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Nun sehen wir wieder das La Mamounia von außen, jetzt ist es bereits dunkler geworden, die Abendröte zeigt sich. Auf der Mauer um das Hotel herum sitzt ein kleines Äffchen und haut mit einem Steinchen in der Hand auf seine eigenen Knie. Die Kamera fährt das Gebäude herauf zu einem Balkon, auf dessen Geländer ein Aschenbecher steht. Die Zigarette darin wurde ausgedrückt, doch der geringe aufsteigende Rauch verrät, dass noch vor wenigen Sekunden jemand hier draußen geraucht hatte. Ein Schwenk in das Zimmer zeigt, wie Bond sich wieder an den Tisch zu Felix setzt, während June an die Wand gelehnt steht. „Erwartet Ihr Jungs eigentlich, dass ich euch das glaube?“, fragt sie in die Runde. Felix und Bond schauen sich ganz unschuldig an.

„Nun ja, es ist die Wahrheit“, sagt Bond, erntet von June aber nur einen spöttischen Blick. „Mr. Bond, ich habe in meiner Karriere schon so einige investigative Reportagen durchgeführt, habe Firmenbosse und Whistleblower interviewt. Ich erkenne, wenn mir jemand etwas vormacht.“ „Zweifellos“, antwortet Felix, steht entspannt auf und holt sich noch ein Corona. „Leiter, Sie wollen mir wirklich erzählen, Ihr alter Studienfreund sei Ihnen zufällig am Flughafen über den Weg gelaufen?“ Bond will antworten, doch Felix ist schneller: „June, im Ernst, da ist doch nichts Absurdes dran. James und ich haben vor einer Ewigkeit gemeinsam in Cambridge studiert. Ich arbeitete mich nach unserer Zeit dort durch die britischen und amerikanischen Redaktionen, immer auf der Suche nach dem perfekten Schnappschuss“ – er zeigt auf seine High-Tech-Kameras, die überall im Zimmer verstreut sind – „während James einige Jahre als Vogelbeobachter arbeitete.“ Er grinst 007 an: „Wie nennt man noch das, was du tust, Kumpel? Oni... Ona...?“ 007 wirft seinem Kollegen einen stechenden Blick zu: „Ornithologie. Das weißt du doch... Kumpel.“

„Genau“, lacht Felix. „Erst vor einiger Zeit hatten wir sogar zusammengearbeitet. Er half mir in Italien ein sehr seltenes Exemplar zu fotografieren. James, wie hieß das Tier noch gleich?“ Er trinkt genüsslich aus der Corona-Flasche. Bond wischt sich den Schweiß von der Stirn: „Geronticus eremita. Ein Waldrapp. Vom Aussterben bedroht. Prächtiges Exemplar.“ Er schaut zu Felix: „Besonders markant ist seine Gewohnheit, blitzschnell davon zu fliegen, wenn ihm Ärger droht. Ohne Rücksicht auf andere. Oder Freunde.“ Felix hält dem Blick stand.

June hat all dem sehr genau zugehört. „Aber Sie waren auch in Japan!“, wendet sie ein. James erhebt sich und geht ebenfalls zur Minibar. „Wie schon gesagt, Ornithologie ist eher ein Hobby von mir. Reich wird man damit nicht.“ Er öffnet die Minibar und sieht entsetzt, dass Felix sich das letzte Corona genommen hat. Stattdessen nimmt er sich eine Flasche Mineralwasser heraus. „Deshalb habe ich seit einiger Zeit angefa-“. Wieder unterbricht ihn Felix: „Als James mit seiner Karriere strauchelte, habe ich ihn mit Captain Renault, ehemals Interpol bekannt gemacht. Er betreibt seit einigen Jahren eine gut florierende Detektei. Sei dem ist er immer mal wieder für ihn als Schnüffler unterwegs. So ein Ornithologe kommt viel rum, und keiner stellt Fragen, wenn man mal ein paar Fotos macht.“ Bond hat aufgegeben, selbst zu Wort zu kommen und trinkt einen Schluck Wasser.

„Aber Felix, nochmal: er war in Japan.“ Bond bleibt drei Sekunden ruhig, bis er merkt, dass Felix dieses Mal nicht für ihn antwortet. „Aus demselben Grund wie Sie, Miss Flavours. Interessierte Klienten von mir wollten mich ursprünglich für Industriespionage bei Harvest Globe engagieren.“ Felix lacht ihm ins Wort: „Du, ein Spion? Da kann ich mir dich gar nicht vorstellen, James.“ Bond überhört die erneute Spitze und erklärt weiter: „Über meine Kontakte habe ich so mitbekommen, dass ein Vorstandsmitglied von Bānshī auf einer Geschäftsreise in Japan zu Tode kam. Ich wollte wissen, was dahintersteckt. Vielleicht ist ein wenig die Spürnase mit mir durchgegangen. Also bin ich dorthin gereist und wollte mich ein wenig umhören.“ June ist sichtlich nicht überzeugt von der Geschichte, hat in dem Moment aber keine passende Antwort parat. „Wenn ich Sie mit meinem Verhalten in Tokio verärgert habe, kann ich nur noch einmal ganz herzlich um Entschuldigung bitten“, wiederholt Bond und hält June die Hand hin: „James.“ Sie zögert, ergreift dann aber seine Hand. „June.“ Leiter guckt auf und ruft ein „Felix“ in den Raum, über das alle lachen müssen.

