Wie findet ihr LTK?

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Re: Filmbesprechung: "Licence to Kill (LTK)"

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GoldenProjectile hat geschrieben: 13. April 2020 21:53 Dein Link geht auf die Übersicht aller Bilder. Falls du das im Hotelzimmer meinst, das ist eine geschnittene Szene.

Ab 1:48



Hatte ich übrigens schon erwähnt dass LTK - oder wie er eigentlich heisst, Man on Holiday - meine liebste Rom-Com ist? :D

Edit: Link korrigiert.

😳 die ganzen Szenen habe ich noch nie gesehen!!!! Warum hat uns John die geschnitten???? Arrrrrrghhhh. So megaultrageilgut. Danke. (Kannte bislang nur 2 tatsächlich überflüssige Sharky Szenen auf der 2ten DVD der Ultimate Edition).

😘 romantische Komödien sind quasi Teil meines Namens....
Der irre Flic mit heißem Blick

Re: Filmbesprechung: "Licence to Kill (LTK)"

707
Eigentlich ist es verwunderlich, dass LTK den Ruf hat, der brutalste Film der Reihe zu sein. Erstaunlicherweise gibt es in den anderen Filmen vergleichbare Szenen:
  • Folter von Felix/Tötung von Killifer = Hai-Szene aus TB (der "kleine Fisch")/Helga Brandt, YOLT
  • Tötung von Dario = Tötung von Carver aus TND
  • Tötung von Sanchez = Tötung von Morzeny und seinen Kameraden in FRWL
  • Tötung von Krest = Tötung von Kananga aus LALD
Wobei vieles in LTK deutlich brutaler und deutlicher umgesetzt ist (etwa wenn die Kamera direkt auf Felix' abgebissenes Bein gerichtet ist) und der Film auch einen aggressiveren Unterton hat. In der Summe kommt in LTK dann doch etwas mehr an Gewalt zusammen. Im Ergebnis kann ich deshalb verstehen, warum LTK als der brutalste Film zählt.

Besonders brutal ist es etwa auch, wenn Sanchez gegen Ende des Films auf den Arm seines toten Geschäftspartners tritt, um an das Geld zu kommen und ihn dabei überhaupt nicht beachtet. Als wäre das Abfall.
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND

John Landis zu "Licence to Kill (LTK)"

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In einem Interview zwischen dem Buchautoren Mark Edlitz und John Landis kommt es zur Sprache, dass dem "Blues Brothers"-Regisseur im Hause Broccoli rund zehn Wochen vor Drehbeginn die Regie zu LICENCE TO KILL angeboten worden sei. Talisa Soto wäre zu dem Zeitpunkt gerade gecastet worden. John Landis hätte das Drehbuch und die Ausrichtung des Films aber nicht gefallen und war sich darüber im Klaren bei einem Bond-Film auch keinen final cut zugestanden zu bekommen.

Das liest sich natürlich sehr surreal, vor allem wenn man bedenkt, dass John Glen als damaliger Haus- und Hof-Regisseuer bei den anderen Bond-Produktionen doch sehr früh involviert war.

Damit ergeben sich natürliche haufenweise „was wäre wenn“-Fragen, wobei Timothy Daltons Aversion hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit John Glen erst bei seiner angekündigten Besetzung als Christoph Columbus für die Salkind-Produktion „Christopher Columbus: The Discovery“ (1992) deutlich zu Tage trat, als der Schauspieler – nach dem Austausch von George Pan Cosmatos und der Umbesetzung von John Glen auf dem Regieposten – seinen Rückzug aus dem Projekt antrat.
Ob Timothy Dalton schon bei THE LIVING DAYLIGHTS (1987) keinen Draht zu John Glen besaß, ist bisher in Quellen nicht deutlich ausfindig zu machen, während bei LICENCE TO KILL (1989) die Differenzen zwischen Regisseur und Hauptdarsteller während der Dreharbeiten wohl deutlich zum Vorschein gekommen sind. Vielleicht war dies - neben dem Boxoffice-Ergebnis – ein Grund weshalb John Glen für einen weiteren Bond-Film nie wieder in Betracht gezogen worden ist.


