Alle die SKYFALL bereits gesehen haben: Eure Bewertung?

10
Insgesamt abgegebene Stimmen: 36 (24%)
9
Insgesamt abgegebene Stimmen: 57 (37%)
8
Insgesamt abgegebene Stimmen: 29 (19%)
7
Insgesamt abgegebene Stimmen: 12 (8%)
6
Insgesamt abgegebene Stimmen: 8 (5%)
5
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (2%)
4
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (1%)
3
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (1%)
2
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (1%)
1
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (3%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 153

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1937
Casino Hille hat geschrieben: 5. Dezember 2021 15:40
Revoked hat geschrieben: 5. Dezember 2021 14:52 Wir lassen die Protagonisten auf einen Wolkenkratzer hochfahren und da oben kommt keinerlei Gefühl von Höhe auf….
1.) Ist das für dich so? Nicht mal, wenn Bond am Fahrstuhl in schwindelerregender Höhe hängt oder wenn er Patrice aus dem Fenster wirft und die Kamera über den Rand in den Abgrund blickt? …
2.) Der Silhouettenkampf mag einen an "Kill Bill: Vol. 1" erinnern, wunderbar umgesetzt ist er dennoch.
1.) vergleiche das mal mit AVTAK. Musik, Gefühl von Höhe. Durch die Dunkelheit und dem Fehlen von Dramaturgie leider in SF total verschenkt. Also für mich klar die schwächste Szene in SF.

2.) Ja, ich finde den auch schön stylisch
„When I was beaten up, suddenly I liked the idea of being alive.“ - James Bond

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1938
vodkamartini hat geschrieben: 5. Dezember 2021 16:20 Ja, aber der Kampf findet im Doppelabteil von Bond statt. Der Kampf dauert 3-4 Minuten, so lange hört sich das ein vermeintlicher Nachbar vielleicht an, bevor er einschreitet. Vielleicht war das Nachbarabteil auch leer, vielleicht der Gast im Restaurant. Nein, das passt in FRWL für mich absolut. In SP ist es der Speisewagen, das ist schon ein großer Unterschied. Da ist die Leere schon irgendwie ein Fehler, das passt nicht. Dafür hat man mit der PTS so ziemlich die am meisten bevölkerte Szene der ganzen Bondserie hingelegt.
Wollte ich gerade schreiben. Der Unterschied zu LALD , FRWL oder eben auch TSWLM ist eben der, dass Bond sich in einem Zugabteil prügelt, wo es vielleicht nicht jeder mitbekommt. Man beachte in diesen Szenen auch die Geräuschkulisse des fahrenden Zuges die eine zusätzliche Erklärung dafür bieten könnte, warum es nicht jeder mitbekommt. In SP geht der Kampf durch das zuerst mit Menschen bevölkerte Bordrestaurant, nicht im für die anderen nicht einsehbaren Abteil und gefühlt durch mehrere Wagons. Es müssten also viel mehr Leute mitbekommen. Und dass Hinx einfach vor den Augen aller eine Prügelei anfängt, ohne dass irgendjemand einschreitet, weder während des Kampfes noch hinterher, ist schon ziemlich seltsam. Immerhin sind da ja auch nicht gerade geringe Kosten entstanden.
Zuletzt geändert von Agent 1770 am 5. Dezember 2021 17:26, insgesamt 2-mal geändert.
Äh... Hurra!?! Oder doch nicht? Schwierig, schwierig...

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1939
Casino Hille hat geschrieben: 5. Dezember 2021 15:40 In SF zerstört Bond einen ganzen Zugwaggon bei voller Fahrt, aber es scheint den Zugfahrer kaum zu kümmern. Später fährt er mit M ganz allein in die schottische Pampa, als gäbe es kein anderes MI6-Personal, welches helfen könnte. In der PTS von SP fliegt ein ganzes Gebäude während des Tag der Toten Festivals in die Luft und stürzt auf ein anderes, aber 50 Meter weiter läuft die Parade einfach weiter, als hätte niemand die große Explosion gehört. In Österreich kracht Bond mit einem Flugzeug durch eine Holzhütte in einem Alpendorf, welches eine Geisterstadt zu sein scheint. Im Hotel in Tangier und im Zug verschwinden plötzlich Leute, bzw. scheint es dort keine zu geben. In NTTD lerne ich, dass es auf Kuba scheinbar gar keine Polizisten gibt, sondern jeder mehrere Stunden lang auf offener Straße herumballern kann, wie er fröhlich ist.

