Wer ist für euch der beste James Bond-Darsteller?

Sean Connery
Insgesamt abgegebene Stimmen: 68 (25%)
George Lazenby
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (2%)
Roger Moore
Insgesamt abgegebene Stimmen: 59 (22%)
Timothy Dalton
Insgesamt abgegebene Stimmen: 23 (9%)
Pierce Brosnan
Insgesamt abgegebene Stimmen: 43 (16%)
Daniel Craig
Insgesamt abgegebene Stimmen: 71 (26%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 269

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1126
Bei "Stirb an einem anderem Tag" ... übertrieben usw..
Sie meinen wohl das unsichtbare Auto. Ich kann darin kaum ein Problem sehen. Ich finde diesen Film super. Wenn man es heute als Fortschritt ansieht, wenn es kaum noch techn. Spielereien gibt im James Bond Film? Nun, da hätte wohl Ende der 80er mit JB schon Schluss sein müssen. Ein durch eine Hutkrempe abgetrennter Kopf einer massiven Steinfigur, vom Menschen durchgebissenes Metall und und und. Na und ein Daniel Craig, der das ab 2006 alles völlig ironiefrei durchzieht? Das Sehen "Fan´s" auf einmal auch positiv. Was ist den mit dem feinem britischen Humor? Selbst Dalton hatte den, obwohl das schon auch etwas weniger war wie bei Moore. Bitte nicht falsch verstehen, ich habe überhaupt nichts gegen Craig. Mir gefällt nicht, wohin die Serie nach Brosnan gegangen ist, unter Frau Broccoli. Übrigens besitze ich 2 große Lexika über das Thema JB. In beiden steht, das es am 2. Autritt von Dalton so massive Kritik gab, das dieser nicht wieder verpflichtet wurde. Kritikpunkt war: Ungwöhnliche, bis dahin nicht da gewesene Härte". Ja und heute... es interessiert niemanden mehr. In Zeiten von Machwerken wie Hostel oder Saw, muss man sich über die allgemeine Verrohung nicht mehr wundern.
Also, mit Verlaub! Ich komme da nicht mehr mit. Was den Fans früher gefiel, ist heute quasi überholt ?! Ohne mich. Ich erfreue mich weiterhin an den guten Filmen von früher, bis Ende P. Brosnan.

dernamenlose hat geschrieben:
15. Februar 2020 14:54
Eben, der Spruch ist drin. Ebenso wie in jedem anderen Craig Film. Und dass man den Martinispruch einmal geändert hat (aus gutem Grund) sollte nun wirklich kein großes Problem sein, zeigt es doch, dass er den Produzenten nicht egal war (sonst hätten sie ihn schlicht draußen gelassen).
Eine Kopie von Bourne war Bond auch unter Craig nie. Selbst "Ein Quantum Trost", dem der Einfluss der Bourne-Filme unangenehm anzumerken ist ist viel mehr als eine bloße Kopie.
Kajsen hat geschrieben:
15. Februar 2020 09:17
Aber das besondere, eben ein "Bond"!! Film, ist weg.
Das ist Geschmackssache. Für mich ist das gerade in Casino Royal absolut vorhanden. In den ersten Szenen vielleicht noch nicht, aber spätestens ab den Scenen im Ocean Club fühlt sich der Film komplett nach Bond an. Später im Casino sowieso. Bond ist hier immer noch Bond, ihm wurde kein neuer Charakter angedichtet, sondern lediglich eine seiner Charaktereigenschaften aus den früheren Filmen in den Vordergrund gestellt.
Kajsen hat geschrieben:
15. Februar 2020 09:17
Tchja, "Technik-Firlefanz" war doch das schöne an den Filmen, oder?!
Das ist einer der schönen Aspekte, ja. Aber bei weitem nicht der einzige. Und in "Stirb an einem anderen Tag" hat man den Technischen Frilefanz leider so sehr übertrieben, dass es dem Film sehr geschadet hat und sich streckenweise weit weniger nach Bond anfühlt (wobei Gefühle natürlich subjektiv sind) als alles bei Craig. Aber du solltest auch nicht über alle Craig-Filme urteilen, wenn du nur Casino Royal gesehen hast. In Skyfall wird ein Gadgat aus "Lizenz zum Töten" wieder aufgegriffen und in SPECTRE kommen an unterschiedlicher Stelle Gadgets zum Einsatz.
Was mit den technischen Spielereien in "Casino Royal" passiert ist, ist das gleiche wie in "In tödlicher Mission". Welche technischen Spielereien setzt Bond denn da ein? In beiden Fällen versuchte man sich vom gadgetüberfrachteten Vorgänger abzusetzen und in beiden Fällen tauchten in den darauffolgenden Filmen nach und nach wieder neue Gadgets auf.

