Re: Er fürchtet weder Tod noch Teufel – Die Filme des Tom Cruise

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Martin007 hat geschrieben: 30. August 2026 16:43
danielcc hat geschrieben: 30. August 2026 09:38 Und nun ist Days of Thunder 2 bestätigt mit Anne "ich spiele alles" Hathaway
Bin mir nicht sicher, was ich von dem Projekt halten soll. Bei dem Film hätte meiner Meinung nach Joseph Kosinski die Regie übernehmen müssen. Das wäre eigentlich eine logische Wahl gewesen.
Äh, der hat den Film ja schon gemacht. Letztes Jahr... mit Brad Pitt
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Re: Er fürchtet weder Tod noch Teufel – Die Filme des Tom Cruise

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Das zum Einen, zum anderen aber halt auch, wenn er einfach nicht gefällt. Die Kritikerstimmen sind sehr durchwachsen und auch die Zuschauerwertungen sind nicht wirklich gut.
Ich war eigentlich ziemlich an dem Film interessiert, und fand die Trailer auch ziemlich gelungen, da herrlich überdreht, allerdings hab ich inzwischen schon einige Dinge gehört, die aus den Trailern nicht so wirklich zu entnehmen sind, und die mir vermutlich überhaupt nicht zusagen werden. Deshalb bin ich gerade schwer am überlegen, ob ich da wirklich reingehen will.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Er fürchtet weder Tod noch Teufel – Die Filme des Tom Cruise

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Kunst ist, sich nicht um Einspielergebnisse zu scheren, sondern den Film zu machen, den man machen will, und ihn finanziert bekommen. Der Rest interessiert die Erbsenzähler und BWL'er.

Ich bin sicher, Cruise und Inarritu sind sehr zufrieden mit "Digger". Völlig unabhängig davon, was das Box-Office sagt.
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Re: Er fürchtet weder Tod noch Teufel – Die Filme des Tom Cruise

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Cruise ist einer der Produzenten von "Digger", und wird - wenn er kein Trottel ist - gewusst haben, dass das kein Box-Office Hit wird und kein Film, der das Mainstream-Publikum abholt und begeistert. Aber er hat trotzdem Lebenszeit und viel Geld in das Teil investiert, weil er an die Vision dahinter glaubt. Dass jetzt viele Kritiker weniger euphorisch sind als erhofft, ist klar (man wird gehofft haben, das "One Battle After Another" von 2026 abzuliefern), aber rein künstlerisch werden Cruise und Inarritu zufrieden sein. "Digger" dürfte exakt der Film geworden sein, den beide machen wollten. Und das sie ihn, so wie er ist, wirklich machen konnten und finanziert bekommen haben, ist sicherlich ein kleines Wunder.
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Re: Er fürchtet weder Tod noch Teufel – Die Filme des Tom Cruise

