Re: Was wäre wenn... Darsteller die fast Bond gewesen wären...

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Agent 1770 hat geschrieben: 7. Dezember 2021 17:01 Ein deutschsprachiger Bonddarsteller? Das wäre nie im Sinn von Cubby gewesen.
Da wäre er offenbar nicht der einzige gewesen, wenn man dieser Story glauben schenken darf. Gescheitert ist es offenbar aber tatsächlich nur nur daran, dass er nicht aus dem Commonwealth stammt. Aber ich bin bei so etwas immer skeptisch.

http://web.archive.org/web/202112071517 ... 44152.html

Bredenbek liegt ganz in der Nähe bei mir. Luftlinie: keine 20 Kilometer.
Zuletzt geändert von Henrik am 7. Dezember 2021 18:19, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Was wäre wenn... Darsteller die fast Bond gewesen wären...

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Stichwort: Deutsche als James Bond

Sowohl Oliver Tobias als auch Sky Du Mont haben/hatten eine englisches Elternteil, wodurch sie zweisprachig aufgewachsen sind und somit seit Kindertagen akzentfrei Englisch sprechen dürften.

Der britisch-schweizerische Film- und Theaterschauspieler Oliver Tobias befand sich nach erfolgreichen Probeaufnahmen später in der engeren Auswahl für die Übernahme der Bond-Rolle zu OCTOPUSSY falls Roger Moore nicht unterschrieben hätte. Ob Roger Moore überhaupt noch einmal von Broccoli in Betracht gezogen wäre, wenn Sean Connery nicht den Konkurrenz-Bond-Film NEVER SAY NEVER AGAIN gedreht hätte, ist vermutlich nicht ganz von der Hand zu weisen.

Tobias gehörte zu den geladenen Gästen bei der großen 40-Jahre-Premiere von DIE ANOTHER DAY in London, so dass sein Kontakt zur Familie Broccoli vermutlich etwas ausgeprägter sein dürfte.




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Re: Was wäre wenn... Darsteller die fast Bond gewesen wären...

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Ich bin ja nicht der größte NSNA-Fan, aber da muss echt dankbar sein. Wer weiss, ob Dalton jemals Bond geworden wäre, wenn es NSNA nicht gegeben hätte und Moore nach FYEO gegangen wäre.

Ich habe gerade gelesen, Dalton sei auch bei OP im Gespräch gewesen. Das war mir bislang nicht bekannt, macht aber Sinn, wenn er nach eigenem Bekunden schon mit 23-24 Jahren erstmals im Gespräch war.

Re: Was wäre wenn... Darsteller die fast Bond gewesen wären...

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Der Terminus "im Gespräch" beinhaltet ja ohnehin die ganze Bandbreite von theoretischem, leichtesten Interesse bis hin zu praktischen, intensiverten Bemühungen und sollte daher immer mit der nötigen Vorsicht genossen werden. Angesichts dessen, wer (angeblich) alles bei "den Verantwortlichen" (noch so ein schön-allgemein gehaltener Begriff) "im Gespräch" für die Bondrolle war muss man sich wundern, dass die vor lauter Personalrekrutierungsbemühungen überhaupt noch Zeit gefunden haben den einen oder anderen Bondfilm zu drehen. :)
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

... Darsteller die fast Bond geworden wären ...

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Natürlich kann man als Außenstehender eine Struktur wahrnehmen, wie das Ganze bei EON oder dem geldgebenden Verleih gehandhabt wird.

Bei der Neubesetzung der Hauptrolle wird von Seiten EONs erst einmal mit vielen Menschen gesprochen ob überhaupt Interesse besteht, da ein Großteil an Schauspielern, der Hype den die Rolle außerhalb der regulären Dreharbeiten in den Medien und der Öffentlichkeit ein Leben lang – auch danach noch – mit sich bringt, sich zum Teil bewusst ist und dies für sich persönlich nicht will.

Mischt sich erst einmal der jeweils betreuende Agent in die Angelegenheiten seines Klienten ein oder wird offiziell beauftragt, erhalten die Kennenlerngespräche und das berufliche Abwegen sofort einen formellen Charakter, der auch gleich finanziell ganz anders zu Buche schlagen dürfte. Wie viele Vorabmeldungen landeten durch einen Schauspielagenten forciert in der Yellow Press, in der dann behauptet wurde, dass ihr Mandat oder Mandatin bei nächsten Produktion mit dabei ist und wie oft kam es vor, dass dies gerade durch die Vorabberichterstattung dann (gerade) zum Scheitern verurteilt war.
Prominentes Opfer war sicherlich 1986 Pierce Brosnan, als ein Medienvertreter bei einem Essen in einem Nobelrestaurant zufällig mitbekommen hat, wer da zusammengossen hat und was zu dem Zeitpunkt beschlossen worden ist.

Nimmt also mal die verschiedenen Arbeitsschritte bei OCTOPUSSY zum Beispiel, kann man sagen:
Small-Talk: Timothy Dalton
Vorabberichterstattung: Oliver Tobias
Erfolgreicher Screentest: James Brolin
Besetzung: Der übliche Verdächtige, dessen Agent, die Forderungen im Gagenpoker mit dem Produzenten so hinzudrehen hatte, dass gefühlt beide Vertragsparteien sich am Ende als Sieger fühlen konnten.


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Re: ... Darsteller die fast Bond geworden wären ...

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photographer hat geschrieben: 8. Dezember 2021 13:31 .

… OCTOPUSSY …
Besetzung: Der übliche Verdächtige, dessen Agent, die Forderungen im Gagenpoker mit dem Produzenten so hinzudrehen hatte, dass gefühlt beide Vertragsparteien sich am Ende als Sieger fühlen konnten.
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In diesem Fall war der Zuschauer (wir) der Sieger 😁. OP ist einer der wenigen Bonds die ich mir nicht mit einem anderen Hauptdarsteller vorstellen kann.
„When I was beaten up, suddenly I liked the idea of being alive.“ - James Bond

Re: ... Darsteller die fast Bond geworden wären ...

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Revoked hat geschrieben: 8. Dezember 2021 15:11
photographer hat geschrieben: 8. Dezember 2021 13:31 .

… OCTOPUSSY …
Besetzung: Der übliche Verdächtige, dessen Agent, die Forderungen im Gagenpoker mit dem Produzenten so hinzudrehen hatte, dass gefühlt beide Vertragsparteien sich am Ende als Sieger fühlen konnten.
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In diesem Fall war der Zuschauer (wir) der Sieger 😁. OP ist einer der wenigen Bonds die ich mir nicht mit einem anderen Hauptdarsteller vorstellen kann.
Na ja... Sieger? OP ist einer der schlechtesten Teile der Reihe.
Wieso kannst Du Dir gerade den nicht mit einem anderen Darsteller vorstellen? Und welche kannst Du Dir auch nicht mit einem anderen vorstellen?
www.ewiggestern.de (der Retro-Podcast)

Re: Was wäre wenn... Darsteller die fast Bond gewesen wären...

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Für mich steht OP auch ganz weit unten im Ranking, kann mir OP aber auch nicht unbedingt mit einem anderen Hauptdarsteller trotzdem nicht wirklich vorstellen. Schon im Thema Humor geht der Film deutlich weiter als viele anderen. Die ganzen Szenen, die mit dem Zirkus zu tun haben, kann ich mir mit einem anderen Hauptdarsteller überhaupt nicht vorstellen. Da hätte man schon viel ändern müssen, damit der Film mit einem anderen Hauptdarsteller funktioniert.

Der etwas persönlichere GE mit Dalton? Passt. Der etwas humorvollere DAF mit Moore? Ebenso. DAF hätte meiner Meinung nach mit Moore auch viel besser funktioniert, auch wenn ich keine Ahnung habe, ob das jemals zur Debatte stand.

Re: ... Darsteller die fast Bond geworden wären ...

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MARVEL hat geschrieben: 10. Dezember 2021 16:33
Na ja... Sieger? OP ist einer der schlechtesten Teile der Reihe.
Wieso kannst Du Dir gerade den nicht mit einem anderen Darsteller vorstellen? Und welche kannst Du Dir auch nicht mit einem anderen vorstellen?
OP ist für mich einer der besten Filme. Und als Abenteuerfilm funktioniert er wunderbar mit Moore. Das Zusammenspiel mit Octopussy und Kamal Khan ist sehr gut gerade vom Alter und auch der Leichtigkeit.

Über andere Filme hab ich mir konkret keine Gedanken gemacht. Spontan sage ich mal:
TB
LTK
NTTD
„When I was beaten up, suddenly I liked the idea of being alive.“ - James Bond

Re: Was wäre wenn... Darsteller die fast Bond gewesen wären...

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MARVEL hat geschrieben: 13. Dezember 2021 09:35 Sehe ich leider gar nicht so. In OP ist Moore schon sehr alt und greisenhaft.
Leichtigkeit ist auch eher Lächerlichkeit.
Versteh mich nicht falsch, am Ende ist es ein Bond und ich liebe alle Bond-Filme. Bond als Clown geht aber einfach nicht!
Ich finde Moore ist in OP noch um Einiges rüstiger und sozusagen vitaler als in AVTAK, wo seine hagere Statur und die Frisur dann sehr unvorteilhaft sind. Und bezüglich dem Clown schrieb ich unlängst anderswo:
GoldenProjectile hat geschrieben: 9. November 2021 16:08 Bond verkleidet sich als Clown in der womöglich härtesten Szene der ganzen Reihe. Ich könnte nachher meinen Beitrag hervorkramen in dem ich zu erklären versucht habe, warum die Atombombenbedrohung in OP realer und damit in Ermangelung eines besseren Wortes brutaler ist als z.B. in TSWLM (ohne letzteren in irgendeiner Form abwerten zu wollen). Lächerlich ist die Verkleidung demnach keineswegs, ich behaupte mal wer das als "Clownerei" (schlechter Kalauer) wahrnimmt an dem ist ein Stückweit das Drumherum der Szene vorbeigegangen. Und das hier natürlich:
00T hat geschrieben: 9. November 2021 15:50 Wenn überhaupt, steigert die Clowns-Verkleidung noch die Spannung und Bonds Verzweiflung, weil ihn ja gerade wegen dieser Verkleidung niemand ernst nimmt und die Bombe so erst in letzter Minute entschärft werden kann.
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