Bond 26+ Ausrichtung

Hier kommen alle Neuigkeiten, Gerüchte, Spekulationen und Fakten zum 26. James-Bond-Film (Regie: Denis Villeneuve) herein! Auch News und Meldungen zur weiteren Zukunft (BOND 27+) von James Bond bitte hier diskutieren!
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Martin007
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Casino Hille hat geschrieben: 21. März 2026 15:21Es geht definitiv noch viel schwerfälliger und getragener als bei Craig.
Und genau das dürfte nun auch so kommen. Oder vermutet jemand wirklich, dass Villeneuve für Bond seinen Stil irgendwie verändert? Ich halte das für fast ausgeschlossen.
Ich finde es ehrlich gesagt erstaunlich, dass man nach Craig nicht wieder einen Kurswechsel in eine etwas locker-humorvollere Richtung vollzieht. Zumindest ein Film, der alle Facetten bedient (a la GE oder allenfalls TLD, wenn es etwas bodenständiger sein soll), wäre doch jetzt eine gute Wahl.
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Henrik
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Das sehe ich auch so. Am besten gefallen würde mir jetzt ein Film, der weniger persönliche Faktoren aufweist und in denen die Figur Bond nicht so sehr im Vordergrund steht. Bond soll einfach seine Mission erledigen.

Was nicht heisst, dass mir Filme wie CR oder SF nicht gefallen haben. Aber es wird mal Zeit for einen Richtungswechsel.
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Revoked
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Ja, die Verpflichtung von DV ist für mich aktuell das größte Risiko bei B26. Wenn er das tut was er üblicherweise tut, dann bekommen wir stilistisch die Fortsetzung der letzten 3 Craigs. Was gefühlt keiner von uns hier wirklich favorisiert.
#Marburg4ever
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craigistheman
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Ach, stellt euch doch mal folgendes vor:
Regentropfen küssen sanft die Fensterscheibe vom Schlafraum der Oberprima Eatons. Ganz langsam fährt die Kamera von der Seite an einen nachdenklich wirkenden Jungen. Er sieht aus dem Fenster, andere Mitschüler seines Jahrgangs improvisieren ein Fußballspiel, er ist keiner von ihnen. Die Szenerie ist düster gehalten, in grauen und dunkelgrünen Tönen. Wir können die herbstliche Luft förmlich riechen. Der Junge dreht sich vom Fenster weg, eine Träne läuft ihm die Wange entlang runter. Noch zerbricht unter dem Gewicht seiner Bestimmung. Doch eines Tages... Eines Tages wird er soweit sein.
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Henrik
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Ich finde die Glen-Ära sehr gelungen. Hier hat man einfach ganz normale Filme realisiert. Ausnahme war LTK, aber damals waren Filme wie LTK oder OHMSS die Außnahme. Und genau das schätze ich an den Filmen auch. Heute ist es das genaue Gegenteil, und die klassischen Missionen sind die Ausnahme.

Was wünsche ich mir für die Zukunft von Bond? Bond als Werkzeug des MI6, der seinen Job macht.
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vodkamartini
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Die Wahl von Villeneuve ist aus Sicht der Producer logisch. Die Craig-Bonds hatten - von CR mal abgesehen, aber das war auch der erste - allesamt einen künstlerischen Anstrich (für Bondverhältnisse). Zudem hat man mit Mendes und dann Boyle (den man dann "leider" ersetzen musste) Oscar-prämierte Regisseure verpflichtet, die bis dato wenig mit Mainstream-Action - die Bond ist - auf Tuchfühlung gegangen waren. Und die Filme machten Schotter.

Also macht man in dem Stil weiter. Die zwei momentan angesagtetsten Namen im Bereich "Künstlerisch ambitioniert, kann aber auch Masse" sind Nolan und Villeneuve.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/
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Invincible1958
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vodkamartini hat geschrieben: Gestern 16:52 Die Wahl von Villeneuve ist aus Sicht der Producer logisch. Die Craig-Bonds hatten - von CR mal abgesehen, aber das war auch der erste - allesamt einen künstlerischen Anstrich (für Bondverhältnisse). Zudem hat man mit Mendes und dann Boyle (den man dann "leider" ersetzen musste) Oscar-prämierte Regisseure verpflichtet, die bis dato wenig mit Mainstream-Action - die Bond ist - auf Tuchfühlung gegangen waren. Und die Filme machten Schotter.

Also macht man in dem Stil weiter. Die zwei momentan angesagtetsten Namen im Bereich "Künstlerisch ambitioniert, kann aber auch Masse" sind Nolan und Villeneuve.
Hat man bei Brosnan auch schon so über die Regisseure diskutiert?
Denn Michael Apted war auch kein Actionfilmregisseur, eher das genaue Gegenteil, und Lee Tamagori kam aus dem Independent-Kino.
Schon damals hat man sich im Arthrouse bedient und nicht die naheliegenden Leute angefragt oder verpflichtet.

Heißt: was jemand VOR Bond gemacht hat, sagt nicht wirklich viel darüber aus wie sein Bondfilm aussehen (oder wirken) wird.

Zumal die Kombination von Villeneuve mit Knight ja schon kurios ist. Der eine schreibt extrem dialoglastige Szenen, und der andere erzählt eher durch Bilder.
Dabei kann eigentlich weder ein typischer Villeneuve, noch ein typischer Knight herauskommen.
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danielcc
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Es gab in der Brosnan Zeit ja praktisch kein Internet. Wo hat man da überhaupt mitbekommen, was Fans denken? Doch nur im eigenen Freundeskreis, wenn überhaupt.
Es stimmt aber. Damals habe ich halt den Namen des Regisseurs zur Kenntnis genommen, meist kannte ich keine Filme von denen.

Man hat einfach seit QOS das Gefühl, Regisseure werden wirklich für das ausgewählt, was sie vorher gemacht haben, und man lässt sie dann auch so arbeiten, während Tamahori und Apted ein Drehbuch vorgesetzt bekommen habe mit der Anweisung, bitte einen typischen Bondfilm daraus zu verfilmen
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craigistheman
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Hatte man zu Beginn der Brosnan-Ära noch ein Rezept, an das man sich weitestgehend hielt, wurden mit Apted und Tamahori bewusst Arthaus-Regisseure verpflichtet, um frischen Wind und neue Schwerpunkte in die tradierte Formel zu bringen (Apted im Zwischenmenschlichen, Tamahori im Visuellen). Dieser Trend sollte sich bis heute wiederholen, die Wiederverpflichtung Campbells ausgenommen, der das Franchise schonmal erfolgreich in ein neues Jahrzehnt überführte,.
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