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Casino Hille hat geschrieben: 5. Oktober 2026 15:09 Cruise ist einer der Produzenten von "Digger", und wird - wenn er kein Trottel ist - gewusst haben, dass das kein Box-Office Hit wird und kein Film, der das Mainstream-Publikum abholt und begeistert. Aber er hat trotzdem Lebenszeit und viel Geld in das Teil investiert, weil er an die Vision dahinter glaubt. Dass jetzt viele Kritiker weniger euphorisch sind als erhofft, ist klar (man wird gehofft haben, das "One Battle After Another" von 2026 abzuliefern)
Eben, genau das wird man gehofft haben und aktuell sieht es so aus als würde man das in keiner Weise erreichen. Auch "One Battle After another" war im Kino ein finanzieller Misserfolg, aber in einem deutlich geringeren Maße, denn er hat dort bei ähnlichem Budget wie Digger immerhin etwas mehr als 200 Mio Dollar eingespielt. Digger dürfte bei einem Startwochenende von 20 Mio und ziemlich schwacher Rezeption kaum noch Chancen auf 100 Mio haben. Bei One Battle after Another wussten im Vorfeld (ebenso wie bei Digger) alle Betiligten, dass der Film im Kino seine Kosten nicht würde einspielen wollen. Aber das Prestige der Awards und die dadurch gesteigerte Vermarktbarkeit in Zweit- und Drittverwertung sorgen trotzdem dafür, dass solche Filme regelmäßig finanziert werden. One Battle after Another wurde dann auch einer der großen Gewinner der Award Season. Nur scheint auch das bei Digger überhaupt nicht zu funktionieren.
Casino Hille hat geschrieben: 5. Oktober 2026 15:09 aber rein künstlerisch werden Cruise und Inarritu zufrieden sein. "Digger" dürfte exakt der Film geworden sein, den beide machen wollten.
Das mag sein, nur heißt das ja nicht, dass sie deshalb dann insgesamt zufrieden sind. Sonst könnte man einen Film auch drehen und niemandem zeigen, dann wäre er ja trotzdem genauso geworden wie man ihn machen wollte. Inarritu hat in der Vergangenheit gezeigt, dass ihm die Rezeption durch Kritiker durchaus etwas bedeutet und öffentlich mit dem Gedanken gespielt seine Karriere zu beenden, nachdem sein Vorgängerfilm "Bardo" negativ aufgenommen wurde. Die meisten Künstler wollen ihr Werk teilen und wenn sich dann kaum jemand damit befasst, und die die es tun finden keinen Zugang dazu, dann kann das sicher sehr frustrierend sein. Nolan hat den Release eines Films als "absolut furchteregend" bezeichnet, weil für ihn ein Film erst abgeschlossen ist, wenn die Zuschauer ihn gesehen haben und der Prozess des Filmemachens für ihn erst abgeschlossen ist, wenn die Zuschauer etwas aus dem Film gemacht haben. Und ich glaube, dass es vielen so geht.
Casino Hille hat geschrieben: 5. Oktober 2026 15:09 Und das sie ihn, so wie er ist, wirklich machen konnten und finanziert bekommen haben, ist sicherlich ein kleines Wunder.
Richtig, aber auch das zeigt ja, dass man als Regisseur, Zugpferd oder Produzent nicht zufrieden sein kann. Denn bei einer solchen Performance bekommst du deinen nächsten künstlerischen Film eben nicht mehr finanziert, oder du kannst ihn nicht so machen wie du ihn eigentlich machen willst. Beides wird das Künstlerherz nicht erfreuen, selbst wenn du mit deinem Werk selbst zufrieden bist.
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Re: Er fürchtet weder Tod noch Teufel – Die Filme des Tom Cruise

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dernamenlose hat geschrieben: 5. Oktober 2026 16:20 Die meisten Künstler wollen ihr Werk teilen und wenn sich dann kaum jemand damit befasst, und die die es tun finden keinen Zugang dazu, dann kann das sicher sehr frustrierend sein.
Das mag aus einer größeren Business Sicht fast alles stimmen, aus einer künstlerischen ist vieles davon aber dann auch wieder etwas, dass den Beteiligten (hoffentlich) weitgehend egal ist.

"Digger" bekommt in Summe nicht die Kritiken, die man sich erhofft hat, aber er bekommt in der positiven Spitze erstaunliche Kritiken, und die bekommt auch kein Film mal eben einfach so. "Digger" kann einen richtig nerven und ermüden, er hat aber eben auch immenses Potenzial, Leute wirklich zu begeistern. Auch das zeigen die Vorab-Reaktionen.

Inarritu hat einen hoch ambitionierten und herausfordernden Film gemacht, eine Satire, die das Publikum selbst angreift und schon fast den Sinn von Filmen und Kunst überhaupt hinterfragt. Wer sowas macht, will einen Diskurs anstoßen, und zumindest im Kleinen ist das mit "Digger" längst gelungen - es ist ein Film, der aktiv spaltet -, und ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Film sein wird, der in den nächsten Jahren im Ansehen wächst und spätestens im Streaming dann ein zweites Hoch erlebt.

