Re: Drehbuchautoren für BOND26+

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wenn es hinter den Kulissen keinen Streit gab und er nicht definitiv ausgeschlossen hat, noch einen zu machen, wird man ihn bei Eon sicher auf dem Schirm haben. Das ist ja fast immer so. Zumal der Film trotz der Pandemie erfolgreich war und überaus beliebt :-)
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Drehbuchautoren für BOND26+

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Da hast du wohl was verpasst ?
craigistheman hat geschrieben: 4. Juli 2022 00:01 Nachdem der Rolling Stone die Affäre um Fukunaga groß rausgebracht hat, ist das Thema spätestens seit diesem Artikel durch. Der wird nie wieder auf ein Projekt dieser Größe losgelassen, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Niemand will riskieren, sich einen solchen Schuh anzuziehen - völlig zu Recht natürlich - vor allem nicht EON. Die kochen wahrscheinlich nur so vor Wut und schämen sich in Grund und Boden nach dem ganzen Bond ins MeToo-Zeitalter-holen-Blabla... Es ist wirklich zum kotzen, denn ich hätte gerne noch einen Fukunaga-Bond gesehen - halte ihn durchaus für fähig. Aus NTTD musste er nunmal machen, was da war.

Re: Drehbuchautoren für BOND26+

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danielcc hat geschrieben: 2. Oktober 2022 13:14 wenn es hinter den Kulissen keinen Streit gab und er nicht definitiv ausgeschlossen hat, noch einen zu machen, wird man ihn bei Eon sicher auf dem Schirm haben. Das ist ja fast immer so. Zumal der Film trotz der Pandemie erfolgreich war und überaus beliebt :-)
Bab's und Mike's Wege sind ja unergründlich, aber nach allem, was ich so aus Produktionskreisen gehört habe, wird es Fuku wohl nicht mehr machen. Und das ist jetzt unabhängig von der ganzen RollingStones Geschichte... 😬

Ich könnte mir aber vorstellen, dass Mark Tildesley erhalten bleibt, würde mir gefallen.
Bond... JamesBond.de

Re: Drehbuchautoren für BOND26+

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Michael3390 hat geschrieben: 1. Oktober 2022 22:12 Ich hoffe einfach, dass sie dieses Mal wirklich gleich Ideen für mehrere Filme sammeln.
Das hoffe ich nicht, denn künftig hoffe ich wieder auf Einzelfilme ohne eine zusammenhängende Story.

Und bereits verworfene Ideen kann man später ja trotzdem noch aufgreifen. Das wurde ja auch bisher so gemacht.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2022

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Drehbuchautoren für BOND26+

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P & W haben zumindest "Bond" verstanden.

Bei der Gelegenheit: Ich frage mich immer, wie detailliert so ein Script (in der ersten Fassung) vorgelegt wird. Und inwieweit die Drehbuchautoren "verantwortlich" gemacht werden können.

Beispiel: PTS von NTTD.
Könnte es z.B. heißen: "Bond wird durch das explodierende Vesper-Grab zu Boden geschleudert und verliert kurzzeitig das Bewusstsein. Im Anschluss macht er sich rasch auf den Weg ins Hotel. Zwischenzeitlich kann er mehreren diversen "Verfolgern" entkommen."

Oder präsentiert sich die erste P&W-Fassung bereits präziser? "Auf der Brücke in Gravina nimmt Bond Anlauf, greift nach horizontal fixierten Strom/Fernmeldekabeln (die es in Wirklichkeit übrigens gar nicht gibt), stürzt in die Tiefe und knallt gegen den Brückenpfeiler und fällt aus 1,80 m Höhe zu Boden / Bond reißt Primo im Sprung vom Motorrad, der daraufhin sein bionisches Auge verliert, das drei Treppenstufen herunter kugelt ..."

Sind das alles Ideen von P&W ???

Sicher fließen weitere (auch spontane) Ideen von externer Seite ein. Ich erinnere mich, dass die wahnsinnige Parkour-Chase aus CR eine Idee von Campbell war.

Also habe ich mir die Frage quasi selbst beantwortet ...

Man kann also für ein Drehbuch nicht nur die Drehbuchautoren verantwortlich machen.

Ob Sam Mendes aus dem NTTD-Script wohl einen besseren Film gemacht hätte ?

Re: Drehbuchautoren für BOND26+

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Saunders hat geschrieben: 3. Oktober 2022 13:41 P & W haben zumindest "Bond" verstanden.

Bei der Gelegenheit: Ich frage mich immer, wie detailliert so ein Script (in der ersten Fassung) vorgelegt wird. Und inwieweit die Drehbuchautoren "verantwortlich" gemacht werden können.

Beispiel: PTS von NTTD.
Könnte es z.B. heißen: "Bond wird durch das explodierende Vesper-Grab zu Boden geschleudert und verliert kurzzeitig das Bewusstsein. Im Anschluss macht er sich rasch auf den Weg ins Hotel. Zwischenzeitlich kann er mehreren diversen "Verfolgern" entkommen."

Oder präsentiert sich die erste P&W-Fassung bereits präziser? "Auf der Brücke in Gravina nimmt Bond Anlauf, greift nach horizontal fixierten Strom/Fernmeldekabeln (die es in Wirklichkeit übrigens gar nicht gibt), stürzt in die Tiefe und knallt gegen den Brückenpfeiler und fällt aus 1,80 m Höhe zu Boden / Bond reißt Primo im Sprung vom Motorrad, der daraufhin sein bionisches Auge verliert, das drei Treppenstufen herunter kugelt ..."

Sind das alles Ideen von P&W ???

Sicher fließen weitere (auch spontane) Ideen von externer Seite ein. Ich erinnere mich, dass die wahnsinnige Parkour-Chase aus CR eine Idee von Campbell war.

