Re: Regie für BOND26+

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Es erschließt sich mir auch nicht wirklich, welchen Mehwert Nolan für das Franchise haben soll, zumal auch er nach EONs Pfeife tanzen müsste.
Letztlich ist Tenet ja sein Bondfilm, und eigentlich ohnehin sehr viel besser und cleverer geraten, als so ziemlich jeder Bond der 2010er/20er Jahre.
Gerade jetzt, wo wir es doch mit fünf Filmen zu tun hatten, die der Bondfigur aus dem Nichts eine Tiefe andichten wollen, die niemand zuvor vermisst hat und einfach behauptet wird - einmal kann es ja funktionieren -> meines Erachtens in CR - wäre doch wieder etwas mehr Fun und Eskapismus angebracht. Das heißt ja nicht, dass die Filme dadurch ausschließlich formelhaft zu sein hätten.
An EONs Stelle würde ich von Selbstverwirklicher*innen erstmal die Finger lassen, stattdessen darauf achten, dass kleinere, dafür umso engagiertere und clevere Regisseur*innen/Autor*innen ins Boot geholt werden und auch im Boot bleiben.
Kontinuität ist mir bei Bond völlig egal, ich erwarte, dass jeder Film auch für sich genommen funktioniert.

Re: Regie für BOND26+

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craigistheman hat geschrieben: 24. Januar 2023 18:32 Kontinuität ist mir bei Bond völlig egal, ich erwarte, dass jeder Film auch für sich genommen funktioniert.
Bei den Brosnan-Bonds hat man ja auch auf Kontinuität geachtet, ohne auf eine serielle Erzählung zu setzen.

Kontinuität ist also schon sehr wichtig, denn so ein Besetzungsdurcheinander wie bei Connery oder Dalton möchte ich bei Bond nicht mehr haben.
#London2023

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Regie für BOND26+

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Samedi hat geschrieben: 24. Januar 2023 18:43 Bei den Brosnan-Bonds hat man ja auch auf Kontinuität geachtet, ohne auf eine serielle Erzählung zu setzen.
Man hat vor der Kamera ein paar der Nasen mehrfach bemüht, aber hinter der Kamera gab es Regie-Wechsel bei jedem Film und so eben überhaupt keine Kontinuität wie die, die man zuvor in den Glen-Jahren hatte. Was bringt es mir, wenn hin und wieder derselbe Typ neben M steht und sich "Tanner" nennt, wenn dafür keine klare Linie in den Filmen selbst gefahren wird? So kann man es nämlich auch sehen.
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Re: Regie für BOND26+

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Casino Hille hat geschrieben: 24. Januar 2023 19:23 Was bringt es mir, wenn hin und wieder derselbe Typ neben M steht und sich "Tanner" nennt, wenn dafür keine klare Linie in den Filmen selbst gefahren wird?
Es müssen gar nicht immer die selben Figuren sein. Das haben die Brosnan-Filme doch auch gezeigt. Statt Felix Leiter gab es Jack Wade und statt Tanner gab es in TND Robinson.

Dass man darüber hinaus auch noch hinter den Kulissen auf Kontinuität achten kann, steht auf einem anderen Blatt. Hätte ich mir für QOS als Fortsetzung von CR ja auch gewünscht.

Aber wenn man künftig wieder mehr auf Einzelfilme setzt, dann sind wechselnde Regisseure auch mal ganz gut. Das sieht man auch bei den aktuell auch hier wieder diskutierten TSWLM und MR.
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Re: Regie für BOND26+

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Ich finde, du benutzt den Begriff falsch. Die Reihe hatte von 1962 bis 1989 sehr viel Kontinuität, wirkte von zwei Ausreißern abgesehen (OHMSS & LTK) wie aus einem Guss, wie eine gut geölte Maschine, bei der man schon im Vorfeld genau weiß, was man dieses Mal wieder bekommt. Das hat sich mit Brosnan und vor allem in der Craig-Ära komplett geändert, dank dauernder Regie-Wechsel und eindeutiger stilistischer Änderungen und Anpassungen. Meinetwegen sollen sie Felix Leiter wieder jeden Film mit einem anderen Niemand besetzen, solange die Bond-Filme dafür wieder an eigener und vor allem konstanter Identität zurückgewinnen, statt mit jedem neuen Projekt die nächste Wundertüte vorzulegen.
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Re: Regie für BOND26+

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Casino Hille hat geschrieben: 26. Januar 2023 09:32 Die Reihe hatte von 1962 bis 1989 sehr viel Kontinuität, wirkte von zwei Ausreißern abgesehen (OHMSS & LTK) wie aus einem Guss, wie eine gut geölte Maschine, bei der man schon im Vorfeld genau weiß, was man dieses Mal wieder bekommt.
Auch abgesehen von Besetzungen war die Reihe damals nicht aus einem Guss. GF unterscheidet sich klar von seinen beiden Vorgängern. Und auch danach gibt es immer wieder Punkte, an denen sich die Reihe (wohl aus Sicht der Produzenten) verrannt hat und dann neu ausgerichtet werden musste.

Klar hatte man ab GF die "Bond-Formel". Aber innerhalb dieser Formel gibt es so viel Spielraum, dass bei genauerer Betrachtung kaum ein Bond so war wie der letzte. Die einzige wirkliche Ausnahme dafür war MR, der über weite Strecken wie ein TSWLM-Klon daherkommt.

Aber wie gesagt, ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn Campbell auch QOS inszeniert hätte und ich hätte auch nichts dagegen gehabt, wenn Fukunaga an Bord geblieben wäre und Bond 26 ff inszenieren würde.

Letzterer hätte es wohl auch gemacht, wenn nicht eine kleine Sache dazwischen gekommen wäre. :wink:
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Re: Regie für BOND26+

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GreenePlanet hat geschrieben: 27. Januar 2023 23:25 Ich wäre für Martin Campbell.
Hmmm. Bräuchte ich nicht noch mal. Einen klasse Bond, einen der miesesten Bonds abgeliefert… Etwas schwankend. Lag natürlich vor allem an Drehbuch und Hauptdarsteller.
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