Romanbesprechung: Eisbrecher - IB (Gardner)

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Haben wir wirklich noch keinen Thread über "Eisbrecher"? Dann wird's aber Zeit!

Gardners dritter Roman hat mir grundsätzlich gut gefallen. Er ist deutlich geerdeter als der völlig absurd-überdrehte Vorgänger "Der Kunstsammler" und bietet zwar keine farbenfrohen Schauplätze (sondern Schnee, Eis und Ödnis), aber dafür wieder einmal eine Figurenkonstellation, in der man sich lange Zeit nicht sicher sein kann, wer hier eigentlich wer ist, wem Bond bzw. der Leser vertrauen darf und wer was im Schilde führt. Ich muss gestehen, dass ich es selbst nicht mitbekommen habe, wer da warum ein doppeltes Spiel spielt (es war evlt. auch etwas zu viel), aber es hat mir grundästzlich gefallen. Der Plot ist dicht, es passiert viel und das nicht zu abstrus. Lediglich bei den ganzen Beschreibungen von Bunker-Anlagen und Raketenbeschüssen war ich irgendwann raus. Mein Highlight: Die Szene mit den bedrohlichen Schneeraupen und Bonds Flucht aus der brenzligen Situation. Am Ende waren es vielleicht ein paar Seiten zu viel, aber ich freue mich auf Gardners nächsten Roman, der ja etwas dünner ist.
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Re: Romanbesprechung: Eisbrecher - IB (Gardner)

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Nico hat geschrieben: Gestern 17:32 ich freue mich auf Gardners nächsten Roman
Role of Honour? Ich wünsch dir viel Kraft...

IB habe ich als viel Potenzial in Erinnerung, das am Ende in einer konfusen und mageren Handlung versandet. Das winterliche Setting und die Konstellation mit KGB, CIA und Mossad sind vielversprechend und spassig, aber als Roman bleibt das Ganze weit hinter diesen Möglichkeiten.
We'll always have Marburg

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