Re: Zuletzt gesehener Film

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iHaveCNit: Das Schweigende Klassenzimmer (2018)

Und der nächste Film, den ich im Heimkino nachhole ist auch ein weiterer Film aus dem diesjährigen Portfolio des deutschen Films. Klassisches Historienkino trifft auf psychologischen Thriller in Lars Kraumes „Das Schweigende Klassenzimmer“, der auf einer wahren Begebenheit basiert, die bisher soweit ich weiß noch nicht verfilmt wurde, aber ein toller Stoff für einen Film ist. Und ich muss nun mein eigenes Schweigen brechen, um meine recht positive Meinung darzulegen.

Wir sind im Jahre 1956 in Stalinstadt. Auch wenn die Mauer noch nicht gebaut worden ist, ist ein Grenzübertritt für Bürger der DDR noch ein gefährliches Unterfangen. Kurt und Theo nehmen von einem kurzen Trip die erschreckenden Bilder einer niedergeschlagenen Revolution in Ungarn wahr und überreden daraufhin ihre Abschlussklasse zu einer Schweigeminute. Was die Schüler nicht ahnen ist, in welche Gefahr sie sich und ihre Zukunft gebracht haben, denn nun will der ostdeutsche Staatsapparat die Hintergründe der Schweigeminute und die Namen der Rädelsführer haben. Für die gesamte Klasse ist jedoch der Zusammenhalt wichtiger, was sie vor schwere Entscheidungen führen wird.

Ein schönes Stück Zeitgeschichte, das uns hier erzählt wird. Die Ausstattung des Films ist toll und hat mir gut gefallen, aber viel wichtiger ist das was erzählt wird. Die Geschichte eignet sich super für einen Film. Das Drama setzt auf Spannung, starke Momente und eine etwas zu konventionelle Erzählweise. Aber gerade das, was hier unter der Oberfläche schlummert ist extrem vielschichtig. Nicht nur die extrem komplexe politische und gesellschaftliche Situation in der jungen DDR sorgt hier für die Spannung, sondern auch menschliche Themen wie Freundschaft, Kameradschaft, Zusammenhalt, Vertrauen, Loyalität, Liebe, Verantwortung und Courage sorgen die schöne, aber auch menschliche Vielschichtigkeit. Dabei fokussiert sich der Film nicht nur auf einen Teil der Schüler, sondern auch auf deren Familiensituation, die ebenfalls einen gewissen Einfluss auf die Geschichte hat. Dabei sind sowohl von den Jungdarstellern als auch von den Erwachsenen sehr tolle Schauspielleistungen zu sehen.

„Das Schweigende Klassenzimmer“ - My First Look – 8/10 Punkte.
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Re: Zuletzt gesehener Film

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DonRedhorse hat geschrieben: 12. Oktober 2018 12:56Neulich habe ich "Ghostland" gesehen. Kennt den jemand?
Na klar. Interessanter Film. Nicht immer gelungen, manchmal etwas zu drüber, aber auf jeden Fall einen Blick wert. "Hereditary" und der sensationelle "A Quiet Place" sind allerdings dieses Jahr unangefochten.
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Re: Zuletzt gesehener Film

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Casino Hille hat geschrieben: 14. Oktober 2018 13:34 "Hereditary" und der sensationelle "A Quiet Place" sind allerdings dieses Jahr unangefochten.
Hereditary hat mir wenig Spass gemacht und hat auch wenig von der faszinierenden Form von Verstörung wie sie z.B. David Lynch exzellent beherrscht sondern mehr von der unangenehmen Übers-Ziel-hinaus-Verstörung wie etwa Aronofskys doofer Mother!, gepaart noch mit der an den Haaren herbeigezogenen Erklärbär-Exorzismus-Groteske beispielsweise eines Conjurings. Ein sehr merkwürdiger und wechselhafter Film und gemessen an den Erwartungen und Rezensionen ("Innovation!", "Der beste Horrorfilm des Jahrtausends!", "Die grösste Erfindung seit Rad und Feuer!") eher eine Enttäuschung. Vermutlich sogar die grösste des Jahres neben dem Jesusfilm Mary Magdalene (wobei ich an den dann doch weniger Erwartungen hatte). Und damit wenigstens doch auf seine Art unangefochten.

