craigistheman hat geschrieben: Gestern 23:53
Ich kann mit diesem IMAX-Analogfetisch eben wenig anfangen. Es im Marketing derart hervorzuheben, und damit meine ich alle Nolans seit TDK (mit Ausnahme von Inception), erweckt bei mir eher den Verdacht, man wolle sich vor allem mit der Form und weniger mit dem Inhalt auseinandersetzen.
Naja, aber ist das nicht der Sinn eines Making Offs? Das ist bei Bond doch auch nicht anders. Da gibt es Featuretts zu den Autos, den Stunts, den Locations, etc. Da geht es doch auch nicht um inhaltliches. Und ehrlich gesagt ist mir das auch lieber so, schließlich will ich im Kino nicht schon alles wissen oder gesehen haben. Und ich finde es auch jetzt nicht wirklich übertrieben. Wenn ich mich recht erinnere gibt es ein Video zu IMAX, eines zur Musik von Göranson und eines zu den Locations. Bei "Oppenheimer" war es nur eines von 5 Making-Of-Videos. Bei Tenet (wobei da die Marketingkampagne wegen Corona anders ablief) spielte IMAX eigentlich gar keine Rolle.
Klar, wenn man damit generell nichts anfangen kann, stört einen das sicherlich trotzdem, aber zumindest was das offizielle Marketing angeht ist das gar nicht sooo extrem. Es wird halt in jedem Interview angesprochen und dann antworten Nolan und die Schauspieler natürlich drauf. Und in jedem Artikel über den Film wird es auch erwähnt, aber das spricht ja eher dafür, dass tatsächlich ein Interesse an diesem Aspekt da ist und nicht dafür, dass sich die Verantwortlichen lieber mit der Form als mit dem Inhalt beschäftigen würden.
craigistheman hat geschrieben: Gestern 23:53
Oh da haben wir uns wohl falsch verstanden, denn „Nolan erden“ bezog sich hier auf die Auswahl der Stoffe, nicht etwa auf seine öffentlichen Auftritte, die mir weitestgehend egal sind. Ich hoffe einfach dass Nolan in Zukunft die Finger von den seheeer grooooßen Erzählungen lässt und sich wieder auf seine Stärken rückbesinnt - ausgeklügelte Raum-Zeit-Gefüge, da brauche ich keine Atombombe oder Odyssee.
Ah ok, das versteh ich natürlich. Wobei es schon auch irgendwie lustig ist. Viele Leute würden argumentieren, dass er es in Tenet mit seinen Raum-Zeit-Gefüge Konzepten übertrieben hat und mal wieder geerdet werden sollte. Dann macht er zwei absolut klassische Filmprojekte (Ein Biopic und eine Sagenverfilmung) und es ist auch nicht recht

Ich mag die Variation in seiner Stoffauswahl. Obwohl er regelmäßig ähnliche oder gleiche Stilmittel anwendet deckt er ein sehr breites Spektrum an Genres ab. Aber ich verstehe definitiv, dass du dir wieder Filme wie Inception, Interstellar und Tenet wünschst. In der Größenordnung macht das nun mal kein anderer in Hollywood. Aber ich glaube auch, dass da nochmal etwas kommt. Wenn er ein anderes Genre findet auf das er sein Konzept stülpen kann. Heistmovie, Weltraumabenteuer und Agentthriller hat er schon hinter sich, ich würde mir ja einen Who Dunnit in dieser Reihe noch wünschen.