Also habe ich mir die Frage quasi selbst beantwortet ...

Man kann also für ein Drehbuch nicht nur die Drehbuchautoren verantwortlich machen.

Ob Sam Mendes aus dem NTTD-Script wohl einen besseren Film gemacht hätte ?
Scripts sind extrem detailiert bei solchen Filmen. Da steht fast jedes Detail drin. Aber der Weg dorthin ist natürlich ein kooperativer, sprich von einem ursprünglichen ~10 Seiten Treatment mit der groben Storyline bis zum fertigen Drehbuch ist es ein langer Weg auf dem jeder immer wieder Ideen einbringt
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Re: Drehbuchautoren für BOND26+

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Fukunaga dürfte Geschichte sein, auch die Sache mit dem zu Spät kommen und der Aufforderung an die Crew doch bitte Überstunden zu machen, ist falls überhaupt wahr - und das ist als erstes zu hinterfragen - eigentlich völlig untragbar. Wobei... Überstunden machen bei Produktionen dieses Ausmaßes eigentlich alle.

Re: Drehbuchautoren für BOND26+

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Fukunaga hat sich dadurch für mich schon disqualifiziert, in dem er plötzlich behauptet, Bond sei ein VERGEWALTIGER.

Ich bin gerade erst dabei, die literarische Welt von Fleming zu entdecken, aber in den Filmen gibt es meiner Meinung nach nur eine Szene, welche einer solchen Sache etwas näher kommen könnte.
Aufgrund der Darstellung der Szene und eben auch des Ausgangs und dem ganze Drumherum der Szene, ist es sogar in dem Fall weit hergeholt.
Gemeint ist der ERZWUNGENE Kuss von Bond gegenüber Dame Galore im Stall.

Bitterer Beigeschmack war dann eben für mich die Presse, für welche Fukunage kurz danach schon sorgte
Dass ich dann am Ende auch noch so zu dem Film stehe, wie es ausreichend bekannt ist, macht es eben für ihn als Regiesseur nicht besser.

Nope, für mich ist Fukunage der Letzte, von dem ich im Bond-Universum nochmal etwas hören möchte.

Um nochmal auf Drehbuch-Autoren einzugehen:

Ich habe grundsätzlich tatsächlich gar nix gegen Purvis und Wade.
Auf der einen Seite, wäre es natürlich eine verpasste Chance, sich zu erneuern.
Auf der anderen Seite, könnte ein Feinschliff eines dritten, kreativen und frischen Kopfes ja auch schon viiiieeel ausmachen.
Idealerweise, würde alt und frisch aufeinandertreffen und es würde sich eine perfekte Symbiose aus altem und neuem ergeben.

Purvis und Wade, wären dann die alten Hasen und der DRITTE MANN kommt dann mit neuen Tricks.
Könnte richtig toll werden.

Zudem bin ich eigentlich relativ offen, für welchen genauen Weg, sie sich entscheiden, vorausgesetzt, es wird dieses Mal RICHTIG gemacht.

Damit meine ich:
Sie entscheiden sich für eine kontinuierliche Rahmenhandlung über mehrere Filme.
OK.
Dann aber bitte eine wirklich aufeinander abgestimmte Handlung, welche am Ende auch nahtlos oder zumindest logisch in einander übergeht und am Ende wirklich eine kontinuierliche Äre beinhaltet.
Hier sollte man auf jeden Fall dann auch direkt die Ideen und Handlungen für mehrere Filme zusammentragen, so dass große Teile der Fortsetzungsfilme schon inhaltlich im Kasten sind und man nicht nach jedem Film wieder neu austüfteln muss.

Auch im Falle, dass man die Filme eher lose oder gar nicht miteinander verknüpfen möchte, sollten sie auf jeden Fall schon die Ideen für mehrere Filme zusammenstellen.

Egal für welche Richtung sie sich am Schluss wirklich entscheiden.
Genauer Plan, mehrere Drehbücher für mehrere Filme so gut wie sofort fertigstellen und den Feinschliff dann ggf zwischendurch noch durchführen.

Somit wäre einfach ein Großteil der Arbeit schon mal geschafft und jeder könnte sich viel schneller auf das Drehen des Films konzentrieren, ohne dass es wieder jahrelang ein Hickhack wird.

Egal, ob eine aufeinander aufbauende Geschichte, Grundgeschichte mit einem gewissen roten Faden bis zum Ende oder auch lose aufeinander-folgende Filme:
Sie müssen Ideen für mehrere Filme, auf einmal sammeln und in der Hinterhand haben.

Re: Drehbuchautoren für BOND26+

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Die feste Miteinbeziehung von P&W schließt viele Regisseur*innen, die gerne ihren eigenen Staff an Bord haben aus. Ich weiß nicht so recht, die beiden sind in mienen Augen bestenfalls durchschnittlich, da hilft auch ihre angebliche Kenntnis des Bondkosmos' nicht. Aus finanzieller Sicht hat man mit den beiden aber alles richtig gemacht, und sie dürften auch nicht so viel kosten, wie manch andere*r.

Re: Drehbuchautoren für BOND26+

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also, ich weiß nicht mehr was Fukunaga genau gesagt hat aber es ist Fakt, dass der Bond der 60er und 70er Dinge mit Frauen getan hat, die aus heutiger Sicht absolut nicht mehr gehen.

Das ist nicht nur die Szene in GF. Ich habe gerade wieder TB geschaut und was er da mit Molly macht ist in vielerleit Sicht absolut verwerflich.

Ich liebe solche Szenen und ich wünschte mir, man könne das heute noch machen, aber nach heutiger Lesart und Definition ist das absoluter Missbrauch. Punkt!
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