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1127
Kajsen hat geschrieben:
22. Februar 2020 15:12
Bei "Stirb an einem anderem Tag" ... übertrieben usw..
Sie meinen wohl das unsichtbare Auto. Ich kann darin kaum ein Problem sehen.
Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Dazu kämen dann noch ein Roboter-Anzug, ein komisches Raketenauto, und vor allem die Inszenierung des Ganzen. Bond reitet auf einer Riesenwelle, die furchtbar künstlich aussieht (weil sie ja genau das auch ist), Bond und der Henchman fahren mit ihren Autos über die Eisfläche, ohne dass es zu etwas führt...
Wie gesagt, kaum einer hat etwas gegen den technischen Firlefanz per se. "Strib an einem anderen Tag" hat es nur komplett übertrieben. Die anderen drei Brosnan Bonds sind generell recht beliebt und auch mir gefallen die sehr. Und nochmal: Es ist nicht das erste Mal gewesen, dass die Bondreihe diesen Punkt erreicht hatte, nach Moonraker war das gleiche der Fall. Da hat man mit "In tödlicher Mission" dann auch drei Gänge zurückgeschalten und Bond nutzt, wenn ich mich recht erinnere kein einziges Gadget mehr. In den Filmen danach wurden es wieder mehr. Und genau das gleiche (nur etwas langsamer und dezenter) ist es jetzt auch bei Craig, der auch längst nicht mehr komplett auf Gadgets verzichten muss.
Kajsen hat geschrieben:
22. Februar 2020 15:12
vom Menschen durchgebissenes Metall und und und.
Gut, das stört mich tatsächlich, mit dem Beißer kann ich rein gar nichts anfangen, das ist pure Fantasy und hat für mich nichts mit Bond zu tun. Aber da steh ich wohl recht alleine da. Ansonsten mag ich Gadgets sehr gern und beispielsweise die Parkhausverfolgung in "Der Morgen stirbt nie", die ja ein reines Zur Schau Stellen von Gadgets ist zählt zu meinen Highlights der gesamten Reihe.
Kajsen hat geschrieben:
22. Februar 2020 15:12
Na und ein Daniel Craig, der das ab 2006 alles völlig ironiefrei durchzieht? Das Sehen "Fan´s" auf einmal auch positiv. Was ist den mit dem feinem britischen Humor?
Richtig: Feiner britischer Humor. Den hat Craig in Massen. Subtil anstatt mit albernen Schenkelklopfern, die per Holzhammer präsentiert werden, wie in einigen Moorefilmen. Craig spielt Bond nicht mal in ansätzen ironiefrei, das Gegenteil ist der Fall. Es ist vollkommen ok, wenn dich seine Darstellung nicht abholt, so wie mich Moore nur in der Hälfte seiner Filme erreicht. Das heißt aber nicht, dass die Ironie nicht da ist.
Kajsen hat geschrieben:
22. Februar 2020 15:12
Ungwöhnliche, bis dahin nicht da gewesene Härte". Ja und heute... es interessiert niemanden mehr.
Doch, du bist bei weitem nicht der einzige Kritiker von Craigs Version von Bond. Der Mehrheit gefällt es zwar, aber nicht allen. Außerdem würde ich sagen, dass Daltons Bond in "Lizenz zum Töten" auch deutlich härter ist als Craig, abgesehen von "Ein Quantum Trost". Und "Ein Quantum Trost" ist in der breiten Masse auch der unbeliebteste Craig-Bond, was unter anderem an der Härte liegen dürfte.
Kajsen hat geschrieben:
22. Februar 2020 15:12
