Re: Danny Boyles "goldene Filmidee"

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Gernot hat geschrieben: 6. Oktober 2021 08:41
danielcc hat geschrieben: 5. Oktober 2021 21:55 Gernot eigentlich ist es genau so wie in QOS in der Oper auch wenn das natürlich Quantum und nicht Spectre war.
naja, nein. das tolle an dem Quantum-Treffen in QOS ist ja, dass niemand mitbekommt, dass hier während der Vorstellung ein Treffen stattfindet. Green will ja auch von niemanden gesehen werden. Hier in NTTD mieten sie einfach ein Gebäude, alles ist völlig offen nach allen Seiten hin, machen eine riesen Party - es stehen nur 2 Türsteher vor der Türe, die Bond und Paloma nicht einmal überprüfen.

Ist jetzt nicht wichtig für die Story und man konzentriert sich dann eh nur auf die Ana, aber ist halt auch eher "schnell" geschrieben.
Jein. Die Kommunikation dort findet ja über die Ohrstöpsel statt, also genau wie in QOS. An sich ist das ja nur eine Art "Bunga Bunga" Party für dich sich aus Kuba wohl niemand interessiert. Etwas billig ist dass Bond auf einen Blick sagt "es sind ALLE Spectre Agenten hier". Das ist so Holzhammer Script für Einsteiger ;-)
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Danny Boyles "goldene Filmidee"

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Naja, war ja eine Party zum Thronjubiläum von Blofeld. Also irgendwie schon „passend“. Und Bond sollte als Hauptact auftreten und getötet werden.

Die Party war schon eine coole old-School Idee, die auch gut in einen Connery Bond gepasst hätte.

PS: erinnert mich auch etwas an die PTS von FRWL. Findet nicht im Hintergrund zum Probemord an Bond auch eine Party auf der SPECTRE Insel statt?
„When I was beaten up, suddenly I liked the idea of being alive.“ - James Bond

Re: Danny Boyles "goldene Filmidee"

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Hannes007 hat geschrieben: 6. Oktober 2021 19:06 Party glaube ich nicht, es steht aber eine große Menge an Leuten vorm Haus als die Scheinwerfer angehen.
Die verfolgen sicher diese "Jagd". Wahrscheinlich hat Spectre überall Kameras um alles zu filmen. Das sind doch alles mehr oder weniger erfahrene Trainees auf Spectre-Island, die zugucken und die noch mehr lernen sollen.

Re: Danny Boyles "goldene Filmidee"

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danielcc hat geschrieben: 6. Oktober 2021 09:42
Gernot hat geschrieben: 6. Oktober 2021 08:41
danielcc hat geschrieben: 5. Oktober 2021 21:55 Gernot eigentlich ist es genau so wie in QOS in der Oper auch wenn das natürlich Quantum und nicht Spectre war.
naja, nein. das tolle an dem Quantum-Treffen in QOS ist ja, dass niemand mitbekommt, dass hier während der Vorstellung ein Treffen stattfindet. Green will ja auch von niemanden gesehen werden. Hier in NTTD mieten sie einfach ein Gebäude, alles ist völlig offen nach allen Seiten hin, machen eine riesen Party - es stehen nur 2 Türsteher vor der Türe, die Bond und Paloma nicht einmal überprüfen.

Ist jetzt nicht wichtig für die Story und man konzentriert sich dann eh nur auf die Ana, aber ist halt auch eher "schnell" geschrieben.
Jein. Die Kommunikation dort findet ja über die Ohrstöpsel statt, also genau wie in QOS. An sich ist das ja nur eine Art "Bunga Bunga" Party für dich sich aus Kuba wohl niemand interessiert. Etwas billig ist dass Bond auf einen Blick sagt "es sind ALLE Spectre Agenten hier". Das ist so Holzhammer Script für Einsteiger ;-)
Der Fest-/Partycharakter stört mich nicht, immerhin wird ja irgendwie Blofeld gefeiert und erfolgreiche Killer und Terroristen dürfen ihre Geschäfte ruhig bei einem eleganten Dinner besprechen und sich anschließend/in ihrer Freizeit ruhig fleischlichen Genüssen hingeben. Und Polizei, örtliche Behörden kann man ja ganz leicht bestechen damit sie ein Auge zu drücken, etc. Bloß das leichte Eindringen in die Location ist irgendwie unter Spectres Würde.