Felix hebt Bonds Arm und schaut auf dessen Uhr. „Ich schlage vor, wir gehen jetzt alle auf unsere Zimmer. Da wir an derselben Sache arbeiten, würde es Sinn ergeben, wenn wir morgen den Rest besprechen. Vielleicht bei einem ausgedehnten Frühstück?“ June und Bond bejahen. „Dann um 9 Uhr“, stellt Felix klar. June verlässt als Erste das Zimmer, nicht, ohne vorher ihr Whiteboard einzupacken. Als sie außer Hörweite ist, haut Bond seinem Freund in die Seite: „Ornithologe? Was Besseres fiel dir nicht ein?“ Der lacht nur amüsiert: „Nun hab dich nicht so, James. Irgendwas musste ich doch sagen.“ Bond verdreht genervt die Augen. „Gut mitgespielt übrigens, James. Die Tarnung als Fotojournalist gab mir die Agency schon vor einigen Jahren. Es wäre übel, wenn eine Weltklasse-Reporterin wie June dahintergekommen wäre.“ Bond dreht sich noch einmal um und deutet auf die Kameras: „Reist du immer gleich mit mehreren von denen? Einige davon hab ich noch nie gesehen.“ Er deutet auf eine auf einer kleinen Kommode direkt neben der Zimmertür. „Was ist das überhaupt für eine?“

„Keine Ahnung, ich hab noch nie irgendwas fotografiert“, antwortet Leiter. „Glaub mir, Felix“, antwortet Bond ihm mit einem aufgesetzten Grinsen, „das ist die erste Information heute, die mich kein bisschen überrascht.“
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Die marokkanische Landschaft liegt im Stockdunkeln, doch in der Stahlbetonvilla brennt noch helles Licht. Auf einer Terrasse vor der grossen Glasfront sitzt ganz allein der Japaner unter einem Scheinwerfer. Er hat eine Lupe ins Auge geklemmt und beugt sich mit einem Graviergerät über eine Gewehrpatrone. Als er fertig ist, legt er die Patrone beiseite und holt die nächste aus der Schachtel. Er arbeitet schnell und präzise. Der Mexikaner kommt mit zwei Margaritas aus der Tür und auf ihn zu. "Drink?", fragt er und setzt sich zum Japaner. Dieser blickt kurz auf, schüttelt den Kopf und arbeitet weiter. Der Mexikaner schaut eine Weile zu, dann sagt er: "Weisst du, ich habe den Sinn dahinter nie so ganz verstanden. Die Signatur, meine ich". Der Japaner schweigt. "Wenn einer eine Kugel im Kopf hat, interessiert es ihn nicht, woher sie kommt, von wem oder was draufsteht", fährt der Mexikaner fort. "Wenn man jemandem eine Botschaft schicken will, klaut man sein Auto. Oder seine Frau. Und bringt ihn erst dann um. So mach ich es jedenfalls". Der Japaner schaut nicht einmal von seiner Arbeit auf. "Hast du mal überlegt, ob deine Hobbyschnitzerei nicht mehr schadet als nützt?", fragt der Mexikaner. "Den Toten bringt deine Signatur nichts, den Bullen schon eher. Ich kannte im Kartell einen, der war genauso ein Kauz wie du. Hat die Stirn seiner Opfer mit dem Messer signiert. Den hätten sie allein deswegen erwischt". Der Japaner holt die nächste Kugel aus der Schachtel. "Sie waren nur nicht schnell genug, ich hab ihn vorher umgebracht. Und seine Frau und sein Auto genommen". Jetzt blickt der Japaner genervt auf, aber nur weil sein Griff zur Patronenschachtel ins Leere ging. Der Mexikaner zuckt mit den Schultern und rückt die stibitzte Schachtel wieder raus. Als der Japaner sich gleich wieder seiner Arbeit zuwendet, schüttelt er den Kopf, leert seinen Drink und dann gleich noch den zweiten, den er ursprünglich für den Japaner mitgebracht hatte, bevor er wieder zurück ins Haus geht.
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Eine Digitaluhr zeigt: „7:48 Uhr“. Die Kamera schwenkt von der Uhr auf einem kleinen Nachttisch neben dem Bett zu Felix Leiter, nur in Boxershorts gekleidet, wie er auf dem Boden Liegestütze macht. „93. 94. 95.“

Die Digitaluhr zeigt: „8:04 Uhr“. Felix steht im Badezimmer und putzt sich die Zähne. Das Handtuch auf seinem Kopf verrät, dass er eben unter der Dusche war. Dabei summt/murmelt er die Melodie von „Born in the USA“ vor sich hin.

