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Henrik
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Revoked hat geschrieben: 12. August 2020 08:22 Schon historisch. Da hat man die Chance Trump das Amt abzunehmen und dann ist der Kandidat der Demokraten noch älter und vergreister als sein potentieller Vorgänger.
Das ist sogar noch heftiger als du vermutlich denkst. Biden wäre schon bei Amtseinführung (!) älter als Reagan am Ende seiner zweiten Amtszeit. Er wäre also vom Tag seiner Vereidigung an der bisher älteste US-Präsident. Bei Sanders wäre das das selbe gewesen.

Hier sieht man eine interessante Grafik.
HCN007 hat geschrieben: 12. August 2020 19:54Biden wird durchaus an diversen früheren rassistischen und sexistischen Vorfällen scheitern und auch Harris mit ein paar Vorfällen der Vergangenheit konfrontiert

Wie wir alle wissen, ist Trump überhaupt nicht rassistisch oder sexistisch. :lol: Völlig absurd, diese Vorstellung :wink:
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GoldenProjectile
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Henrik hat geschrieben: 14. August 2020 10:24Das ist sogar noch heftiger als du vermutlich denkst. Biden wäre schon bei Amtseinführung (!) älter als Reagan am Ende seiner zweiten Amtszeit. Er wäre also vom Tag seiner Vereidigung an der bisher älteste US-Präsident. Bei Sanders wäre das das selbe gewesen.

Hier sieht man eine interessante Grafik.
Genau, Trömp war der älteste Präsident bei Amtseinführung, das ist vier Jahre her, Biden ist älter als Trömp und Sanders wäre noch älter als Biden.

Normalerweise brauche ich das nicht als Kriterium, finde auch dieses Gerede um "alte weisse Männer" oft ein etwas blödes und einengendes Argument im Bestreben um vermeintliche Gleichberechtigung, aber 70-80 sind einfach Alterskategorien in denen das Amt des US-Präsidenten allmählich nicht mehr passt, vor allem wenn die Kandidaten alle so vor sich hingreisen und auch mental oft nicht mehr ganz auf der Höhe wirken.

Der jüngste war glaube ich JFK mit Anfang 40. Kann die Grafik leider nicht sehen, weil ich nicht bei der NZZ registriert bin.
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AnatolGogol
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Wo ist das Problem? Biden wäre selbst nach 2 Amtszeiten immer noch jünger als Connie Adenauer bei dessen Amtsende. Ihr Jungspunde könnt das ja noch nicht wissen, aber die wahre Weisheit liegt im Alter! :D
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Henrik
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Also ich sehe die Grafik auch ohne Anmeldung. Vielleicht funktioniert der Zugriff nur aus Deutschland.
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GoldenProjectile
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Henrik hat geschrieben: 14. August 2020 11:00 Vielleicht funktioniert der Zugriff nur aus Deutschland.
Das wäre aber seltsam bei einer Schweizer Zeitung. Andererseits habe ich schon immer gewusst, dass Zürich nicht zu uns gehört... :lol:
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GoldenProjectile
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AnatolGogol hat geschrieben: 14. August 2020 10:48 Wo ist das Problem? Biden wäre selbst nach 2 Amtszeiten immer noch jünger als Connie Adenauer bei dessen Amtsende. Ihr Jungspunde könnt das ja noch nicht wissen, aber die wahre Weisheit liegt im Alter! :D
Mit dem Amipräsi ist es wie mit der Doppelnull: Rüstigkeit ist gefragt, dann spielt das Alter keine Rolle! Daraus folgt:

- Der rüstige Tim -> kann immer noch Bond spielen
- Der tattrige Joe -> kann kein Präsi mehr sein

:lol:
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Casino Hille
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HCN007 hat geschrieben: 12. August 2020 19:54 Gerade auch im Bereich der linken multikulturellen und intersektionalen Wählerschaft wird Harris durchaus vielleicht auch als nicht weiß - und auch als nicht schwarz genug angesehen.
Ja, und ich kann nicht verstehen, wie die Demokraten so blöd sein können, in diesem Jahr nicht mit einem/einer schwarzen PräsidentIn anzutreten. Black Lives Matter wird neben Covid-19 das zentrale Thema im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft werden, und die Demokraten hätten alle Chancen, dieses Thema auch in einer Person zu vereinigen. Michelle Obama wäre beispielsweise eine großartige Kandidatin, um wirklich eine Chance gegen Trump zu haben, die will aber wohl nicht. Mit einem alten, greisen, weißen Mann gegen Trump anzutreten trifft allerdings immerhin voll mein Komik-Zentrum. Vielleicht klappt es ja sogar, dann wäre der Lacher perfekt.
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Samedi
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Casino Hille hat geschrieben: 14. August 2020 11:49 ich kann nicht verstehen, wie die Demokraten so blöd sein können, in diesem Jahr nicht mit einem/einer schwarzen PräsidentIn anzutreten.
Identity Politics dürfen auch nicht zu einem reinen Selbstzweck verkommen. Jemanden nur wegen seiner Hautfarbe zu besetzen, bringt uns auch nicht weiter. Und weder Harris noch andere POC, die aktuell für solche Ämter gehandelt werden oder wurden (wie z. B. Val Demings oder Susan E. Rice) stehen wirklich für das, wofür die Leute von #BlackLivesMatter und #DefundThePolice auf die Straße gehen. Michelle Obama übrigens auch nicht.

