Mega Flops - Das Blockbuster Kino geht den Bach runter

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Invincible1958
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Casino Hille hat geschrieben: 12. Mai 2026 20:39
Invincible1958 hat geschrieben: 12. Mai 2026 19:49 Denn der Gedanke, dass "das Publikum" zum Großteil selbst entscheidet was ein Hit wird und was nicht, ist ein Irrglaube.
Nein, es entscheidet sogar vor allem und hauptsächlich die zahlende Kundschaft unter Einsatz ihres Geldbeutels.
Alles andere ist die Propaganda von Marketing-Gurus.
Wäre mal interessant, wie sich die Kinozahlen entwickeln würden, wenn Filme nur im Programmkalender des jeweiligen Kinos gelistet werden, es aber ansonsten kein Marketing seitens der Studios/Verleiher gäbe.
Also keine Plakate, keine Trailer, keine TV/Online-Spots, keine SoMe-Kanäle, keine Premieren, keine Interviews, keine Talk-Showauftritte, keine Berichterstattung in irgendeiner Weise ...

Ob die Leute dann die gleichen Filme im selben Maße besuchen werden?

Und ansonsten: Leute meckern über den immerselben Franchise-Quark, gehen dann trotzdem rein, um sich bestätigt zu fühlen. Denn dann behält man entweder Recht oder man wird positiv überrascht.
Wenn man in einen Nicht-Franchise-Film.geht, könnte passieren, dass einen irgendwas erwartet, was man nicht direkt einordnen kann. Das scheint für viele Menschen ein Problem zu sein.
Daher geht man dorthin, wo man alles schon kennt.
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craigistheman
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Die Sichtbarkeit einer Kampagne hat natürlich ihren Einfluss. Aber am Ende des Tages muss das Produkt überzeugen, und darüber entscheidet die Zielgruppe.
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danielcc
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Leute, dieser Thread existiert nur, weil immer mehr von diesen wannabe-Blockbustern scheitern. Das Publikum geht nämlich nicht mehr in jeden Dreck. Dank der Über-Blockbuster aus dem Hause Marvel konnte man das ein paar Jahre vertuschen. Jetzt steht der Kaiser nackt da.
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Casino Hille
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danielcc hat geschrieben: 12. Mai 2026 21:03 Ist es nicht so, dass uns vermehrt nur noch die großen Franchise Filme schmackhaft gemacht wurden, Stars kaum noch in anderen, guten Filmen gespielt haben, und deshalb immer mehr Leute in diese Franchise Filme reingegangen sind?
Das ist die Henne-/Ei-Frage, die wir beide vermutlich nicht beantworten können. Die Macht liegt allerdings am Ende in letzter Konsequenz immer beim zahlenden Publikum. Kino ist kein überlebenswichtiger Bestandteil des Lebens, niemand wird gezwungen, hinzugehen. Wenn das Angebot nicht mehr schmeckt, wird keiner mehr kommen. Noch kommen sie, aber was wahr ist, ist, dass es insgesamt am abnehmen ist, aus verschiedenen Faktoren.
danielcc hat geschrieben: 12. Mai 2026 21:03 Das Publikum ist entwöhnt und wendet sich ab, die Studios merken aber immer noch nicht, dass niemand Bock hat auf zum x-ten Mal aufgewärmten Brei. Oder - um dir da entgegnen zu kommen - man hat noch keinen erfolgreichen Weg gefunden, die vielen kreativen, originalen Stoffe dem Publikum schmackhaft zu machen
Vielleicht. Aber noch gehen die Leute ja in den zum x-ten Mal aufgewärmten Brei. Die erfolgreichsten Filme der letzten Jahre - du selbst hast die Statistiken geliefert - sind Franchise-Filme. Also wird sich erstmal noch nichts ändern. Solange die erfolgreichsten Filme des Jahres "Top Gun: Maverick", "Avatar: The Way of Water", "Deadpool & Wolverine" und "Zootopia 2" oder "Jurassic World Teil X" sind, ist die große Abkehr des Publikums von diesen Stoffen bestenfalls in Nuancen erkennbar.

Wenn letztes Jahr "Sinners" und "One Battle After Another" das Box Office dominiert hätten, würden die Studios vielleicht ins Grübeln kommen. Aber trotz großer Werbekampagnen und bekannten Stars in den Hauptrollen, waren am Ende Pixar, Pandora, Dinos und Superhelden wieder drüber.
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Invincible1958
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craigistheman hat geschrieben: 12. Mai 2026 21:08 Die Sichtbarkeit einer Kampagne hat natürlich ihren Einfluss. Aber am Ende des Tages muss das Produkt überzeugen, und darüber entscheidet die Zielgruppe.
Klar. Aber ich höre häufig Jahre später von Leuten, die irgendwo im TV, im Streaming, im Bordprogramm im Flugzeug oder sonstwo einen Film schauen, und anschließend erzählen wie toll sie ihn fanden.
Und dann behaupten sie sie hätten es gar nicht mitbekommen als er drei Jahre zuvor im Kino lief.

Das zeigt mir, dass es viele Kinofilme gibt, die für die breite Masse komplett "unsichtbar" sind.
Und wäre dem nicht so, hätten sie eine größere Chance im Kino ein Erfolg zu werden.
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vodkamartini
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Heute ist das Entertainment Angebot einfach wesentlich breiter und auch schnelllebiger. Ständig wird einem irgendwo die größte Banalität als Event verkauft, es gibt ja inzwischen auch den "tollen" Beruf "Eventmanger", da organisieren dann Leute die Feier eines Hasenzüchtervereins.

Mit all diesem permanenten Event-Getöse hat es auch die Kinowerbung schwerer. Wirbt man zu früh, hat es jeder bis zum Start vergessen. Wirbt man zu spät, ist man schon für drei aktuelle "Events" verplant.

Dazu kommt, dass die hauptsächliche Werbung früher auch über Trailer im Kino stattfand (weniger Besucher kriegen weniger Trailer mit) und sehr viel auf Plakatwänden und Litfaßsäulen geworben wurde, beides gibt es kaum mehr. Schließlich gab es damals in jedem Haushalt eine TV-Zeitschrift in denen ebenfalls über kommende Kinofilme berichtet wurde. Fragt mal rum, wer eine solche noch zu Hause hat.
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craigistheman
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Es gibt einen anderen entscheidenden Faktor, den wir in der Diskussion bislang außer Acht gelassen haben, nämlich die stetig sinkende Aufmerksamkeitsspanne der Menschen (jeden Alters) und die dadurch mangelnde Bereitschaft, sich auf "komplexe" oder "komplex konstruierte" Narrative einzulassen. (Oppenheimer stellt diesbezüglich die größte Ausnahme der letzten Jahre dar, wobei fraglich ist, ob er ohne Barbie dasselbe eingespielt hätte.)

Feinfühlig etablierte Handlungsbögen und Charakterisierungen können nur schlecht mit den schnellen Dopamin-Kicks des Insta-/TikTok-Scrollings mithalten, außer die Filme wenden dieselbe Rhetorik an. Daher auch dieser permanente Trailer-Sprech, der möglichst catchy sein soll. Dieses Phänomen betrifft nicht nur das Blockbuster-Kino, dort ist es aber natürlich am extremsten, da diese Filme durch ihre enormen Produktionskosten auch am meisten einspielen müssen.
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danielcc
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Aber das hat doch nicht so viel mit dem Thema zu tun. Hier geht es nicht um "Dumme Franchise Filme vs anspruchsvolles Autorenkino". Es geht schlicht darum, ob es zu viele Remakes/Sequels/Prequels/Reboots/Franchise-Filme gibt bzw. noch genug originäre Stories die aber auch mit Stars sind und entsprechend vermarket werden.
Wenn sich ein Kinozuschauer für einen Film entscheidet, weiß er ja meist noch gar nicht, wie "anspruchsvoll" der Film erzählt wird.
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craigistheman
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danielcc hat geschrieben: 13. Mai 2026 10:37 Aber das hat doch nicht so viel mit dem Thema zu tun. Hier geht es nicht um "Dumme Franchise Filme vs anspruchsvolles Autorenkino". Es geht schlicht darum, ob es zu viele Remakes/Sequels/Prequels/Reboots/Franchise-Filme gibt bzw. noch genug originäre Stories die aber auch mit Stars sind und entsprechend vermarket werden.
Wenn sich ein Kinozuschauer für einen Film entscheidet, weiß er ja meist noch gar nicht, wie "anspruchsvoll" der Film erzählt wird.
Doch. Das Superhelden-Kino z.B. hält sich immanent an gewisse Regeln, Moden und Verfahren. Lange war z.B. die große Dekonstruktion der Superhelden-Narrative ein riesen Ding, das hat dann auch obligatorisch auf Bond abgefärbt.
Will ich den Zuschauer maximal spektakulär unterhalten, ist der Superhelden-Film durch seine fantastischen Möglichkeiten natürlich ein naheliegenderes Vehikel als ein in Skandinavien spielendes Sozialdrama. Und wenn ich Menschen mit geringer Aufmerksamkeitsspanne erreichen möchte, setze ich ihnen besser etwas vor, das sie überwältigt und unterhält - logisch.
Nicht umsonst werten Plattformen wie Netflix und Prime das genaue Nutzungsverhalten ihrer User aus, diese Daten sind Gold wert.

Im Übrigen - Autorenkino kann ebenfalls sehr anspruchslos sein, ich würde das nicht gegeneinander aufwiegeln.
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danielcc
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Ich habe so das Gefühl, dass der neue Spielberg ein ganz großer Flop wird. Oder hört man da anderes? Bisher habe ich x mal den jeweils gleichen Trailer gesehen, und der lockt irgendwie niemanden ins Kino. Man hat das Gefühl, der Film komme 20-30 Jahre zu spät
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Casino Hille
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Wird irgendein religiöser Bombast-Schmu, vom Trailer ausgehend. Spielberg hätte mit dem wunderbaren "Fabelmans" aufhören sollen. Viel besser als bei dem war er vorher nie und wird es auch nicht nochmal sein.
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danielcc
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ja religiös und/oder esoterisch.
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HCN007
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Vermutlich auch amerikanisch oberflächlicher Verschwörungstheorien und Schwurbelquatsch aufgeblasen als großer Sci-Fi-Fantasy-Action-Thriller.
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Revoked
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Ich glaube, mir könnte dieser Unsinn durchaus gefallen…
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Gernot
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Also der Nolan scheint ja wieder mal drauf und dran zu sein das (IMAX-) Kino zu retten! ;)

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