Welcher Teil der Mission: Impossible Reihe gefällt euch am besten

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Mission: Impossible - Rogue Nation (Kinofilm)
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Re: Mission: Impossible

1757
vodkamartini hat geschrieben: 8. September 2021 11:01 Man kann dem Film sicher wieder den ausgelutschten Style over Substance-Vorwurf machen, aber bei genauerem Hinsehen sind die anderen Teile plottechnisch keineswegs komplexer, man erzählt nur weniger geradlinig.
wie gesagt, der Plot alleine ist sicherlich nicht das Problem. ;)

ich habe den Film als M:I Film geschaut. Und nicht als JohnWoo-Film. Als dieser, möge er schon funktionieren. Aber meiner Meinung nach sollte es eben andersherum sein, ein Regisseur kann und soll seinen Stempel aufsetzen, deswegen muss bzw. sollte man man es nicht übertreiben.
Bond... JamesBond.de

Re: Mission: Impossible

1758
Gernot hat geschrieben: 8. September 2021 11:11 ich habe den Film als M:I Film geschaut. Und nicht als JohnWoo-Film. Als dieser, möge er schon funktionieren. Aber meiner Meinung nach sollte es eben andersherum sein, ein Regisseur kann und soll seinen Stempel aufsetzen, deswegen muss bzw. sollte man man es nicht übertreiben.
Fairerweise muss man aber auch sagen, dass zu der damaligen Zeit das was man heute als typischen MI-Film im Sinn hat ja noch nicht gab. Da fiel Woos persönlicher Ansatz weit weniger aus dem (ja noch nicht wirklich vorhandenen) Muster wie heutzutage nach etlichen Teilen, die sich in den letzten Jahren nicht mehr allzu drastisch stilistisch und inhaltlich verändert haben.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Mission: Impossible

1759
vodkamartini hat geschrieben: 8. September 2021 11:09 Sagen wir mal es war nie sein zentrales Anliegen.
Er hat halt überhaupt kein Gespür für sowas, wodurch es schnell amateurhaft wirkt. Was er figürlich z.B. in Bullet in the Head fabriziert hat, das kann man ja kaum ernst nehmen (was in einem ernstgemeinten, durchaus charaktergetriebenen Kriegsdrama eher kontraproduktiv ist). Aber ich bin ansonsten da schon bei dir, die MI-Reihe hat sich da in Bezug auf Handlung und Figuren auch nie als besonders interessiert oder begabt gezeigt, die Kernkompetenzen liegen auch da deutlich woanders. Deshalb war Woo prinzipiell eigentlich schon der geeignete Mann für die Regie eines MI-Films.
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Re: Mission: Impossible

1761
Ich finde "Bullet in the Head" klasse, aber ist wohl Geschmackssache. Von den Figuren her geht der auch in Ordnung, auch wenn man manchmal zum Overacting neigt (aber Hongkong-Filme aus der Zeit hatten das ohnehin oft, da fallen Woos Filme nicht aus dem Rahmen).
Von seinen anderen Filmen finde ich zumindest die Charaktere im ersten "A Better Tomorrow"-Teil durchaus gut umgesetzt/dargestellt.

Als Woo-Fan schaue ich auch lieber seine älteren Werke als M:I 2, aber schlecht finde ich den Film nicht. Die Actionszenen machen Spass und der Film hat von allen M:I-Teilen den besten Soundtrack.

Re: Mission: Impossible

1762
Martin007 hat geschrieben: 8. September 2021 11:45 Ich finde "Bullet in the Head" klasse, aber ist wohl Geschmackssache. Von den Figuren her geht der auch in Ordnung, auch wenn man manchmal zum Overacting neigt (aber Hongkong-Filme aus der Zeit hatten das ohnehin oft, da fallen Woos Filme nicht aus dem Rahmen).
Ich finde das "Bonding" zu Beginn des Films, als er die Beziehung der drei Freunde etabliert noch recht gelungen. Problematisch wird es aber, wenn er die Freundschaft in Vietnam auflöst. Der urplötzliche Verfall des einen Kollegen an die Verlockungen des Goldes ist wie ich finde sehr platt und unglaubwürdig. Ebenso das Verhalten seiner Freunde ihm gegenüber, die trotz diverser diesbezüglicher Eskapaden nie wirklich den Anschein erwecken, dass sei registrieren es mit jemandem zu tun zu haben, der längst den Verstand (und damit einhergehend jegliche Moral) verloren hat. Es ist aber nicht nur das inhaltliche, was wie ich finde schwer zu glauben ist , es ist auch die Plattheit, mit der Woo das darreicht. Das zieht sich dann auch durch den Rest des Films, der zuvor eher wenig erfolgreiche Kleinganove wird nach seinem Verrat und der Rückkehr nach HK dann plötzlich zum wichtigen und mit allen Wassern gewaschenen Gangster. Dass das auf Kosten seiner Freunde erworbene Vermögen ihm hilft in der HKer Unterwelt aufzusteigen ist nachvollziehbar, dass es aus ihm einen komplett anderen Menschen macht eher nicht.
Martin007 hat geschrieben: 8. September 2021 11:45 Von seinen anderen Filmen finde ich zumindest die Charaktere im ersten "A Better Tomorrow"-Teil durchaus gut umgesetzt/dargestellt.
Das sehe ich auch so, die Beziehung der beiden Brüder wird ziemlich überzeugend vermittelt.
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Re: Mission: Impossible

1763
Finde die "Vorwürfe" immer noch etwas merkwürdig.
"einen typischen MI Film": Gab es damals noch gar nicht. Teil 2 ist so dermaßen weit von Teil 1 entfernt.
"keine eigenen Ideen": Nun ja, es ist immerhin der erste Film der einen durchaus interessante Idee hat, in dem er nicht alles nur linear erzählt
"lässt mich emotional kalt": Das ist natürlich persönliches empfinden und mag ja sein. Aber es ist doch der erste Film der Hunt menschlich macht, in dem er Gefühle zeigt, und man wirklich mitfiebern soll da es ihm mehrmals im Film um etwas sehr persönliches geht (damit meine ich nicht nur die Liebesgeschichte sondern auch wenn er zu Beginn seine ehemalige Schülerin nicht retten kann.

Wenn ich recht drüber nachdenke ist MI3 wahrsacheinlich in der Tat der innovativste Film der Reihe der er ihr viel mehr hinzufügt als die anderen Teile. Was mir aber am Dritten wirklich fehlt ist Humor und Selbstironie. Diese ist dann aber wirklich erst mit dem vierten Teil gekommen aber die Reihe 4-6 baut doch deutlich mehr auf Teil 3 auf als auf Teil 1 oder 2.

Also wie gesagt: Geschmäcker sind immer unterschiedlich und man kann ja niemanden zwingen, etwas zu mögen. ich finde nur die Vorwürfe teilweise etwas merkwürdig. Der Film ist für das was er sein will einfach richtig gut: Rasantes Actionkino und eine emotionale Erweiterung der bis dato total blassen Hauptfigur
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Mission: Impossible

1765
Gernot hat geschrieben: 8. September 2021 06:52 Darf ich fragen, wann ihr Teil 2 das letzte Mal gesehen habt?
Dank meines Urlaubs: Vor 7 Minuten. :mrgreen: Bin gerade durch. Guter Film, ich mag ihn. Zwischen Cruise und Newton ist sehr viel prickelnde Chemie, und die Zeitlupen kann man cheesy oder stilisiert empfinden, ich falle in letztere Kategorie. Es ist ein leidenschaftlicher Actionfilm, der sich traut, sich auch mal lächerlich zu machen. Das gefällt mir. Aber ich verstehe jeden, der den "normaleren" Ansatz von Abrams lieber mag.
Then out spake brave Horatius, the Captain of the Gate: "To every man upon this earth, death cometh soon or late. And how can man die better than facing fearful odds, for the ashes of his fathers, and the temples of his gods."

― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.

Re: Mission: Impossible

1766
Ich finde übrigens Cruise/Newton auch super was die Chemie angeht. Vor allem die ersten ~20min des Films sind super sexy. Überhaupt finde ich, dass diese Frau nie so sexy war wie in diesem Film. Auch interessant.

Damals habe ich den Film wenn ich recht erinnere 4-5 mal im Kino geschaut weil ich ihn so Klasse fand. Heute allerdings langweilt mich ein Großteil des "Rest" des Films also nach dem sexy Anfang.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Mission: Impossible

1767
Die ersten und die letzten 20 Minuten sind besonders gut. Alles bis zur Hopkins Szene "brennt" richtig, und die letzte große Actionnummer kracht gehörig, da sind auch viele beachtliche Stunts drin.
Then out spake brave Horatius, the Captain of the Gate: "To every man upon this earth, death cometh soon or late. And how can man die better than facing fearful odds, for the ashes of his fathers, and the temples of his gods."

― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.

Re: Mission: Impossible

1770
Sehe ich auch entspannt. Die werden schon kommen, die Filme, ich warte gerne ein Jahr länger.
Then out spake brave Horatius, the Captain of the Gate: "To every man upon this earth, death cometh soon or late. And how can man die better than facing fearful odds, for the ashes of his fathers, and the temples of his gods."

― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.