Also, mit Verlaub! Ich komme da nicht mehr mit. Was den Fans früher gefiel, ist heute quasi überholt ?!
Aus meiner Sicht nicht, schließlich mag ich viele der älteren Bonds und ganz besonders Dalton und Brosnan. Der Reiz an Casino Royal ist unter anderem seine sehr durchdachte Andersartigkeit (sie sich aber immer noch sehr in Grenzen hält). In Skyfall und SPECTRE kommen die Gadgets dann ja wieder zurück, wenn auch noch nicht ganz so stark wie in einigen früheren Filmen. Aber ist gab doch auch früher großartige Filme mit wenigen Gadgets, wie "Dr. No", "Liebesgrüße aus Moskau" oder "In tödlicher Mission".
Kajsen hat geschrieben:
22. Februar 2020 15:12
Ohne mich. Ich erfreue mich weiterhin an den guten Filmen von früher, bis Ende P. Brosnan.
Ist ja auch ok. Ich freue mich an beidem. An den großartigen Filmen von davor und an den großartigen Filmen danach.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1128
Kajsen hat geschrieben:
22. Februar 2020 15:12
Bitte nicht falsch verstehen, ich habe überhaupt nichts gegen Craig. Mir gefällt nicht, wohin die Serie nach Brosnan gegangen ist, unter Frau Broccoli.
Der Einfluss von Frau Broccoli (wie auch von ihrem Stiefbruder) ist allerdings auch bereits in den Brosnan-Filmen sehr deutlich wahrnehmbar. Vor allem die Betonung von persönlichen Dilemmata wie auch generell eine „Vermenschlichung“ Bonds setzt das fort, was (nicht zuletzt durch den Einfluss von Michael G. Wilson) in den 80ern bereits angefangen wurde (wenn auch geringer dosiert). Die Craig-Ära setzt genau da an und führt dies fort. Das ist meiner Ansicht nach dann auch der entscheidende Unterschied zwischen den „neuen“ Filmen und den „alten“ (wo immer man auch die Grenze ansetzen mag), während Gadgets, Humor, Vorstellungen, Gun-Barrels und ähnliches lediglich Symptome dessen darstellen und im Laufe der Craig-Ära dann auch folgerichtig – nicht zuletzt als „Zuckerle“ für die Fans – zurückgebracht wurden, ohne jedoch wirklich Einfluss auf den Grundton und die Kernidee der Filme (eben einen persönlicher involvierten Bond) zu haben.
Kajsen hat geschrieben:
22. Februar 2020 15:12
Übrigens besitze ich 2 große Lexika über das Thema JB. In beiden steht, das es am 2. Autritt von Dalton so massive Kritik gab, das dieser nicht wieder verpflichtet wurde. Kritikpunkt war: Ungwöhnliche, bis dahin nicht da gewesene Härte".
Das ist aber eine sehr oberflächliche Einschätzung der damaligen Situation, die die eigentlichen Gründe allerhöchstens teilweise trifft. Fakt ist, dass EON, also damals noch federführend Cubby Broccoli, durchaus gewillt waren einen dritten Film mit Dalton zu drehen, welcher entsprechend auch bereits 1990 in Cannes angekündigt wurde. Aufgrund der Übernahme von MGM durch den Investor Giancarlo Parretti und der damit verbundenen rechtlichen Grabenkämpfe in den Jahren 1991 und 1992 (Parretti wollte die Bond-Rechte ohne Einstimmung von Broccoli weiterverkaufen, woraufhin dieser ihn verklagte) kam dieser aber nicht zustande bzw. musste auf Eis gelegt werden.

