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Auch oft "Off-Topic" genannt. Vom neuesten Computerspiel, aktuellen Weltgeschehnissen bis hin zum nächsten großen Sportevent! Filmdiskussionen bitte ins seperate Forum! Viel Spass beim Plaudern!
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SMERSH
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Lieblings-Bondfilm?: Der in dem Bond sterben wird.
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Absolut möglich, wenn:

- die Demokraten mit ihrem Opa Joe nicht das Narrativ über die Corona Krise und dem mismanagement übernehmen
- man mehr als 2 TV Debatten abhält, da die Wahrscheinlichkeit dann steigt, dass Biden mehrere katastrophal versämmelt.
- der Vize Kandidat oder ein wichtiges Mitglied eines zukünftigen Kabinets nicht genügend Nichtwähler (größte "Partei" in den USA) mobilisieren kann
- es eine zweite Welle von Infektionen mit ähnlichen Zuständen im November gibt und da dann nur wenige Wahllokale geöffnet sein werden, und Briefwahl nicht überall möglich ist, die Wahlbeteiligung historisch gering sein wird.

Andererseits ist eine Arbeitslosigkeit von 20-30 Millionen und Wirtschaftskrise ein Todesurteil für jeden amtierenden Präsidenten. Aber in diesen Zeiten fängt man echt an zu zweifeln...
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Henrik
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Gar nichts zu den Ereignissen jenseits des Atlantiks?!

Es ist schon schockierend, wie weit Rassismus in den USA verbreitet ist und wehrlose Personen bei des Festnahme umkommen. Inwieweit brennende Polizeistationen und Plünderungen dagegen helfen sollen, durchschaue ich aber nicht so ganz. Ich würde hier auch einfach mal unterstellen, dass es vielen (wohl gemerkt: von den Randalierern) gar nicht um die Sache geht, sondern der Tod von George Floyd nur als Vorwand dient. Es schadet der Sache mMn eher: Die Unruhen rücken in den Vordergrund und das eigentliche Motiv hierfür geriet in den Hintergrund.

Gleichwohl: Die USA haben seit Jahren ein Problem mit rassistisch motivierter Polizeigewalt und es ist absolut richtig, dass die Menschen dagegen auf die Straße gehen, aber bitte friedlich. Ob das zum jetzigen Zeitpunkt in dem Land, das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen ist, wirklich so verantwortungsvoll ist, lasse ich mal dahingestellt. Dass die Menschen dagegen auf die Straße gehen ist mehr als nachvollziehbar und das war es auch schon vor dem Tod von George Floyd.

Etwas komisch, dass man hier in Europa in den Medien fast nur von den Gewalttätigkeiten erfährt, obwohl es auch durchaus friedliche Proteste gibt.
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Invincible1958
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Henrik hat geschrieben: 2. Juni 2020 11:49Etwas komisch, dass man hier in Europa in den Medien fast nur von den Gewalttätigkeiten erfährt, obwohl es auch durchaus friedliche Proteste gibt.
Am Wochenende gab es auch in Deutschland überall #BlackLivesMatter Demos,
wie z.B. hier in Hamburg:



Ich finde nicht, dass die Medien nur über Gewalttaten berichten.
Es gibt auch jede Menge Berichte über all die friedlichen Demos.
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Revoked
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Henrik hat geschrieben: 2. Juni 2020 11:49 Gar nichts zu den Ereignissen jenseits des Atlantiks?!
Nö, wozu? Ist nicht neu. Und wird schneller wieder verpuffen als Corona. Die größte Scheindemokratie der Welt ist mit billigem Sprit, niedriger Einkommensteuer und medialer Dauerversorgung gut gegen wahre Reformen gerüstet.
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Samedi
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Revoked hat geschrieben: 2. Juni 2020 12:13 Ist nicht neu. Und wird schneller wieder verpuffen als Corona.
Was wird "verpuffen"?

Die Berichterstattung darüber vielleicht. Das Problem und die Demonstrationen bleiben.
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Revoked
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Revoked hat geschrieben: 2. Juni 2020 12:13 ....aber die werden über kurz oder lang mit ein paar politischen Symboltaten beruhigt werden, die nichts wirklich ändern.
Symboltat die 2te:
„In Washington ist ein Teil der 16th Street, die zum Weißen Haus führt, nun offiziell in "Black Lives Matter Plaza" umbenannt worden.“
Zuletzt geändert von Revoked am 5. Juni 2020 18:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Samedi
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Revoked hat geschrieben: 2. Juni 2020 12:38 die werden über kurz oder lang mit ein paar politischen Symboltaten beruhigt werden.
Durch wen? Durch Trump?

Der hat nicht wirklich ein Interesse daran, die Lage zu beruhigen. Ganz im Gegenteil.

Je aufgeheizter die Situation ist, umso mehr stehen seine Leute hinter ihm.
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GoldenProjectile
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Invincible1958 hat geschrieben: 2. Juni 2020 12:13 Am Wochenende gab es auch in Deutschland überall #BlackLivesMatter Demos,
wie z.B. hier in Hamburg:
Oh, ich glaube ich kenne das Viertel! Neuer Pferdemarkt?

