läuft es nicht so gut für ihn, da seine Frau sich von ihm hat scheiden lassen und davor ist, einen anderen Mann zu heiraten. Und auch zu seinem 12-jährigen Sohn hat er nicht das beste Verhältnis. Das will er ändern, als er ihn mit auf die Jagd nimmt. Und prompt befinden sich Buck, sein Sohn und Bucks Kumpel Don auf einem Abenteuer, das ihr Verhältnis auf eine Probe stellen wird.

Der Film ist eine tolle Mischung aus Abenteuerfilm, Familiendrama und auch eine Komödie sowie sehr oberflächliche Satire über die Faszination des Jagens und von privat gedrehten und verkauften Heimvideos. Gerade hier wird natürlich inszenatorisch der klassische VHS-Stil mit Unschärfe und verwaschenen Farben eingebunden, was dem ganzen eine nette Note gibt. Auch die Darsteller Josh Brolin, Danny McBride, Montana Jordan, Scoot McNairy und Carrie Coon haben sichtlich Spaß an der ganzen Sache. Und sowohl von den Konflikten zwischen dem Vater und seinem Sohn und zwischen den guten Freunden Buck und Don gibt es entsprechend emotionales Drama, das dem Film charakterlich gut tut. Und sowohl mit Quadtouren, Hängebrücken und Wildwasserfahrten bietet der Film tolle Actionsequenzen, die dem Film noch weiter gut tun. Klar hat der Film jetzt nicht den größten Qualitätsanspruch, aber er unterhält gut und ist kurz und kompakt.

„Das Vermächtnis des Weißwedelhirschjägers“ - My First Look – 7/10 Punkte.
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DonRedhorse
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Also alleine für den bescheuerten Titel müsste es mindestens einen Sonderpunkt geben.
#Marburg2026

Ho hey ho
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NickRivers
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Der letzte König von Schottland

Wirklich ein außerordentlich gutes Portrait und Psychogramm eines Despoten und Tyrannen.
Das gelungene am Film ist, wie er es vermag, einen sogar extrem grausamen Diktator, welcher Idi Amin wirklich war, von seiner menschlichen Seite zu zeigen, also nicht, wie man es erwarten würde, als schwarzes Monster.
Man kann mitfühlen, wie McGuigan aus Idealismus zum Entwicklungshelfer wird und eine persönliche Beziehung zu Idi aufbaut. Anfänglich wirkt Idi sogar durchaus sympathisch v.a. wie er aus seiner Militärzeit bei den Briten erzählt, wo er sich von ganz unten hochgearbeitet hatte.
Im Laufe der Handlung erlebt man dann ganz gut die wachsenden Zweifel McGuigans an Idis Wohltätigkeit und die herankommende Gefahr mit.Gut anzumerken ist, dass der Film großteils auf billige SChockeffekte verzichtet (mit Ausnahme der Entstellung der Leiche seiner verstossenen Frau), es reicht, dieses Damoklesschwert aus seinen Schleimern und Schranzen, "wetterfühlig" zu ertasten, wie es mit seinen Fangarmen wie bei einen Octopus (HIHI :? ) ihn langsam umschließt.
Über die herausragenden Leistung von Forest Witacker und James MCAvoy braucht man nichts weiteres sagen . Man würde meinen, Forest SEI Idi Amin!
9/10 Punkte
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GoldenProjectile
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Desperado (1995, Robert Rodriguez)
Wer Desperado schaut kriegt genau das, was draufsteht: Die volle Packung Rodriguez. Und das ist es auch, was das Fortsetzungs-Remake von El Mariachi mit zunehmender Laufzeit etwas schwächeln lässt. Irgendwann ist nämlich auch mal genug mit dem semi-trashigen TexMex-Geballer, das immer wieder nach dem 1000-Schuss-Prinzip abläuft (bedeutet jede Waffe feuert 1000 Schuss ohne nachzuladen, jeder Bösewicht muss 1000 Mal getroffen werden bevor er zu Boden geht und der Held kann auch problemlos 1000 Kugeln aus dem Weg springen). Im Vergleich zum niedrig budgetierten Vorgänger bleibt die Kreativität mehr und mehr auf der Strecke, die frühe Bar-Schiesserei ist nämlich schon das Actionhighlight, alles was danach kommt mehr ein müder Nachhall. Auch verwendet Rodriguez insgesamt viel zu viel Zeitlupeneffekte, die die Actionszenen eher ausbremsen. Natürlich ist es insgesamt doch eine ganz witzige Veranstaltung, vor allem durch die grandiose Eröffnungsszene mit dem fantastischen Steve Buscemi aber auch durch die späteren Auftritte von Quentin Tarantino und Danny Trejo. Unterm Strich habe ich mir aber doch etwas mehr erhofft und so bleibt Desperado leider deutlich hinter El Mariachi und From Dusk Til Dawn zurück.
Wertung: 6 / 10