Als das Projekt „Bond 17“ dann wieder ins Laufen kam hatte sich von Seiten des Geldgebenden Studios MGM (dann bereits nicht mehr unter der Kontrolle von Parretti) aber deutliche Opposition gegen eine Weiterverpflichtung von Dalton gebildet, vor allem da dieser als nicht zugkräftig genug für den wichtigen US-Markt angesehen wurde (was aufgrund des Domestic Einspiels seiner beiden Filme auch nicht völlig von der Hand zu weisen ist, jedenfalls liefen diese deutlich besser auf den anderen Märkten). Daraufhin nahm Dalton seinen Hut – ob am Ende halbwegs freiwillig oder dann doch auch auf Nachdruck von Broccoli, der sich den Wünschen der Studios nicht mehr verschliessen konnte, lässt sich nicht zweifelsfrei klären.

Es war also letzten Endes nicht die Härte und auch nicht die Kritik an LTK, sondern wie so oft im Leben das liebe Geld, welches Dalton seinen Job kostete. Und auch hier gilt es zu beachten, dass das bemerkenswert schwache Einspiel von LTK (zumindest in Relation der Bondfilme) sicherlich nicht allein aufgrund seiner gefühlten Andersartigkeit und Dalton in der Hauptrolle zustande kam, sondern auch marketingtechnisch unkluge Entscheidungen eine nicht unwesentliche Rolle spielten.
Kajsen hat geschrieben:
22. Februar 2020 15:12
Also, mit Verlaub! Ich komme da nicht mehr mit. Was den Fans früher gefiel, ist heute quasi überholt ?! Ohne mich.
Du kennst ja sicher das Sprichwort „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“. Entsprechend haben die Bondfilme von Beginn an immer sehr schnell auf aktuelle Trends und Publikumsvorlieben reagiert, um eben aktuell und relevant zu bleiben. Letztlich muss man auch die Craig-Ära unter diesem Aspekt sehen, da Filme mit persönlicherer Involvierung der Hauptfigur auch im Mainstreamkino Mitte der 00er Jahre Einzug gehalten hatten. Da wie erwähnt Frau Broccoli und Herr Wilson eh schon immer in diese Richtung gehen wollten lag eine diesbezügliche stärkere Betonung nahe. Aber auch das ist vermutlich nur die halbe Wahrheit, da die Bondfilme der Brosnan-Ära trotz weitgehend gleichbleibender Umsätze aufgrund stark angestiegener Produktions- und Marketingkosten an Rentabilität verloren hatten. Auch diese Entwicklung dürfte ein wesentlicher Grund für eine Neuausrichtung der Serie gespielt haben, durch die man ganz neue Publikumsschichten zu erschließen hoffte. Und diese Rechnung ist wenn man sich die Umsatz-Entwicklung der Craig-Filme anschaut dann auch aufgegangen. Denn man sollte bei aller persönlicher Freude über die Bondfilme (egal welchen Alters) nicht vergessen, dass die Bondfilme eben nicht für die „Fans“ gemacht werden, sondern um damit Geld zu verdienen. Und wenn das Kernpublikum der „Fans“ nicht mehr ausreichend ist (da die Produktion von Filmen immer teurer wird und man daher ganz andere Umsätze einfahren muss als früher), dann ist es nur logisch sich als handelnde Produzenten nach neuen Märkten bzw. Publikumsschichten auszurichten. Da liegt dann am Ende wohl auch der Hund für dein Unverständnis begraben. :)
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1129
AnatolGogol hat geschrieben:
24. Februar 2020 08:47
Als das Projekt „Bond 17“ dann wieder ins Laufen kam hatte sich von Seiten des Geldgebenden Studios MGM (dann bereits nicht mehr unter der Kontrolle von Parretti) aber deutliche Opposition gegen eine Weiterverpflichtung von Dalton gebildet, vor allem da dieser als nicht zugkräftig genug für den wichtigen US-Markt angesehen wurde (was aufgrund des Domestic Einspiels seiner beiden Filme auch nicht völlig von der Hand zu weisen ist, jedenfalls liefen diese deutlich besser auf den anderen Märkten). Daraufhin nahm Dalton seinen Hut – ob am Ende halbwegs freiwillig oder dann doch auch auf Nachdruck von Broccoli, der sich den Wünschen der Studios nicht mehr verschliessen konnte, lässt sich nicht zweifelsfrei klären.
Ich dachte, das wäre inzwischen geklärt, Dalton wollte nur noch einen, Broccoli aber mindestens 2 bis 3 nach der langen Pause: https://www.esquire.com/uk/latest-news/ ... oldeneye/