Das unqualifizierte Rumgeheule von Inarritu nach "Bardo" war tatsächlich ziemlich peinlich, und das er für diesen Film hart auf den Sack bekommen hat, hätte ihn eigentlich nicht wundern dürfen. Umso mehr merkt man in "Digger" jetzt das Werk eines Künstlers, der sich mit sich und seinem Verhältnis zum Filmemachen neu auseinandergesetzt hat, und sogar fähig dazu ist, nicht nur Kritik anzunehmen, sondern auch seine Rolle im System zu hinterfragen und offenzulegen.
dernamenlose hat geschrieben: 5. Oktober 2026 16:20 auch das zeigt ja, dass man als Regisseur, Zugpferd oder Produzent nicht zufrieden sein kann. Denn bei einer solchen Performance bekommst du deinen nächsten künstlerischen Film eben nicht mehr finanziert, oder du kannst ihn nicht so machen wie du ihn eigentlich machen willst
Nein, das glaube ich nicht. Im Gegenteil wird man stolz darauf und zufrieden damit sein, dass man "Digger" überhaupt auf die Beine gestellt bekommen hat. Einen Film wie "Digger" bekommst du eigentlich nie für so eine Summe finanziert, weil es inhärent non-kommerzielle Projekte sind. Sowas läuft normalerweise in kleinen Programmkinos und kostet einen Bruchteil davon. Es für dieses Geld zu machen, ist ein einmaliger Traum für 99 Prozent aller Regisseure da draußen. Und du kannst dir sogar sicher sein, mit so einem Ding auf die Schnauze zu fliegen. Sowas darf dich aber nicht hemmen. Du nutzt deine - ziemlich garantiert einmalige - Chance, machst den besten Film der in dir steckt und alles weitere lässt sich sowieso nicht kontrollieren.

Es gibt auch Filme, die sind massiv gefloppt und haben ihrem Studio Verluste eingefahren (zum Beispiel "Heaven's Gate", "Blade Runner", "Fight Club", "Citizen Kane", "Ist das Leben nicht schön?", John Carpenters "Das Ding aus einer anderen Welt", "Die Verurteilten") und die gelten heute als Klassiker oder sogar Meisterwerke, und ihre Macher werden besonders für diese Filme erinnert und geschätzt. Erfolg und Vermächtnis sind nie absehbar oder planbar, also beschäftigt man sich als Künstler am besten nicht damit, sondern tut die beste Arbeit die in einem steckt und lässt dem Rad der Zeit seinen Lauf.

(Genau deshalb ist die moderne Tendenz in Filmliebhaber-Kreisen, sei es hier im Forum oder bei Foren wie Reddit, mehr über irrelevanten Box-Office Kram als über Qualität zu diskutieren, auch für mich oft eher verschwendete Zeit. Produzenten scheren sich um Einspielergebnisse. Die Popkultur sowie die Kunst selbst tun es oft genug überhaupt nicht.)
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Re: Er fürchtet weder Tod noch Teufel – Die Filme des Tom Cruise

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Casino Hille hat geschrieben: 5. Oktober 2026 16:36 Das mag aus einer größeren Business Sicht fast alles stimmen, aus einer künstlerischen ist vieles davon aber dann auch wieder etwas, dass den Beteiligten (hoffentlich) weitgehend egal ist.

"Digger" bekommt in Summe nicht die Kritiken, die man sich erhofft hat, aber er bekommt in der positiven Spitze erstaunliche Kritiken, und die bekommt auch kein Film mal eben einfach so. "Digger" kann einen richtig nerven und ermüden, er hat aber eben auch immenses Potenzial, Leute wirklich zu begeistern. Auch das zeigen die Vorab-Reaktionen.

Inarritu hat einen hoch ambitionierten und herausfordernden Film gemacht, eine Satire, die das Publikum selbst angreift und schon fast den Sinn von Filmen und Kunst überhaupt hinterfragt. Wer sowas macht, will einen Diskurs anstoßen, und zumindest im Kleinen ist das mit "Digger" längst gelungen
Wenn der Diskurs das primäre Ziel ist und die Spaltung fest einkalkuliert dann könntest du tatsächlich recht haben. Mein Eindruck war das bisher nur teilweise, aber ich hab ja auch den Film noch nicht gesehen kann das also deutlich schlechter beurteilen als du.
Casino Hille hat geschrieben: 5. Oktober 2026 16:36 es ist ein Film, der aktiv spaltet -, und ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Film sein wird, der in den nächsten Jahren im Ansehen wächst und spätestens im Streaming dann ein zweites Hoch erlebt.
Wenn er das tun wird wäre das definitiv ein Erfolg. Ich sehe aktuell noch vergleichsweise wenig Anzeichen dafür, dass das eintreten sollte, aber gut, vielleicht irre ich mich da. Dass er spaltet stimmt definitiv - und Warner nutzt das ja auch in seiner "Notfallwerbekampagne". Nachdem Motto "Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn, ihr müsst ihn euch schon selbst anschauen".
Casino Hille hat geschrieben: 5. Oktober 2026 16:36 Nein, das glaube ich nicht. Im Gegenteil wird man stolz darauf und zufrieden damit sein, dass man "Digger" überhaupt auf die Beine gestellt bekommen hat. Einen Film wie "Digger" bekommst du eigentlich nie für so eine Summe finanziert, weil es inhärent non-kommerzielle Projekte sind. Sowas läuft normalerweise in kleinen Programmkinos und kostet einen Bruchteil davon. Es für dieses Geld zu machen, ist ein einmaliger Traum für 99 Prozent aller Regisseure da draußen. Und du kannst dir sogar sicher sein, mit so einem Ding auf die Schnauze zu fliegen. Sowas darf dich aber nicht hemmen. Du nutzt deine - ziemlich garantiert einmalige - Chance, machst den besten Film der in dir steckt und alles weitere lässt sich sowieso nicht kontrollieren.
Da bin ich mir sehr unsicher. Für Innaritu mag das zutreffen, ob das Cruise auch so sieht, weiß ich aber nicht. Er galt bislang als der vielleicht letzte wirkliche Filmstar in Hollywood, der allein aufgrund seines Namens größere Mengen ins Kino zieht. Diesen Status kann er mit diesem Film alleine verlieren. Wie gesagt, dass der Film seine Kosten nicht reinholen wird, dürfte ihm ebenfalls frühzeitig klar gewesen sein. Aber es ist eben etwas anderes, ob du bei 200 Mio landest, oder bei 60 bis 70 Mio. Und Cruise scheint mir schon jemand zu sein, dem sein Stutus in der Filmbranche etwas bedeutet.
Casino Hille hat geschrieben: 5. Oktober 2026 16:36 Es gibt auch Filme, die sind massiv gefloppt und haben ihrem Studio Verluste eingefahren (zum Beispiel "Heaven's Gate", "Blade Runner", "Fight Club", "Citizen Kane", "Ist das Leben nicht schön?", John Carpenters "Das Ding aus einer anderen Welt", "Die Verurteilten") und die gelten heute als Klassiker oder sogar Meisterwerke, und ihre Macher werden besonders für diese Filme erinnert und geschätzt. Erfolg und Vermächtnis sind nie absehbar oder planbar, also beschäftigt man sich als Künstler am besten nicht damit, sondern tut die beste Arbeit die in einem steckt und lässt dem Rad der Zeit seinen Lauf.
Die Beispiele zeigen definitiv, dass an deiner Grundaussage sehr viel Wahres dran ist - aber das heißt halt immer noch nicht, dass das dann jeder Künstler selbst so sieht. Einem Tarantino beispielsweise scheint sein Vermächtnis derart wichtig zu sein, dass er sich selbst seine "10-Filme-Regel" auferlegt hat. Ich halte die zwar für Unsinn und finde eher, dass er sein Vermächtnis eher mit seinem Festhalten am "Once Upon a Time in Hollywood"-Kosmos schädigt, aber er scheint das bis zu einem gewissen Grad für planbar zu halten. Und auch ein Christopher Nolan nutzt seinen Status nicht in dieser Richtung aus, sondern kalkuliert (gemeinsam mit Emma Thomas) die Budgets seiner Filme so, dass sie von einem finanziellen Erfolg ausgehen. Er hätte Oppenheimer sicherlich auch für 150 Mio drehen können. Oder für 200. Hat er aber nicht. Die beiden haben sich für 100 Mio entschieden, weil ihnen das als die verantwortungsvollste Option schien. Auch die oft zitierte "One for me, one for them" Regel, nach denen einige Schauspieler und Regisseure arbeiten deutet in die Richtung.
Casino Hille hat geschrieben: 5. Oktober 2026 16:36 (Genau deshalb ist die moderne Tendenz in Filmliebhaber-Kreisen, sei es hier im Forum oder bei Foren wie Reddit, mehr über irrelevanten Box-Office Kram als über Qualität zu diskutieren, auch für mich oft eher verschwendete Zeit. Produzenten scheren sich um Einspielergebnisse. Die Popkultur sowie die Kunst selbst tun es oft genug überhaupt nicht.)
Ich finde das sind zwei sich ergänzende Herangehensweisen. Ich hatte schon immer ein Faible für Zahlen und Statistiken und liebe es deshalb mich auch mit Box Office Zahlen zu beschäftigen. Aber wirklich in die Tiefe gehe ich da nur bei Filmen, die mich auch inhaltlich begeistert haben. Und die inhaltliche Auseinandersetzung ist mir in jedem Fall wichtiger. Und es stimmt natürlich, dass der popkulturelle Impact in der Regel nicht vom Box Office abhängt, allerdings kann das in manchen Fällen schon ein gewisser Indikator sein (Avatar, Titanic, Endgame...). Und im Fall vom aktuell noch laufenden "The Odyssey" ist vor allem die Zusammensetzung des Box Office interessant, weil es die Kinolandschaft weiter verändern könnte. Muss einen das interessieren? Nein. Aber es gibt schon gute Gründe warum einen das - neben der inhaltlichen Auseinandersetzung - interessieren kann.
Casino Hille hat geschrieben: 5. Oktober 2026 16:36 Das unqualifizierte Rumgeheule von Inarritu nach "Bardo" war tatsächlich ziemlich peinlich, und das er für diesen Film hart auf den Sack bekommen hat, hätte ihn eigentlich nicht wundern dürfen. Umso mehr merkt man in "Digger" jetzt das Werk eines Künstlers, der sich mit sich und seinem Verhältnis zum Filmemachen neu auseinandergesetzt hat, und sogar fähig dazu ist, nicht nur Kritik anzunehmen, sondern auch seine Rolle im System zu hinterfragen und offenzulegen.
Das klingt ehrlich gesagt ziemlich interessant. Wenn der Film am kommenden Wochenende um eine passende Uhrzeit läuft werd ich mir definitiv überlegen reinzugehen.
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Re: Er fürchtet weder Tod noch Teufel - Die Filme des Tom Cruise

