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Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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vodkamartini hat geschrieben: 28. September 2022 15:24 1983 war ein goldenen Bondjahr, das es so weder vorher noch nachher gab. Zwei starke Filme, mit den beiden besten Bonddarstellern, die in direkter Konkurrenz liefen. Für den Fan konnte es nichts Schöneres geben. Beide Filme sehen hochwertig aus und heben sich meilenweit von der Standart-TV-Ware Ihrer Entstehungszeit ab.
Die liegen beiden in meinen Worst 3...

Und mit dem Score kann ich nicht viel anfangen. Der lässt bei mir kein Bond-Feeling aufkommen und klingt mir zu beliebig.

Ich habe das ja schon mal geschrieben: Bei CR ist mir früher gar nicht aufgefallen, dass hier das fhlt, was einen Bond-Score ausmachen sollte: Das-Bond-Theme. Arnold hat es mMn geschafft, einen 'bondigen' Score ohne Bond-Theme zu komponieren, sodass ich nie gemerkt habe, dass da etwas gehlt.

Der Score von NSNA lässt bei mir hingegen kein wirkliches Bond-Feeling aufkommen, sodass mir dort das fehlende Bond-Theme sofort auffällt. Und wenn ich das mit James Horner lese, bin ich gerade wirklich enttäuscht, wie es jetzt gekommen ist.

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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AnatolGogol hat geschrieben: 29. September 2022 11:53 Wobei interessanterweise ja Jack Schwartzman ursprünglich James Horner verpflichten wollte, Connery aber wohl seinen Einfluss pro Legrand geltend gemacht hat. Horner, so gut er sonst auch war, kann ich mir jetzt auf den lebhaft-launigen NSNA aber so gar nicht vorstellen.

Es war ein klein bisschen anders:
James Horner konnte aufgrund terminlicher Verpflichtungen nicht.
Talia Shire, die Ehefrau von Jack Schwatzman. hatte dann Kontakt mit Barbra Streisand gehabt, welche gerade YENTL abgedreht hatte. Streisand hat ihr dann aufgrund der gerade guten Erfahrung mit Michel Legrand diesen als Filmkomponisten empfohlen, wobei das Zeitfenster für die noch zu erstellende Komposition zu NEVER SAY NEVER AGAIN vor der Vergabe wohl schon äußerst knapp bemessen war.
Daher existieren musikalisch auch einige Anleihen von Legrands zu dessen Arbeit zu ICE STATION ZEBRA (1968)

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Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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craigistheman hat geschrieben: 28. September 2022 11:17 Achtet mal auf die Bewegung des Kampfjets und die aus der Juxtaposition der Bilder entstandenen „Schlieren“ bei den Cruise-Missiles. Da sehen die Snowspeeder aus dem Originalcut von TESB und die Kampfjets in FF trotz identischer Technik nun wirklich besser aus, das sieht man doch am bloßen Auge Leute!

Passend dazu habe ich vor kurzem diese ILM-Serie auf Disney+ gesehen, in TESB wurde mit Stopmotion für die ATATs (die imperialen Schneeelefant-Fahrzeuge) und Bildüberlappung für die Snowspeeder gearbeitet. In manchen Shots wurden beide Technologien miteinander verbunden, was wohl ein ziemliches Novum für die Zeit gewesen sein soll. Dein Punkt ist auf jeden Fall valide - ein weißer Hintergrund wie eine Schneelandschaft eignet sich bei diesen Verfahren mit Sicherheit besser, als üppige Landflächen bei helllichtem Tag. Aber achte doch mal auf die lächerliche Flamme hinter den Cruise-Missiles und deren Ausrichtung. Das sieht einfach nicht gut aus und wirkt billig. Überhaupt hätte NSNA ganz hervorragend ohne diese völlig überflüssige Sequenz funktioniert.

Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob die 97er Fassung von THE EMPIRE STRIKES BACK – die heutzutage im Umlauf ist – bei den Szenen auf Hoth nicht auch Angleichungen und Korrekturen gegenüber der 80er Fassung erfahren hat, da manche Aufnahme scheinbar weniger ruckeln und die Stopmotion "flüssiger" wirkt. Dann wäre das nämlich ein Update.