Re: Danny Boyles "goldene Filmidee"

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Das SP-Treffen als illustres Geburtstagsfest zu inszenieren, bei dem Bond als „Hauptact“ (klingt so als müsste er davor noch steppen oder strippen) getötet werden soll, erinnert irgendwie an eine Mischung aus einem Todessertreffen aus Harry Potter und Thusla Dooms ominöser Orgie aus Conan the Barabrian. Fehlt nur noch, dass die Anwesenden das Auge küssen oder abschlecken müssen. Ein Ball der Lächerlichkeiten, der Spectre jegliches Bedrohungspotential nimmt. Aber was soll's? Die Szene macht Laune und ist schön anzusehen.

Re: Danny Boyles "goldene Filmidee"

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Nico hat geschrieben: 5. Oktober 2021 23:37 Ich hab’s hier schon mal geschrieben: Kuba war mein absolutes Highlight. Ich finde tatsächlich gar nicht, dass es „reingeschrieben“ wirkt, jedenfalls nicht mehr als so vieles andere im Film. Aber der Soundtrack, Ana de Armas, die Martinis, Ana de Armas, alles wirkt so richtig schön klassisch bondig, Ana de Armas... Hach, ich bin verliebt.
Finger weg, ist meine :D

Re: Danny Boyles "goldene Filmidee"

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Aus PAUL DUNCANS - THE JAMES BOND ARCHIVES NTTD EDITION
Michael G. Wilson
In March 2017, we started developing a script with Neal Purvis and Robert Wade where Bond continues his relationship with Madeleine Swann. It also featured a toxin that targets people based on their DNA, so it was essentially an untraceable assassin. When Danny Boyle came on board as director in early 2018 he wrote a new treatment with John Hodge. We liked the emotionality of it. Their idea was that Bond had a relationship in the past - not with Madeleine - and he finds out he has a child. The idea of Bond having a child has been mooted before - a daughter was in an early Spectre script. We liked the tone of the Hodge/Boyle treatment, but as it developed it started to veer further and further away from the original story.
Danny is a fantastic filmaker, but we both realized we wanted to make different movies, so we parted on friendly terms in August 2018.
Bond... JamesBond.de

Re: Danny Boyles "goldene Filmidee"

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Das heisst also, der Film basiert wohl stark auf dem ursprünglichen Script von Purvis & Wade.

Es passt gut, dass du das gerade ansprichts, ich wollte hier ohnehin gerade einige Vermutungen etwas zu dem ursprünglichen Script schreiben.

Muss man immer noch Spoiler also solche markieren? Ich mache es einfach mal so.
Spoiler
Bond 25 sollte ursprünglich 2019 erscheinen. Das wäre genau 50 Jahre nach OHMSS gewesen. NTTD endet ähnlich heftig wie OHMSS. Die Nanobot-Geschichte weist zumindest Ähnlichkeiten zu Blofelds Plan in OHMSS auf. Im Film kommen zwei Stücke aus dem OHMSS-Soundtrack vor, was laut Zimmer, so hat Hille es von ihm gehört, nicht seine Idee, sondern die von Barbara Broccoli war. Auch das Ende des Filmes ist vergleichbar mit dem Ende von OHMSS.

Alles Zufall? Hier scheint man das 50. Jubiläum von OHMSS im Blick gehabt zu haben. Vielleicht war auch das der Grund, warum man, anders als nach SF, vier Jahre statt drei Jahre Pause eingelegt hat.

Re: Danny Boyles "goldene Filmidee"

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Dass der Film - vor allem - auf dem ursprünglichen P&W Drehbuch basiert, war mit dem Abgang von Boyle bekannt.
Unklar war bisher, welche Teile von Boyle's Script übernommen wurde, man darf nicht vergessen die Pre-Production war damals schon fortgeschritten, es wurden Sets aufgebaut usw. - deshalb behielt man ua. auch gleich die Kostümdesignerin und den Produktionsdesigner von Boyle. Und offensichtlich hat man dann zumindest jenen Teil von Boyle, dass Bond ein Kind hatte, auch ins Drehbuch von P&W eingearbeitet.
Bond... JamesBond.de

Re: Danny Boyles "goldene Filmidee"

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Was vermutlich einfacher gesagt als getan ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann basierte Boyles Script auf der Ursprungsfassung von P&W und die spätere Fassung wiederum beinhaltete Elemente von Boyle. Da würden dann vermutlich ewig Plagiatsvorwürfe über der Produktion schweben, weil man erstmal klären muss, wer da jetzt von wem klaut. Möglich, dass sich da kein Produzent für finden wird. Das wird heikel. Aber unmöglich ist das nicht. Boyle wird am besten wissen, was seine Idee war und später nicht von EON benutzt wurde. Aber ich glaube, das würde definitiv kein Agentendrama werden, damit gar nicht erst der Plagiatsverdacht aufkommt.