Wie findet ihr Sag niemals nie???

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Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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Brosnan sieht immer noch fit aus. Für einen NSNA-lastigen Alternativ-Bond hätte ich den gerne noch an Bord.
Then out spake brave Horatius, the Captain of the Gate: "To every man upon this earth, death cometh soon or late. And how can man die better than facing fearful odds, for the ashes of his fathers, and the temples of his gods."

― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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Casino Hille hat geschrieben: 16. März 2022 11:06 Brosnan sieht immer noch fit aus. Für einen NSNA-lastigen Alternativ-Bond hätte ich den gerne noch an Bord.
Hier die heutige Aufgabe in unserer beliebten Rubrik "Finde den Unterschied!":

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:D
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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Während der Produktion von DIE ANOTHER DAY (2002) verbreitete sich bei den EON-Mitarbeitern wohl das Gerücht, dass Pierce Brosnan bei seinem Ersteinsatz der dünnste, bzw. bei seiner Abschiedsvorstellung der dickste Bond-Darsteller innerhalb des Franchise gewesen sei, wobei es auch noch die Behauptung gab, dass der smarte Ire kurz vor den Dreharbeiten zu seinem letzten Bond-Streifen eine Fettabsaugung habe machen lassen.

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Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

589
Fett kann man abtrainieren oder absaugen lassen, aber im Gesicht ist Brosnan immer noch Bond.
Wo ist ein weiteres TB-Remake, wenn man mal eines braucht?
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― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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craigistheman hat geschrieben: 17. März 2022 10:07 Und welcher Bonddarsteller hat die vollsten Lippen?
Ich finde, dass Lazenby sehr markante Lippen hat ;-) Aber dein Post sollte wohl andeuten: Zurück zum Thema. Wobei ich es generell schon interessant finde, weshalb der ältere Moore jünger als Connery wirkt.
Wie schon gesagt: Ich halte NSNA bestimmt nicht für den besten Bondfilm, ganz so schlimm wie er von einigen gemacht wird, finde ich ihn aber wirklich nicht. Und ich freue mich, dass es ihn gibt. Und Connery spielt die Bondrolle sichtlich entspannter.
You have this nasty habit of surviving

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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"Oh Hell, let's just do what we always do - hijack some nuclear weapons and hold the world hostage, yeah?"

Meinem Mod-Kollegen sei Dank habe ich mir gestern noch in tiefster Nacht NSNA einverleibt - und kann glücklich sagen: Mir hat der Ausnahme-Bondfilm nie besser gefallen. Es gibt so vieles an dieser gerne übersehenen Perle, das einem Spaß machen kann, vorne weg die ultimative Rückkehr des einzig wahren King of Cool in seiner Paraderolle. Connery dominiert, kontrolliert und bereichert diesen Film in jeder Nanosekunde seines Auftretens. Als er auf Palmyra entkommt, einen Mann vom Pferd reißt, sich in den Sattel schwingt, die Fluppe aus dem Bild wirft und lässig zu Dominos Rettung eilt, habe ich doch glatt gedacht: "Das könnte unter den 5 coolsten Bond-Momenten aller Zeiten landen." Die Selbstverständlichkeit, mit der er seinen Bond spielt, die ist und die bleibt unübertroffen. Selbst von Largo in Ketten gelegt und von Fatima Blush zum Beinespreizen gezwungen, lässt Connery nie einen Zweifel daran, wer der König im Ring ist.

NSNA ist ein Fest und seine Andersartigkeit (es fehlen Gunbarrel und Bond-Theme) macht ihn umso interessanter als bewusster Außenseiter - zumindest war das so, ehe dank der Craig-Ära die Gunbarrel und das Bond-Theme längst nicht mehr als zwingende Notwendigkeit betrachtet werden. Gleich in mehreren Entscheidungen übertrifft NSNA in meinen Augen die EON-Konkurrenz: Nie war Blofeld beispielsweise besser dargestellt als hier durch Max von Sydow. Die alte schwedische Charaktervisage ist näher dran an der Originalfigur als Flemings Romanen als jede Besetzung zuvor und zudem ist sein Auftreten exzellent: Seine betont besonnen-freundliche Sprechart, sein gepflegter Henriquatre-Bart, der geniale Satz "Bei allem, was den Tod anbelangt, ist SPECTRE stets unparteiisch", all das zeichnet Bruder Ernst in diesem Film phänomenal als einen Geschäftsmann, als einen terroristischen Verwalter. Keine Frage: Es ist mein liebster Blofeld, und es ist im Vergleich zu allen anderen Besetzungen in der vermeintlich "offiziellen" Chronologie nicht einmal eng.

