Re: Bond 26+ Ausrichtung

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Ich weiß auch nicht. Ich habe mich (wenn Zeit war), die letzten Tage vermehrt mit Broccolis Aussagen und der Zukunft der Reihe befasst und bin für mich zu einem harten Schluss gekommen: Bevor ihr das Franchise ruiniert, BEENDET ES!!!
Irgendwie kann ich mir im Moment null-komma-null Prozent vorstellen, dass eine NEUERFINDUNG gut ausgehen wird.
Auch die Aussage, ,,WIR ERFINDEN NEU, WER ER IST", schreckt mich nur noch ab und kotzt mich ehrlich gesagt total an.
Ich bin mir zwischenzeitlich einfach sicher, dass alles auf WOKE zugeschnitten wird und das Bond dadurch verunstaltet wird.

Re: Bond 26+ Ausrichtung

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Entspannt euch doch etwas.

Bei dem, was Babs gesagt hat, ist entscheidend, dass man sich in Ruhe überlegt, wie man weitermacht.

Und das bedeutet auch, dass es zwar in der Theorie zu einer wirklichen "Neuerfindung" kommen kann, aber (Stand jetzt) fast alles möglich ist.

Persönlich vertraue ich da ganz auf Babs, dass sie einen guten und passenden Schauspieler für den nächsten Film verpflichten wird.

Gleichwohl bin ich der Meinung, dass auch ein schlechter Bond 26 das Franchise nicht "ruinieren" wird. Wenn ein Franchise Filme wie DAF oder DAD überlebt, dann mach ich mir diesbezüglich gar keine Sorgen mehr.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2022

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Bond 26+ Ausrichtung

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Zum Thema Frauenbild: Ich frage mich seit dem Release von NTTD, wie man die weiblichen Hauptfiguren früherer Bondfilme als rückständig bezeichnen kann, dann aber ignoriert, dass die weibliche Hauptrolle im allerneuesten Bondfilm im Grunde nur nahezu vollständig durch ihre Beziehung zu Bond definiert wird und gar kein eigener Charakter sein darf. Madeleine erfüllt in NTTD die gleiche stereotype Rolle, wie sie Frauen im Action-Kino schon seit Jahrzehnten erfüllen (abgesehen von einer überzogenen Sexualisierung). Kann man machen, aber progressiv ist das nicht wirklich.
Samedi hat geschrieben: Wenn ich mir Serena Gordon, Minnie Driver, Cecilie Thomsen, Denise Richards und ihre Figuren so ansehe, da war die Craig-Ära schon eher ein Fortschritt im direkten Vergleich.
Von der Richards einmal abgesehen sind das doch alles kaum erwähnenswerte Rollen. Und die Richards mag nicht die progressivste Frauendarstellung innerhalb der Reihe sein, aber die Figur wird zumindest nicht allein über ihre Beziehung zu Bond definiert und ist eine aktive Helferin Bonds, was ich von Madeleine zum Beispiel eher nicht behaupten kann.
"East, West, just points of the compass, each as stupid as the other."
(Joseph Wiseman in Dr. No)

Re: Bond 26+ Ausrichtung

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00T hat geschrieben: 3. Juli 2022 16:37 Von der Richards einmal abgesehen sind das doch alles kaum erwähnenswerte Rollen.
Aber auch sowas prägt eben das Frauenbild eines Films.

Dink ist in GF auch eine sehr kleine Rolle, aber schon allein durch sie (und wie Bond sie behandelt) ist über das Frauenbild des Films alles gesagt.

Im Übrigen finde ich es immer etwas schwierig, solche kleinen Rollen als "kaum erwähnenswert" zu bezeichnen. Denn gerade dort ist es wichtig, dass sie gut besetzt und auch gut gespielt sind. Bei den größeren Rollen hat man ja etwas mehr Zeit, um diese auszuarbeiten.

Sergio Leone mag ich als Regisseur auch deshalb so gerne, weil er sich eben auch um die kleinsten Rollen so gekümmert hat, wie um die Hauptfiguren.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2022

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Re: Bond 26+ Ausrichtung

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Bei Denise Richards ist euer Hauptproblem doch nur, dass sie eine Doktorantin spielt und trotzdem heiß aussieht. :mrgreen: Ich mag die Rolle. Sie ist kein feministisches Aushängeschild, aber weit weg von so arg rückständigen Figuren wie Madeleine in NTTD oder Severine in SF.
Then out spake brave Horatius, the Captain of the Gate: "To every man upon this earth, death cometh soon or late. And how can man die better than facing fearful odds, for the ashes of his fathers, and the temples of his gods."

― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.

