Ein sehr merkwürdiger Film. Für mich ein Film, bei dem die Hauptfigur (vermutlich unfreiwillig) viel unsympathischer ist als fast alle anderen Charaktere.
Auch wenn die "McCarthy-Ära" schon wieder vorbei war, so hab ich doch den Eindruck, dass der Film stark von dieser Zeit geprägt wurde.
Hauptdarsteller Robert Taylor war ja Gründungsmitglied der MPA und auch bei vielen anderen antikommunistischen Agitationen gerne an vorderster Front dabei.
Als Hauptthema des Films wurde daher gewählt, dass man niemandem trauen könne, auch wenn er (oder sie) noch so unschuldig scheint und dass die Gesetzeshüter bestimmt das richtige tun.
Trotz dieses Pathos konnte der Film meiner Meinung nach durch die schauspielerischen Leistungen von Fess Parker (den Kerl muss man einfach mögen) und Jack "Felix Leiter" Lord gerettet werden und aus heutiger Sicht betrachtet, ist eine nicht wirklich sympathische Titelfigur ja auch keine so große Seltenheit mehr.
Außerdem ist mir in dem Film Shirley Harmer positiv aufgefallen. Schade, dass sie nicht mehr Filme gemacht hat.
„Der Henker“ - Erstsichtung – 6/10 Punkte.