Selbiges gilt für Bernie Casey, der ohne echte Konkurrenz der lässigste, beste und sympathischste aller Felixe ist. Einzig und allein in ausgerechnet diesem Film ist für mich eine echte Freundschaft zwischen Bond und seinem CIA-Bruder spürbar. Casey hat dabei eine enorme Souveränität in dem Part, und schlafwandelt wie ein saucooles Ausstellungsstück durch seine Szenen. Achtet mal drauf: Nachdem Bond Fatima Blush gesprengt hat, kommt er mit einem Gang in die Szenerie, cooler geht das nicht. Und dann entwischen 007 und Leiter auch noch spitzbübisch im Unterhemd radelnd bzw. joggend, wie echte Buddies. Grandios. Übrigens steht Casey die Wumme in der Hand unten bei den Tränen von Allah auch exzellent und ich hätte mir fast gewünscht, man hätte die beiden Agenten im Showdown zu zweit die ganze Schlussaction übernehmen lassen, statt noch ein paar CIA-Dödels hinterher zu schicken. Allein dafür ist es gut, dass es NSNA gibt: Der beste Blofeld und der beste Felix im selben Film.

Und damit hört die grandiose Besetzung nicht auf: Wie genial ist bitte Klaus Maria Brandauer als Largo? Da nimmt er im Kern schon den Christopher Walken aus AVTAK vorweg, und hat sichtlich am meisten Spaß von allen, so richtig die Sau rauszulassen! Alles, wirklich alles was er macht, ist überlebensgroß, theatralisch, und trotz seiner knabenhaften Attitüde bleibt er als Bedrohung im Film jederzeit erkennbar und ist sogar das Hauptelement, welches in NSNA für Spannungserzeugung sorgt. Zugegeben: Celi ist in TB als Largo noch etwas ikonischer, aber ich möchte Brandauer auf keinen Fall missen - und wer es immer noch nicht getan hat, sollte sich übrigens umgehend "Das Russland-Haus" ansehen, in dem Connery und Brandauer (beide natürlich in Bestform!) erneut aufeinandertreffen. Ähnlich gut gefiel mir Kim Basinger. Ja, auch hier ist im Vergleich zu TB die gute Claudine Auger als Domino ikonischer, aber Basinger ist a) wahnsinnig sexy in jedem Fummel, den sie hier trägt, und b) funktioniert ihre Chemie mit Connery bestens (die Massageszene, hach) ...

Jetzt muss ich natürlich noch die anderen Besetzungs-Glanzlichter erwähnen: Jeder weiß, dass Barbara Carrera das Highlight des Films ist, und es stimmt! Sie spielt als Fatima Blush weniger eine Nachfolgerin von Fiona Volpe und mehr das Vorbild für Xenia Onatopp, macht mir aber um Welten mehr Spaß als Letztere. Es ist eine Schau, ihr zuzusehen! Ihre Einführung (die Kamera zeigt nur ihr Schuhwerk) ist genial, ihre Domina-Art gegenüber Dominos Bruder wunderbar fies, ihre Sexszene mit Bond eine der besten Szenen dieser Art in der Reihe, ihr Treppentanz im Casino Gaga-Entertainment pur und ihr durchgeknallter Tod ein Dialog-Highlight ("Nun, es gab da mal eine Kleine in Philadelphia ..."), all das ist großartig.

Und jetzt schüttelt so mancher den Kopf, aber ein großes Lob geht noch an die MI6-Crew: Pamela Salem als Miss Moneypenny ist meine Nummer 2 in der Rolle hinter Lois Maxwell, Edward Fox als M ist meine Nummer 2 in der Rolle hinter Bernard Lee und Alec McGowen als Q ist meine Nummer 2 in der Rolle hinter Desmond Llewelyn. Hier trumpft NSNA richtig auf und zeigt tolle Alternativversionen der bekannten Parts: Fox' M ist ein Bürokraten-Schleimer, der Bond erst naserümpfend die Leviten liest, nur um im letzten Drittel per Telefon wieder angescheißert zu kommen - klasse! Salem ist ähnlich überzeichnet unterwegs und spielt jeden ihrer kurzen Auftritte mit den größten Rehaugen, die je eine Frau hervorgebracht hat, ihr merkt schon, die MI6-Crew ist hier zum schießen.