A Quiet Place hätte ich gerne gesehen. aber leider verpasst. Jetzt muss ich nur schwer aufpassen dass mir dasselbe nicht mit Werk ohne Autor passiert...
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Re: Zuletzt gesehener Film

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Hereditary ist auch nicht zwingend als Horrorfilm zu sehen, sondern als abstrakt gehaltenes Familiendrama. Wer da mit Erwartungen à la "Schocks am laufenden Band", "Ununterbrochene Panik" oder ähnlichen Kritiker-Phrasen ran geht, wird zwangsläufig enttäuscht, hat aber auch selber Schuld, wenn er sich davon so beeinflussen lassen. Die meisten Rezensionen, die ich zum Film gelesen habe (ob positiv oder negativ), haben Hereditary als das gesehen was er ist und sein wollte, von irgendwelchen "Bester Genrefilm seit XY" Zeilen war da wenig zu lesen. In seiner atmosphärischen Präzision ist Hereditary imo gleichzeitig eine Verbeugung vor als auch moderne Form von Klassikern wie Rosemary's Baby, Shining oder Wenn die Gondeln Trauer tragen. Mit heutigen Horrorfilmen (Conjuring, Mother, Jigsaw etc.) hat der wenig zu tun.
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Re: Zuletzt gesehener Film

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na ja: Stellenweise wurde die Logik im Film schon etwas absonderlich. Da rast Peter seiner Schwester den Kopf ab. Bleibt nicht stehen, ruft keine Polizei und Notarzt. Fährt einfach den Torso seiner SChwester im Auto liegen lassend heim und pennt in seiner Harfe ohne ds seinen Eltern zu sagen
Das alles wurde von Polizei und Justiz wohl so hingenommen, als ob er einen Hasen überfahren hatte.
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Re: Zuletzt gesehener Film

8916
Ich hatte bei "Hereditary" nie die Logik, Moral und Ethik in Frage gestellt und mich hat das wenig interessiert. Es ist eher die Sorte psychologischer Horror, der auf leisen Sohlen daherkommt und mit Symbolik und Foreshadowing arbeitet, anstatt auf "Jump-Scare-Horror" von der Stange zu setzen.
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Re: Zuletzt gesehener Film

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Mit viel Erwartungsfreude gesehen und nicht enttäuscht worden:

Im Kino: Bad Times at the El Royale

Mythos Motel als Noir-Vexierpiel

Das Motel gehört zu den letzten Mythenorten des Kinos. Die meist etwas schäbige, abgelegene und spärlich gebuchte Unterkunft steht wie kaum etwas sonst geradezu ikonographisch für ein unglamouröse und etwas zwielichtiges Amerika, das gleich neben seinen zentralen Verkehrsadern beginnt und quasi unentwegt von ihnen beliefert wird. Der Hollywood-Film hat sich dieses Mythos vor allem immer dann gerne bedient, wenn er von all den Abgründen erzählen wollte, die nur ganz knapp unter der blitzblanken Oberfläche aus überbordendem Selbstbewusstsein, unbändigem Fortschrittsglauben und sendungswütigem Optimismus schlummern. Das El Royale am Lake Tahoe in ist ein solches Etablissement, offiziell zwar ein Hotel, in seiner architektonischen Anlage, seiner offen zur Schau gestellten Trauer über längst vergangene und deutlich bessere Zeiten und insbesondere in seiner unheilvollen Aura ein geradezu klassischer Ableger der Motor-Variante ...

https://ssl.ofdb.de/review/314711,75918 ... -El-Royale
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Zuletzt gesehener Film