Vergleicht das mal mit QOS: Alleine bei der Bootsjagd fährt Bond mit seinem Motorrad über mehrere Boote einheimischer Fischer, in der PTS sind durchgängig andere Fahrzeuge involviert, in Siena verschärft sich die Situation, als eine Massenpanik ausbricht etc. QOS ist da mindestens drei Klassen über seinen drei Nachfolgefilmen, und nutzt das dramaturigsche Potenzial der Einbindung Unbeteiligter vollkommen aus, wann immer es geht.
Das sind doch genau meine Worte bezogen auf die beiden Mendes-Filme. Das seltsam menschenleere Bergdorf hatte ich in der Tat noch vergessen. Und ja, in NTTD mag das unter QOS sein aber immer noch deutlich über SF und SP.
Äh... Hurra!?! Oder doch nicht? Schwierig, schwierig...

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1940
Skyfall wirkt in Szenen schon bewusst wie ein Traum oder eine Phantasie.

Die ganze Zugsquenz ist ja völlig surreal. Woher und vor allem WARUM hat Bond einen weißen Smoking dabei? Woher hat Madeleine das Kleid? Warum stehen sie am Ende völlig selbstverständlich an einer leeren Bahnstation und werden auch noch dort abgeholt?!

Übrigens ist das Restaurant im Zug keinesfalls leer. Aber sobald der Kampf beginnt, sind alle Menschen einfach verschwunden. Sieht man hier am Anfang:
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1941
Casino Hille hat geschrieben: 5. Dezember 2021 15:40 In SP mag Rom verhältnismäßig leer wirken (allerdings sehen zumindest Hamburg und Berlin um 3:00 Uhr nachts kaum anders aus), immerhin wird jedoch ein Passant mit seinem Auto direkt in die Actionszene verwickelt – in typischer Bond-Manier. Sowas findest du in Matera in NTTD nicht. Da fahren vielleicht 2-3 Autos mehr auf den Straßen und da wir Tag statt Nacht haben sieht man auch ein paar Leute rumrennen, den ganz großen Unterschied sehe ich da aber ehrlich gesagt nicht.
Dass Rom um diese Uhrzeit so menschenleer ist, ist sicher richtig, für mich aber widerrum abermals ein Indiz dafür, dass Mendez offenbar auf solche menschenleeren Szenen steht, sonst hätte er sie vielleicht nicht gerade so inszeniert, dass sie um diese Uhrzeit spielt. Schlussendlich verstärkt eben auch die Inszenierung der Autoverfolgungsjagd durch Rom den Gesamteindruck des Films.
Vergleichen wir diese Verfolgungsjagd meinetwegen mal mit der, zugegeben vielleicht widerrum etwas zu bombastisch inszenierten, in AVTAK: Man interagiert mit den Menschen, lernt den Sheriff kennen, es gibt Dialoge, man ist viel mehr dabei. In SP kommt der eine Fiat ins Spiel, stimmt, aber das wars dann eben auch schon wieder.
Äh... Hurra!?! Oder doch nicht? Schwierig, schwierig...

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1942
danielcc hat geschrieben: 5. Dezember 2021 17:22 Übrigens ist das Restaurant im Zug keinesfalls leer. Aber sobald der Kampf beginnt, sind alle Menschen einfach verschwunden. Sieht man hier am
Genau, nur nimmt man diese Menschen so gut wie überhaupt nicht wahr. Keine Interaktion, nichts.

"Traum", "Fantasie", "surreal" trifft es meines Erachtens ganz gut.
Es wirkt so, als seien Bond und Madeleine die einzigen lebendigen Figuren in der Szene und die restlichen Menschen starre Figuren auf einem Gemälde.
Äh... Hurra!?! Oder doch nicht? Schwierig, schwierig...

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1943
Casino Hille hat geschrieben: 5. Dezember 2021 15:40 Aber da sind SF, SP und NTTD für mich ebenfalls allesamt Verwandte im Geiste, hinsichtlich dessen, dass sie das dramatische Potenzial solcher Situationen nicht über das etablierte Figurenkarussell hinausdenken. In SF zerstört Bond einen ganzen Zugwaggon bei voller Fahrt, aber es scheint den Zugfahrer kaum zu kümmern. Später fährt er mit M ganz allein in die schottische Pampa, als gäbe es kein anderes MI6-Personal, welches helfen könnte. In der PTS von SP fliegt ein ganzes Gebäude während des Tag der Toten Festivals in die Luft und stürzt auf ein anderes, aber 50 Meter weiter läuft die Parade einfach weiter, als hätte niemand die große Explosion gehört. In Österreich kracht Bond mit einem Flugzeug durch eine Holzhütte in einem Alpendorf, welches eine Geisterstadt zu sein scheint. Im Hotel in Tangier und im Zug verschwinden plötzlich Leute, bzw. scheint es dort keine zu geben. In NTTD lerne ich, dass es auf Kuba scheinbar gar keine Polizisten gibt, sondern jeder mehrere Stunden lang auf offener Straße herumballern kann, wie er fröhlich ist.

Vergleicht das mal mit QOS: Alleine bei der Bootsjagd fährt Bond mit seinem Motorrad über mehrere Boote einheimischer Fischer, in der PTS sind durchgängig andere Fahrzeuge involviert, in Siena verschärft sich die Situation, als eine Massenpanik ausbricht etc. QOS ist da mindestens drei Klassen über seinen drei Nachfolgefilmen, und nutzt das dramaturigsche Potenzial der Einbindung Unbeteiligter vollkommen aus, wann immer es geht.
Bravo! Nichts anderes habe ich gemeint. Darum sagte ich auch dass es auf reine Menschenmengen nicht ankommt, und habe die Beispiele mit z.B. Hotelrezeptionistinnen gebracht, solche kleinen Sprechrollen abseits des eigentlichen Ensembles gab es in den letzten Filmen auch kaum. Habe gerade kurz in die Skyfall-Casinoszene geschaut, sind alles schemenhafte, stumme SIlhouetten die verschwommen und dekorativ im Hintergrund rumstehen (By the way, die Szene hat die Farbpalette eines Young-Boys-Trikots und lässt Marlohe wie eine gelb angemalte Wachsfigur aussehen). Da können ehrlich gesagt so viele Leite die Themse in NTTD entlang laufen wie sie wollen, einen bleibenden Eindruck hat keiner hinterlassen.
We'll always have Marburg

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1944
vodkamartini hat geschrieben: 5. Dezember 2021 16:20 Ja, aber der Kampf findet im Doppelabteil von Bond statt. Der Kampf dauert 3-4 Minuten, so lange hört sich das ein vermeintlicher Nachbar vielleicht an, bevor er einschreitet. Vielleicht war das Nachbarabteil auch leer, vielleicht der Gast im Restaurant. Nein, das passt in FRWL für mich absolut. In SP ist es der Speisewagen, das ist schon ein großer Unterschied. Da ist die Leere schon irgendwie ein Fehler, das passt nicht. Dafür hat man mit der PTS so ziemlich die am meisten bevölkerte Szene der ganzen Bondserie hingelegt.
Alles richtig, aber am Ende wollte ich denselben Punkt machen wie Goldie: Pure Menschenmassen bringen mir nichts, der Einsatz der Außenwelt muss dramaturgisch stimmig sein. Wenn Bond und Grant sich im Zug prügeln, dann stören da nur Informationen über andere Passanten, sie entfernen von der Action. Aus demselben Grund mischt sich auch beim Kampf Bond vs. Hinx niemand ein. Nur ist dort die Begründung eben nicht so stark, aus den von dir richtig genannten Gründen. Der Kampf Bond vs. Grant findet in einem geschlossenen Raum statt, da stellt sich die Frage nach dem "Außerhalb" dieses Raums nicht.

Mexiko hat dafür tausende Leute zu bieten, wirkt auf mich aber erst recht unwirklich und merkwürdig "leer", weil diese Tausenden Menschen offenbar alle taub sind und die gewaltige Explosion direkt neben ihnen nicht mitbekommen haben. In diesem Moment stimmt da einfach dramaturgisch etwas nicht: Warum so eine Bombe bei einem Massenevent zünden, wenn daraus keine Konsequenz folgt?

Und da, auch hier bin ich wieder ganz bei Goldie, nehmen sich SF, SP und NTTD nicht viel. SF würde ich allerdings dennoch im Direktvergleich deutlich über den anderen beiden ansiedeln, weil der sich zumindest Mühe gibt, den Einsatz oder das Ausbleiben von Passanten gut zu begründen. Die Mühe hat man sich bei SP und NTTD vollständig gespart.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Skyfall (SF)"

1945
Casino Hille hat geschrieben: 5. Dezember 2021 15:40
Revoked hat geschrieben: 5. Dezember 2021 14:52 Wir lassen die Protagonisten auf einen Wolkenkratzer hochfahren und da oben kommt keinerlei Gefühl von Höhe auf….
Ist das für dich so? Nicht mal, wenn Bond am Fahrstuhl in schwindelerregender Höhe hängt oder wenn er Patrice aus dem Fenster wirft und die Kamera über den Rand in den Abgrund blickt? Ich finde, wenn ich Mendes einen Vorwurf nicht machen kann, dann den. Zumal das locker die beste Actionszene in SF ist. Der Silhouettenkampf mag einen an "Kill Bill: Vol. 1" erinnern, wunderbar umgesetzt ist er dennoch.
Absolut, die Szene mag ich. Erst nur die Silhouetten, auf einmal sieht man dann, wie nahe beide am Abgrund gekämpft haben.Ich findes klasse. Ebenso die vorherigen Szenen am Fahrstuhl.



Den Kampf im Zug in SP kann man mit der in FRWL nicht vergleichen. Dort befindet sich in unmittelbarer Nähe niemand.

Ab hier sieht man noch einige Menschen im Hintergrund. Ich habe mir das Video in Zeitlupe angesehen. Beim Kampf scheinen sie verschwunden zu sein (?). Bei 5:56 und kurze Zeit später erneut sieht man allerdings Menschen im Hintergrund.
cron