McGowen aber übertrifft sie alle - sein kurzer Auftritt als erkälteter Q, der in einem kleinen kümmerlichen Kellerloch an seinen Gerätschaften bastelt, von einem CIA-Job träumt (da haben sie mehr als 20 Eissorten in der Kantine!) und den besten Satz des ganzen Films spricht ("I hope we're going to have some gratuitous sex and violence!") ist viel zu kurz und die beste Szene des Films! Bond kommt kaum zu Wort, so arg beschwert sich der kauzige kleine Mann und schmeißt noch ganz beiläufig Bonds Rolex verbittert auf den Boden, um ihm seine neue Laserkanonen-Uhr zu überreichen. :mrgreen: Übrigens nimmt NSNA nicht nur im Falle Blush als frühe Onatopp, sondern auch in dieser Szene GE vorweg: Der Gag aus Brosnans Erstling, in dem Q Bond ein Brot aus der Hand reißt ("Das ist mein Mittagessen!") taucht hier bereits mit einem obskuren Gegenstand auf, der sich als Nasenspray für den Quartiermeister entpuppt.

Der Plot musste natürlich aus TB entnommen werden, und obgleich TB unter meinen 3 absoluten Favoriten aller Bondfilmen zu finden ist, finde ich viele Variationen in NSNA sehr gelungen. Das entschlankte erste Drittel in Shrublands ist sogar die beste Passage des Films und feuert ein richtiges Gagfeuerwerk ab ("Ich brauche noch eine Urinprobe von ihnen, Mr. Bond!" - "Von hier aus?"), bei dem es zu lange dauern würde, alle Knüller aufzuzählen. Natürlich ist der "Weißbrot"-Spruch absolut legendär, mein persönlicher Favorit ist aber Bonds Kampf mit Lippe, gespielt vom Indiana-Jones-Kultgegner Pat Roach. Nicht nur ist der Kampf erstaunlich gut choreographiert und kommt gänzlich ohne Musik aus (!), sondern reiht einen schönen Kalauer an den nächsten, angefangen mit dem Hausmeister, der von Roach in etwa 2,7 Sekunden bewusstlos gewürgt wird und kurz darauf nochmal wie in einem "Looney Tunes"-Cartoon hervorgeholt und wieder weggeworfen wird. Klasse auch der kurze Moment, in dem Bond und Lippe kämpfen, während die Senioren in Seelenruhe ihren Boxkampf direkt nebenan schauen und so passend mitjubeln. Und die tödliche Waffe, die Bond am Ende gewinnbringend einsetzt, das ist dann einfach nur kultig, völlig drüber und doch zu hundert Prozent Bond.

Wenn sich NSNA kritisieren lässt, dann wohl hinsichtlich dessen, dass er eigentlich zu keinem Zeitpunkt je spannend wird. Selbst der schräge und durchweg selbstparodierende DAF setzt vereinzelt auf brenzlige Situationen für unseren James, aber NSNA ist so tiefenentspannt, dass er der einzig wahre Urlaubsfilm im Bond-Kosmos ist. Einzige Ausnahme ist vielleicht die herrliche Domination-Szene, die einen Bond zeigt, wie ich ihn liebe: als Provokateur der Extraklasse! Und selbst die funktioniert als Momentaufnahme wohl nur deshalb so gut, weil Brandauer und Connery ein enigmatisches Duo vor der Kamera sind. So sehr sie sich auch in ihren Rollen befinden, spürt man den gegenseitigen Respekt zweier Weltklasse-Mimen füreinander, auch in Palmyra scheint das nochmal durch. Übrigens, es ist nicht wichtig, soll aber erwähnt werden: Ich habe NSNA wirklich gestern nochmal auf ganz neue Art lieben gelernt, gebe aber gerne zu, dass der Plot selbst überhaupt gar keinen Sinn ergibt. Dagegen sind SPECTREs Plan in FRWL und Silvas Ausbruch in SF dezidierte Abhandlungen über Logik und Wahrscheinlichkeiten.

Bond stößt in Shrublands zufällig auf Petachi und Blush (geschenkt, Gevater Zufall unterstützt ihn ja schon in TB an ähnlicher Stelle), und findet nicht mehr als eine Streichholzpackung mit dem Logo von Largo darauf. Später beim MI6 recherchiert er dieser Streichholzverpackung (!) wegen die Personalie Largo, ehe M ihn ohne einen Anhaltspunkt zu haben, dass Largo überhaupt mit dem Diebstahl der Atombomben zu tun hat, nach Nassau entsendet. Dort leistet Bond absolut gar nichts, außer zwei Frauen abzuschleppen und sich von Johnny English darüber informieren zu lassen, dass Largo mit seinem Schiff nach Südfrankreich schippert. Erst DORT nimmt Bond Kontakt zu Domino auf, tritt erstmals auf Largo etc., hat aber streng genommen noch immer keinen Grund, auch nur in Erwägung zu ziehen, Largo könnte irgendetwas mit SPECTRE oder den Atombomben zu tun haben. :mrgreen: Das ist schon bemerkenswert dusselig konstruiert und offensichtlich der kruden Entstehungsgeschichte des Films geschuldet, bei der zig Autoren an dem Skript rumbastelten, teils während der Dreharbeiten ganze Passagen neu erdachten und Regisseur Irvin Kershner am Set rege improvisieren musste. Erstaunlicherweise ist es aber auch vollkommen egal, weil sich ohnehin kein Mensch auf Mutter Erde NSNA ansehen wird, um echten Agententhrill zu erleben.