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HCN007 hat geschrieben: 14. Oktober 2018 19:16 Es ist eher die Sorte psychologischer Horror, der auf leisen Sohlen daherkommt und mit Symbolik und Foreshadowing arbeitet, anstatt auf "Jump-Scare-Horror" von der Stange zu setzen.
...und doch wird oft, vor allem gegen Ende, aus vollen Rohren geschossen mit ausgeflipptem Hexenkult, gnadenloser Verstümmelung, Wahnsinn, Mord und Totschlag, geifernden und nackt umherrennenden Satanisten und auferstandenen Totengöttern. Klar gibt es auch die von Hille beschriebenen psychologischen Ansätze (die Abendessen-Szene der drei verbliebenen Familienmitglieder war klasse) aber konsequent fand ich es nicht.
vodkamartini hat geschrieben: 14. Oktober 2018 21:27 Mit viel Erwartungsfreude gesehen und nicht enttäuscht worden:
Ganz viel Zustimmung. Ein spassiger Abend und der bessere H8ful8. Trotzdem freue ich mich ganz doll auf den neuen Tarantino, was merkwürdig ist da seine letzten beiden Filme nicht so toll waren.

Gerade gesehen:

Die fetten Jahre sind vorbei (2004 Hans Weingartner)

Sauguter Film der hier aus nicht rational erklärbaren Gründen hier rumlag (gehört wohl meiner Schwester) und heute mal erwartungsfrei gesichtet wurde. Drei Kids wollen dem Kapitalismus den Krieg erklären, machen eine Dummheit und verschleppen einen Millionär in eine Alphütte, wo festgefahrene Vorstellungen von Recht und Unrecht, Verantwortung, Politik und Vertrauen auf den Kopf gestellt werden. Ungemein authentisch und lebensecht, ehrlich und komplex, aber doch elegant von leichter Hand inszeniert und saugut gespielt.

Wertung: Ich liebäugelte schon mit Darf-ich-nicht-sagen-sonst-heisst-es-wieder-hier-wird-immer-nur-zu-hoch-bewertet / 10 aber bleibe dann doch erstmal bei 9 / 10. Ich weiss gerade nicht so recht, was ich von dem Ende (dem längeren, ursprünglich intendierten) halten soll.
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Re: Zuletzt gesehener Film

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iHaveCNit: Der Hauptmann (2018)

Der nächste gute deutsche Film des Jahres, den ich mir im Heimkino ansehen wollte ist Robert Schwentkes „Der Hauptmann“ mit Max Hubacher, Frederick Lau, Milan Peschel und unter anderem Alexander Fehling in wichtigen Rollen. Aus „Der Hauptmann“ ist ein verstörender und abstoßender Film geworden, bei dem es im Halse stecken bleibt, weil das Ganze auf wahren Begebenheiten beruhen soll.

2 Wochen vor Kriegsende: Der Gefreite Willi Herold ist auf der Flucht. Bei dieser Flucht findet er zufällig eine Hauptmannsuniform, die er sich sogleich überstreift. Schritt für Schritt verschafft er sich mit der Uniform nicht nur Respekt, sondern er schart einen Haufen versprengter Soldaten um sich, die diese Befehlsgewalt nach langer Zeit der Desorientierung herbeigesehnt haben. Das setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die Herold in immer tiefere Abgründe der Macht führen.

„Kleider machen Leute“ - in wohl keinem anderen Film trifft dieser Satz den Nagel auf den Kopf wie hier. Klar kann ich hier mal wieder das gesamte Produktionsdesign des Films loben, denn es sieht alles so wunderbar authentisch aus und auch dieser sehr treibende, etwas befremdlich hart wirkende Soundtrack von Martin Todsharow passt hier sehr gut. Die Kette an Ereignisse, die hier Schritt für Schritt sich vor der Kamera entfalten, egal ob es einfachste Dialoge sind bis hin zu extrem überzeichnet brutalen Szenen sind ist zugleich faszinierend, abgründig, verstörend und abstoßend zugleich. Gerade in Bezug auf die Brutalität passt die gewählte Farbpalette in Schwarz, Weiß und Graustufen perfekt. Es ist abgründig, wie viel man mit Macht erreichen kann, den Respekt und der blinde Gehorsam, den Opportunismus und die Gier Menschen zu töten – und wie das der Film hier zeigt ist erschreckend. Und die Darsteller machen hier auch alle durch die Bank weg den passenden Job für den wohl härtesten deutschen Film des Jahres.

