Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

827
Staiger hat geschrieben: 24. Februar 2026 11:48
diese Ein-Mann-Armee auf Mission
Da fallen mir aber viele Szenen ein, in denen Bond mit anderen Akteuren zur Tat schreitet.
Ja, das geht mir ähnlich. Bond mag oft ein Einzelgänger sein, das ist auch ein wenig Teil seines Berufs, aber als "Ein-Mann-Armee" würde ich ihn abseits von ein paar MG-Orgien in der Brosnan-Ära nun wirklich nicht bezeichnen. Eigentlich arbeitet er in den Filmen sogar sehr oft mit Leuten zusammen, und ist auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Natürlich sind die Filme aber so gebaut, dass er am Ende die coolsten Momente bekommt, und so ist er als Charakter eben grundsätzlich fähiger als alle anderen.

Trotzdem: Eine "Ein-Mann-Armee" der Marke Charles Bronson, Sylvester Stallone oder John Wick ist Bond bei aller Liebe wirklich nicht, war er nie und sollte er auch nicht sein.
Revoked hat geschrieben: 22. Februar 2026 22:28 Ich habe in den letzten Tagen mal wieder Skyfall gesehen.
Dabei ist mir ein Gedanke gekommen: hat irgendwer eine Übersicht, in welchem Film überall Szenen vorkommen, wo Bond mit einem Knopf im Ohr durch die Gegend läuft und Anweisungen von M, Q oder sonst wem erhält?
Ja, man hat es in den letzten Filmen übertrieben. Ich möchte aber argumentieren, dass das in Skyfall trotzdem gut passt. Der Film zeigt uns ja über weite Strecken die "moderne" Geheimdienstwelt, in der Bond mittlerweile existiert, und dazu gehört nun mal auch das dauernde "Kontakt ins Hauptquartier halten" aus "24" oder sowas. Aber die große Erzählung des Films ist ein Alt vs. Neu, also dass die alten Tricks noch immer die besten sind, und im Finale des Films, wenn es buchstäblich und metaphorisch in die Vergangenheit zurückgeht, sind die Knöpfe im Ohr auch verschwunden und Bond wieder ganz auf sich gestellt.

Das passt schon ganz gut und daher würde ich zumindest Skyfall das auch weitgehend verzeihen.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

832
Aber es gibgmir ja darum, dass uns überhaupt Leute im Hintergrund gezeigt werden. Früher war es ja häufig so, dass wir so etwas gar nicht gesehen haben und Bond bei solchen Dingen mehr auf sich alleine gestellt war, weil die Technik noch nicht so weit war. Man muss mit der Zeit gehen, und da gelten heute wohl andere Maßstäbe als früher.

In welchem Film haben wir zum ersten Mal so etwas gesehen? Spontan würde ich sagen in TLD (am Ende in Whitakers Villa), ich würde aber nicht ausschliessen, dass es vorher schon mal so etwas gab. Wobei mir gerade einfällt, in YOLT ist Bond bei dem Flug mit Little Nelly zeitweise mit Tanaka verbunden, aber das ist wohl noch mal etwas anderes.
Zuletzt geändert von Henrik am 26. Februar 2026 12:31, insgesamt 2-mal geändert.

Re: Die schlechtesten bzw. peinlichsten Szenen in Bond Filmen

833
Henrik hat geschrieben: Heute 11:08 Aber es gibgmir ja darum, dass uns überhaupt Keute im Himtergrund gezeigt werden. Früher war es ja häufig so, dass wir so etwas gar nicht gesehen haben und Bond bei solchen Dibfen mehr auf sich alleine gestellt war, weil die Technik noch nicht so weit war.
Das glaube ich nicht. Es gab 1964 auch keine Autos mit eingebauten Schleudersitzen und Maschinengewehren, und Bond hatte sie trotzdem. Wenn man es gewollt hätte, hätte Bond in seinen Einsätzen schon damals durch Q-Gadgets mit dem Hauptquartier verbunden sein können. Aber man hat das so gut wie nie gemacht, weil es - so jedenfalls meine Vermutung - furchtbar überflüssig wäre. Natürlich könnte man während Bond auf Crab Key bei Dr. No abhängt oder mit Tanakas Ninjas den Vulkan stürmt nach London überblenden und uns zeigen, wie Lois Maxwell und Bernard Lee besorgt aus dem Fenster gucken. Aber: Bringt uns halt nix. :mrgreen:

Und so ähnlich ist es das ehrlich gesagt im Finale von NTTD beispielsweise auch. Ist ja schön, dass alle in Ms Büro stehen und dauerhaft mit 007 telefonieren, aber welchen Mehrwert für die Geschichte hat das eigentlich? Die relevante Action passiert auf Safins Insel. Von ihr wegzuschneiden nimmt uns immer wieder aus der konzentrierten Spannung heraus, ohne etwas Relevantes zu ergänzen.
Henrik hat geschrieben: Heute 11:08 Man muss mit der Zeit gehen
Man muss, aber nur bis zu einem bestimmten Grad, und nur in einem Rahmen, der sinnvoll ist. Die Mission: Impossible Filme schneiden in ihren Showdowns auch zwischen den Teammitgliedern hin und her, aber die haben dann wenigstens auch alle irgendwas zu tun, und sich nicht bloß Leute, die auf Bildschirme starren. Die letzten Bond-Filme hatten alle Überlänge, und solche Redundanzen lassen mich halt in Frage stellen, ob das wirklich einem mehr an Plot im Vergleich zu früher geschuldet ist.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.