Welcher Film von Christopher Nolan ist der Beste?

Following (1998) (Keine Stimmen)
Memento (2000)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (13%)
Insomnia (2002) (Keine Stimmen)
Batman Begins (2005) (Keine Stimmen)
Prestige (2006)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (13%)
The Dark Knight (2008)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (13%)
Inception (2010)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (13%)
The Dark Knight Rises (2012) (Keine Stimmen)
Interstellar (2014)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (19%)
Dunkirk (2017) (Keine Stimmen)
Tenet (2020)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (19%)
Oppenheimer (2023)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (6%)
Die Odyssee (2026)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (6%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 16

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2072
Ich kenne mich mit der Saga von der Odyssee nicht so richtig aus. Ich weiß nur, dass ich als Kind mal ein Bilderbuch davon gesehen hatte, und ich vor den Bildern große Angst hatte, vor allem von dem mit dem Zyklopen.
Von den vielen Abenteuern die Odysseus erlebt hat kenne ich von daher nur das mit dem Zyklopen und den Sirenen.
Alles andere war Neuland für mich.
Ich kann hier aber auf jeden Fall sagen, dass Nolan seit langem wieder einen Film gemacht hat, der mich interessiert hat. Und ihm ist auch ein tolles Epos gelungen.
Die Bilder, die Schiffe und die Landschaften das wirkt im Kino natürlich deutlich mehr.
Für solche Filme wurde das Kino gemacht.
Die Tricks, die Ausstattung und die Erzählung das war alles schon ganz gut gemacht.
Der Sound haute auch ordentlich rein.

Matt Damon spielt Odysseus echt klasse, und ich habe mir auch schon lange gewünscht, dass er und Anne Hathaway endlich einen Film zusammendrehen.
Ebenso überragend war Robert Pattinson, so richtig schön widerlich und feige zugleich.
Fehlbesetzt fand ich, aus meiner Sicht, nur Lupita Nyong´o als Helena von Troja.
Nicht weil sie schwarz ist, das möchte ich hier mal ganz klar, klar stellen, sondern weil ich sie persönlich überhaupt nicht hübsch finde.
Naomi Scott wäre da eine deutlich bessere Wahl gewesen. Aber das ist ja immer Geschmackssache. Und da sie hier auch nur eine kleine Rolle hatte fällt das auch kaum ins Gewicht.
Ansonsten waren alle Darsteller und Darstellerinnen perfekt besetzt.

Das Highlight war für mich natürlich die Begegnung mit dem Zyklopen.
Schade, dass man hier, jedoch Odysseus tollen Trick mit „Niemand hat mir ein Auge ausgestochen!“ wegegelassen hat.
Auch die Szenen mit den Sirenen und der Hexe waren mega episch.

Alles in allem kann ich sagen, dass Christopher Nolan mit „Die Odyssee“ einen wirklich tollen Film abgeliefert hat, denn man im Kino gesehen haben muss, um ihn besser wirken lassen zu können.

8 von 10 Punkten
"Verstehen Sie mich nicht falsch es ist nichts persönliches, es ist was rein geschäftliches."

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2073
danielcc hat geschrieben: Gestern 17:29 Naja aber das Getrolle kommt ja irgendwo her und wird irgendwoher befeuert. das ist im Falle von Odyssey das Thema diversity.
Rassismus ist das Getrolle. Kann man ruhig so benennen. Es war von Anfang an nie etwas anderes. Aber Nolan beweist: "Go woke, get rich". Sollen die Bigotten in der Vergangenheit zurückbleiben wie die Toten im Hades.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

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Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2075
Wird Ihnen nicht den Wind aus den Segeln nehmen, die sind da unbelehrbar. Glaube auch nicht, dass die Woke-Geschichten für den Riesenerfolg verantwortlich sind. Nolan ist schlicht der aktuell größte Regisseur und vor allem einer, der das Kino noch zum Event macht. Die Odyssee ist der zugänglichere Stoff im Vergleich zu Oppenheimer und hat nun gute Chancen - auch ohne Barbenheimer-Boost - diesen abzuhängen.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2077
vodkamartini hat geschrieben: Gestern 21:57 Glaube auch nicht, dass die Woke-Geschichten für den Riesenerfolg verantwortlich sind.
Korrekt. Aber wer nach "Barbie" und "Odyssee" jetzt immer noch an "Go Woke, Go Broke" glaubt, muss seinen Kopf mal mit Ruck aus dem Rektum von Elon Musk ziehen.
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Die Odyssee? Nicht woke, aber sex- und blutleer

2079
Maibaum hat geschrieben: 18. Juli 2026 18:49 Letztendlich hat Nolan keinen interessanten Ansatz gefunden um der Geschichte mehr abzugewinnen als hier und da ein paar starke Bilder, aber auch da hat er mir im Ganzen nicht viel zu bieten, vieles sieht belanglos aus, jedenfalls wenig beeindruckend.

5/10
Bin da bei dir. Ein teilweise schön anzusehendes, aber emotional völlig leeres Spektakel, welches der Vorlage wenig abgewinnen kann. Das Ensemble ist teils recht okay (Holland, Damon, Morton), teils erbärmlich schlecht (Hathaway, Pattinson, Bernthal). Die Action ist insgesamt mittelmäßig choreographiert, vor allem den Endkampf fand ich einem Regisseur von Nolans Größe unwürdig. Wie da die Freier einer nach dem anderen Odysseus angreifen und alle brav warten, bis sie an der Reihe sind, geht eigentlich gar nicht. Die Zyklop-Episode hat er auch völlig verkackt, das war öde und fantasielos. Dafür fand ich Circe richtig super. Die Sequenz hatte schön fiese Bodyhorror-Elemente. Auch sein Verweilen bei Kalypso funktioniert gut. Witzig: Damon spielt mal wieder jemanden, der in den Ozean plumpst und danach an Amnesie leidet.

Eine richtige Katastrophe war das Kostüm- und Produktionsdesign:
- Agamemnons "Darth Vader bei Wish bestellt" Rüstung sieht aus wie aus dem 3D Drucker.
- Kaum Bronze in der Bronze Ära. Dabei wird die Bronze Ära sogar im Dialog benannt (was ein wenig albern ist).
- Alle Outfits wirken stets wie aus dem Ei gepellt.
- Die Riesen tragen einfach Mittelalter-Ritterrüstungen? Häää? Wieso haben die überhaupt Rüstungen?
- Das Wikingerschiff von Odysseus reißt mich völlig aus der Immersion. War es so schwer, da was historisch halbwegs Passenderes zu finden?
- Ob Sparta oder Ithaka, all diese farblosen dunkelbraunen Thronsäle lösen nullkommanull Abenteuerfeeling aus.
- Generell sind die Settings oft abstrus weit weg von der Mittelmeer-Region. Dieser nordenglische Düsterwald bei den Riesen sieht mehr nach "King Arthur" als "The Odyssey" aus.

Ansonsten fand ich alles um das trojanische Pferd und die Eroberung Trojas gut - wie Athene in den Plot und das Spiel mit Zeitebenen integriert wird, ist sogar großartig -, obwohl Petersen hinsichtlich der Grausamkeiten und Kriegsverbrechen der Griechen in seinem Film deutlich weiter gegangen ist. In "Troja" reißen die Griechen Babys ihren Müttern aus den Händen und werfen sie ins Feuer. Während Nolan da immer zahmer und konsumierbar bleibt, kaum handfeste Gewalt zeigt oder Dinge wie Vergewaltigungen nicht mal andeutet. Und das ausgerechnet in einem Film, in dem wieder groß und sinnfrei um zivilisatorische Brüche schwadroniert wird und wie ausgerechnet das blöde Attrappen-Hottehü die Menschlichkeit verraten und "die Welt für immer verändert hat". Drunter macht er es wohl nicht mehr.

Kein Film für mich. Aber ich gönne es allen, die es irgendwie mochten. Ich hab mich leider meist eher gelangweilt.
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