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Re: Filmbesprechung: "Licence to Kill (LTK)"

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Ich lese solche bislang in der Vergangenheit begrabene Enthüllungen immer mit großer Begeisterung, vermutlich weil es etwas von der Bergung einer Jahrhundertelang verschollenen archäologischen Kostbarkeit hat. Aber wie du schon schriebst machen die Details stutzig wenn man sie mit den bereits bekannten Fakten vergleicht. Merkwürdig ist einerseits, dass Glen selbst betont an der kompletten Prepro zu LTK bzw. Licence Revoked beteiligt gewesen zu sein und andererseits erscheint es widersinnig, dass - egal von wem die Initiative ausging, Studio oder EON - man nach einem allgemein als kommerziellen Erfolg eingestuften Film wie TLD incl. erfolgreicher Einführung eines neuen Hauptdarstellers den Regisseur austauschen wollte. Letzteres ergäbe eigentlich nur dann Sinn, wenn Dalton tatsächlich gegen eine erneute Besetzung Glens interveniert hätte. Allerdings erscheint es dennoch mehr als merkwürdig, dass dies offensichtlich dann erst so spät im (Vor-)Produktionsprozess angegangen wurde (Dalton hätte doch vermutlich bereits direkt nach TLD Einwände geäussert) und mehr noch, dass man nach Landis Abwinken dann nicht nach einer weiteren Alternative gesucht und stattdessen Daltons mögliche Einwände ignoriert hat. Man engagiert einen bewährten Regissseur, lässt ihn in maßgeblich den anstehenden Film vorbereiten, nur um ihn dann im Rahmen des ohnehin eigentlich deutlich zu knappen Budgets vergleichsweise kurz vor Drehbeginn gegen eine höchstwahrscheinlich deutlich teurere Big-Name-Alternative ohne echte kreative Einflussmöglichkeit austauschen zu wollen. Irgendwie passt das alles nicht zusammen, aber es regt tatsächlich die Phantasie an über die Implikationen dieser Geschichte nachzudenken. :)
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Filmbesprechung: "Licence to Kill (LTK)"

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In den Annalen des Netzes ist das Angebot des Regiepostens an John Landis bisher immer mit dem Jahr 1990 – im Zusammenhang mit den ursprünglich angedachten Dreharbeiten zu BOND 17 – in Verbindung gebracht worden, bevor diese bekanntlich gestoppt werden.


Zum Sommer 1988 hat Landis gerade COMING TO AMERICA (aka DER PRINZ VON ZAMUNDA) mit Eddie Murphy in der Hauptrolle abgeschlossen, der danach seinen Siegeszug in den Kinos antritt und mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 288 Millionen US-Dollar endet und damit zum finanziell größten Erfolg in Landis Karriere wird.
Die Planungen zu LICENCE TO KILL sind zu dem Zeitpunkt fast abgeschlossen und der Aufbau der Setstrukturen unter dem Produktionsdesigner Peter Lamont in den Estudios Churubusco in Mexiko-Stadt befinden sich im vollen Gange, so dass man sich die Anfrage von Seiten Albert R. Broccolis kaum erklären kann.

Tatsache ist, dass die Zuschauerzahlen bei der Premiere von THE LIVING DAYLIGTS (1987) sowohl in den USA (eine Million weniger) als auch in der (alten) Bundesrepublik Deutschland (3.1 Mio zu 3.37 Mio verkaufte Eintritte) rückläufig zum Vorgänger A VIEW TO A KILL (1985) sind, auch wenn das weltweite Endergebnis als reine Zahl von 191.2 Millionen US-Dollar von der Presse gewürdigt wird und die Aussage damit im Raum steht, dass der Jubiläumsfilm zum 25jährigen Bestehen der Filmreihe 1988 der vierterfolgreichste Bond-Film innerhalb des Franchise ist. Inflationsbereinigt weiss man heute, dass Timothy Daltons Debüt in der Bond-Rolle das drittschwächste Ergebnis aller offiziellen Serienbeiträge erzielt hat.
Diesbezüglich ist leider nicht auszuschliessen – wie persönlich jeder den Iren Pierce Brosnan und den Waliser Timothy Dalton in ihrer Performance als Bond-Darsteller schätzen und bewerten mag – dass der finanzielle Befreiungsschlag mit einem neuen 007-Schauspieler 1987 nicht eingetreten ist und man mit Pierce Brosnan wahrscheinlich eher ein Ergebnis von über 235 Millionen US-Dollar geholt hätte.
Da John Glen von Seiten des finanzierenden Studios MGM/UA nie als etablierter Regisseur angesehen wird, bleibt das Budget für jeden seiner Bond-Arbeiten inflationsbereinigt angepasst, so dass die Ausgaben immer gleich bleiben, während das Einspielergebnis bei fast jeder Filmepisode in den Achtzigern verstärkt abschmilzt.

Da macht eine Verführung dann schon mal Sinn einen Regisseur wie John Landis mit dem „sprichwörtlichen Angebotshaken“ zu ködern, wobei man gefühlt als Leser in Sachen Bondfan-Memmorabilien immer wieder den Eindruck gewinnt, dass solche Anfragen von Seiten Broccolis vielen Menschen um den Mund geschmiert worden ist – und es das eine ist, solch eine Frage gönnerhaft in den Raum zu stellen und eine andere dieser Person am Ende auch den Job zuzusagen.

So dürften sich viele Angesprochene gebauchgepinselt gefühlt haben, aber ob es danach auch immer zu einem Vertrag gekommen wäre, steht auf einem anderen Blatt. Das geschickte an der Situation ist wahrscheinlich, dass der/die Angesprochene sich so ernsthaft die Frage stellt, ob er/sie sich den besonderen Spielregeln dieser Filmreihe verpflichten will oder doch einen regulären Karriereweg einschlagen möchte, der ihn /sie nicht auch Jahre später bei der Presse nur auf die Personalie bei BOND reduziert sehen möchte, sondern dass das aktuelle / neue Projekt im Vordergrund steht.


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Re: Filmbesprechung: "Licence to Kill (LTK)"

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photographer hat geschrieben: 5. Dezember 2020 15:19 .
In den Annalen des Netzes ist das Angebot des Regiepostens an John Landis bisher immer mit dem Jahr 1990 – im Zusammenhang mit den ursprünglich angedachten Dreharbeiten zu BOND 17 – in Verbindung gebracht worden, bevor diese bekanntlich gestoppt werden.
So hatte ich das bislang auch immer aufgeschnappt gehabt und das klang auch recht nachvollziehbar, gerade weil man nach Jahrzehnten von bewährten "kleinen" Regielösungen eine Art Befreiungsschlag mit einem größeren Namen versuchen wollte (dazu passt auch die Personalie Rennie Harlin, die wenig später im EON-Kosmos diskutiert wurde).

photographer hat geschrieben: 5. Dezember 2020 15:19 Zum Sommer 1988 hat Landis gerade COMING TO AMERICA (aka DER PRINZ VON ZAMUNDA) mit Eddie Murphy in der Hauptrolle abgeschlossen, der danach seinen Siegeszug in den Kinos antritt und mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 288 Millionen US-Dollar endet und damit zum finanziell größten Erfolg in Landis Karriere wird.
Die Planungen zu LICENCE TO KILL sind zu dem Zeitpunkt fast abgeschlossen und der Aufbau der Setstrukturen unter dem Produktionsdesigner Peter Lamont in den Estudios Churubusco in Mexiko-Stadt befinden sich im vollen Gange, so dass man sich die Anfrage von Seiten Albert R. Broccolis kaum erklären kann.
Genau das waren auch meine Gedankengänge.

photographer hat geschrieben: 5. Dezember 2020 15:19 Tatsache ist, dass die Zuschauerzahlen bei der Premiere von THE LIVING DAYLIGTS (1987) sowohl in den USA (eine Million weniger) als auch in der (alten) Bundesrepublik Deutschland (3.1 Mio zu 3.37 Mio verkaufte Eintritte) rückläufig zum Vorgänger A VIEW TO A KILL (1985) sind, auch wenn das weltweite Endergebnis als reine Zahl von 191.2 Millionen US-Dollar von der Presse gewürdigt wird und die Aussage damit im Raum steht, dass der Jubiläumsfilm zum 25jährigen Bestehen der Filmreihe 1988 der vierterfolgreichste Bond-Film innerhalb des Franchise ist. Inflationsbereinigt weiss man heute, dass Timothy Daltons Debüt in der Bond-Rolle das drittschwächste Ergebnis aller offiziellen Serienbeiträge erzielt hat.
Diesbezüglich ist leider nicht auszuschliessen – wie persönlich jeder den Iren Pierce Brosnan und den Waliser Timothy Dalton in ihrer Performance als Bond-Darsteller schätzen und bewerten mag – dass der finanzielle Befreiungsschlag mit einem neuen 007-Schauspieler 1987 nicht eingetreten ist und man mit Pierce Brosnan wahrscheinlich eher ein Ergebnis von über 235 Millionen US-Dollar geholt hätte.
Da John Glen von Seiten des finanzierenden Studios MGM/UA nie als etablierter Regisseur angesehen wird, bleibt das Budget für jeden seiner Bond-Arbeiten inflationsbereinigt angepasst, so dass die Ausgaben immer gleich bleiben, während das Einspielergebnis bei fast jeder Filmepisode in den Achtzigern verstärkt abschmilzt.
Das stimmt natürlich (wobei es interessant ist, dass man die Budgetzahlen in früheren Quellen auch anders und gerade hinsichtlich TLD vorteilhafter lesen konnte, so schrieb Kocian noch von 32 Mio $, was für mich eigentlich auch immer schlüssig klang, da die EON-Verantwortlichen ja mehrfach von praktisch gleichbleibenden Budgets in den 80ern sprachen - und den damit verbundenen Problemen aufgrund abnehmender Kaufkraft - und da sind die 40 Mio dann schon ein merkwürdiger Ausreiser), allerdings macht mich auch hier stutzig, dass man dann erst so spät reagiert hat. Wenn MGM/UA also stinkig waren wegen des nicht wie erwartet verlaufenden Umsatzes/Gewinns mit TLD und hier die (Mit-)Schuld bei Glen sahen, warum dann zulassen dass Cubby ihm die PrePro anvertraute? Sinniger wäre doch ein Veto von Anfang an gewesen.
photographer hat geschrieben: 5. Dezember 2020 15:19Da macht eine Verführung dann schon mal Sinn einen Regisseur wie John Landis mit dem „sprichwörtlichen Angebotshaken“ zu ködern, wobei man gefühlt als Leser in Sachen Bondfan-Memmorabilien immer wieder den Eindruck gewinnt, dass solche Anfragen von Seiten Broccolis vielen Menschen um den Mund geschmiert worden ist – und es das eine ist, solch eine Frage gönnerhaft in den Raum zu stellen und eine andere dieser Person am Ende auch den Job zuzusagen.

So dürften sich viele Angesprochene gebauchgepinselt gefühlt haben, aber ob es danach auch immer zu einem Vertrag gekommen wäre, steht auf einem anderen Blatt.
Hehe und schon wieder ziemlich genau meine Gedankengänge. Ich hatte hier im Forum vor einiger Zeit schon einmal darüber sinniert, dass die vielen kolportierten Angebote von Seiten EONs unmöglich alle ernstgemeinte bzw. konkrete Angebote gewesen sein können - denn dafür gab es letztlich einfach zu wenige Filme :). Und die Landis-Personalie (zumindest 1988) würde ich ähnlich einstufen, einfach weil sie zu viele Ungereimtheiten mit sich bringt, als dass sie ins Gesamtbild der LTK-Situation passen würde.
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Re: Filmbesprechung: "Licence to Kill (LTK)"

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Gerade habe ich mir mal wieder LTK vor. Das hatte ich schon seit Monaten vor, aber irgendwie ist mir immer etwas dazwischegekommen.

Ich bin immer wieder begeistert. Eine überzeugende Rachestory, zwei überzeugende Hauptdarsteller, ein etwas bodenständigerer, aber dadurch keineswegs unspektakulärer Film. Der Soundtrack ist für mich das absolute Highlight der Reihe. Viele Gänseaut-Momente. Und mit Talisa Soto hat der Film auch das hübscheste Bond-Girl.