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Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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photographer hat geschrieben: 29. September 2022 17:07 Es war ein klein bisschen anders:
James Horner konnte aufgrund terminlicher Verpflichtungen nicht.
Talia Shire, die Ehefrau von Jack Schwatzman. hatte dann Kontakt mit Barbra Streisand gehabt, welche gerade YENTL abgedreht hatte. Streisand hat ihr dann aufgrund der gerade guten Erfahrung mit Michel Legrand diesen als Filmkomponisten empfohlen, wobei das Zeitfenster für die noch zu erstellende Komposition zu NEVER SAY NEVER AGAIN vor der Vergabe wohl schon äußerst knapp bemessen war.
Daher existieren musikalisch auch einige Anleihen von Legrands zu dessen Arbeit zu ICE STATION ZEBRA (1968)

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Schön von dir zu hören! In Some Kind of Hero schreiben Chowdhury und Field:
"Schwartzman has originally sought James Horner, but Connery had turned him down in favor of Legrand".
Die von dir angeführte Sicht der Dinge führen sie aber auch an unter Berufung auf Kershner. Wie so oft muss man wohl auch hier nur genügend Leute fragen, um die gleichen Dinge auf sehr unterschiedliche Weise erzählt zu bekommen. :) Vielleicht auch wieder so eine Henne-Ei-Geschichte wie bei Brosnan/Dalton und der Frage nach der Wunschbesetzung für TLD: Schwartzman wollte Horner, Connery Legrand, dann kam raus dass Horner eh nicht konnte und die Frage war so oder so beantwortet. :)
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Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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Klar, Geschmäcker sind verschieden, aber kommt schon - das ist doch einfach ein fürchterlich unpassender Score, der nirgends etwas wie Spannung oder Glamour aufkommen lässt? Wo ist die Blech-Sektion, das Orchestrale, wo sind die eingängigen Themen, die Erruptionen, die leicht verzerrten Gitarren - das was Bond musikalisch ausmacht? Ist der Tango denn von Legrand? Horner wäre mir persönlich 1000 Mal lieber gewesen, tut richtig weh, dass es auch noch Connery war, der das verhindert hat! :D

Aber hey, ich bin da auch sehr unflexibel - so missfält mir z.B. auch der Conti-Score in den Actionszenen. Hamlisch und Martin waren aber positive Ausreißer. Für mich sind John Barry und David Arnold einfach die einzigen, die den unverwechselbaren Bondsound hinbekommen. Zimmer hat sich auch ganz gut geschlagen, wenn auch stellenweise etwas beliebig und austauschbar, aber das war zum Glück zu erwarten.

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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craigistheman hat geschrieben: 29. September 2022 20:05 Für mich sind John Barry und David Arnold einfach die einzigen, die den unverwechselbaren Bondsound hinbekommen.
Als ich neulich TWINE gesehen habe war ich hin- und hergerissen, ob der Score nun besonders gut sei, weil er den Barry-Ton oft reproduziert, oder besonders schlecht, weil er kaum mehr wie eine abgekupferte Barry-Kopie mit elektronischen Drumbeats ist. Generell tendiere ich mittlerweile aber dazu, dass ich Arnolds Arbeit eher ablehne, da er sehr wenig eigenständige Dinge in die Bondserie eingebracht hat. Natürlich kann man ihn dafür feiern, dass er sich so eng an Barrys Stil orientiert, gerade wenn man wie du den Barry-Stil als derart Maßstabgebend für die Serie erachtet, von dem am besten möglichst wenig abzuweichen ist. Für mich waren die Soundtrack-"Exoten" a la Martin, Hamlish, vor allem aber Conti, Legrand, Kamen und bedingt auch Serra aber immer echte Bereicherungen, da sie der Serie etwas neues und frischen Wind hinzugefügt und so ihren Filmen auch eine ganz eigene Note gegeben haben. Hätte z.B. ein Conti versucht einen Conti-Soundtrack im Stil von Barry zu komponieren, wäre das sicherlich nicht so der Fall gewesen. Und das gleiche gilt für Legrand, dessen Arbeit zu NSNA ich genau deshalb zu den 5 besten Scores der Serie zähle, weil sie so eigenwillig und eigenständig ist, gleichzeitig in meinen Augen aber absolut passend zum Film. Und dafür sorgt u.a. auch die sehr eigenständige Instrumentierung, die gar nicht erst die Nähe zu Barry sucht.
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Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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Jede*r hat eben seine Favoriten. Wo David Arnold John Barry besonders „kopiert“ leuchtet mir allerdings nicht ganz ein. Sicher, er ist näher an John Barrys orchestralen Sound als ein Legrand oder Conti, seine Themen sind dramaturgisch jedoch ganz anders strukturiert. Barry liebte die Dissonanz und das Episch-Melancholische. Wenn du dir z.B. Serge Gainsbourgs Meisterwerk „L'histoire de Melody Nelson“ anhörst, erkennst du unweigerlich Paralllelen zu Barrys Klang und seiner oftmals unangespannten Coolness, die den Sound auch irgendwo zeitlos macht.
Hingegen löst Arnold seine Themen sehr viel eindeutiger auf, meistens in Moll. Klar, das elektronische Klimbim ist nicht jedermanns Sache, vor allem in TWINE und DAD ist es mir persönlich dann zuviel des Guten (oder Schlechten). Meines Erachtens hat Arnold Barrys Art zu arrangieren übernommen, konsequent weitergedacht um sie in das 21. Jahrhundert zu überführen. Gerade sein letzter Score zu QoS ist für mich ein absolutes Highlight des Filmes, eigentlich der ganzen Reihe. Amüsanterweise hat der Score auch stark auf Hans Zimmer abgefärbt, was in im Dream Collapeses (oder wie auch immer)-Theme von Inception schön rauszuhören ist. Eine weitere Stärke Arnolds ist es seine Arrangements an die Locations anzupassen. Das ist die vielleicht größte Gemeinsamkeit mit Großmeister Barry, und meines Erachtens ein essentieller Baustein für jeden guten Bondsoundtrack. Ich setze das absolut voraus.
Die Eigenständigkeit oder Andersartigkeit eines Werkes, macht es leider noch nicht gut, wie meiner Ansicht nach an Contis oder Legrands Score unschwer zu hören ist. Erstaunlicherweise kommen hier im Forum solche für meinen persönlichen Geschmack völlig unverständlichen Lobhuldigungen auf diese musikalischen Aberrationen immer von denjenigen, die sich auf der anderen Seite wieder für mehr Beständigkeit und weniger Experiment hinter der Kamera bei Bond aussprechen und sich nach Auftragsregisseuren wie John Glen zurücksehnen. Aber Ich kenne die Versuchungen, als Film-Aficionado immer alles differenzierter betrachten zu wollen als der langweilige Konsenz. Warum auch nicht.

