Re: Die Filme des David Fincher
Verfasst: 22. Februar 2026 14:24
Ich habe mir den jetzt auch angeschaut, weil ich nach Crime 101 mehr von Mark ColOmbo Ruffalo sehen wollteCasino Hille hat geschrieben: 7. Oktober 2020 10:42
Zodiac - 9,5/10
- Robert Downey Jr. und Mark Ruffalo dabei zusehen, als sie noch ihr Talent einsetzen mussten, bevor sie sich in bunte Strumpfhosen zwängten, ist alleine schon "Zodiac" wert. Obwohl die wahre Überleistung von Jake Gyllenhaal stammt, der aus dem überlangen Kriminalfilm eine Charakterstudie der Obsession werden lässt – und damit das Serienkiller-Genre, welches Fincher einst nachhaltig prägte, brillant zu transzendieren weiß. Einerseits ist dieser Film ein Meisterwerk des akribisich recherchierten Spielfilms, der umfangreicher als die meisten Dokumentationen ein kompliziertes und sehr schwieriges Sujet aufbereitet und zumindest im Groben für den normalen Zuschauer verständlich macht. Enorm unterkühlt bewegt sich Fincher so durch die Wirren einer der verzwicktesten Mordserien der US-amerikanischen Geschichte, und verbleibt am Ende wie die Realität ohne eine Auflösung. Ein Berg von Film, durch den sich der geneigte Zuschauer durchackern muss, für den er aber auch bewusst beim Einsetzen des Abspanns nicht belohnt wird.
Ausserdem liebe ich ja Sieben und bin immer auf der Suche nach guten "90er Thrillern" auch wenn sie nicht aus den 90ern sind.
Meine Fresse war für eine Ausgeburt der cineastischen Langeweile war das denn bitte???
Ich will eigentlich gar nicht viel dazu sagen, weil das einfach so langweilig war. Bezeichnend: ich habe bestimmt 60% der Zeit mit anderen Dingen verbracht und die Handlung war dennoch so dünn, dass man problemlos folgen konnte. Es passiert ja eigentlich nichts, bis in den letzten 30 Minuten dann mit Namen so um sich geworfen wird. Ja klar, es geht nicht um die Verbrechen und noch weniger um die Täter. Es soll eine Charakterstudie einer Person sein, die von der Aufklärung eines Verbrechens mehr und mehr besessen wird. Nur leider spielt Gyllenhaal so dermaßen gelangweilt, dass da gar nichts rüber kommt. Der Charakter ist einem einfach völlig egal. So sehr ich auch Ruffalo lieben wollte, so blass bleibt auch sein Charakter. Bleibt Downey Jr, nur anders als Hille oben sagt, kann der einfach gar nicht mehr als das, was er regelmäßig als Stark/Iron-Man/Holmes/... zeigt. Er ist einfach immer die gleiche Figur mit diversen kauzigen Manierismen und schneller Zunge.
So mäandert dieses Gedöns 140 Minuten im Nirgendwo rum, ohne jede interessante Figur, ohne den Drang irgendetwas aufzuklären.
Ich schließe mit den Worten eines guten Freundes der mir parallel schrieb: "Zweieinhalb Stunden Zeitverschwendung"