Den Beginn finde ich auch grandios. Die Gunbarrel mit Kamens Soundtrack, ein sauberer Übergang in die PTS und der Film startet direkt in die Handlung.

Übrigends finde ich es immer wieder irgendwie traurig, wenn sich Bond bei Sanchez doch als Verräter herausstellt. Vorher konnte man ja schon fast meinen, hier würde sich sich so etwas wie eine Freundschaft entwickeln. Sanches legt eben viel Wert auf Loyalität. Schlussendlich ist es aber alles gut, wie es sich im Film entwickelt. Bond hat seine Rache bekommen. Gut so. Nur dass Bond sich am Ende für Pam entscheidet, kann ich nicht verstehen.

Ach ja, der Final Fight auf den Trucks, sehr beeindruckend. Michael Kamens Soundtrack setzt dem ganzen noch die Krone auf. Ein großartiger Film. Irgendwie schafft er es dann doch nicht in die Top 3. Nicht dass LTK mich langweilen würde, aber die Top 3 (TSWLM, OHMSS und TLD) schaffen es doch, mich über die gesamte Länge mehr zu unterhalten. Trotzdem sind die knapp 2 Stunden gerade ganz schön schnell vergangen, finde ich.

Ich frage mich allerdings, wie genau Sanchez Befreiung eingeleitet wurde. Wie hat Killifer eigentlich Kontakt zu Krest aufgenommen, damit er im richtigen Moment Sanchez und Killifer befreien kann? Sanchez hat ihm ja nichts von Krest erzählt (zumindest sehen wir das nicht). Vielleicht hat er nochmal ganz alleine Sanchez verhört. Bekommt davon niemand etwas mit? Schon angesichts von Sanchez Bestechungsversuchen hätten die DEA-Leute sich doch gegenseitig besser überwachen sollen.

Auch interessant: Sanchez wurde mit dem U-Boot in eine Bananenrepublik südlich der Grenze gebracht. In Krests Fabrik bekommt er sein Geld von Sanchez und soll anschließend auch vom U-Boot weggebracht werden. Will er Sanchez folgen? Also ich weiss ja nicht, ob ich auch gegen so viel Geld alle Drähte zur Heimat kappen, mich mit Kriminellen zusammentun würde und irgendwo in einem fremden Land weiter leben wollen würde. Einen wirklichen Plan, wie Killifer anschließend weiterleben will, scheint er ja nicht zu haben. Zuhause bleiben kann er ja auch nicht, Felix hat ihn erkannt.

Bei Bonds zweiter Erkundung von Krests Labor sieht man, dass gerade in dem Moment, in dem Bond eindringt, ein U-Boot ausläuft. Krest (?) sagt auch zu Killifer, dass das U-Boot in 20 Minuten (oder war es eine Stunde?) zurück ist, um Killifer abzuholen. Dann saß vermutlich Sanchez in dem U-Boot, als Bond in die Fabrik eingedrungen ist. Da hätte Bond ihn doch schon dort erledigen können :) Aber dann wäre der Film nicht einmal halb so spannend gewesen :) Eigentlich ist das ziemlich belanglos, ich finde das aber trotzdem interessant.

LTK dürfte wohl auch der Film sein, in der Bond am spätesten vom Bösewicht enttarnt wird. Und das, obwohl Bond auf den Bösewicht so früh trifft wie in fast keinem anderen Film. Schon in der PTS.

Was gibt es da noch für Beispiele, in denen der Bösewicht schon in der PTS auftritt:
DAF, aber das wussten beide Seite schon, wer der andere ist.
TMWGG, aber da treffen Bond und Scaramanga nicht aufeinander (von der Wachsstatue mal abgesehen)
FYEO. Blofeld ist aber kaum der Hauptbösewicht.
GE, hier ist Bond aber quasi auch schon sofort enttarnt.
TWINE, allerdings sieht man Renard nicht (dass er der Mann war, der den Schiff auf das Büro in Bilbao abgegeben hat, weiss man nur aus den detelet scenes und Renard erzählt es später.
DAD, hier wird Bond auch sofort enttarnt.

Angesichts dessen, wie lange die beiden Kontakt hatten (und das meine ich gar nicht unbedingt auf die PTS bezogen), ist es erstaunlich, wie spät Bond enttarnt wurde. In anderen Filmen treibt sich Bond auch lange Zeit mit dem Bösewicht rum (z.B. in GF, TB, TMWTGG), aber da wissen beide Seiten, was Sache ist. Dass Bond so spät enttarnt wird, macht die Sache ganz interessant. Zumal Sanchez Bond auch nicht allzu wenig Vertrauen zu schenken scheint.
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND

Re: Filmbesprechung: "Licence to Kill (LTK)"

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Gut möglich. Dario kennt Bond ja auch nur aus der Kneipenszene mit Pam.

In LTK gibt es auch einige Dinge, die etwas weit hergeholt sind, insbesondere im Final Fight. Ich meine mal gelesen zu haben, dass die Druckluftbremse beim Durchschneiden der Bremsleistungen eigentlich bremsen müsste und der LTK also nicht unkontrolliert weiterrollen würde, wie es im Film passiert. Und dass Bond mit dem Truck einfach mal nur auf der Hinterachse fährt, ist sowieso ziemlich weit hergeholt.

Wie auch immer, darüber kann ich hinwegsehen. Ein großartiger Film.
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND

Re: Filmbesprechung: "Licence to Kill (LTK)"

716
Vielleicht dürfen wir davon ausgehen, dass in Südamerika die technischen Finessen eines LKW schon einmal durch mangelnde Wartung außer Kraft gesetzt werden ; - )
Letzten Endes sind alle LKW-Stunts ohne CGI entstanden, also gab es einen LKW, der sich auf die Hinterräder stellen konnte.
(Ich las mal was von 12 LKW, die für die Stunts gebaut wurden)

Re: Filmbesprechung: "Licence to Kill (LTK)"

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Habe gestern auch nochmal LTK gesichtet. Eigentlich hätten ja Sanchez Handlanger Bond im Casino erkennen müssen. Schließlich stand man sich ja bereits in der PTS fast Auge in Auge. Ach ja, wie kommen die eigentlich von den Bahamas zurück nach Isthmus City?

Und warum darf Krest noch weiter mit seinem Boot "forschen", nachdem seine Halle als Drogenumschlagsplatz aufgeflogen ist?

Da hat Sanchez wohl wieder paar Leute nördlich der Grenze bestochen :D

Re: Filmbesprechung: "Licence to Kill (LTK)"

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Kurze Frage zum Making-of:
  • Dalton wurde am Flugzeug tätig, aber nur "am Boden"
  • Die Szenen, in denen man eindeutig erkennt, dass das Flugzeug in der Luft ist, wurden mit einem Stuntman gefilmt; hier flog das Flugzeug auch wirklich
  • Broccoli wollte schon nicht, dass Dalton die Szenen spielt, in denen das Flugzeug-Modell am Boden steht (in der Handlung allerdings fliegt)
Richtig?
Carsten1899 hat geschrieben: 21. Dezember 2020 11:06 Eigentlich hätten ja Sanchez Handlanger Bond im Casino erkennen müssen. Schließlich stand man sich ja bereits in der PTS fast Auge in Auge.
Das verstehe ich gerade nicht. Welchen Handlanger aus der PTS meinst du?
Carsten1899 hat geschrieben: 21. Dezember 2020 11:06 Ach ja, wie kommen die eigentlich von den Bahamas zurück nach Isthmus City?
Meinst du damit Sanchez? Ich nehme an, genauso wie Killifer es versuchen wollte, also mit dem U-Boot.
Staiger hat geschrieben: 20. Dezember 2020 09:23 Letzten Endes sind alle LKW-Stunts ohne CGI entstanden, also gab es einen LKW, der sich auf die Hinterräder stellen konnte.
(Ich las mal was von 12 LKW, die für die Stunts gebaut wurden)
Im Making-of ab 21:40. Unglaublich :shock:
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND