Wie findet ihr No Time To Die?

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Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

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00Spion hat geschrieben: 18. Oktober 2021 09:18
GoldenProjectile hat geschrieben: 18. Oktober 2021 08:26 Tom Holland wird auch in zehn Jahren nicht viel grösser als 1.70 sein. Next, please.
Dieser ständige Fokus auf Äußerlichkeiten. Dabei sind es doch die inneren Werte, die zählen! :lol:
#Größendiskriminierung#auf die Größe kommt es an#
Ja dann...nehmen wir doch Peter Dinklage als Bond.
Den mag ich sehr, spielt meinen absoluten Lieblingscharakter in GoT.

Also warum nicht, sympathische Charaktere mit positiven inneren Werten kann er doch :D

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

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Um mal wieder auf NTTD zurückzukommen. Ich find die ganzen OHMSS / CR Vergleiche hinken gewaltig. Das waren 2 extrem Mutige Filme, die nach langjährigen sehr beliebten Darstellern und (zumindest finanziell) sehr erfolgreichen Fantasy Märchen einen kompletten Reset wagten. Neuer Bonddarsteller, viel Bodenständiger, so gut wie keine Gadgets, Bond am Ende emotional total gebrochen.. ich sehe da nix Mutiges bei NTTD, wir hätten Craig sowieso nie wieder als Bond gesehen, und somit steht dieses Ende nur allem was kommen mag im Weg. Wenn Bond irgendwo im Mittelteil gestorben wäre, und Nomi als neue 007 den Film zu Ende gebracht hätte dann würde ich solche Vergleiche verstehen. Nicht das ich mir das so wünschen würde, aber das wäre wirklich extrem Mutig gewesen.
Did you ever expect me to die? No Mr. Bond, but some assholes must have thought it was a good idea..

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

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In dieser Hinsicht vergleiche ich die Filme auch gar nicht.habe ich auch nie gesagt. Es geht mir darum, dass diese Filme vor allem durch emotionale Momente herausstechen. OHMSS ist für alle Zeiten der Film in dem Bond heiratet und die Frau sofort getötet wird, CR ist der Film in dem er 00 wird und sich unsterblich verliebt, NTTD ist der Film in der er von einer Familie erfährt und stirbt.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

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Nachdem ich davon ausgehe, dass mittlerweile jeder den Film gesehen hat, verzichte ich auf Spoilertags, weiße aber darauf hin, dass potentielle Spoiler enthalten sein können.

Lange lange musste ich in mich gehen, bis ich mich endlich dazu aufraffen konnte, den Film Revue passieren zu lassen. Was zeigt, dass der Film tatsächlich polarisiert.

Pretitle:

Die längste Pretitle ever und doch kam sie mir nicht so lange vor oder anders ausgedrückt: Sie kam mir nicht zu lange vor, was ja teilweise die Befürchtung einiger war. Es passte und wie ich schon letztes Jahr prophezeit hatte, endet sie damit, wie Bond Madeleine in den Zug setzt. Strike :-). Die Rückblende mit der jungen Madeleine wirkte zwar bond-untypisch, verfehlte aber ihre Wirkung nicht. Großartig inszeniert.
Die Gunbarrell wieder dort, wo sie hingehört. Dass sie leicht modifiziert wurde, stört mich nicht. Erwartet heute ernsthaft noch eine Gunbarrell à la Roger Moore. Man muss/darf mit der Zeit gehen, alles verändert sich. Es sollte eben nur nicht mit der Holzhammermethode geschehen und die hier vorgenommenenen Änderungen bewegen sich für meinen Geschmack im Rahmen. Bonds Charakter kann hier durchaus in Frage gestellt werden. Sicher, er wurde mehrmals hintergangen und so hat sich ein enormes Misstrauen in ihm aufgebaut, aber diese Reaktion auf Madeleine wirkte mir dann doch etwas zu aufgesetzt.