Re: Bond 26+ Ausrichtung

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Ich hab mit Denise Richards überhaupt kein "Problem", hab sie sogar schon sehr oft auch hier im Forum verteidigt. Aber das "Frauenbild des 21. Jahrhunderts" wird durch sie bzw. ihre Rolle meiner Meinung nach nicht repräsentiert.
Böser schwarzer Mann

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Re: Bond 26+ Ausrichtung

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danielcc hat geschrieben: 3. Juli 2022 13:37 Da hast du eine sehr exklusive Sicht auf den Film.
Jede Sicht eines jeden ist exklusiv, egal, ob positiv oder negativ. Und mit der Meinung stehe ich durchaus nicht alleine.
danielcc hat geschrieben: 3. Juli 2022 13:37 ich kann ganz nur sagen, dass ich bis heute wohl keinen Film im KIno erlebt habe, bei dem die Vorfreude so groß war, das Kino um Mitternacht so voll war, und die Begeisterung so dermaßen groß anschließend war. (sicher, später bei ID4, bei Episode 1 und ein paar anderen war das ähnlich).
Natürlich war es das. Schließlich lag eine lange Pause dazwischen. Und die Vorfreude hat ja nichts mit der dann eigentlichen Qualität des Films zu tun. Unsere Vorfreude war jedenfalls nach der Sichtung etwas gedämpft. Brosnan wie erwartet genau passend für die Rolle, durchaus die ein oder andere nennenswerte Szene, aber das Gesamtpaket... naja. Alleine das Trara das um den Z3 gemacht wurde - schlussendlich war es heiße Luft.
danielcc hat geschrieben: 3. Juli 2022 13:37 Aber was du zu den Inhalten und zum Fehlen von Spektakulärem sagst ist halt auch sehr subjekiv um nicht zu sagen falsch.
Ob falsch oder richtig liegt ja wohl im Auge des Betrachters. Das ist dann eben deine Meinung.
danielcc hat geschrieben: 3. Juli 2022 13:37 Ein paar Beispiele:

- Der Bungee Sprung war ein absolutes Highlights
Bestreitet ja niemand. Ist aber rein von der Idee her jetzt nichts wirklich Kreatives. Da springt halt jemand an einem Bungeeseil eine Schlucht hinunter. Zugegeben spektakulär und ja, war damals in aller Munde. Ist aber dann auch nach nicht mal einer Minute auch schon wieder vorbei. Hält dem Vergleich mit der PT in Gibraltar in TLD meiner Meinung nach nicht stand.
danielcc hat geschrieben: 3. Juli 2022 13:37 - Bonds Motorradsprung mit anschließendem Einholen des Flugzeugs war ein Oberbrüller (Generationen von Physik Leistungskursen dürften das durchgerechnet haben)
Haben sie und lachen vermutlich heute noch darüber. Nichts gegen Larger-than-Life bei einem Bondfilm aber das war dann doch etwas zuviel des Guten, was das Gelächter und anschließende Kommentare damals durchaus bestätigen. Sehen auch einige Autoren von Büchern über die Bondfilme so.
danielcc hat geschrieben: 3. Juli 2022 13:37 - Die Panzerverfolgungsjagt ist wohl bis heute eines der größten Actionhighlights welches es jemals in einem Film gab. Allein die Idee ist irre, die Umsetzung ist brillant
Ansichtssache und abermals deine persönliche Meinung. Vielleicht sogar das Highlight des Films, für mich persönlich aber zu wenig. Fährt halt durch Petersburg. Ja, das mit der Statue ist gelungen. Und an den Inszenierungen und Umsetzungen gibt es wie stets in einem Bondfilm auch nichts auszusetzen. Das alles ist wie immer gekonnt in Szene gesetzt, keine Frage (Selbiges gilt auch für NTTD und trotzdem haben manche so ihre Probleme mit dem Film. Handwerklich gibt es selbstverständlich nichts auszusetzen). Es geht um die Ideen. Was nutz die perfekte Inszenierung, wenn die Ideen nicht so richtig zünden?
danielcc hat geschrieben: 3. Juli 2022 13:37 - Verfolgung von Ferarri und DB5
Nur im Film, weil so eine zünftige Autofahrt halt in einen Bondfilm gehört. Was ist an der Sequenz jetzt so spektakulär? Was passiert jetzt da so bahnbrechend Tolles? Auf mich wirkt sie krampfhaft ins Skript geschrieben. Für die weitere Handlung völlig irrelevant, hätte genausogut draußen bleiben können.
danielcc hat geschrieben: 3. Juli 2022 13:37 - Die Ejector Seat Flucht
Nach gefühlt weniger als einer Minute auch schon wieder vorbei. Dann geht der Film wieder zur Tagesordnung über.
danielcc hat geschrieben: 3. Juli 2022 13:37 - Die Satellitenschüssel mit abfließendem Wasser
Ernsthaft? Beobachte ich jeden Tag bei mir daheim im Bad in kleinerer Ausfertigung. Haut mich nicht vom Hocker.
danielcc hat geschrieben: 3. Juli 2022 13:37 - ich persönliche finde sogar, dass GE vielleicht den besten Showdown aller Bonds hat, weil er als Einziger das kombiniert, was ich wichtig finde: Starke Location, irre Explosionen, großer "Scale" aber dennoch eine persönliche Abrechnung mit dem Bösewicht in der Bond nicht untergeht
Wie gesagt, Ansichtssache, jeder darf natürlich seine Meinung haben.