„Der Hauptmann“ - My First Look – 9/10 Punkte.
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Re: Zuletzt gesehener Film

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GoldenProjectile hat geschrieben: 14. Oktober 2018 23:23

Gerade gesehen:

Die fetten Jahre sind vorbei (2004 Hans Weingartner)

Sauguter Film der hier aus nicht rational erklärbaren Gründen hier rumlag (gehört wohl meiner Schwester) und heute mal erwartungsfrei gesichtet wurde. Drei Kids wollen dem Kapitalismus den Krieg erklären, machen eine Dummheit und verschleppen einen Millionär in eine Alphütte, wo festgefahrene Vorstellungen von Recht und Unrecht, Verantwortung, Politik und Vertrauen auf den Kopf gestellt werden. Ungemein authentisch und lebensecht, ehrlich und komplex, aber doch elegant von leichter Hand inszeniert und saugut gespielt.

Wertung: Ich liebäugelte schon mit Darf-ich-nicht-sagen-sonst-heisst-es-wieder-hier-wird-immer-nur-zu-hoch-bewertet / 10 aber bleibe dann doch erstmal bei 9 / 10.
Ja, ein wunderschöner und sehr spannender Film. Ich gebe da schon die Höchstwertung.

Im Kino lief dieses sein neuer Film 303, und mit dem knüpft er qualitativ wieder an Die fetten Jahre an, nachdem er (auch wegen dem enttäuschenden Free Rainer) in der Zwischenzeit irgendwie verschwunden war.

Re: Zuletzt gesehener Film

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GoldenProjectile hat geschrieben: 14. Oktober 2018 23:23
vodkamartini hat geschrieben: 14. Oktober 2018 21:27 Mit viel Erwartungsfreude gesehen und nicht enttäuscht worden:
Ganz viel Zustimmung. Ein spassiger Abend und der bessere H8ful8. Trotzdem freue ich mich ganz doll auf den neuen Tarantino, was merkwürdig ist da seine letzten beiden Filme nicht so toll waren.
Absolut, freu mich auch drauf. Gerade weil ich Tarantino sehr schätze, war ich von Hateful 8 relativ stark enttäuscht. Dennoch schaue ich mir seine Werke immer im Kino an, denn man bekommt definitiv etwas serviert, bei man spürt, dass der Macher sich mit Leib und Seele reinkniet.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Zuletzt gesehener Film

8922
Venom

Es hätte mir vielleicht eine Warnung sein müssen, als Tom Hardy sagte, er habe diese Rolle wegen seines Sohnes, der großer Venom-Fan sei, angenommen. Vermutlich wusste er selbst, dass es ihm keiner abkaufen würde, wenn er das Skript als Grund nennen würde. Nicht dass der Film ein komplettes Disaster sei, das keineswegs, das Skript allein ist allerdings gar nicht so weit weg von dieser Bewertung.
Speziell die ersten Minuten, die total überhastet den Ausgangszustand und Fall des Eddie Brock schildern, sind absolut dilletantisch geschrieben. Tom Hary bekommt ein paar pseudocoole, bzw. eher peinliche Oneliner in den Mund gelegt, die er auch nicht besonders überzeugend rüberbringt. Und nach seiner Einführung als einer der besten Journalisten der Stadt oder gar des Landes, wirkt sein darauffolgendes Verhalten derart unglaubwürdig und strunzdoof, dass man sich wirklich fragt, ob dieses Drehbuch auch nur ein einziges Mal gegengelesen wurde. Auch die Folgen dieses Fehltritts sind komplett überspitzt und unglaubwürdig dargestellt, ganz so, als sein dieser eigentlich essentielle Teil den Machern komplett egal gewesen, und sie hätten nur schnellstmöglich zur Action kommen wollen.
Doch auch davon gab es im Vergleich zu anderen Superheldenfilmen erstaunlich wenig, was für eine Originstory ja auch vollkommen in Ordnung wäre, würde der Originteil denn soweit passen.
Während die erste Hälfte also nicht wirklich gefällt, weiß die zweite dann schon deutlich besser zu überzeugen. Hier funktioniert die Chemie zwischen Hardys Brock und dem Symbionten ganz gut, einige der Konversationen werden tatsächlich ganz witzig, und auch die Action weiß zumindest teilweise zu überzeugen. Doch gerade die Kombination aus Brooks und Symbiont ist es, die den Film von hier an trägt und auch dafür sorgt, dass man das Kino sogar mit einem leicht positiven Gefühl verlässt, obwohl man eigentlich keinen guten Film gesehen hat. Deshalb fällt auch mein Fazit vermutlich positiver aus, als es „Venom“ eigentlich verdient hätte.

6/10
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Zuletzt gesehener Film

8923
Am besten ist die fadenscheinige Begründung, mit der Brock in den Plot integriert wird. Unfreiwillig komisch trifft es da nur.
Deinen Ausführungen stimme ich vollkommen zu: Definitiv kein guter Film, aber komplett negativ ist der Eindruck trotzdem nicht.
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Re: Zuletzt gesehener Film

8925
iHaveCNit: Halloween (2018)

Ganze 40 Jahre ist es her, als uns John Carpenter mit Michael Myers im ersten Halloween das Fürchten lehrte und eine Ikone des Horrorgenres erschaffen hat. In den 40 Jahren ist daraus eine Filmreihe mit 11 Filmen entstanden, von der ich mit nur den ersten Film angesehen habe, um mich auf den Film hier vorzubereiten, der von David Gordon Green inszeniert wurde und als direkte Fortsetzung zum Erstling aus dem Jahre 1978 angesehen werden kann.

40 Jahre nachdem Michael Myers in Haddonfield verhaftet und in Sicherheitsverwahrung genommen wurde, soll er in eine andere Einrichtung verlegt werden. Der Transport geht schief und Myers befindet sich auf freiem Fuß. Er hat noch eine offene Rechnung mit Laurie Strode, die sich jedoch auf die Ankunft des Serienkillers vorbereitet hat. Ob das ausreichen wird ?

Für mich funktioniert der Film super als Fortsetzung aber auch als Hommage an den ersten Teil macht er eine tolle Figur, wenn er bestimmte Momente erschafft, die wir aus dem Vorgänger kennen und auch durch den Einsatz der Musik, die natürlich nicht ohne das klassische Thema von John Carpenter auskommen kann. Auch wenn der Film dem klassischen Muster des Slasher-Horrors folgt, fokussiert er sich schon sehr gut auf das Duell zwischen Michael Myers und Laurie Strode, die hier auch gut von Jamie Lee Curtis gespielt wird. Für mich war hier die erzeugte Spannung und Atmosphäre sehr wichtig und der Film hat das auch super hinbekommen, mich über weite Strecken zu fesseln. Über manche Fehler in der Logik kann man hier hinwegsehen, weil der Film nicht ganz ohne Klischees des Genres auskommen kann. Auch kommt er nicht ganz ohne manch unübersichtliche Actionszenen aus, in denen durch hektische Schnitte und die Kameraführung vermutlich auch in Anbetracht der Brutalität nicht ganz die Härte offenbart werden kann. Wenn „Halloween“ auch der Beginn mehrerer Nostalgietrips über klassische Serienkiller des Horrorgenres von Blumhouse Productions wird, dann sage ich auf jeden Fall, dass dies hier ein guter Start ist.

„Halloween“ - My First Look – 8/10 Punkte.
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