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Finde es bezeichnend, wie auf social media gerade versucht wird, den Film nach den schwachen Kritiken marketing-technisch "umzudeuten".
Ein Jahr lang wurde er uns als präsentiert als Meisterwerk, welches Cruise den Oscar bescheren wird, jetzt macht man aus der Not eine Tugend und wirbt damit, wie kontrovers der Film sei, nach dem Motto "man kann ihn nicht ignorieren"
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Re: Er fürchtet weder Tod noch Teufel - Die Filme des Tom Cruise

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danielcc hat geschrieben: 5. Oktober 2026 23:53 Finde es bezeichnend, wie auf social media gerade versucht wird, den Film nach den schwachen Kritiken marketing-technisch "umzudeuten".
Ist doch sympathisch. Wann gehen Filme im Marketing je so offensiv auch mit Negativ-Stimmen um? Ich finds cool - und es passt auch gut zu dem, wovon der Film handelt. :wink:
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Re: Er fürchtet weder Tod noch Teufel – Die Filme des Tom Cruise

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"Digger" gestern erstmal in der OMU gesehen und sehr atypisch im Arthouse-Kino des Vertrauens statt im Multiplex (wo dann noch eine zweite Sichtung in der deutschen Fassung vorgesehen ist).

Ich war durchaus fasziniert vom Film
Spoiler
und von dem, was er am Ende dann tatsächlich ist beziehungsweise welche Lesarten hinter dem Film stecken können, was auch am Ende eine herausfordernde Situation zur Einschätzung und Einstellung gewisser Sympathien sind - trotz der auch hier vage gebliebenen Worte dennoch in Spoiler-Tags gesetzt
.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "