Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan
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Die Odyssee ist der Ur-Fantasystoff. Das muss für mich nicht zwingend "echt" wirken, den Anspruch stelle ich auch an den Zauberer von Oz nicht. Ansonsten kann ich diese Vorab-Annahmen dem Trailer noch nicht entnehmen, für mich sieht es eher nach grauem Millennial-Blockbuster-Look aus: farb- und freudlos. Das Color Grading ist ein anderes als bei Petersen, färbt den Film aber genauso stark ein. Ich werde im Juli aber auf der Leinwand trotzdem überprüfen, wie es da auf mich wirkt, und ob es funktioniert. Im filmischen Gesamtwerk kann sowas sehr stimmig erscheinen, nur im Vorfeld wirken die meisten getroffenen Entscheidungen auf mich hier eher verkehrt. Der Odyssee-Stoff ist aber spannend genug, dass mich selbst ein mieser Trailer (was der veröffentlichte sicher nicht ist) nicht von einer Sichtung abhalten könnte.
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Ja, aber wo Nolan draufsteht, sollte auch Nolan drin sein. Das heißt echte Sets, echte Stunts, echte Spezialeffekte so gut es eben geht und das ganze dann in IMAX. Das muss nicht gefallen, diese Art der immersiven Haptik wird aber für mich sicherlich der Hauptanreiz sein (mit Göranssons Score). Der Stoff an sich interessiert mich bis auf seine kulturelle Bedeutung bislang überhaupt nicht.Casino Hille hat geschrieben: 5. Mai 2026 17:20 Die Odyssee ist der Ur-Fantasystoff. Das muss für mich nicht zwingend "echt" wirken, den Anspruch stelle ich auch an den Zauberer von Oz nicht. Ansonsten kann ich diese Vorab-Annahmen dem Trailer noch nicht entnehmen, für mich sieht es eher nach grauem Millennial-Blockbuster-Look aus: farb- und freudlos. Das Color Grading ist ein anderes als bei Petersen, färbt den Film aber genauso stark ein. Ich werde im Juli aber auf der Leinwand trotzdem überprüfen, wie es da auf mich wirkt, und ob es funktioniert. Im filmischen Gesamtwerk kann sowas sehr stimmig erscheinen, nur im Vorfeld wirken die meisten getroffenen Entscheidungen auf mich hier eher verkehrt. Der Odyssee-Stoff ist aber spannend genug, dass mich selbst ein mieser Trailer (was der veröffentlichte sicher nicht ist) nicht von einer Sichtung abhalten könnte.
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Es steht "Die Odyssee" drauf.
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Ja, hatte irgendwie gehofft, dass Nolan endlich mal aus seinem gewohnten Farbschema ausbricht. Farblich sehen für mich alle seien Filme gleich aus. Der Trailer haut mich auch nciht von den Socken. Hab so ein ähnliches Gefühl wie seinerzeit bei TDNR.
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Das Nonlineare würde ja sehr gut zur Vorlage passen.Casino Hille hat geschrieben: 5. Mai 2026 15:19
Was mich eher vorab stört, scheint der sehr große Fokus auf Ithaka zu sein. Pattinson hat gefühlt im Trailer mehr Screentime als Damon. Aber das könnte etwas damit zu tun haben, dass Nolan sicher einen Rahmen braucht, um die Geschichte wieder mal non-linear zu erzählen.
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Ja, aber echte Farben wäre zur Abwechslung auch mal ganz schön.craigistheman hat geschrieben: 5. Mai 2026 17:47Ja, aber wo Nolan draufsteht, sollte auch Nolan drin sein. Das heißt echte Sets, echte Stunts, echte Spezialeffekte so gut es eben geht und das ganze dann in IMAX. Das muss nicht gefallen, diese Art der immersiven Haptik wird aber für mich sicherlich der Hauptanreiz sein (mit Göranssons Score). Der Stoff an sich interessiert mich bis auf seine kulturelle Bedeutung bislang überhaupt nicht.Casino Hille hat geschrieben: 5. Mai 2026 17:20 Die Odyssee ist der Ur-Fantasystoff. Das muss für mich nicht zwingend "echt" wirken, den Anspruch stelle ich auch an den Zauberer von Oz nicht. Ansonsten kann ich diese Vorab-Annahmen dem Trailer noch nicht entnehmen, für mich sieht es eher nach grauem Millennial-Blockbuster-Look aus: farb- und freudlos. Das Color Grading ist ein anderes als bei Petersen, färbt den Film aber genauso stark ein. Ich werde im Juli aber auf der Leinwand trotzdem überprüfen, wie es da auf mich wirkt, und ob es funktioniert. Im filmischen Gesamtwerk kann sowas sehr stimmig erscheinen, nur im Vorfeld wirken die meisten getroffenen Entscheidungen auf mich hier eher verkehrt. Der Odyssee-Stoff ist aber spannend genug, dass mich selbst ein mieser Trailer (was der veröffentlichte sicher nicht ist) nicht von einer Sichtung abhalten könnte.
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vielleicht bin ich inzwischen vom permanenten color grading total verwirrt, aber es gibt doch sehr schöne, farbige Aufnahmen im Trailer. Klar, die meisten Szenen sind bei Nacht mit orangenem Kerzenlicht, aber einiges auf See sieht doch sehr bunt und natürlich aus.
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Ich wurde als Kind von dem Sierra-Spiel "Herrscher des Olymp - Zeus" infiziert, das ich bis heute spiele und verehre. Später kamen Auguste Lechner und Gustav Schwab dazu, irgendwann dann Rick Riordan. Mit diesem Hintergrund bin ich von dem Trailer wenig beeindruckt und teile viele Bedenken des Kollegen (Optik, Besetzung, anachronistischer Sprachgebrauch). Und trotzdem reizt und interessiert mich das mehr als jeder Nolan-Film seit vielen Jahren. Wegen dem Stoff halt, und immerhin scheinen viele Elemente aus der Sage vorhanden zu sein. Was soll ich als Fan denn sonst aus der Mythologie sichten? Trash of the Titans, das seelenlose Percy Jackson und diesen einen Kirk-Douglas-Film? Zudem ist es ein Film von Nolan, mit glattgebügelten Hollywoodsternchen, von denen ich viele nicht mag (Holland, Zendaya), entsprechend angepasst sind meine Erwartungen. In einer perfekten Welt würde der Stoff z.B. von David Lowery im Stil von The Green Knight adaptiert werden, mit einer Besetzung die nicht vom roten Gala-Teppich einer Preisverleihung rekrutiert wurde. Aber so weiss ich ja ungefähr, was mich erwartet.
Troja ist eine freie Adaption und hat für mich viel mehr gemein mit klassischen Historien- und Sandalenfilmen. Als solcher ist er grossartig gemacht und stark besetzt. Aber er hat halt nichts mit dieser Fantasy- und Sagenwelt zu tun, die ich verehre und gerne sehen möchte. Passt also als Vergleich nicht wirklich.
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Ja, das Nonlineare ist in der Vorlage auch drin, in dem Sinne, dass die Irrfahrten von Odysseus selbst als Rückblende erzählt werden.
Ein variabler Regisseur ist er nicht, und deshalb funktioniert er für mich am besten, wenn er sich seine Stoffe passend zu seiner Form und seinen Stärken aussucht. Da sehe ich einfach gar nicht, nullkommanull, was er mit "Die Odyssee" will. Aber wir werden es sehen, vielleicht gelingt ihm ja, mich da fundamental zu überraschen.vodkamartini hat geschrieben: 5. Mai 2026 17:58 Ja, hatte irgendwie gehofft, dass Nolan endlich mal aus seinem gewohnten Farbschema ausbricht.
Völlig richtig. In seiner Essenz ist er den alten Sagen, bzw. ihrem Ursprung allerdings näher als viele andere Filme. Petersen hat das, was damals Popkultur war, sozusagen in 2004er Popkultur übersetzt. Und das macht einiges her, lässt auch sehr viel Überlegtheit in der Ausführung erkennen. Der Film wurde damals vom Feuilleton ungerechtfertigt abgestraft. Mittlerweile gibt es viele Historiker und Literaturexperten, die erkennen, wie smart das war, was Petersen da abgeliefert hat.GoldenProjectile hat geschrieben: 5. Mai 2026 18:08 Troja ist eine freie Adaption und hat für mich viel mehr gemein mit klassischen Historien- und Sandalenfilmen. Als solcher ist er grossartig gemacht und stark besetzt. Aber er hat halt nichts mit dieser Fantasy- und Sagenwelt zu tun, die ich verehre
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Es ist Ex-Akt dasselbe wie bei DC. Troja ist ein starker Film, genau wie TDK. Beide isolieren eine Nische des Stoffs, fokussieren sich ganz darauf und machen das prima, treffen auch den Kern der top besetzten Figuren in dem was sie machen, sind aber letzten Endes selektive, auf "realistisch" getrimmte Adaptationen. Bis James Gunn kam hatte kein DC-Film in meinen Augen auch nur ansatzweise die fiktive Welt getroffen, in dem diese Figuren und Geschichten beheimatet sind. Was die griechische Mythologie betrifft scheint sich Nolan da erst einmal auf die richtige Weise nähern zu wollen, immerhin hat er die Fantasy-Elemente nicht weggelassen. Aber Nolan inszeniert sein Nolan-Ding in seiner Nolan-Bubble, und ob er für mich der richtige ist, wage ich zu bezweifeln.Casino Hille hat geschrieben: 5. Mai 2026 18:11 Völlig richtig. In seiner Essenz ist er den alten Sagen, bzw. ihrem Ursprung allerdings näher als viele andere Filme. Petersen hat das, was damals Popkultur war, sozusagen in 2004er Popkultur übersetzt. Und das macht einiges her, lässt auch sehr viel Überlegtheit in der Ausführung erkennen. Der Film wurde damals vom Feuilleton ungerechtfertigt abgestraft. Mittlerweile gibt es viele Historiker und Literaturexperten, die erkennen, wie smart das war, was Petersen da abgeliefert hat.
Edit: Dass TDK ja von Nolan ist, daran habe ich gerade gar nicht gedacht, spielt in meinem Vergleich keine Rolle.
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Troja ist was ich als den mittelmäßigsten Film aller Zeiten empfinde, ich glaube es gab exakt eine interessante Einstellung. Zwischendurch durfte auch herzhaft gelacht werden, so dämlich waren einzelne Szenen. Höhepunkt: wie Odysseus (oderwerauchimmer) auf die Idee mit dem Pferd kommt.
Jedenfalls, gegenüber Troja kann Nolan unmöglich verlieren. dafür hatte er bislang zuviel Talent. Und den alten italienischen Film mit Kirk Douglas wird er wohl auch locker in die Tasche stecken.
Die Trailer sehen hier und da schon beeindruckend aus, aber bestehen auch mal wieder zu sehr aus diesem ahnungsvollem Geraune, was längst nervig ist, weil die das alle so machen. Kann gut werden.
Und eine Rückblendenerzählung, die vom Ende her das vorherige chronologisch erzählt, ist für mich meist schon noch lineares Erzählen.
Jedenfalls, gegenüber Troja kann Nolan unmöglich verlieren. dafür hatte er bislang zuviel Talent. Und den alten italienischen Film mit Kirk Douglas wird er wohl auch locker in die Tasche stecken.
Die Trailer sehen hier und da schon beeindruckend aus, aber bestehen auch mal wieder zu sehr aus diesem ahnungsvollem Geraune, was längst nervig ist, weil die das alle so machen. Kann gut werden.
Und eine Rückblendenerzählung, die vom Ende her das vorherige chronologisch erzählt, ist für mich meist schon noch lineares Erzählen.
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Ja, genau, ich hatte mit meinem Kommentar zum non-linearen Erzählen auch etwas anderes als das im Sinn, was strenggenommen auf die originale Odyssee zutrifft.Maibaum hat geschrieben: 5. Mai 2026 18:23 Und eine Rückblendenerzählung, die vom Ende her das vorherige chronologisch erzählt, ist für mich meist schon noch lineares Erzählen.
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Es ist zu früh zu sagen, ob der Film was wird. Die Bilder sind zu 100% Nolan-typisch, große Überraschungen erwarte ich da nicht. Ich hoffe er wird nicht so geschwätzig und streckenweise langweilig wie Oppenheimer.
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Ist das so? Klar, die Irrfahrten werden im Zentrum des Epos erzählt und sind sicher das, was schon die Antiken am meisten interessiert hat. Sie machen aber nur einen Bruchteil der tatsächlichen Erzählung aus (4 Gesänge bzw. 8, wenn man die Episoden bei Kalypso und den Phaiaken dazuzählen will, von 24). Das ist gar nicht so viel. Manche der berühmtesten Abenteuer werden da sogar in weniger als 30 Versen abgehandelt. Die ganze zweite Hälfte des Poems verbringt Odysseus auf Ithaka damit, seine offizielle Rückkehr vorzubereiten und sich den Menschen dort zu erkennen zu geben.Casino Hille hat geschrieben: Man muss aber bedenken, dass der Bärenteil der Odyssee schon aus Odysseus Irrfahrten besteht, nicht aus dem Rest.
Eigentlich ist die Odyssee die Geschichte eines Spätheimkehrers, der sich fragen muss, ob er in seiner Heimat überhaupt noch erkannt und angenommen wird, und sich letztlich seinen Platz zurückkämpfen muss. Und wenn Nolan wirklich das Werk als solches adaptieren will (was er wahrscheinlich nicht tun wird, weil die Irrfahrten natürlich der berühmteste Teil des ganzen Werks sind), müsste er den Fokus auf Ithaka sehr viel ausführlicher gestalten. Die homerische Odyssee ist jedenfalls nicht wirklich ein Abenteuer-Stoff, auch wenn ihr Name mittlerweile synonym damit geworden ist.
"East, West, just points of the compass, each as stupid as the other."
(Joseph Wiseman in Dr. No)
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