Der Einbruch in das Gebäude: Großartig, hat mich abgeholt.
Jameika: Sorry, aber hier liegt mein erster Kritikpunkt: Karibikflair atmete ich hier definitiv nicht ein. Das hätte auch genauso gut woanders spielen können. Wie heutzutage Mode, viele Szenen viel zu dunkel, alles im Blautönen gehalten, das Lebendige, Farbige der Karibik wird hier nur angedeutet. Das können die alten Klassiker besser einfangen. Verschwendet trifft es in meinen Augen wohl am besten. Lediglich die Szene auf der Spectre-Party, in der die Nanobots versprührt werden fand ich spannend. Die Szenen mit Armas: Willkommene Abwechslung aber leider wurde auch sie, wie schon oft angemerkt, verschenkt. Schade, denn sie ist wirklich eine Augenweide. Früher hätte man sie zum Haupt-Bondgirl gekührt und den ganzen Film oder zumindest weite Teile des Films über agieren lassen.

Felix' Tod: Hat mich leider ziemlich kalt gelassen. Woran es genau lag, kann ich nicht einmal mit Bestimmtheit sagen.

Wieder eine tolle Szene: Madeleines Angst im Verhörraum und wie sie nur noch raus möchte. Das Verhör und Waltz' subtiles Spiel sind gekonnt in Szene gesetzt, sein Tod auch hier in meinen Augen zu abrupt. Da wäre mehr gegangen.

Generell fällt mir auf, dass es mittlerweile ein wenig Mode geworden ist, Hauptfiguren in großem Stil ableben zu lassen. Das begann meines Erachtens am Ende von Harry Potter, wo in mir erstmals die Frage aufkam: Fiel der Autorin zum Ende hin eigentlich gar nichts anderes mehr ein, als alle möglichen Charaktere sterben zu lassen? Zumal sich bei mir irgendwann Ermüdungserscheinungen bemerkbar machten und mir je mehr Leute starben es mir immer gleichgültiger wurde. So auch hier: Felix: Lassen wir sterben, Blofeld: Lassen wir sterben, Bond: Lassen wir sterben. Besonders kreativ wirkt das auf mich nicht und der Tod eines Protagonisten ginge dem Zuschauer wahrscheinlich naher, als wenn diese gleichsam quasi am Fließband ableben und dies meist auch noch so, dass sie zum Film ansonsten gar nicht viel beitragen. Sie haben lediglich Auftritte, um zu sterben.

Die Norwegenszenen: Gekonnt in Szene gesetzt aber hier wurde mir auch eines ganz deutlich klar: Früher nahmen die Bondfilme eine Vorreiterrolle ein, an denen sich andere Filmemacher orientierten. Mittlerweile ist es umgekehrt und man merkt immer mehr, wie sich die Bondfilme an aktuelle Blockbuster anhängen. Das finde ich persönlich etwas schade, da es einen Teil des Alleinstellungsmerkmals früherer Filme nimmt. Ich würde mir wünschen, dass sich hier in absehbarer Zeit einmal wieder etwas ändert und man es schafft, wieder eine Vorreiterrolle einzunehmen an der sich umgekehrt andere Filmschaffende orientieren. Denn genau das war einmal das Hauptmerkmal der Reihe.

Fortsetzung folgt.
Zuletzt geändert von Agent 1770 am 20. Oktober 2021 12:43, insgesamt 1-mal geändert.
Hurra !!!

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

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Agent 1770 hat geschrieben: 20. Oktober 2021 11:24 Felix: Lassen wir sterben, Blofeld: Lassen wir sterben, Bond: Lassen wir sterben. Besonders kreativ wirkt das auf mich nicht und der Tod eines Protagonisten ginge dem Zuschauer wahrscheinlich naher, als wenn diese quasi am Fließband ableben und dies meist auch noch so, dass sie zum Film ansonsten gar nicht viel beitragen. Sie haben lediglich Auftritte, um zu sterben.
Das ist auch meine größte Kritik an dem Film. Das Ende würde vermutlich umso heftiger wirken, wenn es diese Szenen vorher nicht gegeben hätte. Aber aufgrund der von dir genannten Szenen konnte ich schon ahnen, was hier bevorsteht und so stand ich dem ganzen am Ende ziemlich gleichgültig gegenüber.

Blofeld Tot, Leiter tot, da war mir klar, wie der Film ausgeht. Mit so einem heftigen Ende wie etwa in CR oder SF war Bonds Tot daher nicht vergleichbar.

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

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danielcc hat geschrieben: 20. Oktober 2021 12:36 Also, wenn man ehrlich ist, waren die Haupt Bondgirls selten die schönste Frau im Film. Es gab eigentlich schon immer andere/kleinere Rollen für besonders bezaubernde Frauen. Seht es mit Ana de Armas doch einfach so: Die Dosis macht das Gift, also ist sie nur in kleinen Portion zu genießen :-)
Da halte ich zum Beispiel Ursula Andress, Claudine Auger oder Daniela Bianci entgegen. Diese wurden aufgrund ihres Aussehens aus vielen Mitbewerberinnen gecastet um sie als das neue "Bondgirl" des neuen Bondfilms zu präsentieren, das dann auch eine entsprechende Rolle im Film hatte. Es gab entweder die Rollen hübscher Girls, die man bestenfalls irgendwo für eine Sekunde am Pool liegen sah oder aber eben jene, die dann auch eine entsprechende tragende Rolle bekamen. Auf Ana de Armas trifft weder das eine noch das andere zu (selbiges gilt auch für Monica Belluci in SP).
Hurra !!!

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

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danielcc hat geschrieben: 20. Oktober 2021 12:36 Also, wenn man ehrlich ist, waren die Haupt Bondgirls selten die schönste Frau im Film. Es gab eigentlich schon immer andere/kleinere Rollen für besonders bezaubernde Frauen. Seht es mit Ana de Armas doch einfach so: Die Dosis macht das Gift, also ist sie nur in kleinen Portion zu genießen :-)
Sicher ist de Armas attraktiv, aber Seydoux gefällt mir deutlich besser (ich weiß, die Meinung habe ich hier im Forum recht exklusiv, aber ich mags halt eher hell und die kleine Zahnlücke bei Seydoux ist irgendwie heiß).
De Armas würde es bei den vielen schönen Frauen bei Bond wohl nicht mal in meine Top 20 schaffen.
„When I was beaten up, suddenly I liked the idea of being alive.“ - James Bond

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

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Agent 1770 hat geschrieben: 20. Oktober 2021 11:24
Jameika: Sorry, aber hier liegt mein erster Kritikpunkt: Karibikflair atmete ich hier definitiv nicht ein. Das hätte auch genauso gut woanders spielen können. Wie heutzutage Mode, viele Szenen viel zu dunkel, alles im Blautönen gehalten, das Lebendige, Farbige der Karibik wird hier nur angedeutet. Das können die alten Klassiker besser einfangen. Verschwendet trifft es in meinen Augen wohl am besten.
Guter, sehr guter Punkt!!!

Guckt euch nach NTTD (oder kurz vor) NTTD einfach mal Klassiker wie DNO oder TB an...
Ich mag zwar generell die Tatsache, dass Bond wieder auf Jamaika ist total gerne. Und ich find auch das Haus super.

Aber genau diesen 100%igen Karibikflair, den mir zB. ein Dr. No in jeder Sekunde aufs Brot schmiert habe ich hier auch total vermisst.

Sprich es ist mal wieder das alte Lied - Potential ist da, wird aber nicht wirklich ausgenutzt!


PS: Die Szenen mit de Armas spielten auf Cuba. Und allein de Armas versprüht genug exotischen Charme ;)

Re: Filmbesprechung: "No Time To Die (NTTD)"

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Ja, man muss aber auch sagen mit dem Siegeszug des Pauschal- und Massentourismus, wo jeder schon überall mal war und wenn nicht für 3 Euro Fünfzig hinkommt, ist es irgendwie mit der Exotik nicht mehr so weit her. Die alten Bondfilme sind da auf ein ganz anderes Klima getroffen, das kann man mit heute nicht mehr vergleichen.
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