Mega Flops - Das Blockbuster Kino geht den Bach runter

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vodkamartini
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Maibaum hat geschrieben: 6. Oktober 2025 23:02 Ja, auf der langen Strecke schafft er das vielleicht wenn er im Kino nicht total abschmiert.
Tut er nicht. Momentan steht er bei 100 Millionen. 150 werden es schon noch werden und da bin ich bei Hille. Der holt sein Geld über andere Kanäle rein.
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Invincible1958
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Viele Filme holen ihr Geld im Long Run über andere Kanäle rein.

Es geht hier aber um Kinoflops.

Bin mir sicher, dass die Hoffnung von Studio und Verleih war, dass DiCaprio einen Unterschied zu anderen PTA-Filmen macht, was die Reichweite angeht.
So wie DiCaprio auch Scorsese-Filme zu kommerziellen Erfolgen gemacht hat, die mit nem anderen Darsteller nicht den Erfolg gehabt hätten.
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Casino Hille
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Kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Studio da einen echten Hit erwartet hat. So dumm kann kein Produzent sein.

Und es mag hier im Thread um Kino-Flops gehen, aber die Wahrheit ist, dass die meisten dieser Filme am Ende eben doch über etwas Zeit ins Ziel kommen und das Blockbuster-Kino somit nicht den Bach runtergeht.
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Gernot
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Das sehen die Jungs (und Mädels?) von insidekino sicherlich anders. Speziell für D!
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danielcc
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Früher hieß es, ein Film müsse im Kino das Doppelte des Budgets einspielen, heute sind wir eher beim Dreifachen.
Die Situation muss also schlechter geworden sein.
Was die weitere Auswertung angeht. Es ist schwer zu glauben, dass im "System" auf ein mal mehr Geld stecken sollte. Wo soll das her kommen? Nur weil es jetzt Netflix und co gibt - wo es früher VHS und DVD gab - heißt das ja nicht, dass man insgesamt mehr Geld mit Filmen macht oder die Leute mehr für Filme ausgeben.

Ich bin mir sicher: Die meisten Studious akzeptieren einen Verlust bei 80% ihrer Filme, was dann mit dem gelegentlichen Sensations-Blockbuster ausgeglichen wird. Es ist am Ende des Tages ein Art "Venture Capital" Geschäft
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Casino Hille
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Die Situation ist ganz sicher nicht immer schlechter geworden. Das Geld liegt längst nicht mehr nur in den Kinokassen, sondern in Revenues, Licensing, Streaming-VoD-Auswertungen usw. Die alten Rechnungen (muss das Dreifache des Budgets einspielen, sonst Flop) kann man so heute nicht mehr anwenden. James Gunn hat schon recht, wenn er vermeintlichen Box Office Experten im Netz sagt: "Superman ist nicht gefloppt, nur weil er nach der alten Rechnung underperformed hat. Wir wären ja auch sehr dumm, Filme für diese Preisklasse zu produzieren, wenn wir nicht sicher wären, dass wir das Geld wieder reinbekommen."

Der Beweis: Obwohl sein Film laut selbsternannten BO-Rechnern nur sehr mittelmäßig abgeschnitten haben dürfte, ist ein Sequel schon längst auf dem Weg, beginnt im Frühjahr 2026 mit dem Dreh und soll in weniger als zwei Jahren ins Kino kommen.
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Also, weil jemand sagt "wir wären auch sehr dumm, wenn..." heißt das, niemand ist dumm? Oder dass keine Misserfolge passieren?
Interessante Logik.

Übrigens, selbst WENN der Film mit all der folgenden Auswertung ein Erfolg sein wird, dann ist es dennoch ein riesiges zeitliches Problem. Das Geld ist seit Jahren ausgegeben, die Einnahmen lassen auf sich warten.

Last but not least: Die SPECTRE Leaks haben ja Einblick gegeben, wie knapp solche Filme kalkuliert werden, auch weil wohl verschiedene Gruppen unterschiedlich von den diversen Einnahmen profitieren oder nicht
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Spectre ist zehn Jahre her, in der Zeit hat sich die Branche massiv verändert. Und ja: es mag im Blockbuster-Segment ein paar spektakulärere Fehlkalkulationen geben, aber die Lage ist nicht mal annähernd so dramatisch, wie hier beschworen wird.
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Für mich geht es in dem Thread um Filme die weit hinter den Erwartungen zurückbleiben (gemessen zB an Vorgängern), oder an Filmen die weit weg davon sind im Kino das dreifache ihres Budgets einzuspielen.
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Invincible1958
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Hier geht es wie mehrfach gesagt ja ums Kino und nicht um die weiteren Verwertungsstrategien.

Das Stadtteilkino XY hat nichts davon, wenn ein Film später irgendwo noch Einnahmen generiert, aber in vielen Vorstellungen nur ein Dutzend Leute sitzen.

Und sicherlich würde sich Warner Bros. auch mehr freuen, wenn "One Battle After Another" weltweit $400 Mio einspielt.

Wie Daniel aber richtig schreibt: die meisten Filme werden durch die großen Hits aufgefangen.
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vodkamartini
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Invincible1958 hat geschrieben: 8. Oktober 2025 23:20 Viele Filme holen ihr Geld im Long Run über andere Kanäle rein.

Es geht hier aber um Kinoflops.

Bin mir sicher, dass die Hoffnung von Studio und Verleih war, dass DiCaprio einen Unterschied zu anderen PTA-Filmen macht, was die Reichweite angeht.
So wie DiCaprio auch Scorsese-Filme zu kommerziellen Erfolgen gemacht hat, die mit nem anderen Darsteller nicht den Erfolg gehabt hätten.
Wahrscheinlich ist das Doppelte von Andersons bisher bestem global Einspiel kein Unterschied. Leuchtet ein. There will be Blood hat 76 Millionen gemacht, auf Platz 2 geht es noch einen ganzen Zacken runter: Magnolia 49, Boogie Nights 43, der Rest ist dann gänzlich vergessenswtert.
One battle after another wird am Ende um die 150 Millionen machen.
Beim letzten Scorsese (der sehr viel kommerzieller ist als Anderson) hat sich Leo voll rentiert, die 165 Millionen für Killers of the Flower Moon sind bei einem Budget von 215 Millionen aller Ehren wert, keine Frage.
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vodkamartini hat geschrieben: 9. Oktober 2025 16:52
Invincible1958 hat geschrieben: 8. Oktober 2025 23:20 Viele Filme holen ihr Geld im Long Run über andere Kanäle rein.

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Bin mir sicher, dass die Hoffnung von Studio und Verleih war, dass DiCaprio einen Unterschied zu anderen PTA-Filmen macht, was die Reichweite angeht.
So wie DiCaprio auch Scorsese-Filme zu kommerziellen Erfolgen gemacht hat, die mit nem anderen Darsteller nicht den Erfolg gehabt hätten.
Wahrscheinlich ist das Doppelte von Andersons bisher bestem global Einspiel kein Unterschied. Leuchtet ein. There will be Blood hat 76 Millionen gemacht, auf Platz 2 geht es noch einen ganzen Zacken runter: Magnolia 49, Boogie Nights 43, der Rest ist dann gänzlich vergessenswtert.
One battle after another wird am Ende um die 150 Millionen machen.
Beim letzten Scorsese (der sehr viel kommerzieller ist als Anderson) hat sich Leo voll rentiert, die 165 Millionen für Killers of the Flower Moon sind bei einem Budget von 215 Millionen aller Ehren wert, keine Frage.
Was ist mit "Gangs of New York", "Aviator", "Departed", "Shutter Island" und "The Wolf of Wall Street"?
Alles keine Mainstreamfilme wie ein Spielberg sie für die breite Masse inszenieren würde. Scorsese muss man mögen.
DiCaprio hat geholfen, dass diese Filme mindestens das Doppelte des Budgets an der Kinokasse eingespielt haben und keine Flops wurden.
Nicht er alleine. Aber es gab eine Zeit, in denen "ein neuer DiCaprio-Film" etwas war, auf das Leute gewartet haben - so wie in den 90ern "der neue Tom Hanks-Film" eine Nummer war, die sich Viele ansahen, ganz unabhängig vom Genre.

Ich würde zu "Killers of the Flower Moon" sagen: Ausnahmen bestätigen die Regel.
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vodkamartini
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Mit dem dreifachen Einspiel zum üblichen Anderson Film würde ich einen sehr deutlichen DiCaprio Effekt sehen.

Bei Flower Moon konnte er nicht mehr viel retten, der ist wie The Irishman eine üble Schlaftablette.
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Invincible1958 hat geschrieben: 9. Oktober 2025 11:36 Und sicherlich würde sich Warner Bros. auch mehr freuen, wenn "One Battle After Another" weltweit $400 Mio einspielt
Klar, ich würde mich ja auch freuen, wenn mir einer einfach nur mal so 600.000 Euro schenkt. Aber ich rechne nicht damit.

So wird es bei dem Film auch sein. Warner Bros. weiß, dass sie mit dem Film mit diesem Stoff nicht das Dreifache von 150 Mio Budget einspielen werden. Und sie haben ihn trotzdem für das Geld produziert. Falls da jetzt nicht die größten Dummköpfe der Welt arbeiten, dann ist das Kino offensichtlich nur noch eine Einnahmequelle, aber längst nicht mehr die einzig entscheidende, in der irgendwelche alten Benchmarks erreicht werden müssen.
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Man kann natürlich dann auch logisch weiter denken und sich fragen: Welche anderen Einnahmequellen gibt es denn für Filme, die schon im Kino keiner sehen wollte? es ist sicher nicht so, dass jetzt das ZDF oder RTL sagen "hey den Film MÜSSEN wir haben also zahlen wir Million für die Rechte für die nächsten 5 Jahre!"
Also: je weniger ein Film im Kino einnimmt, desto weniger ist er natürlich auch in der folgenden Auswertung wert.
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