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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craigistheman hat geschrieben: 30. September 2022 14:59 Die Eigenständigkeit oder Andersartigkeit eines Werkes, macht es leider noch nicht gut, wie meiner Ansicht nach an Contis oder Legrands Score unschwer zu hören ist.
Das habe ich ja auch nicht geschrieben, sondern lediglich auf deinen Äusserung geantwortet, dass gerade Legrands Arbeit (für dich) zu andersartig ist, um als Bondsoundtrack zu funktionieren. Dem habe ich meine Sichtweise entgegnet, dass ich die musikalische Abwechslung innerhalb der Bondserie begrüsse. Das entbindet sie aber nicht von einer qualitativen Güte, weshalb ich z.B. Serras Score nur bedingt gelungen halte.

Zum Rest möchte ich eigentlich lieber nix schreiben.
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Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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AnatolGogol hat geschrieben: 30. September 2022 20:32 Für mich waren die Soundtrack-"Exoten" a la Martin, Hamlish, vor allem aber Conti, Legrand, Kamen und bedingt auch Serra aber immer echte Bereicherungen, da sie der Serie etwas neues und frischen Wind hinzugefügt und so ihren Filmen auch eine ganz eigene Note gegeben haben.
AnatolGogol hat geschrieben: 30. September 2022 20:32 Und das gleiche gilt für Legrand, dessen Arbeit zu NSNA ich genau deshalb zu den 5 besten Scores der Serie zähle, weil sie so eigenwillig und eigenständig ist, gleichzeitig in meinen Augen aber absolut passend zum Film.
Naja, doch irgendwo tust du das schon. :)
AnatolGogol hat geschrieben: 30. September 2022 20:32 Zum Rest möchte ich eigentlich lieber nix schreiben.
Zu was denn genau? Zu meiner Argumentation, weshalb ich empfinde, dass David Arnold eigenständig genug komponiert, um nicht permanent mit John Barry in denselben Topf geworfen zu werden? Oder dazu, dass ich glaube, dass Film-Liebhaber*innen (zu denen ich definitv gehöre) gerne aus Freude am Diskurs andere, oder besonders differenzierte Ansichten als der „öde“ Konsenz vertreten (auch hier nehme ich mich keinesfalls raus)? Ich verstehe deine Reaktion nicht, ehrlich gesagt.

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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craigistheman hat geschrieben: 1. Oktober 2022 04:45
AnatolGogol hat geschrieben: 30. September 2022 20:32 Und das gleiche gilt für Legrand, dessen Arbeit zu NSNA ich genau deshalb zu den 5 besten Scores der Serie zähle, weil sie so eigenwillig und eigenständig ist, gleichzeitig in meinen Augen aber absolut passend zum Film.
Naja, doch irgendwo tust du das schon. :)
Stimmt, aber das war dann tasächlich eher unglücklich formuliert. Besser hätte es heissen müssen
"Und das gleiche gilt für Legrand, dessen Arbeit zu NSNA ich auch deshalb zu den 5 besten Scores der Serie zähle, weil sie so eigenwillig und eigenständig ist, gleichzeitig in meinen Augen aber absolut passend zum Film."
Dass ich sie auch qualitativ stark halte hätte ich jetzt vorausgesetzt, gebe aber gern zu dass meine unglückliche Formulierung das durchaus auch ausschliessen kann (oder sogar tatsächlich ausschliesst).

AnatolGogol hat geschrieben: 30. September 2022 20:32 Zu was denn genau? Zu meiner Argumentation, weshalb ich empfinde, dass David Arnold eigenständig genug komponiert, um nicht permanent mit John Barry in denselben Topf geworfen zu werden? Oder dazu, dass ich glaube, dass Film-Liebhaber*innen (zu denen ich definitv gehöre) gerne aus Freude am Diskurs andere, oder besonders differenzierte Ansichten als der „öde“ Konsenz vertreten (auch hier nehme ich mich keinesfalls raus)? Ich verstehe deine Reaktion nicht, ehrlich gesagt.
Ich finde die Argumentation ehrlich gesagt enttäuschend, da du unterstellst man vertrete nur eine Meinung der Diskussion willen. Man sollte doch immer auch im Auge behalten und nachvollziehen, dass es andere Meinungen als die eigene gibt und wenn sie noch so konträr sind. Dem Diskussionsgegenüber zu unterstellen, er vertrete einen Standpunkt, an den er selbst nicht wirklich glaubt schmeichelt in erster Linie der eigenen Sichtweise, weil man sich damit quasi selbst attestiert richtig zu liegen (was per se nicht geht bei einem Austausch subjektiver Ansichten/Geschmäcker bzw. man selbst liegt da natürlich sowieso immer richtig). Ich kann dir zudem versichern, dass sollte ich den Advocatus diaboli spielen wollen (was hin und wieder vorkommt), dann gebe ich das auch entsprechend zu Protokoll.
AnatolGogol hat geschrieben: 17. Juli 2018 11:16 Ich spiele mal des Teufels Advokat und behaupte, (...)
AnatolGogol hat geschrieben: 16. Juni 2013 14:09 Ich spiel jetzt einfach mal des Teufel´s Advokat: auffällig ist vor allem, (...)
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Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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Ok, fair enough. Dann lass mich dir hiermit versichern, dass es nicht meine Absicht war, damit eine andere Betrachtungsweise als die meine mit Todschlagrhetorik vom Tisch zu fegen, was mir auch gar nicht gelingen könnte, selbst wenn ich es wollte, was nicht der Fall ist. Ich meinte das eigentlich eher auf spielerischer Basis, und es wäre in meinen Augen in diesen ohnehin völlig subjektiven Kategorien nicht ganz unsympathisch, sich bewusst für die gefühlten Outsider (da würde ich Legrands Score mal dazunehmen) einzusetzen, statt immer nur John Barry und David Arnold zu loben - die aber meines Erachtens den traditionellen Bondsound - wenn man so will, geprägt und entwickelt haben wie niemand sonst bislang. So ist es z.B. interessant zu beobachten, dass Hans Zimmers Soundtrack sich stellenweise stark an den Stil beider Komponisten orientiert.
Also, tut mir Leid, wenn das irgendwie überheblich rüberkam, es sollte eigentlich eher augenzwinkernd sein, aber manchmal säuft die ursprüngliche Absicht voll ab, wenn nicht ausreichend gekennzeichnet. :)

Re: Filmbesprechung: "Never Say Never Again (NSNA)"

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AnatolGogol hat geschrieben: 30. September 2022 06:01 Als ich neulich TWINE gesehen habe war ich hin- und hergerissen, ob der Score nun besonders gut sei, weil er den Barry-Ton oft reproduziert, oder besonders schlecht, weil er kaum mehr wie eine abgekupferte Barry-Kopie mit elektronischen Drumbeats ist.
So ähnlich geht es mir bei dem TWINE-Soundtrack auch, Sichwort 'elektronischen Drumbeats'. Was mich sofort stört, ist schon das Geklimper in der Gunbarrel. Auch später missfällt mir einiges, etwa den Pipeline-Track.

Umgekehrt gibt es aber auch etwa den Track 'Submarine', der mMn sehr gut zu dem Final Fight im U-Boot passt (man denke an die Steigerung gegen Ende, während Renard den Brennstab im Reaktor versenkt und Bond ihn dann wieder herausschießt). Grandios finde ich 'Welcome to Baku', eine Instrumental-Version des Titelsongs (den ich auch überwältigend finde).

Trotzdem: Kein Vergleich mit Arnolds überragendem Erstling. Den TWINE-Soudtrack sehe ich irgendwo im Mittelfeld. Hin- und hergerissen trifft es ganz gut.

Einer möglichen Rückkehr von Arnold stehe ich positiv gegenüber, halte das aber für sehr unwahrscheinlich.