Und was das Einspielergebnis angeht: Da ging es schon ab OP bergab, TLD war sogar noch erfolgreicher als AVTAK. Also kaum der entscheidende Grund für Daltons Ausstieg.
AnatolGogol hat geschrieben:
24. Februar 2020 08:47
Aber auch das ist vermutlich nur die halbe Wahrheit, da die Bondfilme der Brosnan-Ära trotz weitgehend gleichbleibender Umsätze aufgrund stark angestiegener Produktions- und Marketingkosten an Rentabilität verloren hatten. Auch diese Entwicklung dürfte ein wesentlicher Grund für eine Neuausrichtung der Serie gespielt haben, durch die man ganz neue Publikumsschichten zu erschließen hoffte. Und diese Rechnung ist wenn man sich die Umsatz-Entwicklung der Craig-Filme anschaut dann auch aufgegangen. Denn man sollte bei aller persönlicher Freude über die Bondfilme (egal welchen Alters) nicht vergessen, dass die Bondfilme eben nicht für die „Fans“ gemacht werden, sondern um damit Geld zu verdienen. Und wenn das Kernpublikum der „Fans“ nicht mehr ausreichend ist (da die Produktion von Filmen immer teurer wird und man daher ganz andere Umsätze einfahren muss als früher), dann ist es nur logisch sich als handelnde Produzenten nach neuen Märkten bzw. Publikumsschichten auszurichten. Da liegt dann am Ende wohl auch der Hund für dein Unverständnis begraben. :)
Absolut richtige Entscheidung. Man sollte sich eben auch immer bewusst machen, dass die Filme eben nicht für uns Fans produziert werden, sondern in erster Linie, um damit Geld zu verdienen. Solange man mit dem Stoff Geld verdienen kann, wird auch unser Interesse an neuen Filmen befriedigt. Von daher habe ich vollstes Verständnis für die Modernisierung der Reihe, die erforderlich war, sie weiterhin am Leben zu halten.
"Whoever she was, it must have scared the living daylights out of her."

