Casino Hille hat geschrieben:
"Game of Thrones" ist "Rome" in schlechter, im Mittelalter mit Drachen, hat mich nie gänzlich umgehauen.
"Rome" ist sicherlich in nahezu jeder Hinsicht um Längen besser, gehört auch zu meinen Lieblingen. Eigentlich eine Schande, dass die Serie nur zwei Staffeln bekommen hat, während "Game of Thrones" mit acht Staffeln und einem nahezu unbegrenztem Budget gesegnet wurde. Die große Enttäuschung über das Ende der Serie konnte ich auch nicht nachvollziehen, das hat sich schon einige Zeit vorher abgezeichnet. Blöd fand ich's trotzdem. Aber für mich wurde das Ganze schon ab Staffel 5 ziemlich belanglos, daher war mein Interesse an der Serie sowieso nicht mehr hoch genug, um mich über so etwas aufzuregen.
Casino Hille hat geschrieben:
In der fünften und schwächsten Staffel (die ja dann sogar aus 16 Episoden besteht) werden die Drehbücher teils arg konstruiert und leider auch hin und wieder sehr dümmlich (Stichwort: Magnet!),
Den Eindruck teile ich sogar teilweise, die fünfte Staffel wirkt schon an manchen Stellen sehr darum bemüht, das Geschehen in eine bestimmte Richtung zu lenken (und ja, der Magnet war nicht unbedingt das Gelbe vom Ei). Hat mich allerdings nur wenig gestört, weil sie doch mit genügend spannenden Sequenzen und Einzelfolgen aufgewartet hat und ich Cranston, Odenkirk, Banks und Co. zu diesem Zeitpunkt einfach gern zugesehen habe. Gefallen hat mir da vor allem der Zugüberfall oder "Ozymandias", eine Folge, bei der ich das große Kritikerlob tatsächlich teilen würde. Vielleicht wird das Ganze zu sehr auf den moralischen Verfall der Hauptfigur fokussiert, und manchmal ist das wirklich etwas dick aufgetragen. Ich stehe auch dem Finale, das sich bemüht, alles in Wohlgefallen aufzulösen, eher zwiespältig gegenüber. Insgesamt empfand ich den Abschluss allerdings als recht gelungen.
Maibaum hat geschrieben:He he, ST 1 hatte aber nur 6 Folgen ...
7 tatsächlich, aber du hast schon recht

. Ich meinte auch eher Staffel 2 und 3, die ich aber auch beide gern mochte. Das Füllmaterial bei "Breaking Bad" empfand ich auch verglichen mit anderen Serien nie allzu zahlreich oder nervig.
Maibaum hat geschrieben:
BB als Hype zu diffamieren ist aber nicht nett, es war einfach eine Außenseiter Serie die aufgrund ihrer Qualität weitaus besser lief als erwartet.
Ich weiß nicht, die Serie gehört immer noch zu denen, die auch dem Gelegenheitsgucker ein Begriff ist, und wird immer noch in den Himmel gelobt und an allen Ecken und Enden überanalysiert. Von ihren Anhängern wird sie als das Komplexeste, Intelligenteste und Anspruchsvollste angesehen, das je über einen Fernsehbildschirm geflackert ist. Das würde ich schon als Hype bezeichnen, auf einem ähnlichen Level wie der um "Game of Thrones" oder "The Walking Dead". Man könnte da auch auf die Überhäufung der Serie mit Emmys hinweisen (was nicht heißt, dass diese nicht berechtigt gewesen seien).