Nach allem was ich so mitgekriegt habe hat George Floyd schon grössere Ausmasse angenommen als Rodney King 1992. Obwohl es in den USA (der Kreuzung aus Erstwelt- und Drittweltland) durchaus irgendwie zu erwarten war halte ich es schon bemerkenswert, dass sich solche Ereignisse noch nach fast 30 Jahren wiederholen.
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Casino Hille
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Sehe das wie Revoked. Die ganze Diskussion ist schnell wieder vorbei, jeder will jetzt sein anti-rassistisches Image festigen und bald sterben die Schwarzen durch Polizeigewalt in den USA wieder anonym, anders als George Floyd, dessen Schicksal jetzt ausnahmsweise mal öffentlich geworden ist.
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Revoked
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@Samdis letzten Post (habe vergessen auf zitieren zu klicken)

Was weiß ich, auf irgendeinen medial wirksamen Schund kommen die Berater schon:

- Vielleicht durch ein(e) dunkelhäutige(n) Vizepräsident(in) unter Biden?
- Trump holt einen Marionetten-Typen in sein Beraterteam der einer „ethnischen“ Minderheit angehört
- etc.
Zuletzt geändert von Revoked am 2. Juni 2020 12:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Invincible1958
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Samedi hat geschrieben: 2. Juni 2020 12:43
Revoked hat geschrieben: 2. Juni 2020 12:38 die werden über kurz oder lang mit ein paar politischen Symboltaten beruhigt werden.
Durch wen? Durch Trump?

Der hat nicht wirklich ein Interesse daran, die Lage zu beruhigen. Ganz im Gegenteil.

Je aufgeheizter die Situation ist, umso mehr stehen seine Leute hinter ihm.
Das befürchte ich auch.

Nur 13% der Einwohner der USA sind schwarz.
Da gibt es noch genug Weiße, die nicht mit auf die Straße gehen.

Und wie Samedi sagt: je mehr Krawalle es gibt, umso mehr wollen seine Anhänger, dass er hart durchgreift.
Wenn es zu 100% nur friedliche Proteste gäbe, dann wäre der Druck auf Trump höher, denke ich.
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Revoked
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Casino Hille hat geschrieben: 2. Juni 2020 12:51 ...jeder will jetzt sein anti-rassistisches Image festigen und bald sterben die Schwarzen durch Polizeigewalt in den USA wieder anonym, ...
Das ist vor allem bei „den Sozial-Mediendeutschen„ so lächerlich. Ein Nachbar von mir postet groß das Bild von Jayden Sancho mit seinem Anti-Rassismus Shirt..... der Typ ist großer BVB Fan und meiner Meinung nach eher „Rechts“ einzuordnen. Aber „was da in den USA abgeht“ (empörter Tonfall), das ist ja unglaublich. Unglaublich ist vor allem der Alltagsrassismus, der in allen Köpfen steckt, den sich aber kaum jmd selbst eingesteht #2015.
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Samedi
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Revoked hat geschrieben: 2. Juni 2020 12:52 - Vielleicht durch ein(e) dunkelhäutige(n) Vizepräsident(in) unter Biden?
Klar, wenn Trump nicht mehr Präsident ist, dann wird sich die Lage glaub ich auch beruhigen.

Bzw. gibt es dann eben wieder die Demos von der anderen Seite.
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Casino Hille
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Revoked hat geschrieben: 2. Juni 2020 12:57 Ein Nachbar von mir postet groß das Bild von Jayden Sancho mit seinem Anti-Rassismus Shirt..... der Typ ist großer BVB Fan und meiner Meinung nach eher „Rechts“ einzuordnen. Aber „was da in den USA abgeht“ (empörter Tonfall), das ist ja unglaublich.
Großartig. :roll: Aber selbst nie mit einem Schwarzen geredet haben, sich auch sonst nicht für die Pespektive von PoC interessieren etc. Das ist leider auch ein Trend, der sich derzeit zum x-ten Mal in Sozialen Netzwerken zeigt. Da ist es wichtiger, das eigene Nicht-Rassist sein zu bekunden, als würde das irgendwem irgendetwas bringen. An der Stelle kann ich nur das wunderbare Buch "Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche" von Reni Eddo-Lodge empfehlen, dass sich (wenn auch stark aus britischer Sicht) sehr schön mit den Themen White Privilege, White Supremacy und auch "positivem Rassismus" (der natürlich nichts gutes ist) auseinandersetzt. Ein Thema, welches übrigens auch filmisch von Jordan Peele in seinen zwei Horror-Genrebeiträgen "Get Out" und "Us" stark dargestellt wird.
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GoldenProjectile
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Es sollte hier eh mehr um die Polizeigewalt bzw. die Tötung gehen als um Rassismus.

Ich will hier nichts verharmlosen, und Rassismus ist bei dem Thema sicher ein zentraler Aspekt. Aber ich bin für Gleichberechtigung durch Gleichberechtigung, nicht Gleichberechtigung durch Quoten und Gegenaktionen, egal ob es um Hautfarbe oder Geschlecht geht. Mancher Push für mehr Gleichberechtigung scheint mir ebenso stark in Schubladen zu denken wie die eigentlichen Ungleichheiten, und sind für mich daher kontraproduktiv. In diesem Beispiel wäre die Reaktion wohl eine ganz andere, wenn Floyd weiss gewesen wäre.
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