Barquero (1970, Gordon Douglas)
Der Western, der seit einiger Zeit von unserem geliebten Hille bei jeder Gelegenheit eifrig beworben wird war im Grossen und Ganzen auch wirklich eine ziemlich spassige Angelegenheit. Dabei ist der Film schnell zusammengefasst: Lee Van Cleef muss als einziger Fährmann weit und breit seine geliebte Flussüberbrückung gegen die Bande des ruchlosen Banditen Warren Oates verteidigen. Die schlichte Prämisse ist bis auf die etwas statischen ablaufenden Actionszenen sehr edel und dynamisch verpackt, vor allem wird das überschaubare räumliche Setting zweier Ufer spannend und handlungsdienlich genutzt, und natürlich ist es erfrischend einen Film zu sehen, bei dem die Bäume auch mal wieder so richtig grün und der Himmel so richtig blau sein dürfen. Gleichzeitig geht Barquero auch sehr interessant mit seinen beiden Hauptfiguren um, deren konsequente Sturheit in der bedrohlichen Situation beiden im Weg zu stehen scheint, aber am Ende nur einen ins Verderben führt während der andere erfolgreich über seinen Schatten springt. Die alten Charakterköpfe Van Cleef und Oates sind auch genau die richtigen dafür.
Wertung: 8 / 10

The Rider (2017, Chloé Zhao)
Entgegen jeder Erwartung hat der Schweizer Verleih diesen letztjährigen Indie-Film doch noch irgendwo ausgegraben und auf die Leinwand gebracht. Das semi-biographische Neo-Western-Drama dreht sich um einen ambitionierten jungen Rodeo-Reiter, der nach einer schweren Kopfverletzung wieder in den Sport einsteigen möchte, dabei aber mit Selbstzweifeln, widersprüchlichem Rat von Freunden und Verwandten sowie den Nachwirkungen seines Unfalls zu kämpfen hat. Ein leises, authentisches, gut durchdachtes und von den beteiligten Laien erstaunlich gut gespieltes Charakterstück, in edlen Landschaftsaufnahmen von South Dakota verpackt. Protagonist Brady Jandreau ist das Zentrum, um das sich alle Motive und Konflikte drehen, und das ist nach einigen kleinen Anlaufschwierigkeiten wirklich gut und überzeugend gemacht.
Wertung: 7,5 / 10

The General (1926, Buster Keaton)
Ich kenne ja nicht viele Stummfilme aber dieser Klassiker ist definitiv ein sehr gelungener und ein richtiges Spasspaket, wenn man sich auf die sprachlose Art der Unterhaltung einlässt. Die Geschichte ist so einfach, gradlinig und auf den Punkt gebracht wie es nur geht und Buster Keaton zieht alle Register und liefert den damals so populären Slapstick wohl dosiert, vor allem aber auch schier unglaubliche Stunts und akrobatische Turnereien auf den fahrenden Zügen. Der Film ist fast andauernd in Bewegung und im Prinzip ein reinrassiger Actionfilm (und hätte damit auch gut zur damaligen Forendiskussion über den Wikipedia-Artikel gepasst, der behauptet vor 1959 hätte es keine Actionfilme gegeben). Ein gelungener Spass der auf beeindruckende Weise die Grenzen des damals machbaren auslotet.
Wertung: 8 / 10
We'll always have Marburg

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vodkamartini
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Desperado sehe ich deutlich lieber wie El Mariachi (bei dem Rodriguez noch eher ein Rohdiamant war) oder "Dusk" (den mochte ich nie sonderlich und die zwei völlig unterschiedlichen Hälften finde ich nicht cool, sondern einfach nur gewollt schräg; der lebte damals vor allm vom frischen Tarantino-Hype).
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Es stimmt. Die Schießerei in "Desperado" in der Bar zählt zu den besten der Filmgeschichte. Einfach genial!
Aber danach verliert der Film ungemein an Fahrt
Diese könnte man schamlos für einen Bond Film klauen, wäre keine Sünde nicht, aber das könnte die Bondis zu sehr verschrecken. Bonds Morde erinnern eher an chirurg. Operationen den an abgründiger Gewalt.
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