Die Digitaluhr zeigt: „8:21 Uhr“. Felix geht auf den Balkon, guckt kurz in den Aschenbecher, den Bond gestern vollgemacht hat. Dann nimmt er diesen mit rein und entleert den Inhalt im Müll.

Die Digitaluhr zeigt: „8:53 Uhr“. Felix nimmt sich eines der Kamerastative. Es hat genau die richtige Länge, dass er es unterhalb der Decke zwischen zwei Wände des Hotelzimmers klemmen kann. Er hängt sich an die Stange und beginnt mit Klimmzügen.

Die Digitaluhr zeigt: „9:07 Uhr“. Felix lässt sich schwitzend von der Stange fallen, und schaut auf seine Armbanduhr. Dann blickt er zur Tür. Als nach einigen Sekunden nichts passiert, zuckt er mit den Achseln und setzt die Klimmzüge fort.

Die Digitaluhr zeigt: „9:19 Uhr“. Felix sitzt auf dem Bett und starrt auf die Uhr. Jetzt sichtlich irritiert. Er wischt sich mit einem Handtuch Schweißperlen von der Stirn.

Von außen klopft Felix an eine Hoteltür, auf der 107 steht. Mehrfach. Und nochmal. „June?“, ruft er. „Ist alles okay?“ Keine Antwort.

Unten in der Lobby verteilt Doris Day gerade Zimmerschlüssel an ein eincheckendes Paar, das ein wenig bedröppelt aussieht. Wir hören sie noch sagen, wie leid es ihr tut, dass die Luxussuite kurzfristig neu vergeben wurde. Felix kommt etwas albern daher gestapft, setzt aber, kaum dass er direkt vor Doris steht, sein bestes gequältes Zahnpastalächeln auf. „Howdy“, sagt er so cool wie möglich. „Der Engländer, mit dem ich gestern hier war, in welches Zimmer hat der eingecheckt?“ Doris guckt sichtlich verwirrt. „Stimmt etwas nicht, Sir?“ Felix macht eine lässige Handbewegung, die etwas zu gewollt wirkt. „Ach nein, nein, nein, aber er hat seine Uhr auf meinem Zimmer vergessen. Ich würde sie ihm gerne geben.“

„Der Gentleman hat gestern in Zimmer 228 eingecheckt, abe-“, sie will noch etwas sagen, da ist Felix schon auf dem Weg in Richtung der Treppe.

Die Kamera zeigt auf Zimmertür 228. Felix' Hand klopft erst als Faust gegen die Tür. Dann ist es die flache Hand. „James!“, ruft er. Wir hören Schritte. Die Tür öffnet sich. „James, sag mal, was soll denn-“ Er stockt. Vor ihm steht nicht Bond, sondern ein TOURIST (David Heyman), der sich nur schnell ein Handtuch umgeworfen hat, offenbar grade aus der Dusche kommt, und über die Lärmbelästigung wenig erfreut wirkt. „Sorry“, drückt Felix raus. Anhand der Koffer, die hinter dem Touri im Flur des Zimmers zu erkennen sind, schlussfolgert Felix, dass der Mann gerade erst eingecheckt hat. „Sie sind wohl neu hier, oder?“ Der Tourist nickt.

Doris Day erblickt von den Treppen her Felix auf sie zugehen. „Ah, Sir, bitte entschuldigen Sie, aber Sie waren so schnell aufgebrochen.“ Felix winkt ab. „Alles gut. Der Engländer hat ausgecheckt?“ Sie schüttelt den Kopf. „Umgebucht. Ich wollte es Ihnen ja erklären. Der Mann stand heute Morgen Punkt 7 an der Rezeption und verlangte ein anderes Zimmer.“ Leiter hebt eine Augenbraue: „Ist das so? Und in welchem Zimmer trifft man ihn an?“

Die Anzeige des Fahrstuhls zeigt uns an, dass der Lift bis in die oberste Etage fährt. Nach einem lauten Klicken steigt Felix Leiter heraus und steht auf einem großen Flur, der anders als die anderen Flure nur zu einer einzigen Tür führt: der Luxussuite. Die Tür ist nur angelehnt. Felix geht herein und traut seinen Augen nicht. Der Hauptraum des Zimmers ist riesig. Nicht nur würde Felix' Zimmer locker dreimal hineinpassen. Der Raum verfügt auch über einen gewaltigen Tisch, einen 90 Zoll OLED-Fernseher, ein edles Sofa, und an der linken Seite über einen kleinen Tisch-Springbrunnen. Der Tisch in der Mitte des Raumes ist reichhaltig gedeckt, ein richtiges Frühstücksbüffet ist hier aufgebaut worden. Rechts an der Wand steht noch das Whiteboard von June mit allen Infos, die sie am Abend zuvor besprochen hatten.

„Felix, du Schlafmütze“, ruft Bond, der gerade vom Balkon aus in den Raum tritt. Felix schaut rechts an ihm vorbei durch eine große Glasfassade. Außen sitzt June im Bikini auf einer Liege und lackiert sich die Fußnägel. „Wir haben uns schon gefragt, wo du bleibst.“ „Ihr habt-“, setzt Felix an und bremst sich. Seine Augen verengen sich zu Schlitzen. Langsam nickt er Bond zu, und schaut dann wieder zu June. „Ich verstehe, was hier läuft.“ Bond tut unschuldig und hält dem Blick stand: „Was läuft hier denn?“

„Guten Morgen“, ruft June von außen und winkt Felix zu. Die beiden Männer gehen zu ihr auf den Balkon. „Tolle Aussicht oder?“, fragt June vergnügt, was Leiter mit einem mittelmäßigen Geräusch kommentiert. Dann fügt er hinzu: „Wirklich ein verdammt schönes Zimmer. Und das bezahlst du alles aus eigener Tasche?“ Bond lehnt sich amüsiert ans Geländer und setzt eine Sonnenbrille auf. „Ich sag es dir immer wieder, alter Freund, du hättest dich im Studium auch für die Ornithologie entscheiden sollen. Die Bezahlung ist wirklich außerordentlich.“ Leiters Blick in Richtung 007 ist schwer zu beschreiben, beinhaltet aber definitiv eine Form von Tötungsabsicht.

„Wir haben schon ohne dich mit dem Frühstück angefangen, Felix, ich hoffe, das stört dich nicht“, nimmt June am Gespräch teil. Felix' Blick schweift auf die Teller mit Weintrauben, Pfirsichen, frischen Brötchen, marokkanischen Spezialitäten und anderen Leckereien. „Ganz und gar nicht“, antwortet er, wieder gefasst. Bond haut ihm kräftig auf die Schulter. „Na fein. Wir haben dir auch extra etwas kommen lassen. Ich weiß doch noch von früher, was mein Kumpel gerne speist.“ Bond deutet auf ein Tablett mit einer Haube drauf. Felix geht herüber, nimmt die Haube ab und erblickt: Eine Schüssel Cornflakes, dazu ein Glas Orangensaft.

„Wie in alten Zeiten, nicht wahr?“, ruft 007 ihm nach. Felix hebt langsam den Kopf und raunt in Richtung Bond: „Das werde ich dir niemals verzeihen.“
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June steht vor dem Whiteboard und hat eines von Bonds Hemden über ihren Bikini gezogen. 007 und Leiter sitzen am Tisch. Während Bond eine Traube isst, löffelt Felix in seinen Cornflakes. Es scheint zu schmecken. „Ich hatte Bānshī Industries schon eine ganze Weile im Auge. Harvest Globe ist ein gewaltiges Unternehmen mit dem Ziel, einen Großteil der strukturschwächeren Länder mit Saatgut und Lebensmitteln zu versorgen. Und trotzdem weiß man über Bānshī so gut wie gar nichts.“ 007 erhebt das Wort: „Außer, dass in den letzten Monaten gewissermaßen die gesamte Führungsriege unter den seltsamsten Umständen zu Tode gekommen ist.“ June nickt ihm zu und lächelt ihn an, was von Felix nicht unbemerkt bleibt. „Diese Vorfälle sind in der Tat hoch mysteriös. Noch geheimnisvoller ist nur der neue Inhaber von Bānshī.“ Sie zeigt auf eines der Bilder am Board. Wir Zuschauer erkennen ihn als den Amerikaner wieder. June stellt ihn als „William Pullman“ vor.

„Was wissen wir über diesen Mann?“, will Felix wissen. June antwortet ihm mit aufklärerischem Tonfall: „Das ist es ja: Gar nichts. Ich habe mit einigen Kollegen gesprochen, meine Fühler ausgestreckt, und James hat“- Bond fällt ihr ins Wort: „Ich hab meine Beziehungen ebenfalls spielen lassen. Interpol hat ebenfalls keine Ahnung, wer dieser Mann ist.“ Felix trinkt gerade sein Glas Orangensaft leer und fragt dann: „Soll das heißen…?“ June nickt: „Es wirkt so, als habe William Pullman vor der Übernahme von Bānshī nicht existiert. Dieses Foto von der Firmenwebseite ist das Einzige, was von ihm zu finden ist.“

Jetzt stehen alle drei vor dem Whiteboard. June hat sich mittlerweile mehr angezogen, also muss ein wenig Zeit vergangen sein. „Es ist zum Haareraufen“, sagt Leiter. „Es gibt keine erkennbaren Gemeinsamkeiten zwischen den Todesfällen, außer dass alle bei Bānshī gearbeitet haben. Aber nichts deutet daraufhin, wie sich das mir Mr. Pullman in Verbindung bringen lässt.“ Bond geht ein wenig auf und ab und kaut auf seiner Sonnenbrille herum. Dann bleibt er stehen: „Wenn wir mehr erfahren wollen, ist unsere einzige Möglichkeit, bei Bānshī selbst vorstellig zu werden.“

June winkt ab: „Das habe ich auch überlegt, aber deren Zentrale ist ein kleiner Hangar mitten bei den Anbaufeldern. Nahe an der Grenze zum marokkanischen Abschnitt der Westsahara.“ Felix, in der Hand die Cornflakes-Schüssel, noch immer tapfer dabei, übernimmt das Wort: „Aber June, du hattest mich doch schon mal Fotos von den Außenbüros machen lassen, und den Leuten, die dort ein- und ausgehen.“ Bond wird hellhörig. June erklärt ihm, dass eine kleine Anlaufstelle direkt in Marrakesch gibt, ein Bürogebäude in der Innenstadt, in dem mehrere Unternehmen ihre Büros haben. Auf dem zweiten Stockwerk befinden sich im linken Teil des Gebäudes auch ein paar Räume, die zu Bānshī gehören.

„Dann ist der Fall klar“, sagt Bond, mehr zu sich selbst. June und Felix gucken sich fragend an. Bond bemerkt dies: „Also, wir können da bei den Büros anklopfen, uns ein halbherziges Statement von einem Mitarbeiter für Junes Artikel geben lassen, und haben damit die Hunde aufgeschreckt. Dann weiß man von unseren Ermittlungen. Oder…“ „Oder?“, fragt June nach. Bond schaut zu Felix: „Kumpel, ohne dich mach ich das nicht.“ Leiter versteht. June dämmert es: „Ihr wollt da einbrechen? Bei Bānshī?“

Bond ist ganz ernst in seiner Haltung: „Willst du deine Story?“ June stammelt etwas herum, lässt es dann aber lieber sein.

Ein weiterer Schnitt aufs Whiteboard zeigt nun ausschließlich Fotos, die Felix von außen vom Bürogebäude gemacht hat. Offenbar plant das Trio gerade den Einbruch. „Wir beide werden an einem Sonntag gar nicht groß auffallen, Felix. Und falls etwas schiefgeht, verschwinden wir über den Basar um die Ecke“, bekräftigt Bond noch einmal die Sache. Dann zeigt er auf zwei der Bilder von Personen, die das Bürogebäude betreten und verlassen. Wir erkennen einen von ihn als den Japaner. „Was wissen wir über die beiden?", fragt Bond, „Falls die regelmäßig dort sind, wäre es für unser Vorhaben gut, alles über sie zu wissen.“ June und Felix schauen sich an. „Wir wissen eigentlich gar nichts über die beiden, außer, dass sie erst in diesen Büros auftauchen, seit Pullman dort das Sagen hat.“ Bond nimmt das Bild des Japaners in die Hand und murmelt, fast mehr zu sich selbst: „Schon interessant. Eines der Vorstandsmitglieder stirbt in Japan…“ Felix nickt. „Interessante Theorie, James. Ja, darüber haben wir auch schon nachgedacht. Aber was mit dem anderen Mann ist, da sind wir noch ratlos.“ Er zwinkert in Richtung 007, ohne das June es sieht. Bond schaut nur flüchtig zu dem anderen Foto und blickt dann mit hochgezogenen Augenbrauen wieder zu Felix: „Ich weiß nicht, für mich sieht der Mann irgendwie italienisch aus.“ Felix gibt ihm einen giftigen Blick.

June wird sichtlich nervös und lenkt das Gespräch zum Thema zurück: „Wenn wir das heute wirklich durchziehen wollen, wie halte ich eigentlich Kontakt mit euch?“ Felix setzt endlich wieder sein Grinsen auf und holt etwas aus seiner Tasche, die er mittlerweile aus seinem Zimmer geholt hat. „Ich präsentiere: Knochenschall-Kopfhörer.“ June nimmt einen davon vorsichtig in die Hand. „Die sind ja winzig“, stellt sie fest. Tatsächlich sind sie mit dem bloßen Auge kaum zu sehen. „Dafür kleben sie extrem fest. Ihr klebt sie einfach über euer rechtes Ohr und sie leiten den Ton effizient über den Knochen direkt ins Gehirn. Perfekt für Operationen wie unsere.“