Aber, um die Kurve wieder zu kriegen und hier nicht offtopic zu gehen: Ich wünsche mir für Bond26 nicht nur leeres Blabla, sondern wirklich Neues und kreative Ideen. CR hat es für mich damals geschafft, das war wirklich neu, vor allem im direkten Vergleich zum Vorgänger. Diese lange Pause sollte auch wirklich genutzt werden, um frische, neue Ideen zu sammeln. We will see.
Äh... Hurra!?! Oder doch nicht? Schwierig, schwierig...

Re: Bond 26+ Ausrichtung

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Agent 1770 hat geschrieben: 3. Juli 2022 17:41CR hat es für mich damals geschafft, das war wirklich neu, vor allem im direkten Vergleich zum Vorgänger.
Inhaltlich ja, aber von der Action her war da nicht mehr kreatives als bei einem durchschnittlichen Bond-Film, vielleicht sogar eher weniger. Die Parkour-Szene war toll, das sinkende Haus am Ende hatte auch was. Das wars eigentlich schon.

Re: Bond 26+ Ausrichtung

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Martin007 hat geschrieben: 3. Juli 2022 17:52 Inhaltlich ja, aber von der Action her war da nicht mehr kreatives als bei einem durchschnittlichen Bond-Film, vielleicht sogar eher weniger. Die Parkour-Szene war toll, das sinkende Haus am Ende hatte auch was. Das wars eigentlich schon.
Stimmt genau und trotzdem wusste er zu überraschen. Es fühlte sich neu an. Was wieder einmal zeigt, dass Action nicht alles ist, sondern eben auch Ideen einfließen müssen. Nimmt man bei GE die Actionszenen weg, bleibt da nicht wirklich viel in meinen Augen. Ich bleibe dabei: GE war der Auf-Nummer-sicher-gehen-Bond, bei CR hatte man wirklich den Mut, ein Risiko einzugehen. Das hätte auch schief gehen können.
Äh... Hurra!?! Oder doch nicht? Schwierig, schwierig...

Re: Bond 26+ Ausrichtung

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Martin007 hat geschrieben: 3. Juli 2022 17:52 Die Parkour-Szene war toll, das sinkende Haus am Ende hatte auch was.
Von dem sinkenden Haus in CR war ich ehrlich gesagt nie begeistert. Da war die Szene im Treppenhaus mit Obanno schon deutlich besser.
Böser schwarzer Mann

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"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Bond 26+ Ausrichtung

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Agent 1770 hat geschrieben: 3. Juli 2022 18:02GE war der Auf-Nummer-sicher-gehen-Bond
Das mag sein, aber nachdem man mit dem ernsten und verhältnismässig bodenständigen LTK finanziell nicht so Erfolg hatte, war GE aus meiner Sicht ein logischer Schritt - und es hat sich ja auch gelohnt.
Ja, mit CR hatte man Mut bewiesen und es war ein Erfolg. Man konnte es sich allerdings auch leisten mal zu experimentieren, da die Filme davor zumindest nicht allzu schlecht liefen.

Re: Bond 26+ Ausrichtung

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Martin007 hat geschrieben: 3. Juli 2022 18:11
Agent 1770 hat geschrieben: 3. Juli 2022 18:02GE war der Auf-Nummer-sicher-gehen-Bond
Das mag sein, aber nachdem man mit dem ernsten und verhältnismässig bodenständigen LTK finanziell nicht so Erfolg hatte, war GE aus meiner Sicht ein logischer Schritt - und es hat sich ja auch gelohnt.
Ja, mit CR hatte man Mut bewiesen und es war ein Erfolg. Man konnte es sich allerdings auch leisten mal zu experimentieren, da die Filme davor zumindest nicht allzu schlecht liefen.
Dass sie damals diesen Weg gegangen sind ist durchaus nachvollziehbar und auch richtig gewesen. Und du gibst ja selber zu, dass GE genau das ist. Viele loben ihn aber als total innovativ und spektakulär in den Himmel und das ist er in meinen Augen und der manch anderer eben nicht. Vielleicht geht er mir bei allem Verständnis die damalige Situation betreffend zu sehr auf Nummer sicher. Wirklich Neues hat er mit Ausnahme des neuen Bonddarstellers nicht in die Reihe eingebracht. Weiblicher M und flappsige Moneypenny - ok, aber auch nicht wirklich herausragend wenn auch zugegeben eine willkommene Abwechslung.
Äh... Hurra!?! Oder doch nicht? Schwierig, schwierig...