Die Actionszenen, die ich in der Vergangenheit oft etwas abgestraft habe, sind übrigens durch die Bank besser als in meiner Erinnerung: Die Motorradjagd ist sogar richtig cool. Es fehlen die großen Stunts, man backt spürbar kleinere Brötchen und die richtigen Wow-Momente, die parallel John Glen in der EON-Reihe bot, die bleiben hier aus. Es passt wunderbar zur entspannten Attitüde des Films, trotzdem fehlt mir ein neuer Sprung vom Asgard (wenn ihr wisst, was ich meine). Und an alle Pappenheimer, die sich gerne über Michel Legrand und seinen Score für diesen Film aufregen: Schämt euch! Seine Jazz-Klänge sind wahnsinnig elegant und haben mich gestern gar vergessen lassen, dass das Bond-Theme hier nicht einmal gespielt wird. Die Musik beim Diebstahl der Bomben ist ja wohl einsame Spitze und verdient es, in die Hall of Fame der besten Bond-Melodien aufgenommen zu werden. Noch besser ist der Tango, zu dem Bond und Domino ... tanzen. Wandert ab heute für ewig in meine Spotify-Liste für lange Zugfahrten, die, wie ich kürzlich feststellte, für den gewählten Anlass doch etwas zu kurz ist.

So saß ich also letzte Nacht da und dachte: Hille, du musst NSNA kräftig aufwerten und unter deine absoluten Top-Bonds aufnehmen. Aufwerten werde ich den zweiten TB zwar, doch letzteres bleibt ihm verwehrt. Warum das, fragt ihr euch? Nun: In den letzten 15 Minuten hat mich NSNA dann leider komplett verloren. Das Geballer in den Tränen von Allah ist so lustlos von Kershner und allen Beteiligten runtergekurbelt, dass sogar die Abrechnung mit einigen Figuren einfach entfällt (oder hat jemand von euch mal rausgefunden, was eigentlich mit Dr. Kovacs passiert?). Kershner selbst sagt in einem der Extras auf der Blu-ray, dass es ihn langweilte, Männer beim Rumballern und am Boden robben zu filmen, und so ungefähr sieht es dann auch aus. Noch schlimmer ist aber der angehängte Mini-Showdown unter Wasser mit Bond und Largo (in dem dann aus heiterem Himmel Kampftaucherin Domino auftaucht), das ist dann wirklich nur gelangweilter Dienst nach Vorschrift und verhindert NSNA einen Platz an der Bond-Sonne.

Aber ich will nicht mit dem Negativen endet: NSNA ist eine große, sensationell unterhaltsame und witzige Sean-Connery-Show, in der alle seine Spielpartner sichtlich Spaß mitgebracht haben, an dieser Sause teilzunehmen. Es ist auch (trotz der gegenüber EON feindseligen Absicht) eine schöne Liebeserklärung an Connerys Bond-Ära, etwa, wenn selbstironisch über Bonds Auto gesprochen wird ("Immer noch in einem ganz guten Zustand") oder ein Wachmann auf Palmyra Bonds Zelle betritt und zuerst an die Decke schaut (da er offensichtlich GF kennt und sich nicht ähnlich übertölpeln lassen will). Es ist aber vor allem auch ein würdiger Teil der James-Bond-Reihe, der nicht länger wie das ungeliebte Stiefkind der Reihe behandelt werden soll, sondern wie ein Film, der sich stolz zum Mythos dazu zählen darf.

Die größte Selbstironie ist dann historisch gesprochen die letzte Einstellung: Erneut, wie einst nach DAF, sagt Connery "Never", als er von Mr. Bean und Vicky Vale gefragt wird, ob er doch nochmal zum britischen Geheimdienst und damit zu seiner Paraderolle zurückkehren könnte. Auf eine erneute Nachfrage zwinkert er in die Kamera und damit uns, seinen Fans zu, während Lani Hall erneut "Never Say Never Again" singt. Warum das heute sogar noch witziger ist? Tatsächlich wurde auch dieses 83er "Never" von Connery später wieder über Bord geworfen, als er 2005 ein wirklich finales Mal in die Rolle des James Bond schlüpfte - für das Videospiel "Liebesgrüße aus Moskau", in dem er im englischen Originalton tatsächlich dem Superspion seine Stimme lieh.
Then out spake brave Horatius, the Captain of the Gate: "To every man upon this earth, death cometh soon or late. And how can man die better than facing fearful odds, for the ashes of his fathers, and the temples of his gods."

― Thomas Babington Macaulay, Lays of Ancient Rome.

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

594
Ich habe ihn natürlich auch geschaut und kann dem Mod-Kollegen in vielerlei Hinsicht zustimmen obwohl ich vieles negativer sehe. Oder sagen wir: etwas weniger positiv.

Connery ist einfach Bond und kann das auch zwölf Jahre nach seinem letzten Einsatz und fast zwanzig Jahre nach seinem ursprünglichen Run in der Rolle (die Connerys 1-4 sind halt dann doch die Essenz seines Bond-Schaffens) noch beweisen, indem er sich mal eben ganz locker-flockig in die Rolle schwingt und praktisch von sich aus wirkt. Für mich kommt sein gereifter, légèrer Urlaubsbond zwar qualitativ hinter seinem vitalen und schnittigen Jungbond der frühen Filme, aber eigentlich macht diese strikte Zweiteilung nur bedingt Sinn, weil Sean einfach jede Faser jeder Rollenauslegung gekonnt verkörpert.

Max von Sydow ist ein toller Blofeld - auf dem Papier. So wirklich zur Geltung kommt er nicht, dazu fehlen die Entfaltungsmöglichkeiten. Vor allem ist die Einführung der Carrera so toll (ich habe wohl in den letzten Tagen jedem erzählt, wie stark ich die Szene mit dem Schuhwerk finde), dass es immer einen Bruch darstellt, wenn sie dann in dieses spröde Hinterzimmer tritt in dem Ernst unglamourös und etwas verloren mittendrin auf diesem Stuhl sitzt. Das ist auch eine der wenigen Szenen, in denen ich NSNA am Original messe und TB gewinnt einfach haushoch. Auch Casey kann ich nicht an die Spitze der Leiter (bitte Applaus) stellen, nicht angesichts der Szenen die Hedison sich mit Moore/Mr. Bleeker sowie Dario/Sanchez/Killifer teilt. Aber er ist eine coole Socke in allem was er tut und harmoniert gut mit dem Connery-Tier.

Brandauer sorgt für eine Menge Spass und ist eine so gute Besetzung, dass Cubby sich Christopher Walken holen musste um da Paroli bieten zu können. Die joviale Spitzbübigkeit zündet vor allem in der Domination-Szene, die wie mir aufgefallen ist mit dem stichelnden "Shall we continue?" etwas die Fechtszene aus DAD vorweg nimmt. Angesichts des sehr, sehr hohen Standards an Bondschurken (ich mag halt einfach die meisten) würde er bei mir zwar eher im Mittelfeld rangieren, aber passt schon alles. Ganz anders Kim Basinger: Für mich setzt sie sehr wenige Akzente und ist eines der wenigen Bondgirls, die in meinen Augen kaum Sexyness oder Erotik versprühen (Tiffany Case und Madeleine Swann wären noch Kandidatinnen). Ich finde sie nicht attraktiv und die Mode hilft kaum. Das Badetuch auf dem Kopf sieht etwas deppert aus.

Die Carrera ist toll und durchaus ein Prototyp der von mir sehr geschätzten Frau Onatopp, keine Frage. Das Manko: Die erotisch-böse Domina-Art, die auch Famke Janssen so stark verkörpert, ist nicht konstant genug. Gerade in ihrer letzten Szene geht das mit den merkwürdig aufgeblasenen Glitzerlack-Klamotten (das Hemd sieht aus wie Plastikfolie), den offenen, zerzausten Haaren und der hysterischen Art etwas verloren. Da ist nichts mehr von der Erotik der meisten früheren Szenen. Auch die MI6-Crew sehe ich weniger enthusiastisch, für mich ragt nur McCowens Q nennenswert hervor.

Was noch? Michel Legrands beschwingter Jazz-Score und vor allem das eingängige Titellied sind genauso eine Freude wie viele Einzelszenen und kleine Momente, vor allem wenn Connery und/oder Brandauer lässig-locker ihre jeweiligen Rolleninterpretationen vom Stapel lassen können. Das Ganze ist einfach eine luftig-leichte Hommage an Connery und seine Bond-Abenteuer. Aber Hille hat des Pudels Kern ja schon angesprochen und für mich ist es genau dasselbe, tendenziell wahrscheinlich sogar noch "schlimmer": Zu fast keiner Sekunde wird es brenzlig, spannend oder aufregend, alles plätschert so seicht vor sich hin, dass leise Ansätze in diese Richtung - die Domination-Szenen, die berittenen Wüstlinge auf der Burg oder aber auch das ziemlich schnittige Motorrad-Manöver im Tunnel mit dem Laster, als Bond um ein Haar gefangengenommen wird - wie purer Thrill wirken. Währenddessen verbindet eine bestenfalls rudimentär aufbereitete Filmhandlung die Nummernrevue aufs Nötigste, selbst die gemeinhin als von einer Highlight-Szene zur nächsten springenden Schauwerte-Bonds bekannten TSWLM und MR wirken zusammenhängender und schlüssiger als Connerys seichtes und sommerliches Absegeln der wichtigsten Eckpfeiler der TB-Geschichte. Mit den letzten 15 Minuten geht es mir dann genauso wie Hille. Da verliere ich immer wieder das Interesse und bin auch gestern wieder völlig mit den Gedanken abgeschweift, und es lag trotz wenig Schlaf überhaupt nicht an der Müdigkeit. Was eigentlich schade ist, denn das Design der Tempelhöhle ist an sich ziemlich gelungen und mal was Neues.

Obwohl ich viele der positiven Punkte sehr ähnlich (wenn auch oft etwas weniger enthusiastisch) sehe fällt mein Fazit also deutlich nüchterner aus. Nach der gestrigen Sichtung würde ich NSNA mit ordentlichen 6 Punkten eher ins hintere Drittel meiner Rangliste setzen. Trotz Connery, trotz Brandauer, trotz Legrand, trotz Carrera. Das ist etwas schade wenn man all diese Aspekte einzeln anschaut und berücksichtigt, wie sympathisch mir das Konzept des Films eigentlich ist und wie lässig ich das Titellied finde. Aber die Konkurrenz ist einfach zu stark. NSNA muss ich dann doch immer mindestens unterschwellig mit zwei anderen Bondfilmen vergleichen oder ihn an diesen messen, und das sind natürlich TB und OP. Und diese zwei gewinnen.
We'll always have Marburg

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

595
Ich kann NSNA vor allem einen gut gelaunten, entspannten Sir Sean Connery abgewinnen, der großen Spaß an der Sache zu haben scheint. Da sich der Film selbst nicht allzu ernst zu nimmt und über weite Strecken mehr als deutlich in Parodie-Gewässern unterwegs ist, fällt es mir schwer, ihn als vollwertigen Bondfilm zu betrachten. Klaus Maria Brandauer ist als manisch ausgelegte Version Largos absolut fantastisch, Max von Sydow hingegen darf nur das übliche megalomane Bösewicht-Blabla von sich geben - wie kann man nur einen so fantastischen Darsteller auf diese Weise verheizen? Barbara Carrera ist und bleibt ein Hingucker, trotz ihrer teils nervtötenden Überdrehtheit, auch Kim Basinger als Domino überzeugt. Überhaupt ist NSNA bis auf wenige Ausnahmen gut besetzt.
Doch bleibt Keshners Inszenierung bis auf die eine oder andere Pointe fad, zu keinem Zeitpunkt dürfen die an sich fantastischen Locations wirklich glänzen, dafür immer wieder in schäbiger 80er TV-Optik vor sich hinflimmern.
Das größte Übel an NSNA ist der Score. Was der großartige Michel Legrand wohl geraucht haben mag, als er diese belanglosen und völlig unpassenden, ja gar unrhythmischen auf- und abwärtsdudelnden Jazzskalen aus dem Ärmel schüttelte? Dagegen wirkt selbst Thomas Newmans Arbeit wie eine Epiphanie. Für mich als audiophiler Zuschauer DIE große Sünde, die mir den Filmspaß letztlich komplett versaut. Wäre doch bloß ein John Barry oder meinetwegen ein Marvin Hamlisch am Start gewesen...

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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Casino Hille hat geschrieben: 26. September 2022 14:51 "Mir hat der Ausnahme-Bondfilm nie besser gefallen. Es gibt so vieles an dieser gerne übersehenen Perle, das einem Spaß machen kann, vorne weg die ultimative Rückkehr des einzig wahren King of Cool in seiner Paraderolle.

(...)

So saß ich also letzte Nacht da und dachte: Hille, du musst NSNA kräftig aufwerten und unter deine absoluten Top-Bonds aufnehmen. Aufwerten werde ich den zweiten TB zwar, doch letzteres bleibt ihm verwehrt. Warum das, fragt ihr euch? Nun: In den letzten 15 Minuten hat mich NSNA dann leider komplett verloren. Das Geballer in den Tränen von Allah ist so lustlos von Kershner und allen Beteiligten runtergekurbelt, dass sogar die Abrechnung mit einigen Figuren einfach entfällt (oder hat jemand von euch mal rausgefunden, was eigentlich mit Dr. Kovacs passiert?). Kershner selbst sagt in einem der Extras auf der Blu-ray, dass es ihn langweilte, Männer beim Rumballern und am Boden robben zu filmen, und so ungefähr sieht es dann auch aus. Noch schlimmer ist aber der angehängte Mini-Showdown unter Wasser mit Bond und Largo (in dem dann aus heiterem Himmel Kampftaucherin Domino auftaucht), das ist dann wirklich nur gelangweilter Dienst nach Vorschrift und verhindert NSNA einen Platz an der Bond-Sonne.
Na, das wurde dann auch Zeit, wieder ein Connaisseur mehr im Forum. :)

Ich sage dazu (schon immer):
Fazit:
Das inoffizielle „Feuerball“-Remake ist trotz zahlreicherer fehlender Erkennungsmerkmale (Gunbarrel, Bond-Thema, MI6-Cast) ein Bondfilm von echtem Schrot und Korn. Das liegt natürlich zuvorderst an der Rückkehr Sean Connerys in seine (lange Zeit verhasste) Paraderolle. Der Schotte hat sichtlich Spaß an seinem späten Revival, wirkt viril und fidel wie zu seinen besten Bond-Zeiten und kokettiert süffisant mit seinem fortgeschrittenen Alter. Enorme Spielfreude auch beim übrigen Hauptcast, eine zugleich entspannte wie fokussierte Regie sowie ein süffisant-selbstironischer Grundton - der auf höchst vergnügliche Art Mythos und Zutaten der Bond-Serie fast schon persifliert - machen „Sag niemals nie“ zu einem Meta-Spaß der auch noch gut 35 Jahre später prächtig unterhält.

(Damit ist alles geschrieben, wer dennoch mehr Geschwafel will: https://www.ofdb.de/review/1926,815252,Sag-niemals-nie )
http://www.vodkasreviews.de

https://ssl.ofdb.de/view.php?page=poste ... Kat=Review

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

597
craigistheman hat geschrieben: 27. September 2022 11:30 Da sich der Film selbst nicht allzu ernst zu nimmt und über weite Strecken mehr als deutlich in Parodie-Gewässern unterwegs ist, fällt es mir schwer, ihn als vollwertigen Bondfilm zu betrachten.
Da halte ich den "offiziellen" Serienbeitrag DAF aber für deutlich mehr in Parodie-Gewässern unterwegs, folglich dürfte der dann ebensowenig als "vollwertig" betrachtet werden. Und eine Parodie ist NSNA im Ganzen sicher nicht. Eindeutig als Parodie ausgelegt sind Filme wie CR67, Johnny English oder Austin Powers. Die im Pool ertränkte Nicole, Largos Ende oder der drogenabhängig und gefügig gemachte Bruder Dominos sind da eklatante Gegenbeispiele, die sich so in einer Parodie nicht finden ließen.

Ich verstehe nicht, weshalb manche so ein Problem mit dem Film haben, nur, weil das Bondthema oder die Gunbarrell fehlen oder aber manche glauben, Bondfilme dürften nur von EON gedreht werden. Im Umkehrschluss ist es aber für viele völlig okay, dass andere bekannte Figuren aus der Literatur im Laufe der Zeit dutzende Male von unterschiedlichsten Filmorganisationen auf die Leinband gebracht wurden.

NSNA gehört für mich zur Bondreihe ohne Wenn und Aber dazu und ist für mich offiziell Bond 14.

Schön, dass er hier auch mal gewürdigt wird.
You have this nasty habit of surviving

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

598
Agent 1770 hat geschrieben: 27. September 2022 12:16
craigistheman hat geschrieben: 27. September 2022 11:30 Da sich der Film selbst nicht allzu ernst zu nimmt und über weite Strecken mehr als deutlich in Parodie-Gewässern unterwegs ist, fällt es mir schwer, ihn als vollwertigen Bondfilm zu betrachten.
Da halte ich den "offiziellen" Serienbeitrag DAF aber für deutlich mehr in Parodie-Gewässern unterwegs, folglich dürfte der dann ebensowenig als "vollwertig" betrachtet werden. Und eine Parodie ist NSNA im Ganzen sicher nicht. Eindeutig als Parodie ausgelegt sind Filme wie CR67, Johnny English oder Austin Powers. Die im Pool ertränkte Nicole, Largos Ende oder der drogenabhängig und gefügig gemachte Bruder Dominos sind da eklatante Gegenbeispiele, die sich so in einer Parodie nicht finden ließen.

Ich verstehe nicht, weshalb manche so ein Problem mit dem Film haben, nur, weil das Bondthema oder die Gunbarrell fehlen oder aber manche glauben, Bondfilme dürften nur von EON gedreht werden. Im Umkehrschluss ist es aber für viele völlig okay, dass andere bekannte Figuren aus der Literatur im Laufe der Zeit dutzende Male von unterschiedlichsten Filmorganisationen auf die Leinband gebracht wurden.

NSNA gehört für mich zur Bondreihe ohne Wenn und Aber dazu und ist für mich offiziell Bond 14.

Schön, dass er hier auch mal gewürdigt wird.
Naaaaaaja. Es geht im Kino ja oft nicht darum, was verhandelt wird, sondern wie dies geschieht. Nehmen wir zum Beispiel Dominos Bruder: Ja, er wird mit Heroin gefügig gemacht, doch wird dieses Abhängigkeitsverhältnis so plakativ, klischee- und auch klamaukhaft in Szene gesetzt, dass es unweigerlich parodistisch wirkt. Auch dessen Ableben im Auto mit der Schlange, dieses unterbelichtete Grinsen als er Fatima sieht... Also wirklich „ernst“ ist da nicht viel, ich erkenne da eher einen Sinn für dunklen Humor. Und wenn du der Ansicht bist, dass Gewalt on Screen in Parodien nicht zu finden ist, empfehle ich dir Shaun of the Dead als Paradebeispiel für einen Genre-Hybriden aus Horror und Komödie.
Sicherlich ist DAF parodistisch, wie so ziemlich jeder Guy Hamilton-Bond übrigens. Nur hat man bei DAF aus Angst vor dem Zeitgeist für meinen Geschmack etwas zu stark auf den Schlamm gehauen, um nicht zu sagen über die Stränge geschlagen. Selbiges lässt sich auch auf TMWTGG übertragen, letztlich auf jeden 70er Bond, da war in erster Linie Spaß angesagt.

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

599
craigistheman hat geschrieben: 27. September 2022 13:35 Naaaaaaja. Es geht im Kino ja oft nicht darum, was verhandelt wird, sondern wie dies geschieht. Nehmen wir zum Beispiel Dominos Bruder: Ja, er wird mit Heroin gefügig gemacht, doch wird dieses Abhängigkeitsverhältnis so plakativ, klischee- und auch klamaukhaft in Szene gesetzt, dass es unweigerlich parodistisch wirkt. Auch dessen Ableben im Auto mit der Schlange, dieses unterbelichtete Grinsen als er Fatima sieht... Also wirklich „ernst“ ist da nicht viel, ich erkenne da eher einen Sinn für dunklen Humor. Und wenn du der Ansicht bist, dass Gewalt on Screen in Parodien nicht zu finden ist, empfehle ich dir Shaun of the Dead als Paradebeispiel für einen Genre-Hybriden aus Horror und Komödie.
Sicherlich ist DAF parodistisch, wie so ziemlich jeder Guy Hamilton-Bond übrigens. Nur hat man bei DAF aus Angst vor dem Zeitgeist für meinen Geschmack etwas zu stark auf den Schlamm gehauen, um nicht zu sagen über die Stränge geschlagen. Selbiges lässt sich auch auf TMWTGG übertragen, letztlich auf jeden 70er Bond, da war in erster Linie Spaß angesagt.
Also in den ersten Szenen im Sanatorium als er von Fatima aufgesucht wird, halte ich seine Abhängigkeit überhaupt nicht für klamaukig umgesetzt. Man sieht, dass er auf Entzug ist, sie reißt ihm eiskalt die Binde vom Gesicht und der sadisitische Ausspruch "dann wird er sein Leckerchen bekommen". Da sehe ich keine klamaukigen Züge und man sieht, dass er psychisch völlig fertig ist.
Und dass das Ableben von Menschen nicht in einer Parodie auftauchen kann, habe ich so nicht behauptet. Es geht um das wie. Wenn eine Person wie z.B. in Die nackte Kanone ablebt, indem sie unter eine Dampfwalze gerät und es dann zum Ausspruch kommt "Wie schrecklich. Mein Großvater ist genauso gestorben.", dann sorgt das für Lacher und trägt eindeutig parodistische Züge, zumal wenn das Opfer cartoonhaft dargestellt wird, denn so sähe keine von einer Walze überrollte Person in Wirklichkeit aus. Wenn Bond Nicole im Pool entdeckt, ist das nicht parodistisch in Szene gesetzt. Dominos Ausdruck im Gesicht, nachdem sie Largo getötet hat - parodistisch ist das gar nichts.
Mit den 70er Bonds gehe ich konform. Da war eben Spaß angesagt (wie in NSNA eben auch). Und das ist meine persönliche Meinung: DAF finde ich im Ganzen klamaukiger und parodistischer als NSNA.
Und was sein "unterbelichtetes Grinsen" anbelangt. Stimmt, er grinst wirklich komisch, aber ist das deshalb gleich eine Parodie? Habe ich schon oft genug im realen Leben ebenso erlebt.
You have this nasty habit of surviving