„Beeindruckend“, stellt June fest. Felix prahlt, er sei ein ziemlicher Technik-Nerd und habe sich immer schon für die neuesten technischen Spielereien interessiert. Bond steht derweil im Hintergrund und guckt etwas deprimiert auf seine Gürtelschnalle. „James?“, holt Felix ihn aus seinen Gedanken. „Was meinst du: Wagen wir’s?“ Bond lässt sich einen Kopfhörer zuwerfen, klebt ihn sich an die entsprechende Stelle, und schaut direkt in die Kamera: „Wir wagen es.“
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Ein Bettler sitzt auf einer Straße und bekommt gerade eine Wasserflasche gereicht. Direkt neben ihm bietet ein Verkäufer Uhren an, die von Touristen beäugt werden. Wir sind in der Neustadt von Marrakesch am Rande der Medina, im Hintergrund sehen wir Palmengärten und die Koutoubia-Moschee. Bond, Leiter und June stehen nebeneinander vor einem modernen Bürogebäude wie Cowboys vor einem Saloon. Sie treten ein in die marmorne Eingangshalle und finden den Namen Bānshī Industries auf einer Übersichtstafel. Zweiter Stock, Westflügel. Sie gehen hoch. Der zweite Stock zieht sich als Galerie um die Eingangshalle, ein Korridor zweigt zu den Büros ab. Alle drei stecken sich Leiters Ohrhörer in die Ohren, die Männer bitten June, aufzupassen, und machen sich auf den Weg. "Das war eine fiese Nummer, James", beklagt sich Felix, während sie dem Korridor folgen. "Aber ich hätte mir eigentlich denken müssen, dass du zu solchen billigen Tricks greifst, um meinen Vorsprung aufzuholen." - "Vorsprung aufholen? Ich weiß nicht, was du meinst, Cowboy." Felix verdreht die Augen und hält seinen Arm vor Bond, um ihn zum Anhalten zu zwingen. "Ich fürchte ein Büffet wird nicht reichen, um June zu beeindrucken." Bond nimmt Felix' Arm und schiebt ihn von sich: "Der Tag ist noch lang, Felix. Wir haben immer noch das Abendessen", kontert er. Sie erreichen die Bürotür von Bānshī Industries am Ende des Korridors und Bond fängt sofort an, seine Gürtelschnalle aufzufummeln. "Um Himmels Willen, James! Sie ist doch nicht einmal hier!", spottet Leiter. Bond sagt: "Ich versuche nur, die Tür aufzukriegen. Du bist nicht der einzige hier mit einem Trick im Ärmel" – "Was hältst du von diesem Trick?" Leiter verpasst der Tür einen sanften Stoss und sie schwingt auf. Das Schloss ist bereits aufgebrochen.

June steht Schmiere. Da öffnet sich die Fahrstuhltür und heraus tritt ein INDER (Ram Charan) mit perfekt frisiertem Bart, Sakko und T-Shirt und – sogar im Gebäudeinnern – Sonnenbrille. Er ist auf dem Weg zum Westflügel, doch June stellt sich ihm geistesgegenwärtig in den Weg. "Entschuldigen Sie, wissen Sie vielleicht, wo es hier zum dritten Stock geht?" Der Inder nimmt interessiert seine Sonnenbrille ab und zeigt auf eine mannshohe Ziffer 2 an der Wand neben dem Fahrstuhl. "Nach oben" – "Ach so", stammelt June. "Aber da war ich schon und hab den richtigen Raum nicht gefunden. Wissen Sie vielleicht, wo ich, äh… Mohammed finde?" Der Inder wirkt halb irritiert, halb belustigt. "Kommt drauf an, ob Sie den König oder einen seiner Millionen Namensvettern meinen".

Bond und Leiter betreten das Büro. Der Raum wurde völlig verwüstet. Computer sind von den Tischen gefegt worden, Schubladen und Schränke stehen offen, der Teppich verschwindet unter zerknüllten Akten. Ein Bild an der Wand steht schräg und gibt den Blick frei auf einen leeren Safe. Die beiden durchstreifen den Raum. "Schau jetzt nicht hin, James. Das tut deinem britischen Ordnungsfimmel nicht gut", frotzelt Felix. "Sieht aus, als wären wir nicht die einzigen, die hinter Bānshī Industries her sind", kommentiert Bond. "Meinst du, June hat uns nicht alles erzählt, was sie weiss?" Leiter gibt keine Antwort. Er ist am Fenster stehengeblieben und blickt stirnrunzelnd auf die Strasse. Bond eilt zu ihm, um nachzuschauen. Sechs japanisch aussehende Männer, die trotz der Hitze schwarze Anzüge und rote Stoffmasken tragen, kommen gerade hintereinander aus dem Gebäude. Der Mann an der Spitze trägt einen Aktenkoffer. Bond und Leiter blicken sich an.

"Arbeiten Sie denn auch hier? Ich bin nämlich neu", plappert June gerade, um den Inder weiter aufzuhalten. Dessen Stirn runzelt sich immer mehr. "Wer sind Sie eigentlich?", fragt er. June überlegt rasch. "Ich bin… Die neue Hausmeisterin". Der Inder zieht die Augenbrauen hoch und betrachtet vielsagend ihren modischen Hosenanzug. Da kommt Leiter angerannt, rast an ihnen vorbei und nimmt drei Treppenstufen auf einmal. Nach drei Sekunden begreift June, und hetzt ihm hinterher. Nach weiteren drei Sekunden begreift auch der stehengelassene Inder und eilt in Richtung Westflügel.

Leiter sprintet um das Gebäude, den Japanern hinterher, als plötzlich ein Fenster zerspringt: Bond kommt aus dem zweiten Stock geflogen, federt auf einer Markise ab und purzelt vor Leiter auf die Strasse. Felix schüttelt den Schrecken, Bond den Sturz ab, sie rennen gemeinsam los, lassen June, die gerade mühselig aufgeholt hat, gleich wieder stehen und stürzen sich in die Tiefen der Medina. Noch befinden sie sich auf einer vergleichsweise breiten Einkaufsstrasse und erkennen vor sich bald die sechs Japaner, doch der Lärm, den ihr Gerenne zwischen den Touristen, Verkäufern und Maultieren verursacht, alarmiert die Yakuzas – sie nehmen die Beine in die Hand und flüchten in mindestens drei verschiedene Seitengassen. Bond folgt sofort dem Mann mit dem Koffer, doch Leiter biegt anders ab. "Felix, der Koffer!", brüllt Bond via Ohrstöpsel. "Teil des Plans. Weg abschneiden. Zangenmanöver", keucht Leiter zurück. Die Souks werden labyrinthischer, die Verfolgung immer wilder. Kreischende Touristen springen in letzter Sekunde aus dem Weg, Verkäufer protestieren lauthals auf Arabisch, Mopeds hupen. Die Japaner sind flink. Bond biegt um eine Ecke und prallt direkt in einen Yakuza, der gestoppt hat, um den Verfolger zu rammen. Beide verlieren die Kontrolle und fliegen quer durch ein Marktsortiment von Teppichen und orientalischen Tüchern. Bond befreit sich von den Stoffen und klopft rasch den Japaner ab, der hilflos in einen Teppich eingerollt am Boden liegt. Kein Koffer. 007 lässt den Mann liegen und rennt weiter.

"Wo seid ihr, was ist los?", mischt sich eine besorgte June in den Funkverkehr. Bond ignoriert sie, er hat gerade den Mann mit dem Koffer erblickt, der keuchend an einer Strassenecke verschnauft. Der Japaner sieht Bond auch und gibt Gas. "Felix, ich hab ihn. Er müsste irgendwo links von dir sein". Leiter biegt links ab und gelangt in einen kleinen Innenhof. Hier verschnauft tatsächlich ein Japaner. "Hab dich, du Scheisskerl!", ruft Leiter. Bond folgt einer Gasse, die immer schmaler wird. Er holt den Mann mit dem Koffer ein, der hilflos vor einer Mauer stehengeblieben ist. Es ist eine Sackgasse. 007 und der CIA-Mann gehen beide auf ihren jeweiligen eingekesselten Japaner zu. Da wirft Bonds Gegner den Koffer kurzerhand über die Mauer und rennt auf Bond zu. Bond hat eine Sekunde, um seine Prioritäten zu sortieren, dann lässt er den Mann an sich vorbeilaufen und fängt an, die Mauer hochzuklettern. Leiter und sein Gegner stehen sich mittlerweile direkt gegenüber – und staunen nicht schlecht, als der Koffer zwischen ihnen vom Himmel fällt. Beide greifen danach, doch in diesem Moment springt Bond von der Mauer, über die er geklettert ist und reisst bei seiner unsanften Landung Felix mit. Der Yakuza-Mann nutzt die Chance und verduftet mit dem Koffer.

Nach einem vernichtenden Blick von Felix geht die Verfolgung weiter. Binnen Sekunden haben sich die beiden im Labyrinth wieder verloren. Felix heftet sich an den ersten Yakuza, den er im Getümmel erkennt. Aber kurz bevor er ihn eingeholt hat, kommt ein anderer Japaner seitlich aus einer Abzweigung geschossen, und rennt Leiter über den Haufen. Der CIA-Mann stürzt mitten in ein Sortiment aus exotischen, kunstvoll aufgeschichteten Gewürzen und löst eine Staubwolke aus Safran und Kurkuma aus. Hustend blickt er auf und sieht gerade noch, dass der Mann, der ihn gerammt hat, den Koffer trägt. Leiter rappelt sich hoch und sieht seine Beute gerade noch irgendwo zwischen den Gassen und Markständen verschwinden. "Ich glaube, er ist irgendwo rechts von dir", ruft er. "Bist du sicher?", fragt Bond und lässt widerstrebend von einem Yakuza ab, den er fast eingeholt hatte, um rechts abzubiegen. Er schaut sich hektisch um, doch jede Ecke sieht gleich aus. Völlig ausser am Atem kommt er wieder bei derselben Kreuzung an und merkt, dass er im Kreis rennt. "Felix? Welche Richtung?" Doch Leiter wird von einer Traube aufgebrachter Verkäufer festgehalten und kriegt zugleich vor lauter Gewürzen einen Hustenanfall. Bond schaut schwer atmend in alle Richtungen. Kein einziger Japaner ist mehr zu sehen.

Der Inder überquert schnellen Schrittes den Djemaa el Fna, den riesigen zentralen Marktplatz, und steuert auf ein Restaurant mit Dachterrasse zu. Er geht die Treppe hoch, manövriert zwischen den Kellnern und macht vor einer abgelegenen Nische mit Sitzbank Halt, wo ein stattlicher ITALIENER (Pierfrancesco Favino) gerade eine Lamm-Tajine verspeist. Wir erkennen ihn als den zweiten Mann vom Überwachungsfoto aus Junes Whiteboard. "Die ersten von ihnen sind eingetroffen", sagt der Inder zum Italiener. "Welche?", fragt dieser, ohne sein Mahl zu unterbrechen. "Die Japaner", antwortet der Inder. "Damit hatte ich gerechnet", sagt der Italiener und tupft sich die Lippen mit einer Serviette ab. "Wir hätten eine Wette abschliessen sollen" – "Sie sind in unser Büro eingebrochen und haben die Unterlagen aus dem Safe gestohlen!" Erst jetzt blickt der Italiener auf. "Haben wir Kopien davon?", fragt er. Der Inder sagt: "Das waren Kopien. Die Originale sind sicher". Der Italiener nickt. Sein Gehirn arbeitet. "Die Yakuza wird mit den Papieren nichts anfangen können. Und selbst wenn, interessieren sie sich nicht dafür. Wir wissen genau, weshalb sie hier und hinter wem sie her sind" Er schiebt entschieden seinen Teller beiseite. "Trotzdem, je schneller wir sie gefunden und ausgeschaltet und uns die Kopien zurückgeholt haben, desto besser. Wir sollten keine Zeit verlieren". Er steht auf. "Da ist noch etwas", stoppt ihn der Inder. "Die Yakuza waren nicht die einzigen, die bei unserem Büro herumgeschnüffelt haben".

Bond und Leiter treffen sich auf dem Djemaa el Fna. Der CIA-Mann ist fuchsteufelswild und seine Haare sind immer noch voller Gewürze. Er zeigt mit dem Finger auf sein Ohr. "Die Dinger hier dürfen durchaus benutzt werden, James! Dafür haben wir sie. Um deinen miserablen Orientierungssinn zu kompensieren". Bond ist ruhiger, doch ob der Niederlage und Leiters Schuldzuweisung offensichtlich genervt. "Ach ja? Ich hab die Dinger benutzt und auf dich gehört. Darum habe ich auch keinen von denen einfangen können. Wurden Sie etwa dafür entwickelt?" Felix verwirft aufgebracht die Hände. "Das ist doch nicht zu fassen! In Langley haben die Rekruten besseres Teamwork". Bond zeigt auf Leiters Kopf. "Wenn wir von Langley sprechen, frisieren sich da alle so? Ein geschmacksintensiver Trend, ich muss schon sagen". Jetzt kommt Leiter bedrohlich nahe. "Immerhin riechst du mich damit von Weitem und springst mir beim nächsten Mal vielleicht nicht direkt auf den Kopf!" Bevor die beiden Streithähne weiter aufeinander losgehen können, kommt eine aufgelöste June angerannt und geht dazwischen. "Sofort aufhören! So kommen wir doch nicht weiter. Erzählt mir in Ruhe, was passiert ist, dann planen wir weiter". Doch jetzt wird der Kreis aus Schaulustigen, der sich um die Szene gebildet hat, von Polizisten durchbrochen. Bond und der lauthals protestierende Leiter werden trotz Junes heftigen Einwänden zu Boden gerungen und bekommen Handschellen angelegt.

Von der Dachterrasse aus beobachten der Inder und der Italiener perplex, wie die beiden Agenten in bereitstehende Polizeiautos verfrachtet werden. Der Inder zeigt auf sie. "Das sind die beiden Hampelmänner, die sich gestern vom Flughafen aus verfolgt haben, und wegen denen wir die Einreise der Japaner verpasst haben müssen. Keine Ahnung, zu wem diese Dilettanten gehören". Der Italiener zuckt mit den Schultern. "Zu wem auch immer sie gehören, sie werden uns so schnell keinen Ärger mehr machen". Er wendet sich an den Inder. "Ich gebe den anderen Bescheid, und dann machen wir Jagd auf diese Japaner und schaffen dieses Problem ein für allemal aus der Welt. Ich schlage vor, du bleibst hier im Zentrum und hältst die Augen gut offen. Bist du ausgerüstet?" Als Antwort zieht der Inder diskret sein Sakko zur Seite und zeigt eine Pistole in einem Schulterholster. Der Italiener lacht auf. "Eine stumpfe Knarre? So kenne ich dich gar nicht. Wer bist du und was hast du mit meinem Freund gemacht?" Der Inder zeigt die andere Seite seines Sakkos. In einem Band, das ins Futter eingenäht ist, stecken Spritzen und verkorkte Reagenzgläser. Der Italiener klopft ihm auf die Schulter und sagt: "Das sieht schon eher nach dir aus".
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