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Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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00Spion hat geschrieben: 5. September 2021 01:47 Wieso sollte der Filmbond über diesen Dingen stehen? Gerade das macht ihn doch menschlicher. :?
Er rächt:
- Felix' Verstümmelung und Deborahs :?: (verdammt was steht denn auf dem blöden Feuerzeug drauf?) Tod
- er verfolgt unerbittlich die Hintergründe von Vespers Tod (ohne Rücksicht auf Verluste; auf etwas unerwartete Weise erhält er sogar seine "Rache" an Mr.White) (ok, ich verstehe deinen Punkt, aber die Art und Weise wie er zu Antworten gelangt dient schon ein wenig als Ventil für seine Wut, er läuft zugegebenermaßen schon etwas rambomäßig durch den Film, "Leichen pflastern seinen Weg" :lol: )
- er verfolgt Blofeld (wobei bei Connery in Diamantenfieber der Racheaspekt nicht so sehr im Vordergrund steht, auch wenn er dabei ein, zwei oder drei der Doppelgänger recht humorlos liquidiert)
- und bei der Tötung der Messer-Zwillinge erwähnt er explizit die Rache für 009s Tod, wobei die weniger persönlicher als vielmehr beruflicher Art ist (es ist davon auszugehen, dass er 009 als Kollegen kannte und schätzte, aber nicht mehr).

Zumindest die ersten beiden sind Vorfälle, in die er aufgrund der engen Beziehungen persönlich involviert ist, und den Wunsch nach Rache seinerseits verständlich machen.
Della heißt Leiters Frau ;)
Das mein ich ja, das Motiv der Rache macht den LTK-Plot zu einem der schwächsten. Bond und Leiters Beziehung ist in TLD bestenfalls kollegial, und im unmittelbaren Nachfolger sind sie best Buddies beim DEA? Das ist doch nur an den Haaren herbeigezogen um auf den Miami Vice-Zug aufzuspringen.
Und ich sehe ehrlich gesagt nicht, wo er in QoS Rambo-mäßiger als sonst mit seinen Gegnern umgeht. Mitchell und Slate tötet er aus Notwehr, der SIB-Agent in Bregenz wird von Greene und seinen Männern erschossen. Bond gerät nur dauernd in ungünstige Situationen und seine Vorgesetzten WOLLEN ihm das Rachemotiv attestieren, um seine unglücklichen Handlungen zu rechtfertigen. Und seine Gegner machen sich genau das zu Nutze. Das, was Bond in QoS falsch macht, ist die Kommunikation zu M, weil er nicht weiß, ob er ihr trauen kann. Letztlich verzichtet Bond auf Rache, weil er eben die Antworten gekriegt hat, die er braucht, um zu wissen woran er bei Vesper war.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

2237
Deborah ist die Tochter von Roger Moore.

Die Sache mit Felix ist eher der Fehler von TLD, so ungern ich dem Film auch Schwächen attestiere.

Man schaue sich mal Hedisons ersten Film an, dort geht das Verhältnis zu Bond schon eher in eine ähnliche Richtung (wobei du das vermutlich auch anders sehen wirst :)) Besteht noch das Problem mit dem Hauptdarstellerwechsel...

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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Casino Hille hat geschrieben: 5. September 2021 12:35 Rache war immer Bestandteil von Bonds Figur. In DN sieht er bei den Eckpfeilern von SPECTRE selbst die Abteilung Rache als die für ihn passende an. In GF will er Rache für Jill Masterson, in FYEO rächt er Ferrara, in OP dann 009 etc.
Das ist nicht vergleichbar. Das sind Vergeltungsschläge für gefallene Kollegen, keine persönlichen Rachemotive. Aber da du ja schon FYEO erwähnst - gerade hier versucht Bond Melina bis zum Schluss von ihrem persönlichen Rachemotiv abzubringen (das Sprichwort mit den zwei Gräbern).

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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Samedi hat geschrieben: 21. September 2021 00:37 Wie kam es eigentlich dazu, dass Tobias Menzies in QOS nicht mehr besetzt wurde? Hatte er keine Zeit oder wollte man unbedingt Bill Tanner wieder einführen?
Vermutlich letzteres. In CR schien er als eine Art Hybrid aus Moneypenny und Tanner zu fungieren. Vermisst habe ich ihn eigentlich nie... Viele sehen das hier anders, aber mir gefällt Rory Kinnear als Tanner. Er gibt eben den Musterschüler, das sorgt für Kontraste zu Craigs Herangehensweise an Bond. Nur als Teil der TKKG-Bande brauche ich Tanner nun am allerwenigsten. Vor allem wenn es darum geht den Tod eines aus 50m Höhe gefallenen Mannes zu diagnostizieren. „Tot.“ Das war nun wirklich einer der dümmlichsten Momente in SP.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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In QoS wirkt diesbezüglich vieles sehr merkwürdig und wenig durchdacht. Angefangen bei Bonds Garderobe und Frisur zu Beginn des Filmes. Aus dem Brioni-Dreiteiler wird ein flotter Tom Ford-Dienstanzug, innerhalb weniger Stunden wachsen Bonds Haare um mind 2 cm...
Das MI6-Gebäude hat sich in eine futuristische Mode- und Designagentur verwandelt, die Mitarbeiter wurden ausgetauscht... Der angespülte Fake-Yusuf und die Haarlocken-DNA Probe könnten vor Bonds Konfrontation mit White am Ende von CR stattgefunden haben.
Das ist schade, da es für die Autoren nicht sonderlich schwierig gewesen wäre etwas Zeit zwischen der Verfolgungsjagd und Whites Verhör verstreichen zu lassen. So wirkt vieles im Nachhinein herbeikonstruiert, eine Unsitte die sich in SF und SP zuspitzt. EON hat es einfach nicht so mit Kontinuität. Es würde mich auch nicht wundern wenn zu Beginn der Filmhandlung von NTTD in Matera (das Jahr 2015) Placement für Produkte aus der Gegenwart betrieben wird.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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craigistheman hat geschrieben: 21. September 2021 11:09
Casino Hille hat geschrieben: 5. September 2021 12:35 Rache war immer Bestandteil von Bonds Figur. In DN sieht er bei den Eckpfeilern von SPECTRE selbst die Abteilung Rache als die für ihn passende an. In GF will er Rache für Jill Masterson, in FYEO rächt er Ferrara, in OP dann 009 etc.
Das ist nicht vergleichbar. Das sind Vergeltungsschläge für gefallene Kollegen, keine persönlichen Rachemotive. Aber da du ja schon FYEO erwähnst - gerade hier versucht Bond Melina bis zum Schluss von ihrem persönlichen Rachemotiv abzubringen (das Sprichwort mit den zwei Gräbern).
Übrigens fand ich diese Szene schon immer reichlich skurril. Melina hat ihre Eltern verloren und Bond will sie davon abhalten, und selber bringt er ständig Leute aus noch bedeutungsloseren Motiven um, wie etwa in der schon angesprochenen Szene mit Loque.