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1130
Henrik hat geschrieben:
24. Februar 2020 11:17
Ich dachte, das wäre inzwischen geklärt, Dalton wollte nur noch einen, Broccoli aber mindestens 2 bis 3 nach der langen Pause: [url]https://www.esquire.com/uk/latest-news/ ... goldeneye/
Naja, wie so vieles kommt auch das auf die Darstellung an. Ich bezweifle z.B. auch nicht die Angaben von Blacky Fuchsberger, dass Horst Wendlandt interessiert daran war mit ihm in der Hauptrolle James Bond-Filme zu machen. Ob es tatsächlich dazu gekommen wäre ist dann eine ganz andere Frage. Und so muss man wohl auch Dalton jüngste Aussagen zu seinem Ausstieg sehen: ich bezweifle nicht, dass der von ihm geschilderte Dialog so stattgefunden hat. Die Frage ist nur, ob selbst wenn er bereit gewesen wären mehr als nur einen Film zu drehen überhaupt in den Genuss gekommen wäre die Rolle weiterzuspielen. Das hing zum damaligen Zeitpunkt nur bedingt an Broccolis Entscheidung. Zur Erinnerung: Broccoli wollte 1971 auch mit John Gavin DAF drehen, UA sah das aber anders und intervenierte. Von daher: der Geldgeber hat immer einen recht langen Hebel und dürfte auch im Fall der Hauptrollen-Besetzung von Bond 17 das letzte Wort für sich beansprucht haben. Allein: wir wissen es nicht genau, da wir nicht dabei waren (und ich wage zu behaupten, dass selbst Dalton nur ein Bruchteil der Informationen vorliegen, was wirklich auf oberster Ebene zwischen EON und MGM abgegangen ist).
Henrik hat geschrieben:
24. Februar 2020 11:17
Und was das Einspielergebnis angeht: Da ging es schon ab OP bergab, TLD war sogar noch erfolgreicher als AVTAK. Also kaum der entscheidende Grund für Daltons Ausstieg.
Ich sprach ja auch explizit das US-Einspiel an, auf welchem MGM traditionell das Hauptaugenmerk hatte. Schau dir mal die diesbezüglichen Zahlen von LTK an, das ist schon ein heftiger Rückgang.
Henrik hat geschrieben:
24. Februar 2020 11:17
Absolut richtige Entscheidung. Man sollte sich eben auch immer bewusst machen, dass die Filme eben nicht für uns Fans produziert werden, sondern in erster Linie, um damit Geld zu verdienen. Solange man mit dem Stoff Geld verdienen kann, wird auch unser Interesse an neuen Filmen befriedigt. Von daher habe ich vollstes Verständnis für die Modernisierung der Reihe, die erforderlich war, sie weiterhin am Leben zu halten.
Aus Sicht der Broccolis sicherlich. Aber als "Fan" hat man davon (also von der "Lebensverlängerung") nurrecht wenig, wenn einem die Machart nicht mehr gefällt. :wink:
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1131
Henrik hat geschrieben:
24. Februar 2020 11:17
...Von daher habe ich vollstes Verständnis für die Modernisierung der Reihe, die erforderlich war, sie weiterhin am Leben zu halten.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, von welcher "Modernisierung" in diesem Zusammenhang die Rede sein sollte?! CR + QOS (für mich eh ein Film in zwei Teilen) sind in jeder Hinsicht näher am Ur-Bond DN, als es sämtliche Brosnans je waren. Mit Craig fand meines Erachtens vielmehr eine Erneuerung in die Vergangenheit statt, als eine Modernisierung.
Lieber in der Kaiserin als Imperator.

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1132
"Richtig: Feiner britischer Humor. Den hat Craig in Massen."

Nun, am 5.3. läuft zum wiederholten Male auf VOX "Ein Quantum Trost". Wie schon bei den letzten Ausstrahlungen, wird der Film in der größten TV Zeitschrift, der Hör Zu beschrieben mit:

"hart, rasant, zynisch, leider völlig ironiefrei"

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1133
Mag ja sein. Nur erstens ist Ein Quantum Trost in der Craig Reihe ein definitiver Ausreißer und deshalb auch heute beim breiten Publikum sein unbeliebtester Film und zweitens kann auch eine TV Zeitschrift Unsinn schreiben. Auch in "Ein Quantum Trost" gibt es Ironie. Für meinen Geschmack zu wenig, ich bin mit dem Konzept des Films bisher auch nur in Teilen warm geworden, aber es ist definitiv Unsinn mit der Aussage einer Zeitschrift zum unbeliebtesten und herausstechendsten Craig Bond eine Aussage über Craigs Bond im Allgemeinen zu begründen.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1135
Invincible1958 hat geschrieben:
25. Februar 2020 15:59
Ich persönlich finde, dass es in QOS ein paar der besten Sprüche der ganzen Craig-Reihe gibt,
und auch generell mehr Humor und Ironie als die anderen Craig-Filme.

Nur geht Vieles so schnell, dass man kaum Zeit hat einen Moment mal auszukosten oder zu genießen.
Ja, das finde ich auch sehr schade.

