Welcher Film von Christopher Nolan ist der Beste?

Following (1998) (Keine Stimmen)
Memento (2000)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (15%)
Insomnia (2002) (Keine Stimmen)
Batman Begins (2005) (Keine Stimmen)
Prestige (2006)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (15%)
The Dark Knight (2008)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (15%)
Inception (2010)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (8%)
The Dark Knight Rises (2012) (Keine Stimmen)
Interstellar (2014)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (23%)
Dunkirk (2017) (Keine Stimmen)
Tenet (2020)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (15%)
Oppenheimer (2023) (Keine Stimmen)
Die Odyssee (2026)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (8%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 13

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2046
danielcc hat geschrieben: 16. Juli 2026 20:52 Was ich übrigens cool finde: man kann den Film eigentlich wunderbar in Kombination mit Petersens Troja sehen. Die beiden Filme ergänzen sich ganz wunderbar,
Oh je, ist der Nolan Film so schlecht?

Das ist zweifellos die effektivste Art einen neuen Film herunterzumachen, viel besser als ihn einfach nur als schlecht zu bezeichnen ...

Muß ich jetzt meine Erwartungen runter schrauben?

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2048
Als Ergänzung zu der Filmformat Diskussion ist das hier eine nette Übersicht über die gängigsten analogen Filmformate, von 8 mm bis 70 mm:

https://kinogucker.wordpress.com/kinote ... ldformate/

Was ich da noch gelernt habe ist warum das IMAX 70 mm Format etwas höher ist als das normale 70 mm breit, weil sich für IMAX keine Tonspur auf dem Zelluloid befindet. Das bringt dann noch mal 3,5 mm mehr Höhe, dafür wird der Ton dann separat auf 35 mm aufgezeichnet, was jedoch noch mehr Kosten und mehr Aufwand bedeutet.
Desweiteren, falls ich jetzt keinen Denkfehler mache, könnte man ein 1,46:1 Bild mit mehr Bildfläche natürlich auch mit konventionellen 70 mm erzielen, allerdings wäre die Fläche dann nur halb so groß wie bei dem horizontalen Verfahren.
Jedenfalls, für mich bringt jeglicher weiterer Gewinn an Bildqualität gar nichts, das was Film ausmacht, das was Film zur eigenständigen Kunst macht, sehe ich auch auf einem kleinen TV Gerät.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2049
Für den Bondisten sind die 35 mm Formate interessant, dort findet man die 3 die bei den Bonds verwendet wurden:

https://kinogucker.wordpress.com/kinote ... ldformate/

1,66:1 für die ersten 3 Bonds
1,85:1 für LALD und TMWTGG
2,35:1 (mit anamorpher Linse) für alle anderen.

Und auch mit digitaler Photographie bleiben anscheinend die Abmessungen 1,85:1 und 2,35:1 die gängigsten Formate.

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2050
Maibaum hat geschrieben: Gestern 09:42 1,66:1 für die ersten 3 Bonds
Da wird aber eifrig drüber gestritten, ob das tatsächlich das intendierte AR ist/war. Die UHDs letztes Jahr wurden beispielsweise wieder mit dem kleineren 1.85:1-Format veröffentlicht mit dem Verweis, dass die Filme ja in erster Linie für den amerikanischen Markt produziert wurden und lediglich in Europa mit dem dort gängigeren Format 1.66:1 veröffentlicht wurden. Die Antwort auf die Frage nach dem korrekten/intendierten Format kennt aber vermutlich nicht mal Bob Dylan.:)
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2051
Im Review könnte es zu leichten Spoilern kommen - Wer die Odyssee nich nicht geschaut hat, sollte den folgenden Text überspringen

Beim zweiten Mal könnte man schon fast von Tradition sprechen: Nach Oppenheimer vor 3 Jahren war ich gestern erneut mit unserem geschätzten Mitforisten Maibaum im örtlichen Kino und haben uns gemeinsam den neuen Nolan angeschaut.
Wie auch beim letzten Film muss ich zur Odyssee sagen, dass es schwere Kost ist. Für mich hat es gute 30-45 Minuten gedauert, bis der Film komplett eingerastet ist und in seinen Flow kommt, der (sobald er erreicht ist) wirklich fantastisch ist. Aber es dauert schon recht lang.
Die Zahlreichen Begegnungen der stetig dezimierenden Mannschaft im Odysseus sind super spannend und unterhaltsam eingefangen. Ebenso die fortlaufend erzählte Geschichte um Troja.
Was ich mir jedoch in Summe gewünscht hätte wäre eine etwas kriegsrealistische Darstellung. Dabei sollte es nicht so blutig und übertrieben sein wie bspw John Wick, aber auch nicht so glatt wie das Finale Ergebnis. Hier wird eine Kriegsgeschichte erzählt, von der man nicht das Gefühl einer Kriegsgeschichte vermittelt bekommt.
Bei knapp 3 Stunden und dem Verlauf der Geschichte erwartet man ein emotionales und packendes Finale, das leider nicht umgesetzt wird (jedenfalls nicht für mich). Der Überraschungsmoment wird über 30-40 (?) Minuten sehr gut aufgebaut, verpufft aber wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Auch ist das Finale recht uninspiriert, unübersichtlich gefilmt und wird der Heldenreise nicht gerecht.
Der Cast ist in Summe klasse, bleibt aber dennoch größtenteils sehr blass. Hier holt das Drehbuch nicht genug Emotionen und Tiefe raus.
Audiovisuell ist der Film auf absolut höchstem Niveau. Man sieht im die realistische und CGI-arme Produktion an, die im Einheitsbrei aktueller Filme definitiv heraussticht. Auch der Klang ist eine absolute Wucht. Der Soundtrack blieb für mich (bis auf 1-2 Ausnahmen) recht blass und ist weder positiv noch negativ aufgefallen.
Nach der ersten Sichtung vergebe ich

6,5/10

(mit leichter Tendenz nach unten)
No retreat, baby, no surrender

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2052
Auch nur ein paar Gedankenfetzen: Kann ich alles nachvollziehen, sehe es aber etwas stärker. Man braucht eine Weile um in den Film zu kommen, ja. Die Idee hinter dem Score ist toll, die Umsetzung leider nciht. Dass Nolan es praktisch nie schafft, dass man mit seinen Figuren wirklich mitfiebert, kurz, emotional gepackt wird, wird sein Problem bleiben. Dennoch ist ihm dieser Aspekt hier viel besser gelungen als in Oppenheimer, Dunkirk oder Interstellar. Hathaway und Holland tragen viel dazu bei. Dennoch ist diese "Schwäche" ein leider typisches Nolan-Problem. Er ist vermutlich in seiner ganzen Anlage, Herangehensweise und Intention zu kühl, vielleicht auch zu verkopft.

Das mit dem Krieg sehe ich nicht so, das hat er in Dunkirk viel schwächer inszeniert. Der Verzicht auf CGi bei den "Massenszenen" mag da eien Rolle spielen. Tausende Statisten wie bei Ben Hur ist heute wohl nicht mehr finanzierbar.
Damon finde ich für eine Hauptrolle nie eine tolle Wahl, aber jedesmal denke ich mir nach dem Film: das hat er gut gemacht.
Mir gefällt der düstere Ansatz in diesem Fall, denn es ist eine finstere Geschichte und mir gefällt auch der Kommentar zu menschlichen Handlungen mit all ihren Konsequenzen und Auswirkungen. Kann man auch als heutiger Zuschauer was mitnehmen.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2053
Da siehst du einige Dinge wirklich genau so wie ich. Auch was Damon angeht :-)

Eine Sache bei der ich im Nachhinein merke, dass sie mich stört - was aber wohl an der Vorlage liegt. Ich finde nicht, dass der Rachefeldzug am Ende irgendwie gerechtfertigt ist. Der Typ war 20 Jahre weg und dennoch hat niemand ihm selbst oder selbst seiner Frau etwas angetan. Das ist doch komisch wenn man mal darüber nachdenkt oder ?
"It's been a long time - and finally, here we are"