Für diese Leute wäre Bernie Sanders viel wählbarer, auch wenn er selbst nicht die gleiche Hautfarbe hat wie sie.
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Invincible1958
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Samedi hat geschrieben: 14. August 2020 13:59
Casino Hille hat geschrieben: 14. August 2020 11:49 ich kann nicht verstehen, wie die Demokraten so blöd sein können, in diesem Jahr nicht mit einem/einer schwarzen PräsidentIn anzutreten.
Identity Politics dürfen auch nicht zu einem reinen Selbstzweck verkommen. Jemanden nur wegen seiner Hautfarbe zu besetzen, bringt uns auch nicht weiter. Und weder Harris noch andere POC, die aktuell für solche Ämter gehandelt werden oder wurden (wie z. B. Val Demings oder Susan E. Rice) stehen wirklich für das, wofür die Leute von #BlackLivesMatter und #DefundThePolice auf die Straße gehen. Michelle Obama übrigens auch nicht.

Für diese Leute wäre Bernie Sanders viel wählbarer, auch wenn er selbst nicht die gleiche Hautfarbe hat wie sie.
Genau das ist der Punkt.
Genauso wie man niemanden wegen seiner Hautfarbe runtermachen sollte, sollte man auch niemanden wegen seiner Hautfarbe hochjubeln.
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Casino Hille
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Invincible1958 hat geschrieben: 14. August 2020 14:14
Samedi hat geschrieben: 14. August 2020 13:59 Identity Politics dürfen auch nicht zu einem reinen Selbstzweck verkommen. Jemanden nur wegen seiner Hautfarbe zu besetzen, bringt uns auch nicht weiter.
Genauso wie man niemanden wegen seiner Hautfarbe runtermachen sollte, sollte man auch niemanden wegen seiner Hautfarbe hochjubeln.
Habe ich ja auch nicht getan. Seltsame Schlussfolgerung, die ihr da zieht.

Und doch: Ein PoC-Politiker, der sich für Black Lives Matter stark macht, wäre für diese Community mehr Wert, als ein weißer Politiker, der sich für Black Lives Matter stark macht – auch wenn das natürlich ebenfalls lobenswert und wichtig ist.
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Casino Hille hat geschrieben: 14. August 2020 14:25 Ein PoC-Politiker, der sich für Black Lives Matter stark macht, wäre für diese Community mehr Wert, als ein weißer Politiker, der sich für Black Lives Matter stark macht – auch wenn das natürlich ebenfalls lobenswert und wichtig ist.
Aber Michelle Obama macht sich ja eben gerade nicht für die Forderungen von #BlackLivesMatter stark.

Wenn es darum ginge, eine schwarze (Vize-)Präsidentschaftskandidatin zu finden, die auch voll hinter #BlackLivesMatter, #DefundThePolice, dem #GreenNewDeal und #MedicareForAll steht und auch im richtigen Alter ist, dann würde mir aktuell vor allem Cori Bush einfallen.
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Wenn sich in 300 Jahren (falls der Mensch dann nicht eh schon ausgestorben ist) rein gar nichts an gesellschaftlichen Gräben zwischen Geschlechtern oder Hautfarben oder was auch immer geändert hat wird vielleicht mal jemand erkennen in welch krassem Widerspruch zur angestrebten Gleichberechtigung dieses Schubladendenken steht, bei dem jede/r ein Label mit Mann, Frau, Schwarz oder Weiss auf die Stirn geklatscht kriegt.
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Klar ist das Schubladendenken, aber sehr viel unproblematischer als andersrum. So zu tun, als gäbe es keine Hautfarbe (und vor allem keine Diskriminierung wegen Hautfarbe) macht das Problem auch nicht wett, deswegen sind Sätze wie "Für mich gibt es weder schwarz noch weiß" auch so großer Kokolores, weil sie nicht nur die Hautfarbe negieren, sondern auch die damit verbundene Diskriminierung. Eins ist nämlich klar: Gleichberechtigung kommt nicht von selbst, also muss sie in Teilen forciert werden. Ich sehe da nichts problematisches dran, mehr schwarze Politiker zu fordern oder sich zu wünschen, dass gerade für Themen wie Rassismus auch glaubwürdige politische Repräsentanten gefunden werden. Weiß Bernie Sanders wie es ist, als schwarze Frau in den USA aufzuwachsen? Wohl eher nicht. Ich übrigens auch nicht. Um das zu erfahren, müssten eben die Betroffenen zu Wort kommen dürfen. Gilt in der Politik, gilt in der Kunst, gilt überall. Und wenn sie von selbst nicht zu Wort kommen, muss man es ihnen geben.

Davon abgesehen: Mir ist es lachs, wer im weißen Haus den Otto markiert. Aber warum die Demokraten den Black Lives Matter Rummel nicht nutzen, um daraus einen guten Kandidaten zu backen, will mir nicht in den Sinn. Jetzt mit einer verhältnismäßig jungen, schwarzen Frau Wahlkampf zu machen, ist quasi ein offenliegendes Geschenk, dass man nur noch annehmen muss. Aber nein: Stattdessen ist Opa Biden am Werk.
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Casino Hille hat geschrieben: 14. August 2020 17:32 ....Aber warum die Demokraten den Black Lives Matter Rummel nicht nutzen, um daraus einen guten Kandidaten zu backen, will mir nicht in den Sinn...
1. Biden wurde vor dem Black Wives Matter Hype „gewählt“
2. Sind die „Demokraten“ als Partei ebenso wenig an echter Demokratie und wirklicher Chancengleichheit interessiert wie die Reps. Das passt einfach nicht gut in die amerikanische Demokratiesimulation.
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Da hast du völlig recht. Dennoch glaube ich: Wenn du gegen Donald Trump Chancen haben willst, dann nicht mit einem greisen, weißen Mann. Und das zeigt die aktuelle Lage deutlich. Aber vielleicht macht ja das kleinere Übel von den Biden Kandidaten das Rennen...
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