QOS ist und bleibt für mich einer der Bondfilme, bei dem das meiste Potential liegen gelassen wurde.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1136
Wenn ich bei Wikipedia bei: "Ein Quantum Trost" schaue, kann ich auch diese Kritik lesen:

Auch die "Telepolis" kommt zu dem Schluss, dass der neue Bond-Film kein Bond-Film mehr ist. Telepolis stellt die Frage, warum man sich den Film überhaupt ansehen sollte. Vorbei mit dem schönen Agentenleben, Schluss mit lustig. Aber war dieses schöne Agentenleben nicht mal der Grund, sich James-Bond-Filme überhaupt anzugucken?. Auch der Regisseur habe seine Fähigkeiten überschätzt („"Quantum of Solace" gehört […] in jene Gruppe von Filmen, in denen Regisseure, die sich selbst überschätzen, so wie ihr Können in der Öffentlichkeit maßlos überschätzt wird, sich darin gefallen, eine eingeführte Figur völlig umzudefinieren oder gleich links liegen zu lassen – ein Fall von Narzissmus eher als von Genie.“).

Es ist wie hier im Forum. An der Art und weise, wie sich Bond nach Brosnan entwickelt hat, scheiden sich die Geister....

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1137
@ "Namenloser Agent":

Ich habe mir eben wieder einmal meinen liebsten Bond angesehen: "Der Hauch des Todes".
In diesem wird ein PKW Lada innerhalb von 7 sec. mittels Laser von seiner Unterhälfte befreit. Wo bitte sehen Sie da einen Unterschied zu einem unsichtbaren Auto? Beides ist vollkommen UNMÖGLICH. Es ist legitim im Bond Universum, bzw. war es, bis 2006.
LG

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1138
Hey, ein TLD-Fan :) :)

Zwischen einem metallschneidenden Laser und einem unsichtbaren Auto sehe ich ehrlich gesagt schon einen Unterschied. Das Problem an DAD ist ja auch nicht ausschließlich das unsichtbare Auto. Das Problem ist aber, dass DAD fast nur aus solchem Schwachsinn besteht. Dazu ist der Film zu großen Teilen auch noch optisch sehr schlecht umgesetzt.
"Whoever she was, it must have scared the living daylights out of her."

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1139
Kajsen hat geschrieben:
6. März 2020 15:43
Auch die "Telepolis" kommt zu dem Schluss, dass der neue Bond-Film kein Bond-Film mehr ist. Telepolis stellt die Frage, warum man sich den Film überhaupt ansehen sollte.
Naja, wenn das so wäre, dann hat man mit Ein Quantum Trost also einen Bondfilm für die gedreht, die Bond nicht mögen. :D Das beantwortet dann theoretisch auch, warum man ihn ansehen sollte. Die Frage ist: Hält Telepolis QOS für keinen guten Bondfilm oder auch für keinen guten Film im Allgemeinen? Letzteres wäre mir immer wichtiger.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Der beste James Bond-Darsteller

#1140
Kajsen hat geschrieben:
6. März 2020 16:57
In diesem wird ein PKW Lada innerhalb von 7 sec. mittels Laser von seiner Unterhälfte befreit. Wo bitte sehen Sie da einen Unterschied zu einem unsichtbaren Auto? Beides ist vollkommen UNMÖGLICH.
Den Laser halte ich aber zumindest in der Theorie für möglich, wenn auch jetzt noch nicht. Ein unsichtbares Auto im Stile von DAD dürfte es aber vermutlich nie geben, weil dafür nahezu alle Flächen gleichzeitig Kamera und Bildschirm sein müssten (auch Reifen, etc.) und die Glasscheiben zusätzlich noch einseitig transparent. Und ich denke das wird nie möglich sein.
Aber immerhin gibt es jetzt eine Gemeinsamkeit zwischen uns: Wir lieben beide "Der Hauch des Todes". Das ist doch auch schon mal was.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."
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