Aber auch in anderen Filmen töten Bond ständig, auf viel unwichtigeren Motiven. Dass Bond hier jetzt plötzlich den Moralapostel spielt und am Ende auch direkt verhindert, dass Melina Kristatos umlegen kann, fand ich deshalb schon immer etwas befremdlich. In einem anderen Film hätte Bond Kristatos selber getötet.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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craigistheman hat geschrieben: 21. September 2021 11:45 So wirkt vieles im Nachhinein herbeikonstruiert, eine Unsitte die sich in SF und SP zuspitzt.
Den Übergang von CR auf QOS finde ich da aber um einiges problematischer. Eben weil ja eigentlich direkt an den Vorgängerfilm angeschlossen wird.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2021

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

2249
Auch als Fan der Mendes Filme, der QOS nicht allzu überragend finde, muss ich craigistheman hier zustimmen. Das Problem ist folgendes: Zu QOS-Zeiten hatte man noch vor, eine mehrere Film übergreifende Story zu konstruieren. Nachdem der Film nicht so gut ankam, hat man in SF etwas neues versucht. SF weist deshalb kaum Verweise auf die Vorgänger auf.

SP versucht nun, an beides anzuknüpfen. SP funktioniert für mich auch sowohl als Fortsetzung von CR & QOS einerseits, als auch als Fortsetzung von SF andererseits. Daran stört nur eines: Dem SF-Bond nehme ich nicht ab, dass er die Erlebnisse aus den beiden Vorgängern durchgemacht hat. Da fehlt mir die Verbindung. Und trotzdem wird in SP an die Handlungsstränge von beiden Filmen gleichermaßen angeknüpft.

Von daher verstehe ich auch nicht, was so problematisch daran sein soll, direkt an de Vorgängerfilm anzuknüpfen. Den Übergang von CR zu QOS finde ich um einiges glaubwürdiger als den Übergang von QOS zu SF, den es ja - nach SP-interner Logik - geben muss. Von daher muss man, wenn man SP schaut, SF als chronologischen Nachfolger von QOS betrachten. Naja :roll:

QOS als Nachfolger von CR? Passt.
SP als Nachfolger von SF? Passt.
SP als Nachfolger von QOS? Passt.
SF als Nachfolger von QOS? Nee.

Es gibt in SP deutliche Hinweise auf die drei Vorgängerfilme. In SF verweise hingegen quasi nichts auf CR und QOS. Es gibt sogar deutliche Widersprüche. Bond nutzt den Aston Martin aus GF. Steht SF jetzt etwa in Chronologie zu GF? Und warum ist das sein Privatwagen, das war doch sein Dienstwagen? Moment, in CR hat Bond einen DB5 als Privatwagen gewonnen. Aber Dimitrios' Wagen wird wohl kaum MGs und Schleudersitz gehabt haben...
Zuletzt geändert von Henrik am 21. September 2021 14:35, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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Henrik hat geschrieben: 21. September 2021 14:24 Daran stört nur eines: Dem SF-Bond nehme ich nicht ab, dass er die Erlebnisse aus den beiden Vorgängern durchgemacht hat. Da fehlt mir die Verbindung.
Naja. Zu Beginn von SF stirbt Bond ja fast. Da muss er dann ganz andere Sachen durchmachen.
Spoiler
Und am Ende stirbt dann M.
Zudem ist zwischen QOS und SF ja offenbar sehr viel Zeit vergangen. Vermutlich sogar 6 Jahre.
Henrik hat geschrieben: 21. September 2021 14:24 Von daher verstehe ich auch nicht, was so problematisch daran sein soll, direkt an de Vorgängerfilm anzuknüpfen.
Wenn es gut gemacht wäre, gar nichts. Aber dann hätte man auch (zumindest in der Eröffnungsszene) auf Kontinuität bei den Kostümen achten müssen und das MI6-Personal nicht einfach so (ohne irgendeine Erklärung) austauschen sollen.

Ich bleibe dabei, dass sowohl CR, als auch QOS besser geworden wären, wenn man beide Filme am Stück gedreht hätte. Dann wär CR auch nicht zu lang und QOS nicht zu kurz.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2021

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